Monthly Archives: January 2008

Victoria

Short cut zu den Bildern

Port Fairy

In Portland decken wir uns im Visitor Center (wie überall) mit allem möglichen Infomaterial über Viktoria ein. Zum Glück macht Odi bei jeder Gelegenheit einen WLAN scan, so dass wir auf dem Parkplatz vor der Info gratis unsere Homepage aktualisieren können. In Cave Bridgewater wollen wir als nächstes eine Tour zu einer Robbenkolonie machen. Doch da sich die australischen Familien wieder einmal eher als kinderreich erweisen (dieses mal waren es sechs Kids, plus ein siebtes im Bauch), finden wir keinen Platz auf dem kleinen Boot. Wohl oder übel räumen wir das Feld, ohne einen Blick auf die Kolonie werfen zu können. Dafür haben wir nun genug Zeit, die örtliche Küste zu besichtigen. Hier gibt es einen versteinerten Wald sowie die raue See zu bestaunen. Zu unserer Freude lassen sich dann auch noch von weitem ein paar Robben blicken. Am Beach in diesem Kaff sind die Wellen so hoch, dass wir uns unbedingt in die Fluten stürzen müssen. Vor allem Stuwi ist bei einer solchen Brandung jeweils kaum mehr zu halten und ist sogar am schnellsten bereit und mit der Badehose ausgerüstet. Leider haben wir noch keine Bodyboards gekauft, so dass wir „nur“ in den Wellen schwimmen können. In Port Fairy finden wir in einer Zeltstadt à la Gampel Openair (500 Stellplätze) unser Nachtlager. Heute probieren wir zum Dessert endlich das Lieblingsdessert der Aussies – Kaffee durch ein Tim Tam schlürfen. Für alle Nicht-Tim-Tam-Kenner: Tim Tam sind Güetzi eingehüllt in viel Schokolade mit allen möglichen Füllungen drin. Auf Anhieb funktioniert die Schlürferei… ist aber gar nicht so sabberfrei.

Great Ocean Road und tierisches Glück

Heute steht ein echtes Highlight unserer Reise auf dem Programm: die Great Ocean Road. Auf der kurzen Strecke zwischen Petersborough und Princetown (ca. 20 km) finden wir die berühmten Felsformationen. Praktisch all 300 Meter gibt es wieder etwas zu bewundern – Bay of Islands, London Bridge, Loch Arch Gorge… Beeindruckend was die Natur über tausende von Jahren hier erschaffen hat. Spätestens bei den 12 Aposteln (von denen übrigens nur noch fünf stehen) bemerken wir, dass wir auf einer richtigen Touristenroute unterwegs sind. So viele Leute haben wir noch nie bei einer Sehenswürdigkeit gesehen. Leider verunmöglicht uns das Wetter die ultimativen Fotos, ist es doch den ganzen Tag mehr oder weniger bewölkt. Grundsätzlich haben wir erwartet, dass die Great Ocean Road als Strasse selber näher an den Klippen vorbei führt. Fast immer fährt man ohne Blick auf das Meer. Trotzdem ist diese Route ein Muss für jeden Victoria-Reisenden. Auf der Suche nach einem Schlafplatz haben wir zur Abwechslung tierisches Glück. Am Wegrand erspähen wir einen quick fidelen Koala! Das Prachtexemplar springt sogar von einem Baumstamm zum anderen. Aber dem nicht genug – überall in den Bäumen erspähen wir auf einmal die süssen (wenigstens die Girls würden sie als süss bezeichnen) Tiere. Auch bei der Wahl des Campings haben wir Glück. Nicht nur, dass die Jungs wieder einmal richtig einfeuern können – nein – auch auf dem Campingplatz hat es genau über unserem Sitzplatz zwei der Eykalyptusfresser. Aber die Koalashow beginnt erst jetzt richtig. Einer fällt sogar vom Baum und bleibt unverletzt, so dass wir ihn ganz nahe fotografieren können. Begleitet von den Brunftschreien der Tiere, die sich auch beim Liebesspiel nicht stören lassen, verbringen wir den Abend mit Hacktätschli und Pasta am Lagerfeuer. Zur Krönung des Tages läuft den Jungs dann schliesslich auch noch ein Opossum über den Weg.

