Greece

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Endlich!
Nach einer gefühlten Ewigkeiten ohne Ferien und reisen geht es heute endlich wieder los! Einige sind zu Hause derart wohl, dass sie gar in den Finken losfahren… Via Gotthard, welcher in Gedanken immer soooo prompt erreicht und durchquert ist, in Wirklichkeit aber trotz nur rund zwei Kilometer Stau immer soooo langsam kommt und ewig lang ist, fahren wir nach Italien. Unser Ziel für die erste Nacht ist ein Agritourismo bei Faenza. Gerade rechtzeitig, als die Kids kaum mehr im Sitzli zu halten sind, erreichen wir am frühen Abend unser Ziel. Zum Glück hat es einen Pool und einen geheizten Wihrlpool, so dass alle bald wieder zufrieden und glücklich sind. Da die Haus-Mama erst um acht Uhr das Znacht auftischt, bleibt uns genug Zeit eine Dame vor dem Sechsgänger ins Bett zu bringen. Nini geniesst den Abend als Hahn im Korb sehr und wir geniessen das feine Znacht mit nur einem Kind, welches bereits weiss, dass der Teller oben bleiben sollte und die Gabel zum Essen und nicht zum Trommeln dient, auch sehr.

Igitt…
Einige Regentropfen und die für eine Italienierin erstaunlicherweise nicht so wirklich kinderfreundliche Haus-Mama vertreiben uns aus dem Agritourismo. Spontan beschliessen wir heute einen richtigen Kids-Day zu machen und einen kleinen Zoo in der Nähe von Ancona zu besuchen. Wir staunen nicht schlecht beim Beobachten der Einheimischen und ihren Kindern. Der Umgang ist doch ein bisschen anders als in unseren Breitengraden. Wir staunen auch nicht schlecht, als unsere Grosse sofort die hiesigen Sitten annimmt und ganz Prinzessinnen-like nur noch im Buggy sitzen will, sich so gar nicht für die Tiere interessiert und auch sonst Sitten an den Tag legt, die uns eher fremd sind. Der Zoo ist okay und als zeitvertrieb völlig in Ordnung. Irgendwann machen wir uns dann auf an den Hafen. Obwohl wir zeitig da sind, ist die Schlange an Autos schon lang. Die Zeit bis zum Boarding geht trotz beschränktem Bewegungsradius erstaunlich schnell vorbei. Die Zeit bis zur effektiven Schiffsabfahrt dauert dann etwas länger… zwei Stunden später als geplant, legen wir endlich ab. Wir geniessen die Zeit zwischen Boarding und Leinen-los auf dem obersten Deck an der Sonne. Erst als uns ein Hund zeigt, was Hunde hier an Deck alles so machen, haben wir genug vom relaxen und herumtummeln. Wir wollen gar nicht daran denken, wo unsere Kids alles so drin rumgeturnt sind… da hilft wohl nur noch eine Dusche.

Hellas, liebe Freunde
Alle haben mehr oder weniger gut geschlafen. Die Kids haben sich auf alle Fälle einmal mehr überhaupt nichts anmerken lassen und die Fährnacht bestens überstanden. Nach einem Bitz Brot auf dem Deck wird es uns zu windig und wir machen bis zur Ankunft das Innere des Kahns unsicher. Wir finden gar noch so etwas wie einen Spielplatz, wo sich die Kinder so richtig austoben können. Nini ist im Element, so dass andere Eltern mit ihrem erstgeborenen Nesthäckchen das Feld bald wieder räumen. Unsere Kids sind nachher derart geschafft, dass sie die ganze Fahrt vom Hafen in Igoumentisa bis nach Meteora verschlafen – immerhin geschlagene zwei Stunden. Wir Eltern staunen aber der Bevölkerungsdichte und ab den vielen Hügeln, um nicht zu sagen fast schon Bergen, die uns in Griechenland willkommen heissen. In Meteora machen wir zu erst den Lidl unsicher. Es ist dies der erste grössere Laden, den wir seit unserer Ankunft entdecken. Das Hotel ist der Traum für uns alle: die Kids werden wie bei den Grosseltern empfangen und gehätschelt, es hat einen riesigen Pool mit einer grossen Wasserrutsche, wir haben ein tolles ebenerdiges Zimmer mit Balkon, wir sind die einzigen und können tun und lassen was wir wollen, usw. Was will man mehr… Somit ist denn auch das Programm für den Rest des Tages gegeben. Wir nehmen die Hotelanlage quasi ein und breiten uns aus. Zum Znacht gibts Pic Nic vom nochmaligen Lidl-Besuch. Und nach dem ersten Moskito-Besuch und dem fehlenden Mineralwasser kennen wir den Laden dann wirklich sehr gut. Nun haben wir so ziemlich alles was wir vergessen haben…

Meteora
Nach einem feinen Zmorgen, das keine Wünsche offen lässt, fahren wir zum Grund unserers Besuches in Meteora. Die Gegend ist bekannt für die steilen Felsen mit den Klöstern oben drauf und eines der Wahrzeichen von Griechenland. Natürlich steht das ganze unter dem Patrionat der Unsesco. Die Szenerie ist wirklich beeindruckend. Mehrere Kloseranlagen sind hier, so scheint es, ganz nah beim stahlblauen Himmel zu finden. Alle sind öffentlich zugängig und wir besuchen drei der Anlagen. Vor allem der Aufstieg zum letzten hat es in sich. Dafür sind wir dann auch auch fast alleine hier oben und können den Ausblick so richtig geniessen. Die Kids machen super mit. Auch wenn für sie Klosteranlagen wie ein normales Haus aussehen, staunen sie über das viele Glitzerzeug an den Lampen und dem Flüsterton der Eltern in der Kirche (“Mama, schläft hier jemand?”). Die vielen Pausen, der kühle Wind und die Snacks zwischendurch sind für sie genau so wichtig wie alles andere. Zurück im Hotel nutzen wir nochmals unsere private Badi. Während Odi erneut zum Fotografieren zu den Klöstern fährt, werden die Kids wieder mit Süssigkeiten und Streicheleinheiten verwöhnt. Nini nennt die Hotelinhaber schon Grosi und Grosspapi vom Hotel…

Greece, Meteora, Monastry

Die Gränber von Verjina
Als unsere sieben Sachen irgendwie wieder einen Platz im Auto gefunden haben, geht unser road trip durch Griechenland weiter. Unsere erste Pause, welche gleichzeitig unser Mittagshalt ist, verbringen wir in einem Kaff mit einer weiteren grossen Sehenswürdigkeit. In Verjina wurden mehrere Gräber samt sagenhaftem und sehr gut erhaltenem Inhalt aus den Jahren um 300 v. Chr. gefunden – u.a. eines vom Vater von Alexander dem Grossen. Besonders eindrücklich sind die riesigen Türen zu den Gräbern, welche praktisch die Herzstücke des unterirdischen Museums bilden. Während die kleine Dame das ganze mit “Oh, oh, oh, …. ooooooh” kommentiert, ist Nini eher verhalten wenn nicht gar ängstlich mit von der Partie. Sie kann mit den kindergerechten Ausführungen von uns zu wenig anfangen und findet das ganze irgendwie unheimlich. Bis zu unserem heutigen Ziel, ein Hotel in Psakoudia am Meer, dauert es dann noch eine Weile. Zuerst schlafen die Mädels, so dass wir uns u.a. auf die Durchquerung Thessalonikis konzentrieren können. Danach aber will Melia par tout nicht mehr im Sitzli bleiben und fordert lauthals einen sofortigen Stopp herbei. Zum Glück landen wir gleich neben einer Kita, deren Spielplatz wir rasch zum Austoben benutzen dürfen. Ninis Aussetzer zum Schluss der Fahrt gehört dann eher in die Sparte “Daily business”. Stets wenn die Autoinsassen aus der zweiten Reihe realisieren, dass das Ziel jetzt dann gleich erreicht ist, fängt eine an zu rabauken… Als sich alle wieder beruhigt haben, steht auch schon der nächste Programmpunkt an: Strand und Meer. Das ganze quasi direkt vor unserer Unterkunft! Während Melia kaum Scheu kennt und zudem Sand frisst, als hätte sie heute den ganzen Tag nix bekommen, ist die Badesaison für Nini noch zu jung, als dass sie einfach ins Meer rennen würde. Zum Znacht wagen wir uns dann wieder mal auswärts. Vor allem die Mama hat genug von Brot, Käse und Aufschnitt. Das Essen ist nix besonderes und vor alllem das Moussaka eine echte Enttäuschung. Das kriegt sogar Findus besser hin… und das übliche Znacht zu Hause wäre mindestens so gut gewesen.

