Victoria

Short cut zu den Bildern

Port Fairy

In Portland decken wir uns im Visitor Center (wie überall) mit allem möglichen Infomaterial über Viktoria ein. Zum Glück macht Odi bei jeder Gelegenheit einen WLAN scan, so dass wir auf dem Parkplatz vor der Info gratis unsere Homepage aktualisieren können. In Cave Bridgewater wollen wir als nächstes eine Tour zu einer Robbenkolonie machen. Doch da sich die australischen Familien wieder einmal eher als kinderreich erweisen (dieses mal waren es sechs Kids, plus ein siebtes im Bauch), finden wir keinen Platz auf dem kleinen Boot. Wohl oder übel räumen wir das Feld, ohne einen Blick auf die Kolonie werfen zu können. Dafür haben wir nun genug Zeit, die örtliche Küste zu besichtigen. Hier gibt es einen versteinerten Wald sowie die raue See zu bestaunen. Zu unserer Freude lassen sich dann auch noch von weitem ein paar Robben blicken. Am Beach in diesem Kaff sind die Wellen so hoch, dass wir uns unbedingt in die Fluten stürzen müssen. Vor allem Stuwi ist bei einer solchen Brandung jeweils kaum mehr zu halten und ist sogar am schnellsten bereit und mit der Badehose ausgerüstet. Leider haben wir noch keine Bodyboards gekauft, so dass wir „nur“ in den Wellen schwimmen können. In Port Fairy finden wir in einer Zeltstadt à la Gampel Openair (500 Stellplätze) unser Nachtlager. Heute probieren wir zum Dessert endlich das Lieblingsdessert der Aussies – Kaffee durch ein Tim Tam schlürfen. Für alle Nicht-Tim-Tam-Kenner: Tim Tam sind Güetzi eingehüllt in viel Schokolade mit allen möglichen Füllungen drin. Auf Anhieb funktioniert die Schlürferei… ist aber gar nicht so sabberfrei.

Great Ocean Road und tierisches Glück

Heute steht ein echtes Highlight unserer Reise auf dem Programm: die Great Ocean Road. Auf der kurzen Strecke zwischen Petersborough und Princetown (ca. 20 km) finden wir die berühmten Felsformationen. Praktisch all 300 Meter gibt es wieder etwas zu bewundern – Bay of Islands, London Bridge, Loch Arch Gorge… Beeindruckend was die Natur über tausende von Jahren hier erschaffen hat. Spätestens bei den 12 Aposteln (von denen übrigens nur noch fünf stehen) bemerken wir, dass wir auf einer richtigen Touristenroute unterwegs sind. So viele Leute haben wir noch nie bei einer Sehenswürdigkeit gesehen. Leider verunmöglicht uns das Wetter die ultimativen Fotos, ist es doch den ganzen Tag mehr oder weniger bewölkt. Grundsätzlich haben wir erwartet, dass die Great Ocean Road als Strasse selber näher an den Klippen vorbei führt. Fast immer fährt man ohne Blick auf das Meer. Trotzdem ist diese Route ein Muss für jeden Victoria-Reisenden. Auf der Suche nach einem Schlafplatz haben wir zur Abwechslung tierisches Glück. Am Wegrand erspähen wir einen quick fidelen Koala! Das Prachtexemplar springt sogar von einem Baumstamm zum anderen. Aber dem nicht genug – überall in den Bäumen erspähen wir auf einmal die süssen (wenigstens die Girls würden sie als süss bezeichnen) Tiere. Auch bei der Wahl des Campings haben wir Glück. Nicht nur, dass die Jungs wieder einmal richtig einfeuern können – nein – auch auf dem Campingplatz hat es genau über unserem Sitzplatz zwei der Eykalyptusfresser. Aber die Koalashow beginnt erst jetzt richtig. Einer fällt sogar vom Baum und bleibt unverletzt, so dass wir ihn ganz nahe fotografieren können. Begleitet von den Brunftschreien der Tiere, die sich auch beim Liebesspiel nicht stören lassen, verbringen wir den Abend mit Hacktätschli und Pasta am Lagerfeuer. Zur Krönung des Tages läuft den Jungs dann schliesslich auch noch ein Opossum über den Weg.

Australische Strassenschilder

Da das Wetter auch heute nicht besser zu werden scheint (bewölkt bei ca. 20 Grad), beschliessen wir einen Fahrtag einzulegen. Auf dem ersten Abschnitt finden wir dann auch noch die Küstenstrasse, die wir eigentlich schon gestern erwartet hätten. Wir fühlen uns fast schon ein bisschen wie an der Mittelmeerküste Italiens. Rund 350 Kilometer und eine einstündige Überfahrt per Fähre später, finden wir uns auf dem Camping in San Remo, kurz vor Phillip Island, wieder. So bleiben mir heute ein paar Zeilen, um auf eine Eigenheit der australischen Strassen hinzuweisen. Im Unterschied zu uns gibt es hier für jedes Tier (Känguruh, Koala, Enten, Kühe, Schafe…) und für jeden Zweibeiner (Schulkinder, Senioren, Familien, Reiter…) ein separates Strassenschild. Auch die Kurvengeschwindigkeiten werden immer vorgeschlagen. Als Autofahrer ist man somit praktisch während der ganzen Zeit am Schilder begutachten. Manchmal erkennt man vor lauter Schilder kaum noch die wirklich wichtigen Informationen.