Australische Strassenschilder

Da das Wetter auch heute nicht besser zu werden scheint (bewölkt bei ca. 20 Grad), beschliessen wir einen Fahrtag einzulegen. Auf dem ersten Abschnitt finden wir dann auch noch die Küstenstrasse, die wir eigentlich schon gestern erwartet hätten. Wir fühlen uns fast schon ein bisschen wie an der Mittelmeerküste Italiens. Rund 350 Kilometer und eine einstündige Überfahrt per Fähre später, finden wir uns auf dem Camping in San Remo, kurz vor Phillip Island, wieder. So bleiben mir heute ein paar Zeilen, um auf eine Eigenheit der australischen Strassen hinzuweisen. Im Unterschied zu uns gibt es hier für jedes Tier (Känguruh, Koala, Enten, Kühe, Schafe…) und für jeden Zweibeiner (Schulkinder, Senioren, Familien, Reiter…) ein separates Strassenschild. Auch die Kurvengeschwindigkeiten werden immer vorgeschlagen. Als Autofahrer ist man somit praktisch während der ganzen Zeit am Schilder begutachten. Manchmal erkennt man vor lauter Schilder kaum noch die wirklich wichtigen Informationen.

Phillip Island

Im Visitor Center informieren wir uns über die möglichen Aktivitäten auf Phillip Island und buchen schliesslich eine Tour zu den Seehunden sowie einen Sitzplatz bei der allabendlichen Pinguinparade. Doch zuerst wollen Stuwi und ich uns in die Wellen stürzen. Im Hauptort der Insel finden wir beide ein Bodyboard, dass erschwinglich ist. Fast 50 Minuten halten wir es bei 21 Grad Wassertemperatur in den Wellen aus. Wir sind zwar noch nicht ganz so cool wie die lokalen Surfer, aber wir haben mindestens soviel Spass an den Wellen (dies beweisen auch meine Freudenschreie, die gemäss KK und Odi am ganzen Strand zu hören sind). Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot zur Robbenkolonie, die auf einer nahe gelegenen Insel zu Hause ist. Mehrere Hundert Tiere können wir so in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Am Abend geniessen wir die berühmte Pinguinparade: Bei Sonnenuntergang kommen hier bis zu tausend Zwergpinguine in kleinen Gruppen von der Futtersuche zurück zu ihren Nestern am Strand. Obwohl das ganze mega kommerziell organisiert ist (rund 3800 Zuschauer finden im „Amphitheater“ Platz) und eher an Disneyland mit Pingu statt mit Mickey erinnert, haben wir einen super Blick auf die tolpatschig vorbei watschelnden Tiere. Die Ranger versuchen die vielen Touristen so gut es geht in Schach zu halten und ahnden vor allem die Versuche ein Foto zu machen, denn Blitzgewitter sind anscheinend sehr ungesund. Die Pinguine selber lassen sich nicht von den vielen Leuten irritieren oder sind den Auflauf einfach langsam aber sicher gewohnt.

Zwei Monate später

Die Zeit vergeht wie im Flug – heute vor zwei Monaten sind wir auf unsere Reise gestartet. So vieles haben wir schon erlebt und gesehen. Zum Glück haben wir jeden Tag ein paar Zeilen geschrieben und viele Fotos gemacht, so dass wir all unsere Erinnerungen auf einer sicheren Festplatte gespeichert haben… ok, Backups haben wir zur Sicherheit auch noch!

Am ersten Strand weiter Richtung Süden stürzt sich Stuwi mit seinem Bodyboard in die Wellen. Leider ist dieses Teil doch eher ein bisschen zu billig gewesen. Jedenfalls erleidet das Board praktisch einen Achsenbruch bei den grossen Wellen. Im Wilsons Promontory National Park bekommen wir trotz Hochsaison noch einen Platz für diese Nacht. Der Hauptort des National Parks, Tidal River, ist ein einziger riesiger Campingplatz (480 Stellplätze). Leider passt sich das Wetter nicht ganz der wunderschönen Region an. Es regnet zum ersten Mal seit wir von zu Hause aufgebrochen sind und zwar richtig heftig. Erst gegen Abend hellt sich der Himmel wieder ein bisschen auf. Die Jungs nutzen die Gelegenheit für ein Bad im Meer und die Mädels für einen Spaziergang am sehr langen Strand.