Beachday
Der Tag heute gehört voll und ganz den Kids. Wir haben absolut kein Tagesprogramm und nehmen vorzu was kommt. Und so kommt nach dem Zmorge der erste Strandbesuch. Dank der relativ frühen Morgenstunde sind wir quasi alleine am Beach. Die Luft und das Meer sind bereits angenehm warm und wir bleiben bis kurz vor Mittag und geniessen das Beachlive, mit allem was dazu gehört. Zum Zmittag machen wir uns auf ins Dorf. In einer Beiz bekommen wir ein feines und günstiges Zmittag. Ganz nebenbei werden unsere Kids von den Kids, welche dort wohnen, beschäftigt und u.a. mit O’Saft und Dessert verwöhnt. Kein Wunder bleiben wir dann auch etwas länger sitzen als zuerst gedacht. Nach einer ausgedehnten Siesta gehts dann nochmals an den Strand. Obwohl es nun ein paar Touris mehr hat – die meisten aus dem nahen Bulgarien – ist es immer noch angenehm und überschaubar. Und was hier auch noch einen Satz verdient hat: das Wasser ist absolut sauber! Zum Znacht versuchen wir uns mit einer Premieure: die Kids ins Bett, Mama und Papa mit Babyphone bewaffnet in die Taverne unter dem Zimmer rechts. Die Premieure gelingt! Ausser dem riesigen und kläffenden Strasssenköter, gibt es überhaupt nichts zu beklagen.

Mt. Athos – oder das frauenfeindlichste Unesce Weltkulturerbe
Ja, es gibt auch frauenfeindliche Unesco Dinger… Doch alles der Reihe nach. Nach dem easy day yesterday steht heute wieder etwas Sightseeing und Kultur an. Wir fahren in ein rund eine Stunde vom Hotel entferntes Dorf, wo die Schiffe ablegen, von welchen man den Athos Berg und seine Klöster aus der Ferne anschauen kann. Dies ist wieder einmal ein Test für unsere Kids. Noch nie waren sie drei Stunden auf einer Sightseeing-Tour auf einem Schiff. Da der Kahn gross genug ist und somit Bewegung ermöglicht, machen wir uns nicht allzu viele Gedanken. Ausser einem kleinen Aussetzer von Melia verläuft dann auch alles super gut (die Kleine bekommt gefühlte vier Backenzähne zusammen…). Nini ist gar im Himmel… genauer im Trickfilm-Himmel. Die Crew schmeisst nur für sie den TV an. Sie sieht denn auch nicht viel von der Rundfahrt, was uns aber nicht stört. Neben Buggs Bunny und Co. macht uns noch jemand anders die Ehre: ein Delfin schwimmt und springt in der Bugwelle direkt vor unserer Nase herum! Doch nun zu den Klöstern. Auf dem Kahn landen wir ja nur, weil eine Besichtigung vor Ort für Frauen absolut verboten ist und Männer nur mit einem Permit inkl. Pilgerreise dorthin kommen (Odi wollte nicht alleine hin… auch nicht zum Pilgern…). Das Schiff darf dann dank der zahlreichen Frauen an Bord auch nicht näher als 500 Meter zum Land fahren. Das ganze ist solala… man sieht doch nicht ganz so viel, wie aus der Nähe. Die Geschichte und das ganze drum herum sind aber spannend und interessant. Zurück im Hotel wartet nochmals der Strand auf uns. Das Meer lassen wir heute aus. Es ist zu windig und zu frisch. Zum Znacht erlauben wir uns nochmals das gleiche Programm wie gestern. Wer weiss, wann sich zum nächsten Mal eine solche Gelgenheit ergibt.

Greece, Mount Athos, Bird

Thessaloniki
Heute lassen wir das Meer hier hinter uns und fahren zum gleichen Meer ca. 300 Kilometer weiter südlich. Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp in Thessaloniki. Hier hat es drei Kirchen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören. Wir entschieden uns zwei der drei zu besichtigen, die in Fussdistanz zu einander liegen. Zuerst gilt es aber eine Parkplatz zu finden. Ich kann mich kaum erinnern, je einmal eine derart zuparkierte Stadt gesehen zu haben. Sogar in der zweiten Reihe am Strassenrand wird überall parkiert. Mit etwas Glück finden wir ein Parkhaus, welches tatsächlich noch einen P hat. Wir müssen den Schlüssel abgeben, damit der Herr vor Ort allenfalls unser Auto umparkieren kann, sollte ein anderer vor uns – also genauer hinter uns – weg fahren wollen. Die Stadt ist nicht wirklich hübsch und eine kinderunfreundliche Betonwüste sondergleichen. Die beiden Kirchen sind rasch besichtigt und beeindrucken uns nicht wirklich. Wir sind alle froh, dass wir nach rund drei Stunden wieder im Auto sitzen. Die Kids verpennen die ganze Weiterfahrt, so dass die Parentis sogar Zeit haben den Berg Olympus aus der Ferne in aller Ruhe zu studieren. Das Logie für die nächsten zwei Nächte ist schön und relativ geräumig. Einziger Nachteil: das Meer resp. der Strand ist nicht zu Fuss erreichbar. Melia findet das ganze irgendwie weniger schön und stellt einen neuen Rekord im “Dauer-unzufrieden-sein” auf. Am Schluss ist sie gar heiser…

Pelion Peninsula
Wieder steht ein Strandtag auf dem Programm. Nach nur ein paar Minuten Fahrt erreichen wir einen tollen und sehr kinderfreundlichen Strand. Wir verbringen den ganzen Tag hier und fahren erst am Abend nach viel bädele, sändele, chosle, sünnele, schlafe und Siesta in der Strandbar wieder ins Hotel zurück. Anina mausert sich wieder zur gewohnten Baderatte und geht nun schon alleine ins Meer. Auch Melia gefällts und ist jeweils nur unter lautem Protest wieder aus dem Wasser zu kriegen. Alles in allem ein entspannter Familientag am Strand!

Sind wir in Asien?
Unser nächstes Ziel ist Delphi. Hier hat Apollo eine riesige Tempelanlage aufgestellt, welche wir morgen besuchen werden. Die Fahrt ist erstaunlich kurzweilig. Zum Zmittag gibts Pic Nic am Schatten auf einem Waldweg. Delphi ist unerwartet klein und relaxt. Das Kaff liegt an einem Hang und die Häuser sind eng ineinander gebaut. An der Hauptstrasse reihen sich Hotels, Bars, Souvenirshops und Restaurants aneinander. Irgendwie erinnert uns das Ganze an Asien (Sapa, Luzon, o.ä.). Die einzige Schwierigkeit ist ein Platz zu finden, wo die Kids Auslauf haben. Und so spazieren wir dann schon mal zu den Tempelanlagen, um die Öffnungszeiten zu checken. Hier gibt es dann auch etwas Platz, um die Kinder zu bewegen. Wie immer, wenn unsere Shoppingqueen einen Souvenirshop sieht, kommt sie direkt ins Shoppingfieber. Ein T-Shirt und eine Handtasche gehören bald ihr. Und auch sonst gibt sie alles mit ihrem Charme. Sie bekommt fast jeden Tag von irgendeinem Griechen irgend etwas geschenkt. Zum Znacht gibt es in einer Art Bar Lasagne und Pizza. Die familienfreundlichen Restis mit viel Platz und Familienanschluss finden sich hier nicht auf Anhieb. Das Essen ist trotzdem überraschend gut und da wir früh sind, haben die Kids auch genug Platz, um zu essen.