Phillip Island

Im Visitor Center informieren wir uns über die möglichen Aktivitäten auf Phillip Island und buchen schliesslich eine Tour zu den Seehunden sowie einen Sitzplatz bei der allabendlichen Pinguinparade. Doch zuerst wollen Stuwi und ich uns in die Wellen stürzen. Im Hauptort der Insel finden wir beide ein Bodyboard, dass erschwinglich ist. Fast 50 Minuten halten wir es bei 21 Grad Wassertemperatur in den Wellen aus. Wir sind zwar noch nicht ganz so cool wie die lokalen Surfer, aber wir haben mindestens soviel Spass an den Wellen (dies beweisen auch meine Freudenschreie, die gemäss KK und Odi am ganzen Strand zu hören sind). Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot zur Robbenkolonie, die auf einer nahe gelegenen Insel zu Hause ist. Mehrere Hundert Tiere können wir so in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Am Abend geniessen wir die berühmte Pinguinparade: Bei Sonnenuntergang kommen hier bis zu tausend Zwergpinguine in kleinen Gruppen von der Futtersuche zurück zu ihren Nestern am Strand. Obwohl das ganze mega kommerziell organisiert ist (rund 3800 Zuschauer finden im „Amphitheater“ Platz) und eher an Disneyland mit Pingu statt mit Mickey erinnert, haben wir einen super Blick auf die tolpatschig vorbei watschelnden Tiere. Die Ranger versuchen die vielen Touristen so gut es geht in Schach zu halten und ahnden vor allem die Versuche ein Foto zu machen, denn Blitzgewitter sind anscheinend sehr ungesund. Die Pinguine selber lassen sich nicht von den vielen Leuten irritieren oder sind den Auflauf einfach langsam aber sicher gewohnt.

Zwei Monate später

Die Zeit vergeht wie im Flug – heute vor zwei Monaten sind wir auf unsere Reise gestartet. So vieles haben wir schon erlebt und gesehen. Zum Glück haben wir jeden Tag ein paar Zeilen geschrieben und viele Fotos gemacht, so dass wir all unsere Erinnerungen auf einer sicheren Festplatte gespeichert haben… ok, Backups haben wir zur Sicherheit auch noch!

Am ersten Strand weiter Richtung Süden stürzt sich Stuwi mit seinem Bodyboard in die Wellen. Leider ist dieses Teil doch eher ein bisschen zu billig gewesen. Jedenfalls erleidet das Board praktisch einen Achsenbruch bei den grossen Wellen. Im Wilsons Promontory National Park bekommen wir trotz Hochsaison noch einen Platz für diese Nacht. Der Hauptort des National Parks, Tidal River, ist ein einziger riesiger Campingplatz (480 Stellplätze). Leider passt sich das Wetter nicht ganz der wunderschönen Region an. Es regnet zum ersten Mal seit wir von zu Hause aufgebrochen sind und zwar richtig heftig. Erst gegen Abend hellt sich der Himmel wieder ein bisschen auf. Die Jungs nutzen die Gelegenheit für ein Bad im Meer und die Mädels für einen Spaziergang am sehr langen Strand.

U wes de rägnet

Leider hat sich das Wetter über Nacht nicht wesentlich gebessert. Es regnet immer noch und die Berge sind wie bei uns im tiefen November grau in grau eingehüllt. Wir erleben hier also fast ein kleines Güsche 2008 Revival, Sumpf wo man hinschaut… Uns bleibt nichts anderes übrig als die vorgesehene Wanderung auf den Mt. Oberon zu streichen. Einstimmig beschliessen wir direkt bis Melbourne zu fahren. Doch das Wetter ist auch hier nicht besser. Dafür finden wir für die letzten Nächte in unserem Mobil einen Camping mit allem möglichen Luxus – unter anderem mit einem privaten Bad neben dem Stellplatz mit Dusche und WC.

Für die Insider nachfolgend noch die Pommes Chips Preise, Stand 20.1.08, Melbourne, Victoria, Australia:

  • Smiths Thinly Chicken, 185 Gramm, 3.29 Aussie Dollar
  • RR Deli Chips Honey/Soya/Chicken, 200 Gramm, 4.60 Aussie Dollar

Ich muss annehmen, dass sich die Pommes Chips Preise seit meiner Ankunft leicht erhöht haben, da die Nachfrage stark zugenommen hat. Was haben wir dann? Genau eine Verschiebung der AD nach rechts – eh – oder wars nach links… 🙂

Hier sind die Bilder

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