U wes de rägnet

Leider hat sich das Wetter über Nacht nicht wesentlich gebessert. Es regnet immer noch und die Berge sind wie bei uns im tiefen November grau in grau eingehüllt. Wir erleben hier also fast ein kleines Güsche 2008 Revival, Sumpf wo man hinschaut… Uns bleibt nichts anderes übrig als die vorgesehene Wanderung auf den Mt. Oberon zu streichen. Einstimmig beschliessen wir direkt bis Melbourne zu fahren. Doch das Wetter ist auch hier nicht besser. Dafür finden wir für die letzten Nächte in unserem Mobil einen Camping mit allem möglichen Luxus – unter anderem mit einem privaten Bad neben dem Stellplatz mit Dusche und WC.

Für die Insider nachfolgend noch die Pommes Chips Preise, Stand 20.1.08, Melbourne, Victoria, Australia:

  • Smiths Thinly Chicken, 185 Gramm, 3.29 Aussie Dollar
  • RR Deli Chips Honey/Soya/Chicken, 200 Gramm, 4.60 Aussie Dollar

Ich muss annehmen, dass sich die Pommes Chips Preise seit meiner Ankunft leicht erhöht haben, da die Nachfrage stark zugenommen hat. Was haben wir dann? Genau eine Verschiebung der AD nach rechts – eh – oder wars nach links… 🙂

Hier sind die Bilder

South Australia

Short cut zu den Bildern

Bye Bye WA

Die Abgabe unseres Charlies (Auto) passiert im Schnellzugstempo. Die Vermietung schaut sich das Auto nicht einmal ,kurz an. Ob die Karre vollgetankt sei, ist die einzige Frage. Uns soll’s recht sein. Der Flug von Perth nach Adelaide ist rasch vorbei. Was soll ich über Adelaide schreiben? Es gibt zwei Strassen, die sehenswert sind und das war’s dann auch schon. Zu erwähnen sind vielleicht die Uni, ein paar nette alte Gebäude, die vielen Punks, die in der Stadt der Festivals leben, sowie die multikulturelle Küche. Trotzdem ziehen wir ein Pic Nic auf dem Balkon des Hostels vor. Dank dem gratis Wirless-Access können wir hier sogar mit Ursula und Willy in der Heimat „skypen“.

Motorhome

Heute bekommen wir für die nächsten zwei Wochen unser neues Zuhause. Das Motorhome ist riesig und eigentlich für sechs Personen gedacht. Nachfolgend einige Eckdaten zu unserem fahrenden Zuhause:

  • Länge 7 Meter
  • Höhe 3.2 Meter
  • 3 Doppelbetten
  • 2 Sitzgelegenheiten mit Tisch
  • 1 Kochkombination inkl. Mikrowelle und Kühlschrank
  • 1 Badezimmer inkl. WC, Dusche und Waschbecken (über die vorzunehmenden Leerungen des stillen Örtchens wird an dieser Stelle nicht gesprochen…)
  • 1 TV inkl. DVD-Player (zur allgemeinen Unterhaltung wird auch gleich ein Film gekauft – Mr. & Mrs. Smith, also etwas für beide Geschlechter…)
  • 1 Klimaanlage resp. Heizung
  • 100 Liter Wassertank
  • 75 Liter Dieseltank
  • ganz viel Stauraum für all unseren Mist
  • und, und, und…

Nachdem wir das Mobil mit allem möglichen an Vorrat gefüllt haben, fahren wir weiter in das Barossa Valley.