Delphi
Direkt nach dem Schoppen – den aktuell nur noch die Grosse trinkt, die Kleine verweigert ihn bis auf das Exemplar am Abend im Bett neuerdings vehement – brechen wir auf zur Tempelanlage (Gespräch zwischen Mama und Tochter: “Komm, wir gehen die Ruinen besuchen”; “Super, wir gehen die Pinguine besuchen?”), Wir wollen diese möglichst alleine bei möglichst kühlen Temperaturen besuchen. Da das Ganze ziemlich am Hang liegt, kommen Mama und Papa trotzdem ganz schön ins Schwitzen. Uns gefällt die Anlage sehr gut. Es hat erstaunlich viele sehr gut erhaltene Steinüberreste, welche immer noch stehen. Nach dem Mittagsrast gehts dann noch ins Museum. Hier gibt es die Sphinx (Nini erkennt das Ding, dann sogar auf einem Foto im Dorf wieder…) und andere vor Ort gefundenen Skulpturen zu bestaunen. Just zu Beginn des Regens schaffen wir es am frühen Nami zurück ins Hotel. Danach kommt eine Aufgabe, die Eltern – also mindestens uns – fordert: Kids in diesem Alter im Hotelzimmer einen halben Tag beschäftigen. Just als die grosse Langeweile einkehrt, gibt es zum Glück eine Regenpause, welche wir nutzen, um etwas Kleines essen zu gehen. Zurück im Hotel schlagen wir uns dann nochmals zwei Stunden um die Ohren bevor es Zeit zum Schlafen gehen ist.

Greece, Delphi, Temple of Apollo

Auf, auf den Pennepolese
Das Wetter am Morgen ist unverändert: nass, grau, kühl. Wir sind deshalb subito parat, um uns auf die Suche nach der Sonne zu machen. Die Kids sind heute noch mehr in Fahrtlaune als sonst und so schaffen wir es in einem Anlauf – immerhin drei Stunden Fahrt – direkt zum Korinth Kanal. Odi chauffiert uns zu einer Fussgängerbrücke ohne jegliche Touristen und Souvenirstände und wir haben sogar das Glück drei Schiffe auf ihrem Weg durch den engen Kanal beobachten zu dürfen. Die Kids müssen das Ganze bei Fuss bestaunen. Ein Fall aus dieser Höhe wäre fatal. Bevor wir unsere nächste Ferienwohnung in Nafpoli beziehen, besuchen wir erneut einen Steinhaufen – die Pinguine eh Ruine von Mykene (zufälligerweise Unesco Weltkulturerbe). Das Wetter ist trocken, aber extrem windig und somit immer noch ziemlich kühl. Das einzige was uns fasziniert ist das Eingangstor und der Gräberzirkel. Alles weitere lässt sich nur mit viel Fanasie erahnen. Nach einem Stopp im Lidl sind wir bei unserer nächsten Unterkunft. Diese ist einfach der Hammer und lässt keine Wünsche offen. Wir waschen unsere dreckigen Sachen in der vorhandenen Waschmaschine und zaubern wieder einmal etwas selbst gekochtes auf den Tisch. Die Kinder sind schlagartig ruhig und es scheint, als ob sie das Hausgemachte und leicht improvisierte Znacht geniessen. Der von der Vermieterin gebackene Kuchen rundet das Znacht schliesslich ab und die wärmende Abendsonne trägt das übrige dazu bei.

Im YB-Stadion von Griechenland
Nach einem ausgiebigen Zmorge – der Kühlschrank ist gefüllt mit allerlei Leckereien – geht es auf nach Epidavaros. Hier steht ein riesiges Amphitheater, aus den Jahren rund um 2000 v. Chr. 14’000
Zuschauer sollen hier Aufführungen aller Art beigewohnt haben. Das Theater gefällt nicht nur der Unesco. Auch wir sind begeistert ab dem gut erhaltenen riesigen Stadion. Die Akustik ist unglaublich und wenns nach Nini geht, spielt hier YB von Griechenland. Nach einem weiteren kurzen Stopp bei den Steinhaufen von Tiryns gehts direkt an den Strand. Die Bucht wäre der Hammer, der Wind jedoch machts irgendwie ungemütlich. Dieser bläst so fest, dass das Meerwasser gar wärmer ist als die Luft. Nach rund einer Stunde verziehen wir uns deshalb in die Strandbeiz. Die Kids bekommen eine Gelati und die Eltern erfreuen uns ab einem Cappuccion freddo (eine tolle Eigenheit der Griechen, welche jedes Starbucks überflüssig macht und eh noch gesünder ist). Zum Znacht gibts wieder Eintopf im Appartement. Die Kids sind hungrig und müde. Und so ist es nun 19 Uhr und die Eltern haben Feierabend: Prost!

Ganz in den Süden
Mit der Aufsicht auf ein hoffentlich ähnlich tolles Appartement verlassen wir das Heim der letzten zwei Nächte gegen neun Uhr. Der Küste entlang fahren wir ganz in den Süden. Die Strassen sind kurvig, die Aussicht auf das Meer teilweise gigantisch. Irgendwann müssen wir dann ins Hinterland abbiegen, wo wir statt Meer nur noch Ziegen und alte Grosis mit Kopftuch sehen. Kurz vor unserem Ziel kommt dann das Meer nach einigen teilweise ungeteerten Strassen wieder zum Vorschein: wir treffen in Monevasia ein. Im Lonely ist der Ort beschrieben als Mont St. Michel von Griechenland. Und das ist eigentlich auch der Grund, warum wir die Fahrt auf uns genommen haben. Noch sind wir nicht sehr beeindruckt, beziehen statt dessen unser Logie und gehen mit den Kids an den Strand. Statt Sand hat es hier Kies. Das hat mindestens den Vorteil, dass danach nicht alle und alles voll Sand ist. Da wir wieder eine Küche haben, ist das Abendprogramm gegeben: duschen, kochen, essen, spielen, ab ids Näscht (einge etwas früher als andere :-).

Wunderbares Momevasia
Gleich nach dem Zmorge geht es in den kühleren Morgenstunden auf nach Momevasia. Das kleine Dorf ist auf der Rückseite des Berges gebaut. Dies ist auch der Grund, weshalb wir gestern so gar nicht beeindruckt waren: man sieht nämlich überhaupt nichts vom Land aus! Die wahre Pracht eröffnet sich einem erst, wenn man den L-förmigen Tunnel durchschritten hat und quasi ohne Vorwarnung in einem super schönen kleinen, sehr fotogenen, romantischen Dorf steht. Man stelle sich vor, man wäre ohne kleine Kinder hier und könnte in jeder dieser tollen Bars, Beizen und Restaurants mit toller Aussicht auf das Dorf und das Meer etwas trinken oder essen… Doch auch mit Kids ist das Ganze ganz wunderbar. Wir kommen uns vor wie in einem anderen Jahrhundert und erforschen die engen Gässchen. Da die Upper Town geschlossen ist, erübrigt sich die Frage nach der Wanderung. Zurück im Dorf gibts Spielplatz und Cappuccino freddo. Danach ist auch schon wieder das Zmittag dran. Und auch das wird ganz wunderbar. In einer Hafenbeiz schlagen wir uns die Bäuche mit Gyros in Pita-Brot, griechischem Salat, Pommes und Zucchetti-Tätschli voll. Am Nami überqueren wir den Berg und fahren an einen schönen Strand zum Baden. Mit einer griechischen Grossfamilie und zwei Zigeunerjungs, die Melia wohl gleich vom Fleck adoptieren oder heiraten würden, verbringen wir den Nami am spiegelglatten und sehr sauberen Meer. Zum Znacht gibts Räschte aus dem Kühlschrank. Morgen gehts wieder ein Haus weiter zur letzten Übernachtungsstätte, wo wir gleich vier Nächte bleiben werden.

Greece, Monemvasia, Houses

Mystras
Unsere Fahrt an die Westküste unterbrechen wir in Mystras. Die Ruinenstadt, welche um das 12. Jahrhundert nach Chr. erbaut wurde, ist eine weitere Unesco Weltkulturstätte. Da diese an einem sehr steilen Hang liegt, kommen wir ziemlich ins Schwitzen. Irgendwie ist es heute besonders heiss und irgendwie macht auch Anina heute so richtig schlapp und will quasi keinen Meter wandern. Den oberen Teil besuchen wir noch alle zusammen. Im unteren Teil bleibe ich dann mit den Kids an einem schattigen Platz im Vorhof einer interessanten Kirche mit gut erhaltenen Fresken. Odi produziert während dessen noch ein paar Schweisstropfen und Fotos. Nach dem Besuch geht die Fahrt weiter an die Westküste. Hier beziehen wir wie bereits angetönt für die letzten vier Nächte in Griechenland ein grosses Zimmer mit kleiner Küche in einer kleinen Anlage mit Garten, Pool und Spielplatz. Das ganze ist nicht mehr ganz topmodern, aber immer noch ziemlich im Schuss. Die Kids findens jedenfalls der Hammer und tollen mit dem Hausjungen (Anina spricht gefühlt fliessend Griechisch mit ihm) wie wild durch die Anlage.