Weintour im Barossa Valley

Das Barossa Valley ist auf der ganzen Welt für seinen Wein bekannt. Selbst die Kids in der High School haben hier einen eigenen Weinberg, den sie kultivieren und das Endprodukt exportieren. Damit wir den weissen und roten Saft auch so richtig testen können und niemand von uns den Fahrer spielen muss, schliessen wir uns einer Tour an. Unser Guide bringt uns und zwei ziemlich trinkfeste Aussies 😉 (Frage am Rand: welcher Aussie ist nicht trinkfest?) von Gut zu Gut und damit von Degustation zu Degustation. Im Total besuchen wir sechs der 78 Weingüter der Region. Meine lieben Weinladies Windy und Anita, hier müssten wir mal zusammen hin! Bereits im ersten Weingut bekommen wir den besten Wein des ganzen Tages. Okay, dieser edle Tropfen ist mit 185 Franken pro Flasche auch der teuerste, aber sämtliche Nasen (für die Weinkenner unter uns…) sind einfach perfekt. Nochmals eine Information für meine Weinladies: Mengenmässig deckt diese Weintour mindestens vier Kursabende ab… Die Kombination Wein und Hitze (43 Grad im Schatten) veranlasst uns dann auch den Rest des Tages mit relaxen auf dem Campingplatz zu verbringen.
Hier noch die Namen der mehr oder weniger bekannten Güter, die wir besucht haben:

  • Wolf Blass
  • Saltram of Barossa
  • Elderton Wines
  • Cockatoo Ridge Wines
  • Maggie Beer’s Farm Shop
  • Bethany Wines

Fleurieu Peninsula

Ursprünglich haben wir die Flinders Range als unser nächstes Ziel deklariert. Der weite (Um-)Weg sowie unser Motorhome (wir dürfen nur gerade 500 Meter auf nicht geteerten Strassen fahren…) veranlassen uns aber südwärts weiter zu ziehen. Durch die Adelaide Hills erreichen wir Hahndorf, die älteste existierende deutsche Siedlung Australiens. Da die Aussies keine nennenswerte „Backstuben-Kultur“ kennen, decken wir uns in der deutschen Bäckerei mit Brot, Bretzel, Apfelstrudel und Berliner ein. Mmmmhhhh… Entlang der Küste fahren wir weiter nach Goolwa. Die Jungs wollen unbedingt wieder einmal „wild“ campieren und so beschlagnahmen wir kurzerhand den Parkplatz bei der Mündung des Murray River als Nachtlager. Die beiden Pfadfinder fühlen sich sofort wieder im Element… Am Abend benützen wir zum ersten Mal unsere Bordküche sowie das Bad. Schliesslich will ja alles an diesem Mobil einmal getestet sein.

Übrigens mutiert Odi hier in Australien zur Leseratte. Bereits hat er einen Krimi gelesen und ist nun in das Fantasy-Abenteuer von Lord of the Rings vertieft. Meine Wenigkeit drückt sich im Moment noch mit dem Reiseführer vor den fremdsprachigen (englischen) Literatur.

Robbie in Australia

Unser erstes Ziel sind heute die australischen Surfboys. Doch leider finden wir die perfekte Brandung respektive Welle nicht und so fahren wir weiter südwärts. Auf halbem Weg müssen wir unser fahrendes Heim auf eine Fähre (gratis und 24 h in Betrieb) verladen. Die Überfahrt dauert nur einige Minuten. Kurz vor fünf Uhr erreichen wir unser Tagesziel: Naracoorte. Zeitlich reicht es gerade noch, die Touren für morgen zu buchen. Die Höhlen in diesem Gebiet wurden von der Unesco aufgrund der Fossilvorkommen zum Weltkulturerbe deklariert. Auf dem Camping geniessen wir unser x-tes BBQ – schon wieder. Die Erkenntnis des Tages: Robbie ist auch in Australien bekannt. Man kann hierbei nicht von Berühmtheit sprechen, aber unsere australischen Camping-Nachbarn lassen sich von Robbie berieseln. Auf meinen Wunsch hin, lassen sie die CD gleich noch einmal laufen… Let me entertain you!