Olympia
Ein weiteres Highligt wartet heute auf uns: die Geburtsstätte der wohl jedem Kind bekannten Olympiade. Wir haben Glück, just als wir dort eintreffen, reisst der Himmel auf und die Touristen bleiben weiter überschaubar. Das Ausmass der Anlage kann man sich nur mit viel Phantasie vorstellen. Hierbei gewinnt Odi immer haushoch gegen mich. Ich bin eher der Typ “ich muss es sehen”. Nach einem Wettrennen über die erste Olympiabahn, welches ich gegen meine Tochter selbstverständlich haushoch verliere, besuchen wir noch das Museum. Mit der Kutsche – Nini bekommt als Belohnung für die murrenlose Wanderung diese Fahrt – fahren wir zurück in das Dorf. Dort gibts in einer Seitenstrasse feine Gyros im Pita-Brot. Damit wir unsere Vorräte wieder aufstocken können, machen wir einen kleinen Umweg über das nächst grössere Kaff. Eigentlich wollten wir ja noch ein bisschen flanieren, aber wir werden von Bergen von Müll (ob die Müllmänner seit Wochen streiken?) sofort wieder vertrieben. Stattdessen gibts ein Bad im Pool und eine Sändelieinlage am Strand. Ein Bad im Meer bleibt heute aus. Wegen des Windes ist das Meer viel zu unruhig.

Letzter Tempel
Heute steht das letzte Unesco Weltkulturerbe dieser Reise auf dem Programm: der Tempel von Apollon. Auf über 1200 m. ü. M., quasi ganz nah bei den griechischen Göttern, ragt dieser dem Himmel entgegen. Es ist unglaublich, wie gut das Ding noch aussieht und vor allem wie viel noch steht. Damit dies auch so bleibt, wurde der Tempel vor rund 30 Jahren mit einer Art Zirkuszelt überdacht. Das sieht zwar nicht sooo sexy aus, ist aber eine gute Sache, da dieser so noch lange der Nachwelt erhalten bleiben wird. In einem kleinen Bergdorf mit vielen staunenden Gesichtern – was macht denn diese Familie da und wer ist das überhaupt? – gibts Futter. Das bei der Mama ist verkocht und teuer, das bei Papa ist fein und günstig. Zurück im Hotel gehen wir direkt ans Meer. Es ist zwar immer noch wellig, aber weitaus weniger zügig als gestern, weshalb wir mind. bis zu einer gewissen Tiefe alle rein können. Vor allem auf die Kleine müssen wir gut achten. Sie kennt nix und springt sofort los, sobald sie Meer sieht. Nini hat bei diesen Wellen schon etwas mehr Respekt. Der Pool, welcher Papa mit den Mädels baut, ist grossartig und beschäftigt die Jungmannschaft lange. Quasi zur Säuberung springen wir zurück im Hotel nochmals rasch in den Pool bevor es dann zur Abwechslung wieder mal Menu 1 gibt (Nüdeli, irgend ein Gemüse – heute Mais, Wienerli). Menu 2 (Härdöpfustock, irgend ein Gemüse, Wienerli) gibt es dann morgen wieder :-). Was solls, die Kids liebens und unter den bescheidenen Umständen liegt einfach nicht viel anderes drin.

Last day at beach
Unseren letzten Tag verbringen wir am und im Wasser. Am Morgen starten wir am menschenleeren Beach. Das Meer ist verhältnismässig ruhig, der Pool von Papa riesig, die Muscheln zahlreich (Nini sammelt einen ganzen Eimer voll. Die Muscheln sind nun alle im Koffer…). Danach gehts ab in den Pool. Mit Thalos, dem Hausjungen, macht das Baden gleich noch viel Spass. Da dieser etwas älter ist als Nini, schwadert er vorne weg und unsere grosse Tochter lernt Dank ihm mit dem Hundeschwumm ernsthaft vorwärts zu kommen – mit Flügeli natürlich. Nach dem Zmittag machen wir einen Abstecher ins Kaff. Wir fühlen uns langsam aber sicher richtig heimisch hier und finden immer mehr Gefallen an diesem absolut untouristischen Ort. Die Kids bekommen eine Gelati und Mama und Papa geniessen nochmals ein Cappuccino freddo. Danach ist wieder der Strand an der Reihe. Und ja richtig, dann kommt nochmals ein Bad im Pool. Als alle wieder trocken hinter den Ohren sind, gibts etwas zu futtern und nach dem obligaten Spielplatz Besuch sind die beiden Kübeli um. Morgen gehts auf die Fähre und zurück in die nass-kalte Schweiz… Vorsichtshalber haben wir im Koffer einen grossen Platz für die Sonne frei gemacht. Daneben haben auch noch ein paar Grad Platz. Wir hoffen, dass es klappt!

Greece, Zacharo, Shell

Bier und Apéroplätchen
Das ganze Puff ist im Auto versorgt und wir sind ready für die letzten Kilometer in Griechenland. Als Unterbrechnung der Fahrt machen wir einen Stopp bei einer schönen Festung in einem sehr hübschen Kaff. Das einzige was fehlt – oder wir nicht finden – ist die schattige Beiz zum Draussen sitzen und etwas essen. So fahren wir ein paar Kilometer zurück zu einem Roadhouse, welches beim Durchfahren sehr gut besetzt aussah. Alles ist bestens ausser der folgende Satz “Wir kochen kein Essen und servieren nur etwas Kleines (für alle das Gleiche), wenn man Alkohol trinkt”. Aha… hmmm… Resulatat: die Kids bekommen ein Apero-Plätchen, die Eltern ernähren sich von einem Bier. Da wir in Patras noch etwas gar früh sind, um uns bereits in die Schlange an der Sonne zu stellen, machen wir noch eine Stopp bei so etwas wie einem Schoppingcenter (ansonsten in Griechenland bis anhin nie gesichtet, gleich wie bspw. ein Mäc). Zum Glück hat es hier gar einen Spielplatz und die Kids können sich am Schatten noch etwas bewegen. Danach ist es Zeit den Hafen und vor allem den richtigen Pier zu finden. Beim Anstehen werden wir Zeuge, wie junge Männer – wir nehmen an Flüchtlinge – versuchen in einen Anhänger bei einem LKW zu schleichen und so schwarz auf die Fähre zu kommen. Die Polizei überrascht sie jedoch dabei und sie müssen fliehen. Überraschend pünktlich fährt schliesslich die Fähre in Richtung Italien ab. Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Mal etwas pünktlicher an unserem Ziel ankommen.

Schwups und wir sind zu Hause
Wieder haben wir eine ruhige Nacht hinter uns. Auf der Rückfahrt verbringen wir viel Zeit in der gemütlichen Kabine. Wir mussten merken, dass hier die Kids am einfachsten zu beschäftigen und zu beaufsichtigen sind. Aber, auch der Spielplatz wird ausgiebig getestet. Wir treffen auf zwei andere Schweizer Familien mit Kids im gleichen Alter. Als wir mit rund zwei Stunden Verspätung in Ancona vom Schiff fahren, sind die Beiden derart k.o., dass sie sofort in einen Koma-ähnlichen Schlaf verfallen. So kommen wir denn auch super schnell vorwärts. Und da wir auch noch nirgendwo Stau haben, sind wir bald in der Schweiz. Die Kids werden unterwegs verpflegt und ins Pijama verfrachtet. Melia schläft schliesslich erst kurz nach der Schweizer Grenze in den Nachtschlaf. Nini hält gar bis zum Gotthard durch. Wir Eltern bleiben wach bis Bern und freuen uns, dass wir kurz nach Mitternacht ohne Probleme und auf direktem Weg zu Hause ankommen. Schön wars!