Gestern Robbie, heute robben

Heute stehen drei Höhlen auf dem Programm. Die ersten zwei, Alexandra und Victoria Fossil Cave, zeigen uns warum diese Region zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Wir erfahren viel Interessantes über die australische Urzeit sowie die Fossilien, welche hier lagern. Bis dato sind nur gerade 4 % der einzigartigen Funde erforscht. Am Nachmittag steht einmal mehr Adventure Caving auf dem Programm. Ausgerüstet mit Knieschonern, Overall, Helm und Lampe machen wir uns auf den Weg. Schon bald liegen wir zum ersten Mal am Boden und robben durch die Stick-Tomato Cave. Die Passagen, die wir passieren sind eng, zum Teil sogar sehr eng. Als Höhepunkt dürfen wir uns am Schluss durch den „Slot“, eine 30 cm breite respektive enge Felsspalte, nach oben zwängen. Wir sind kurz davor, das Mittagessen ernsthaft zu bereuen. Zum Glück reicht richtig ausatmen und durch quetschen auch noch knapp… Im Höhlenrating platzieren wir dieses Abenteuer knapp hinter Gua Tempurung (Ipoh, Malaysia) auf Rang zwei. Die vielen engen Tunnels fordern uns doch einiges ab. Einzig das Wasser fehlt. Und für Grübi: die Botty-Halbschuhe würden mit viel Schuhwichse nach dem Robben fast wieder wie neu aussehen. Am Abend werfen wir im Camper rasch die Heizung an. Schliesslich sind es nur noch ungewohnte 16 Grad draussen. Unglaublich was dieses Mobil alles kann… In der Nacht gibt es noch eine kleine Übung. Unser Mobil hat nämlich auch einen Feuermelder und dieser meldet sich in unkoordinierten Abständen mit einem schlaftötenden Piepston, obwohl weit und breit weder Feuer, noch Gas, noch Rauch zu sehen ist.

Auf meinem Diplom zum Adventure Caver steht übrigens Karin Fankhajer. Wieder eine schöne Interpretation meiner einzigartigen Schrift…

Blue Lake

Auf dem Weg nach Mount Gambier durchfahren wir Coonawarra, eines der vielen Weinanbaugebiete dieser Region. Wie wär’s mit einer kleinen Degustation vor dem Mittagessen? Spontan halten wir bei m Weinkeller von Rymill an. Nur Odi zieht Lord of the Ring dem Wein vor. Glück für uns drei anderen, denn so können wir uns ohne jegliche Gedanken an das australische Promillelimit (liegt übrigens bei 0,5 Promille) durch den feinen Rebensaft kosten. Odi geht nicht ganz leer aus, bekommt er doch eine Flasche Rotwein mit dem Namen „mc2“ (steht für ein Gemisch aus Merlot und Cabernet in doppelter Menge). In Mount Gambier gibt es den wunderschönen Blue Lake zu bestaunen. Das Wasser dieses Vulkansees ist in den Sommermonaten dermassen intensiv türkisblau, dass wir uns fast nicht satt sehen können. Leider ist der Wanderweg um den See nicht halb so schön. Aber wenigstens tun wir wieder einmal etwas für unsere Fitness… Da wir noch genug Zeit haben, beschliessen wir South Australia noch heute Bye Bye zu sagen und unser Nachtlager im Bundestaat Victoria aufzuschlagen.

Link zu den Bildern

Rottnest

Shortcut zu den Bildern

Silvester im Kings Park

Den letzten Tag im alten Jahr sollte man gemütlich angehen. Ganz nach diesem Motto verbringen wir den Tag im Internetcafe und in der Stadt. Am Abend pilgern wir mit Kühlbox, Decke, Food und Drinks in den Kings Park. Uns scheint, als ob sich hier halb Perth versammelt hat. Zu Hunderten „picnicen“ die Einheimischen hier mit der halben Wohnungseinrichtung, um in das neue Jahr zu rutschen. Gegen zehn Uhr kommen auch noch Mam und Edi vorbei. Das Feuerwerk wird bereits um 23.45 Uhr in die Luft gelassen und endet pünktlich mit dem Jahreswechsel. Bereits eine Minute nach Mitternacht beginnt die Völkerwanderung und die Aussies fahren mit Sack und Pack nach Hause. Wir hingegen nehmen es noch ein bisschen gemütlicher und rutschen mit Schämpis noch ein bisschen tiefer in das neue Jahr…

Happy new year to all of you!

Zu Fuss im Meer unterwegs

Bereits um 10 Uhr muss das Appartement geräumt sein und so sind wir trotz Neujahrsmüdigkeit schon zeitig Richtung Süden unterwegs. In Rockingham finden wir vorgelagerte Inselchen, auf welchen angeblich Pinguine leben sollen. Wir beschliessen hier zu bleiben und diese mit dem Kajak zu erkunden. Leider sind wir zu spät dran, so dass die Kajakvermietung schon geschlossen hat (um 14 Uhr versteht sich…). So müssen wir wohl oder übel mit der „Touri-Fähre“ nach Penguin Island übersetzen. Die meisten Pinguine, die wir zu Gesicht bekommen, leben in Gefangenschaft und sind zahm wie dressierte Puddel. Trotzdem finden wir auch einige wilde Tiere. Den Rückweg auf das Festland marschieren wir zu Fuss auf einer Sandbank durch das offene, teilweise bis schultertiefe Meer. Dieses „Abenteuer“ entschädigt uns mehr als genug für die verpasste Kajak-Tour.