Greece, Zacharo, Grass

Und zum Schluss noch ein paar Gedanken zu Griechenland:
Die Krise ist allgegenwärtig. Überall sieht man nicht fertig gebaute Häuser, geschlossene Läden, usw. Die Steuern sind immens. Ein Hotelinhaber erzählte uns von rund 80% Steuern! Arbeitslosengeld gibts für 6 Monate. Danach muss jeder selber schauen, wie er über die Runden kommt. Erstaunlicherweise sind uns trotzdem sehr wenig Bettler oder sehr arme Leute begegnet. Fairerweise muss man hier auch erwähnen, dass die Griechen auf den ersten Blick nicht gerade das arbeitswilligste Volk sind. Man arbeitet schon, wenn man denn kann, aber richtig effizient war das ganze nie. Was wir hier gerne nochmals erwähnen, ist die Gastfreundschaft und die Kinderliebe der Griechen. Das ist wirklich unglaublich! Das Essen ist auch ganz wunderbar (die Eltern haben gar ein paar Gramm (ich hoffe es sind nur Gramm :-)) zugelegt). Das Wasser im Meer war super, super sauber. Die Strände oft sehr schön und die Landschaften sowieso. Nicht zu vergessen die zahlreichen antiken Sehenswürdigkeiten, die beeindruckend sind. Und last but not least: meine Angst irgendwo auf das Flüchtlingselend zu stossen, war unbegründet. Die Krise resp. die Lager sind sehr regional an der Grenze und begegnen einem nicht – ausser dem kurzen Intermezzo im Hafen. (remember: wir waren nicht in Athen, aber in Thessaloniki). Zusammenfassend kann man sagen, es gibt keinen Grund das Festland und den Pennopelese nicht zu besuchen!
 

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Best of 2015

Italy & France

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Offizielle Verlängerung des Sommes gestartet!
Pünktlich wie eine Schweizer Uhr sitzen wir im Auto und fahren los in Richtung Süden. Der Dacia ist voll und wir voller Vorfreude auf die nächsten drei Wochen in Italien – hauptsächlich Sardinien – und Korsika. Zum ersten Mal nehmen wir heute die “Abkürzung” und fahren mit dem Autoreisezug direkt von Kandersteg nach Italien. Die Zeitersparnis ist immens und die Kids – also die Grosse; die Kleine darf immerhin das Maxi Cosi verlassen – können erst noch im Auto herum kraxeln. Bis Genua läuft alles wie im Schnürchen, erst da müssen wir ein bisschen im Stau stehen. Wir sind ein erstes Mal froh um die Klimaanlage… Rund eine Stunde weiter im Süden beziehen wir nach dem Besuch einer allseits bekannten Fast Food Kette das erste Nachtlager. Das umgebaute Bauernhaus, die Gartenanlage und der Pool mögen zu gefallen. Nur das Hochzeit hätten sie an einem anderen Ort feiern dürfen und die Mücken hätten sie nicht einladen müssen :-).

Italy, Sarzanello, Stars

Hot springs in a hot summer
Nach einem feinen Zmorgen verlassen wir das Anwesen und fahren in Richtung unseres heutigen Sightseeing-Zieles: den heissen Quellen von Saturnia. Bevor wir jedoch dort eintreffen warten einige kleine Herausforderungen auf uns: Tankestelle suchen, welche richtig funktioniert; Autobahnauffahrt finden (trotz GPS rönzen wir “gredi” daran vorbei), an der Mautlinie anstehen, wo auch wirklich jeder vor uns bezahlen kann; die Kids unterhalten; einigermassen gesundes Futter auftreiben usw. So eine Fahrt ist definitiv alles andere als langweilig! Die Rollen sind dabei klar getrennt: Odi chauffiert die Weiber und ich übe mich im Alleinunterhalter für die Kids. Am frühen Nami treffen wir schliesslich in Saturnia ein. Wir haben von Odis Arbeitskollege – einem Einheimischen – einen Tipp bekommen, welchem wir unbedingt nachgehen wollen. Und so stehen wir schliesslich einige Minuten später in der Badehose im heissen Sommer in den heissen Quellen in mitten der schönen Pools neben einer gefühlen Million Italienern und geniessen das ganze trotzdem. Vor allem die Kids haben ihre helle Freude am Schwefelwasser. Für Melia ist es das erste richtigee Freibad und mit diesen optimalen Temperaturen kommt sie gar nicht mehr aus dem Lachen und Plantschen raus. Irgendwann haben wir es dann gesehen und fahren weiter in Richtung Ortavio. Unterwegs gibt es einen grossen Wow-Effekt: nach einer Kurve blicken wir völlig überrascht auf ein in einen Fels gebautes Dorf Names Pitigliano – fanastisch!

Italy, Pitigliano, Houses

Als wir endlich in Ortavio ankommen, sind wir alle ziemlich erledigt. Die Kurven haben uns alle – jedoch vor allem die Mama – geschaft. Wir geniessen eine super feine Pizza in einem Take Away (ja sogar hier die sind die Pizzes einfach sehr, sehr fein!) und verziehen uns dann ins Hotel. Während die Kids schlafen, planen die Eltern bei einem Moretti den morgigen Tag und erledigen was es sonst alles noch so zu tun gibt.

Adrians Villa
Unser erster Programmpunkt ist heute das Städtchen Ortavio. Auch dies wieder ein Tipp von Odis Bürokollegen. In der kühlen Morgensonne geniessen wir den Spaziergang durch das anitke Stadtzentrum. Der Dom ist gigantisch leider aber für Besucher noch geschlossen. Die Fahrt geht weiter in Richtung Rom. Rundherum hat es einige Unesco Weltkulturerbe, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollen. Bei rund 36 Grad im Schatten schlendern wir deshalb durch das riesige Areal des römischen Kaisers Hadrian. Gigantisch, was der hier zu seiner Zeit erbauen liess. Die Kids ertragen die Hitze bestens. Anina läuft tapfer mit Hut und Wasser beladen hinter uns her und Melia geniesst die Aussicht in der Pole Position. Im Hotelpool gibt es schliesslich die verdiente Abkühlung für alle. Die Grosse schwadert und taucht ohne Ende und auch die Kleine freut sich ab dem kühlen Nass. Danach sind alle derart erledigt, dass es “nur” noch Pic-Nic im grossen Zimmer gibt. Das Hotel lässt bezüglich Preis-Leistung keine Wünsche offen. Nur das Internet ist ein bisschen mühsam und wir müssen ziemlich Geduld aufbringen, um den morgigen Tag zu planen und das notwendige Hotel zu buchen.

1x Top, 1 x Flop
In der kühlen Morgebrise schlendern wir heute morgen als erstes durch die Villa Estate. Hier hat sich während der Renaissance eine Familie verwirklicht und einen schönen Palast und einen noch schöneren Garten hingestellt. Das ganze ist derart imposant, dass alles zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Nini findet vor allem Freude an den vielen Brünnen. Das Wasser sprudelt im Garten an jeder Ecke und in jeder Form irgendwie herum. Weiter geht die Fahrt nach Caserta. Auch hier wartet ein Unesco Weltkulturerbe auf uns. Da wir uns verfahren und dabei zufälligerweise auf unser Hotel stossen, machen wir zu erst einmal einen Mittagshalt und Siesta. Erst danach wollen wir uns den Palast, welcher grösser ist als Versailles, anschauen. Leider haben wir Pech. Einerseits ist der gesamte Palast aussenwändig in ein schönes Gerüst gehüllt und andererseits ist das ganze heute wegen zu geschlossen. Was solls, wir hätten uns in den über 1200 Zimmer eh verlaufen… Zurück im Hotel gönnen wir uns eine Abkühlung im Pool. Die Baderatte freuts sehr. Nini ist einfach kaum aus dem Wasser zu bringen. Mich wurmt ein wenig, dass wir nun viel Zeit im Hotel haben und ich mich gestern wegen ein paar Franken nicht für das super chice fünf Sterne Hotel entschieden haben… Zum Znacht begeben wir uns in eine richtige Einheimische Poulet-Beiz über die Strasse. Die Gastgeber sind zwar sehr nett, nur leider nicht sehr effizient. Nachdem wir ein halbes Poulet verspiesen haben, warten wir eine Ewigkeit auf den dazu bestellten Hot Dog. Und so werden aus fünf Minuten eine Stunde und aus einem Hot Dog zuerst einige Croquetten (Vorschlag des Hausherren als lieferbare Alternative…) und schlussendlich gar nix mehr. Die Warterei wird uns irgendwann zu viel und wir lassen die Hot Croquettes wo sie sind – im Laden, in der Küche, in der Fritteuse oder wo auch immer. Kleine Bemerkung am Rande: es sind fünf Leute aus drei Generationen am Werk und trotzem passiert eigenlich gar nix ausser viel sprechen mit vielen Händen… Benvenuti all’ Italia :-).

Pompei
Wir sind gewohnt zeitig auf den Beinen und fahren auf direktem Weg nach Pompei. Natürlich gehört die Stadt, welche 79 AD nach einem Vulkanausbruch des nahen Vesuv vollständig unter Lava und Asche begraben wurde, zum Unesco Weltkulturerbe. Die Grösse des Areals ist sehr eindrücklich und bereits zu früher Morgenstunde mit zahlreichen anderen Touris gefüllt. So kommt es dann auch, dass wir zwar vieles sehen, aber lange nicht alles. Das Steindorf ist einfach viel zu riesig, um mit den Kids alles zu sehen. Und die Touristengruppen stehen uns auch eher im Weg… Nini ist bereits eine richtige Sightseeing-Chica. Wie ein Profi stolziert sie über die Römerstrassen und dies trotz den doch langsam ansteigenden Temperaturen. Melia ist logischerweise noch etwas gemütlicher unterwegs, lässt sich aber nichts anmerken und macht wacker, dass zugegebenermassen doch eher etwas taffe Programm, mit. Nach rund drei Stunden haben wir dann genug gesehen und verziehen uns in eine Gartenbeiz in den Schatten. Als alle Batterien wieder voll sind und wir etwas verschnauft haben, fahren wir an die Amalfi-Küste. Es wäre vermessen jetzt noch alles abzufahren. Auf der kurvenreichen schmalen Strasse kommt man nämlich kaum vorwärts. Und so fahren wir dann nur den ersten Teil ab und stauenen trotzdem: es ist unglaublich wie eng hier alles ist und wie die Häuser der Dörfer einfach so an die Felsen geklebt wurden. Unglaublich ist auch die Parkiererei. An jeder freien Ecke steht ein Auto oder ein Roller und wir finden lange nicht einmal einen Platz zum Wenden. Die Kids verschlafen übrigens diesen Teil des Tages und gönnen sich stattdessen einen etwas längeren Mittagsschlaf. Irgendwann sind wir dann reif für das reservierte Holzbungalow und den Pool. Auf den ersten Blick sind wir ein bisschen enttäuscht von der Unterkunft, schauen die daneben stehenden Steinbungis doch einiges netter aus. Als wir dann unsere sieben Sachen ausgepackt haben und alles ein bisschen wohnlicher ist, fühlen wir uns dann aber wohl. Nini springt übrigens heute zum ersten Mal vom Spungbrett! Und dies erst noch mit einem gekonnten “Blättler” :-). Zum Znacht gibts italienische Kost in der Trattoria neben an. Ein wenig mehr Abwechslung als gestern mit dem Huhn kann bestimmt nicht schaden.

Vesuvio
Bereits nach wenigen Metern im Auto müssen wir unser Tagesziel ändern. Die griechischen Ruinen von Paestum sind subito out of reach als wir noch in unserem Kaff in einem Stau fest sitzen. Nach über einer Stunde stehen wir endlich neben dem Übeltäter: ein Lastwagen hat eine Panne und verstopft die ganze und einzige Strasse ab der Halbinsel. Kurz entschlossen stellen wir das Navi um und fahren stattdessen zum Vesuv. Auch hier ist das Puff gross und die vielen Autos müssen irgendwo parkieren. Zum Glück dürfen wir Dank den Kids immerhin so nahe wie möglich zum Ausgangspunkt der Wanderung fahren. Wir müssen hier festhalten, dass ungefähr ab der Höhe Rom doch ein anderer Wind weht. Die Süditaliener sind einfach chaotisch unterwegs und können manchmal doch etwas mühsam werden. Irgendwie nicht immer das Italien, welches wir uns gewohnt sind… und hier muss ich doch auch tatsächlich jemandem auf Berndeutwch meine Meinung sagen. Die kurze Wanderung zum Krater bringen wir mit einigen Schweisstropfen rasch hinter uns. Oben werden wir mit einem tollen Ausblick auf den Vulkan und die Bucht von Neapel belohnt. Zurück im Hotel steht das gleiche Programm wie gestern auf dem Programm: Abkühlung im Pool, duschen, Apero-Time, Znachten in der Trattoria, Als die Kids im Bett liegen, suchen wir noch eine ganze Weile den richtigen Hafen für die morgige Fahrt nach Sardinien. Irgendwann sind wir uns einig und beschliessen aufgrund der gemachten Erfahrungen morgen direkt zum Port zu fahren und alle weiteren Sprünge spontan zu machen.

Napoli
Gesagt getan: Destination 1 ist der Hafen. Zu unserem grossen Erstaunen finden wir alles auf Anhieb. Und dies obwohl es mehr schlecht als recht angeschrieben ist. Zur Feier des Tages – heute ist Odis Geburi – buche ich uns gleich noch um in eine Aussenkabine. Man gönnt sich ja sonst nix! Auch die Suche nach einem Parkplatz ist überraschend einfach. Nur ein paar Minuten später haben wir bereits das Auto parkiert und können mit der Besichtigung eines kleinen Teils von Napoli beginnen. Die Stadt gehört auch zum Unesco Weltkulturerbe. Der erste Weg führt uns zum Castel Nuovo. Hier haben irgenwelche Könige vor langer Zeit residiert. Eindrücklich sind nur die Originaltüren, in welchen man einige Kugelangriffe sehen kann. Danach knurrt der Magen und es ruft die Pizza. Dumm nur, dass wir vor lauter Hunger vergessen in Napoli eine Pizza Napoli zu bestellen und statt dessen eine Pizza Siciliana auf dem Teller landet. Nach dem Essen machen wir für unsere Verhältnisse etwas sehr atypisches. Da wir nur wenig Zeit für die Stadtbesichtigung haben, kaufen wir Tickets für einen Hop-on-hop-off Bus. Wir hüpfen nur on, da wir bald merken, dass off bedeutet, dass man danach an der Haltestelle auf den nächsten freien Sitzplatz warten muss. Und da bei uns niemand aussteigt und einige rein wollen nicht aber können, befürchten wir lange Wartezeiten. Anina findet den Openair-Bus super, dumm nur, dass sie irgendwann der Schlaf übermahnt. Auch Melia verpennt die meiste Zeit bei mir auf dem Schoss und erfreut sich ansonsten vor allem ab dem Wasserschoppen, welcher etwas Abkühlung bringt. Es ist doch ziemlich heiss… Napoli haut uns nicht aus den Socken. Nach diesem kurzen Augenschein sind wir uns einig, dass wir nicht unbedingt nochmals hierhin reisen müssen. Nach einer Abkühlung in einer Beiz am Hafen machen wir uns schliesslich noch auf die Suche nach der richtigen Fähre. Zwei Mal müssen wir fragen, bis wir schlussendlich hinter einer Strassensperrung vor dem grossen Gewitter die Linie zum Anstehen finden. Das boarden geht speditiv von statten und bald stehen wir in unserer Kajüte, welche wirklich super ist! Wir haben viel Platz, für alle ein Bett und erst noch ein Bad mit Dusche. Die Girls fühlen sich auch sofort wohl und spielen wie wenn sie nie etwas anderes gekannt hätten. Sardininen wir kommen!