Zu Fuss über dem Meer unterwegs

In Busselton gibt es genau zwei Sachen zum anschauen: den längsten Holzjetty (zwei Kilometer) der südlichen Hemisphäre sowie die Gelateria. Das eine gibt Appetit auf das andere… Die Gelati kommt dem italienischen Vorbild tatsächlich erstaunlich nahe, obwohl sich einige in Kombination mit der täglichen Supa Shake resp. Chill Schoggimilch (2 x 600 ml) fast eine Schoggivergiftung holen… Im Cape Naturaliste National Park machen wir am Nachmittag einen einstündigen Track zu Fuss (in Flip Flops natürlich, da die krassen Tracks hier in WA sonst fast nicht zu bewältigen wären… ;-)). Leider gibt es nicht soviel zu sehen, wie wir erwartet haben. Aber die Nahrungsaufnahme will ja auch verdient sein… oder.

Caves

Entgegen allen Warnungen aus der Heimat haben wir uns heute doch in zwei Höhlen gewagt… 🙂 No worries, mates – Flutwellen sind hier aus Mangel an Regen ausgeschlossen. Die erste Cave, die Ngilgi Cave, ist vergleichbar mit unseren Beatushöhlen. Sobald der Ranger einem nach unten gebracht hat, kann man das Gelände alleine entdecken. Nur für einen ganz kurzen Abschnitt, in einem für Kinder gedachten Tunnel (wir passen noch knapp durch…), müssen wir auf allen Vieren kraxeln. In der Giant Cave geht es schon ein bisschen spektakulärer zu und her. Mit Helm und Taschenlampe ausgerüstet stürzen wir uns in das einstündige dunkle Abenteuer unter der Erde. Wir haben alle grossen Spass und klettern über Leitern und mit Hilfe von Seilen im dunklen Loch umher. Für alle, die mit uns schon in der Gua Tempurung (Ipoh, Malaysia) waren, no worries ihr habt nichts verpasst. Wir bewegen uns hier auf einem Level unterhalb dieses noch unübertroffenen Abenteuers. Doch Fun haben wir trotzdem, wie auch die Bilder beweisen. Grübi, diese Höhle wäre sogar mit neuen Botty-Halbschuhen begehbar :-). Am Kap in Augusta, dem südwestlichstlichsten Punkt von Australien, treffen der indische und der südliche Ozean aufeinander. Die Brandung ist hier entsprechend stark und die Jungs können ein paar spektakuläre Fotos knipsen. Hier in Australien haben sich die zwei Jungs zu echten Grillmeistern gemausert. Stuwi und Odi beherrschen die Grillkunst inzwischen so gut, dass an dieser Stelle die beste Grillade der gesamten Ferien erwähnt werden muss. Danke Jungs, es schmeckt wunderbar!

Big Trees

Nach den gestrigen Caves sind heute die Big Trees dran. Diese grossen Bäume wurden früher zum Erspähen von Buschfeuern vewendet. Die Reihenfolge des Schwierigkeitsgrades kehren wir unbewusst um. Der erste ragt 75, der zweite 61 und der dritte 55 Meter in den blauen Himmel Australiens. Die Aussicht ist wunderbar, aber nicht ganz wackelfrei und so bin vor allem ich bald wieder auf dem Rückweg auf den sicheren Boden. Dies erklärt auch das eher krampfhafte Lächeln auf den Fotos… Nachdem wir in Walpole ein Bett gefunden haben, schauen wir uns in der Region noch den Giant Tingle Tree, ein gigantischer Baum, dessen Stamm gespalten ist und ein Dreieck bildet. In der Nähe stinkt noch ein Tümpel Namens Circular Pool vor sich hin. Die Region gehört zu den grünsten von ganz WA, gibt es doch hier ab und zu auch ein paar Tropfen Regen. Entsprechend ist auch das Klima sowie die Temperatur ähnlich wie in unserem Frühling.