Sardinien
Pünktlich um sieben Uhr werden wir über die Lautsprecher geweckt. Eine Stunde später legt das Schiff an und kurze Zeit später fahren wir bereits durch Calgiari. Eine angenehme Überraschung, diese Schiffsfahrt! Sardinien ist uns sofort sympatisch. Es hat fast keinen Verkehr, alle fahren anständig, alles scheint aufgeräumt, die Leute sind nett und die Landschaft schön. In einem grossen Schoppingcenter gibt es Frühstück. Gleichtzeitig stocken wir unsere Vorräte auf. Am Mittag erreichen wir schliesslich das 4 Mori Camping Village. Hier werden wir für die nächsten drei Nächte in einem Mobilhome deluxe logieren. Das ganze ist wirklich ziemlich deluxe und im Village gibt es auch alles was das Herz beghert – ausser eine anständige WLAN-Verbindung… Nach einem ersten Augenschein inkl. Wäsche waschen, ruft das Meer. Wieder werden wir positiv überrascht. Der Strand ist riesig, es hat viel Platz für alle und das Meer ist richtig sauber. Bei einem Gin Tonic (Mama und Papa), einem Baby-Güetzi (Melia) und auf dem Spielplatz (Anina) lassen wir den Abend ausklingen. Danach ist subito Ruhe und alle schlafen tief und fest im Mobilhome deluxe.

Sun, fun and nothing to do
Ruhetag! Es steht genau gar nix auf dem Programm. Wir nehmen vorzu was kommt und Lust macht. Den Morgen verbringen wir mit baden, schwimmen und sändele am Meer. Gegen Mittag, als die Hitze langsam kommt, verziehen wir uns für ein Früchte-Zmittag und die Siesta zum Mobilhome. Nach der Gelati ist der Pool dran. Dieser ist zwar schön und gross, doch baden im Meer macht einfach mehr Spass. Zum Znacht gibts eine Pizza. Da hier alles immer erst um 19 Uhr öffnet, sind wir ein bisschen spät dran. Einmal mehr essen wir für die Kids zu spät und scheitern beim Versuch den italienischen Rythmus auch nur etwas anzunehmen. Natürlich hat das ganze auch Vorteile, haben wir doch so immer um acht Uhr Feierabend und müssen zu Hause auch keine Zeitumstellung in Angriff nehmen.

Steinhaufen
Heute steht wieder mal etwas Kultur auf dem Programm. Und zwar wollen wir das einzige Unesco Weltkulturerbe der Insel besichtigen: die Nuraghe su Nuraxi bei Barumini.

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Die Steinruinen waren Dörfer, welche 1500 BC gebaut wurden und immer einen rund 20 Meter hohen Turm in der Mitte hatten. Von diesen Komplexen gab es auf Sardinien einmal über 7000 Stück. Derjenige von Barumini ist der am besten erhaltene. Wir erwarten nicht viel und werden positiv überrascht. Der Steinhaufen hat es in sich und Dank der obligatorischen Führung erfahren wir gar noch das eine oder andere. Anina macht sich super bei ihrer ersten Führung überhaupt. Sie läuft wacker dem Guide nach und hört ganz interessiert zu, obwohl sie kein Wort versteht. Melia verpennt die meiste Zeit und ist ansonsten auch mucksmäuschen still. Sehr gut, Girls! Zurück im Hotel gibt es für die grosse Strand und Meer mit Papa und für die Kleine haushalten mit Mama. Heute haben wir das Abendprogramm richtig im Griff und dank dem perfekten Timing inkl. Pasta aus der Mobilhome-Küche verläuft der Abend genau so, wie wir uns das von A bis Z vorstellen.

Nicht alles ist kindertauglich
Am Morgen verlassen wir den schönen Camping und das tolle Mobilhome und fahren nordwärts. Bald sind wir im Gebirge und können aus der Ferne den Grand Canyon von Europa bestaunen. Der Vergleich hinkt unserer Meinung nach ein wenig. Da alles nur mit grösseren Wanderungen erreichbar ist, bleibt der Canyon für uns out of reach. In Cala Ganone machen wir den Mittagshalt. In diesem Tourikaff gibt es ganz viele Restaurants und Ausflugsmöglickeiten zu “einsamen” Beaches. Das meiste ist aber nur per Boot erreichbar und da wir dies den Girls und uns nicht zumuten wollen, passen wir auch hier. Lieber machen wir morgen einen Strandtag an einem einfach mit dem Auto erreichbaren Strand. Das Hotel ist sehr schön, aber leider auch nicht sehr kindertauglich. Die Wellness-Oase ist doch eher was für Ältere Semester oder für jungverliebte Paare. Anina mischt den Pool jedenfalls ganz schön auf mit ihrem Gejauchze :-).

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A rainy day
Mit dem Strandbesuch wird es heute nix! Nach dem Zmorge fängt es an wie aus Kübeln zu giessen und hört nicht mehr auf bis nach dem Mittag. Wir bleiben im Zimmer am trockenen, spielen mit den Kids (Anina probiert sich zum ersten Mal im UNO) und machen Siesta. Am Nami wird es immerhin trocken. Damit wir doch noch was unternehmen, fahren wir nochmals nach Cala Gonone und besuchen das Aquarium. Selbstvertständlich war dies nicht nur unsere Idee… Zudem ist das Aquarium das schlechteste, welches wir ever besucht haben. Natürlich sind solche Einrichtungen immer an und für sich schon fraglich, aber hier ist es irgendwie besonders schlimm. Die Schildkröte vegetiert vor sich hin (wenn sie nicht schon tot ist…) und das Becken, wo man diverse Fische betatschen kann, ist einfach too much. Wir sind denn auch nicht lange dort und verlassen das Gebäude fast schon fluchtartig nach kurzer Zeit wieder. Nach der Verpflegung mit Pizza, Spaghetti und Gelati ist der Regentag auch schon wieder vorbei und wir freuen uns, wenn sich morgen die Sonne wieder vermehrt zeigt.

Little Thaiti
Mit stahlblauem Himmel starten wir in den Tag. Die heutige Unterbrechung der Fahrt an die Nordküste machen wir an einem Strand Namens Little Thaiti. Wow! Das Meer ist türkisblau, der Sandstrand weiss und die Bucht einfach wunderschön. Super, wenn man so schnell in Thaiti ist… Obwohl es ziemlich viele Besucher hat, finden wir ein Plätzchen zum Baden und Faulenzen. Wir geniessen die Pause vom Autofahren und lassen es uns gut gehen. Danach müssen wir nochmals zwei Stunden fahren. Wir kommen zügig voran und sind am späteren Nami Nahe Valledoria an unserem Ziel. Hier beziehen wir eine grosse Ferienwohnung mit zwei Schlafzimmern, grosser Terrasse, Waschmaschine, usw. Im Nu haben wir unser Puff ausgebreitet und geniessen den Platz im und um das Appartement.

Fahren wir wieder mal in die Ferien?
Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir nach Castelsardo. Zuerst zu einem Felsen, welcher aussieht wie ein Elefant und danach ins Dorf selber. Im Kaff spazieren wir zum Castello. Die mittelalterlichen Gassen mögen zu gefallen und die Aussicht vom Schloss ist auch nicht ohne. Nach dem Zmittag in einer Trattoria fahren wir zurück zur Ferienwohnung und machen Siesta. Danach geht es an den Beach. Dieser ist nicht riesig und die Brandung und der Wind nicht ohne, aber trotzdem geniessen wir den Aufenthalt. Vor allem Nini ist im Element. Sie darf mit Papa einen Wasserpool bauen, hinein hopsen ohne Ende, im Meer schwimmen und erst noch mit der Unterwasserkamera Selfies schiessen. Getoppt wird das ganze noch mit einer Gelati und einem Smarties-Joghurt als Dessert. Kinderherz was willst du mehr! Italien ist soooo schön… Nicht umsonst fragt sie bereits jetzt, ob wir wieder mal in die Ferien fahren :-).

Nicht ganz nach Plan…
Wie meist haben wir den Tag mehr oder weniger geplant und fahren los in Richtung Stintilo. Dort soll es einen super schönen Beach geben. Das Bild im Reiseführer ist jedenfalls schon mal nicht ganz ohne. Leider haben wohl auch noch ein paar Andere den Reiseführer genau studiert. Als wir dort ankommen, staunen wir nicht schlecht: der Beach ist wirklich der Hammer – Bilderbuch-mässig! Wir staunen auch ab den zig hunderten – wenn nicht tausenden – von Menschen, welche sich hier Badetuch an Badetuch reihen. Es hat so viele Leute, dass wir uns unmöglich irgendwo niederlassen könnten. So steigen wir denn auch nicht gross aus und fahren direkt weiter zum nächsten Beach in ein paar Minuten Entfernung. Hier ist der Parkplatz fast leer und wir voller Vorfreude – mindestens bis wir den Beach sehen… Die Algen stapeln sich meter- und kiloweise im Wasser und am Strand. Das Baden ist nicht gerade unmöglich, aber schön ist etwas anderes. Nach Verpflegung der Raubtiere fahren wir deshalb wieder zurück in Richtung von unserem Hotel. Unterwegs haben wir auch einige Beaches gesichtet, welche einfach nur besser/schöner sein können. Vorher suchen wir aber noch eine Toilette, einen ATM und eine Tanke, welche unsere Visa-Karte will. Alles scheint hier nicht ganz so einfach… Irgendwann haben wir dann aber alles aufgetrieben und breiten uns an einem schönen (zugegebnermassen nicht ganz so traumhaften, wie der angesteuerte, aber immer noch sehr schönen) Strand aus. Den Kids ists egal – Hauptsache Sand und Meer.

Arrivederci Sardinia, bonjour Corsica
Heute verlassen wir Sardinien und schiffen nach Korsika über. Arrivederci Sardinia, schön wars, wir kommen sicher irgendwann nochmals wieder! Damit wir die Fähre erreichen, müssen wir früh raus. Um sechs Uhr ist Tagwach und um sieben Uhr sitzen wir im Auto in Richtung Hafen. Die Fahrt in der Morgenstunde führt uns durch eine wunderschöne Gegend, die definitiv auch einmal einen Besuch wert wäre. Am Hafen angekommen, müssen wir uns noch ein wenig gedulden bis es los geht. Die Fähre ist gut besucht und das Altersheim, welches in zwei Caren angekarrt wurde, macht sich so ziemlich überall breit. Nach knapp einer Stunde fahren wir im spektakulären Hafen von Bonifacio ein. Alle schiessen wie wild Fotos und kämpfen um den besten Platz an Bord. Auf einem Camping in der Nähe von Porto-Vecchio quartieren wir uns für die nächsten drei Nächte in einem netten Cabin ein. Am Nami gibt es einen kleinen Spaziergang durch das Kaff und einen Grosseinkauf im nahen Supermarkt. Damit sind wir für die nächsten Tage wieder ausgerüstet. Das mit dem gesund Essen und dem ausgiebigen Kochen müssen wir dann zu Hause wieder etwas nachholen. Meist gibt es einfach etwas Kleines und einfaches ohne grossen Aufwand. Heute weichen wir aus Bequemlichkeit gar auf Mikrowellen-Futter aus… Egal, Nini schmeckts und Melia ist’s egal: Hauptsache Futter – natürlich meist Brei. Sie ist eine unglaubliche Esserin und sobald wir anfangen zu schlemmen läuft ihr der Sabber nur so aus dem Mund :-).

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Bonifacio
Nach dem Frühstück geht es los nach Bonifacio. Das Kaff auf den Klippen will auch noch zu Fuss erkundet werden. Auf der Fahrt dorthin fahren wir leider den ersten Kratzer ein. Beim Überholen eines Lieferwagens, welcher unsere Strassenseite voll versperrt, schlägt die offene Tür mit voller Wucht gegen unsere Seite. Zum Glück ist es nur ein bisschen Farbe, die fehlt und trotzdem nervt es kurz. Es scheint als ob wir am 14.9. lieber jeweils zu Hause bleiben sollten. Vor einem Jahr wurde nämlich unser Roller just an diesem Tag in Bern geklaut… Bonifacio gefällt uns sehr gut. Die Gassen sind schmal und eng. Dank der vielen schönen Shops und den zig super herausgeputzten und gepflegten Restis ist es eine wahre Augenweide. Danach geht es wieder mal an einen Beach, welcher im Lonely Planet als fantastisches Muss erwähnt wird. Wie meist in diesen Fällen haben wir etwas Pech. Die Brandung ist Dank dem Wind heute so stark, dass wir die Kids unmöglich ins Wasser lassen können. Wir glauben zu erahnen – auch an der Anzahl an Parkplätzen -, dass es doch sehr nett sein könnte. So belassen wir es bei einem mudrigen Tourizmittag und versuchen unser Glück in der Nähe des Campings. Hier ist es etwas besser. Nur den Wind hätten sie effektiv heute abstellen können. Aber zum Sandele und einem kurzen Bad reicht es allemal.

Wieder einmal ein paar Steine
Die andere Inselseite ist heute unser Ziel. Dort gibt es das bedeudenste Kulturdenkmal von Korsika: ein paar stehende Steine mit Gravuren, welche vor über 3000 Jahren aufgestellt wurden. Für die knapp 70 Kilometer brauchen wir schlappe zwei Stunden. Unglaublich wie die Zeit auf diesen Strassen Dank der vielen Kurven vergeht. Unterwegs gibt es ein paar tolle Landschaftsbilder inkl. einige super Ausblicke auf die Küste. Die Fahrt zu den Steinen lohnt sich einigermassen. Vor allem die Scenery darum herum mag uns zu gefallen. Auf dem Rückweg unterbrechen wir die Fahrt wieder an einem Strand. Wir sind praktisch alleine auf einem riesigen Abschnitt. Dies wohl, da man hier nicht baden kann. Die Wellen sind riesig und die Strömung zieht in alle Himmelsrichtungen. Die Zeit vertreiben wir uns mit sandele und sünnele. Zurück auf dem Camping kühlen wir uns im erfrischenden Nass ab. Die Ladies wollen noch ein bisschen bewegt sein. Mit Erfolg: wie immer sind die beiden pünktlich und hundemüde im Bett.

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Durch die Berge Korsika’s
Die heutige Fahrt in den Norden führt uns durch die Berge und über einen Pass. Die Landschaft ist wirklich sehr schön und wir sind erstaunt, so hoch oben und ab vom Schuss noch auf so viele Leute zu treffen. Überhaupt können wir sagen, dass uns Korsika landschaftlich inkl. den Städtchen sehr gut gefällt.

Italy, Corse, Mountain

Ansonsten hat es uns viel zu viele Leute, weswegen wir over all Sardinien definitiv schöner und viel relaxter fanden. Da unsere gebuchte Villa direkt am Meer liegt, sind wir zeitig im Hotel. Na ja, das Wort “Villa” ist ein wenig übertrieben, aber was solls, für die nächsten zwei Nächte reicht die Bleibe allemal. Das Meer ist wieder sehr wild und die Wellen hoch – ein weiteres plus von Sardinien. Mit den Kids gibt es deshalb nur ein Bad am Pool. Vorher lässt sich Nini aber von mehreren Wellen von Kopf bis Fuss mit Sand voll spülen… eine richtige Wildsau, unsere Grosse!

Last full day
Heute gibts kein spezielles Programm. Wir wollen am letzten Tag noch ein bisschen relaxen und das süsse Nichtstun und vor allem den Sommer noch ein bisschen geniessen. Deshalb sieht der heutige Tag wie folgt aus: Ausschlafen, Frühstück, Spielplatz, Spaziergang am Meer, Pizza essen, Siesta, sandele am Meer, baden im Pool, Tortellini essen, todmüde ins Bett fallen. Morgen gehts zurück in die herbstliche Schweiz. In weniger als 24 Stunden sitzen wir auf der Fähre… finito vacanze, fini les vacances, fertig Ferien…

Back home
Ein letztes Mal packen wir unsere sieben Sachen ins Auto und fahren nach Olbia. Hier legt nach dem Mittag unsere Fähre nach Savona ab. Da Odi nach der Ankunft noch direkt nach Hause fahren will, buche ich uns spontan noch eine Kabine. Wir sind froh, können wir uns etwas zurückziehen und geniessen die Aussicht aufs Meer und die Ruhe. Die Kids behalten wir bis zur Ankunft in Savona wach. Unser Plan geht auf. Kaum sind wir im Auto machen sie bis Bern keine Pips mehr und Odi bringt uns sicher und zügig mitten in der Nacht nach Hause. Um halb vier liegen wir dann schliesslich alle im Bett – schön wars!
 

Short cut zu den Bildern