Luxus Villa in Fremantle

Bereits um acht Uhr sind wir wieder „on the road“. In Albany gibt es drei Naturwunder zu bestaunen. Vor x Millionen Jahren waren hier die Antarktis und Australien zum Kontinent Gondwana zusammen gewachsen gewesen. Die Küste zeugt noch heute mit den rauen Klippen von diesen Urzeiten. In das Gap, eine riesige Felsspalte, schlägt das Meer heute mit einer enormen und eindrücklichen Kraft auf. Gleich daneben hat sich eine Natural Bridge gebildet. Wie immer haben die Jungs ihre helle Freude an den Klippen und posieren für spektakuläre Bilder… na ja kennen wir ja schon. Einige Meter weiter sind die Blowholes zu finden. Bei grossem Wellengang spritzt hier das Meerwasser bis zu drei Meter aus dem Felsen. Wir werden „nur“ Zeugen des Dröhnen, den das Meer in unregelmässigen Abständen verursacht und erschrecken mehrere Male sehr. Kaum haben wir diese Naturspektakel besichtigt, fängt es an zu regnen. Mangels weiteren Sehenswürdigkeiten und kühlen 20 Grad beschliessen wir bis nach Fremantle weiter zu fahren. Nach vier Stunden Fahrt haben wir unser Ziel erreicht und finden auf Anhieb eine Bleibe. Die Bleibe könnte man auch ohne Übertreibung als Luxus-Villa bezeichnen: 2 Schlafzimmer, 1 Wohnzimmer, Küche, separates WC und Bad, 2 Terrassen, eigener Grill, TV, Mikrowelle… – was will man mehr um die letzten Tage hier in WA geniessen zu können. Übrigens, die Temperatur beträgt wieder akzeptable 29 Grad.

Fremantle

Heute wollen wir die anscheinend trendigste Stadt von WA unsicher machen. Tatsächlich, Fremantle ist uns auf den ersten Blick sympathisch. Viele Shops, Bars und Restaurants prägen neben den alten Gebäuden das Stadtbild. Besonders uns Girls gefällt der berühmte Market, denn es gibt Shops ohne Ende. Den weiblichen Kaufrausch kann man hier jedes Wochenende ausleben. Hier gibt es einfach alles zu kaufen… (Männerkommentar: hmmm wie langweilig). Dabei ist vor allem das Grünfutter viel günstiger als im Supermarkt. Im und um den Markt zeigen zudem den ganzen Tag Strassenmusikanten ihr Können. Wir sind uns einig, Fremantle ist unbedingt ein Besuch wert (obwohl einige unter uns das Internetkaffee vorziehen…). Am Abend gibt’s noch eine Abkühlung im Meer.

Rottnest Island

Unseren letzten Tag in WA wollen wir auf Rottnest Island verbringen. Der Spass fängt schon auf der Fähre an. So ziemlich das halbe Schiff ist am kotz… Wir „binnenländischen“ vier Schweizer beweisen den Aussies, wer eine wirkliche taffe Nation ist und amüsieren uns über die Tütenfüller. Auf Rottnest angekommen, müssen wir zuerst für die Fahrräder anstehen. Da so ziemlich jeder Tourist die Insel per Velo erkundet, dauert dies seine Zeit. Mit Helm und fahrbarem Untersatz ausgerüstet, können wir danach losfahren. Bereits nach wenigen Metern beschliessen wir den Sprung in das kalte Nass zu wagen. Im Wasser ist ein Schiffswrack zu erkennen, um das man beim schnorcheln kann. Beim Mittagsrast leisten uns ein paar hässliche (meine Meinung) Geckos Gesellschaft. Die Viecher scheinen so auf ziemlich alles Appetit zu haben, was wir auspacken. Die Zeit rennt uns schon bald davon und je weiter wir gegen den Hafen kommen desto überfüllter werden die Strände. Am Schluss bleibt uns nur noch der Sprung in die Bay fast neben dem Jetty. Zum Znacht bin ich zu meinem Geburi von KK und Stuwi zum Sushi-Essen eingeladen. Mmmmhhhh…

Zu den Bildern