Tasmania

Short cut zu den Bildern

Hello Tasmania

Trotz Übergewicht, also nicht Odis Übergewicht sondern das des Gepäcks, können wir mit einem netten Augenaufschlag alles einchecken (43 kg gerundet, 46 kg ungerundet, 40 kg erlaubt). Während des Landeanflugs bekommt schliesslich Odi noch ein wichtiges Werbe-SMS von der Swisscom. Zum Glück muss man beim Fliegen immer alle elektronischen Geräte abstellen… In Hobart bleibt uns beim Warten auf Mam und Edi genug Zeit unsere Homepage auf den neusten Stand zu bringen. Drei Stunden später landen die beiden pünktlich im Hauptort von Tasmanien. Bei Hertz mieten wir unser Zuhause für die nächsten zehn Tage. Eine Besonderheit Australiens, die schon lange erwähnenswert ist, sind die Liqour oder Bottle Shops. Hier bekommt man keine alkoholischen Getränke im normalen Supermarkt. Bier, Wein und etc. ist nur im Liqour Shop erhältlich. Man darf in Australien auch kein Alkohol auf öffentlichen Strassen und Plätzen trinken, an Besoffene wird kein Tropfen mehr verkauft und als Promillegrenze gilt 0,5. Das pittoreske an der Situation ist, dass die Liqour Shops immer auch als Drive Thru funktionieren. Trotz der vielen Vorschriften eigentlich unglaublich, oder nicht? Übrigens ist das Wetter sehr untypisch für Tasmanien sehr sonnig und warm…

Wie immer hier noch ein paar Daten zu unserem Motorhome:

  • Ford Turbo Diesel 3,5 Liter
  • 2,30 m breit
  • 5,80 m lang
  • 3,0 m hoch
  • Platz für 5 Personen
  • 110 Liter Frischwassertank
  • Kein Feueralarm, dafür ein Gasalarm
  • Mikrowelle
  • WC, Dusche, Brünneli und so „Kochzeugs“
  • Antennen-TV
  • Klimaanlage und Heizung

Mt. Field National Park

Unser erster Tag in Tasmanien bringt uns zum Mt. Field National Park. Im Visitor Center kaufen wir als erstes einen Pass für alle National Parks von Tasmanien. Nun sind wir für alle Outdoor-Abenteuer gerüstet! Bei den Russel Falls sehen wir die ersten wilden Tiere hier auf der Insel. Leider wissen wir den Namen nicht mehr, aber es ist eine Kreuzung zwischen einem Wallabie und einem Possum. Über eine Schotterstrasse verlassen wir das Regenwald-ähnliche-Gebiet und fahren in das hochalpine Gebirge, wo wir eine Stunde beim Wandern die Gegend erkunden. Hier gibt es tatsächlich Skilifte und Skipisten… Für uns irgendwie unvorstellbar. Kurz vor der Schlechtwetterfront sind wir wieder zurück im Tal. Auf dem Campingplatz (mit mehr Langzeitmietern als Nomaden wie wir, Kostenpunkt unglaubliche 14 Dollar) müssen wir am Abend sogar einheizen. Das Wetter hier in Tasmanien ist tatsächlich ein Thema für sich… Wir sind gespannt auf die Fortsetzung!

Nass und kalt

In Tasmanien sind praktisch alle National Parks als Unesco Weltkulturerbe deklariert. Dazu gehört auch der Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park. Wir nutzen den regenfreien Morgen und wandern zwei Stunden am See entlang. Leider zeigt sich weit und breit keiner der berühmten Platypus (…sniff…). Über die Temperaturen wollen wir an dieser Stelle nicht sprechen. Nur so viel: ich musste eine Kappe und ein Halstuch anziehen! Immerhin passt sich das Wetter unserem Programm an. Es fängt immer erst an zu regnen, wenn wir unseren Walk beendet haben ;-). Auf der Suche nach Sonne fahren wir am Nachmittag weiter in den Norden. Unterwegs entdecken Edi und ich am Strassenrand einen Echidna (Aline würde sagen: „Auf Englisch Schnabeligel“). Dank der schnellen Reaktion des Fahrers können wir (wir = alle drei ausser Mam, die am schlafen ist…) von diesem Unikum ein paar Fotos schiessen. In Queenstown stoppen wir zum Kaffee bei der berühmten Wilderness Railway. Für 100 Dollar kann man sich hier über drei Stunden durch den Regenwald in das nächste Kaff kutschieren lassen. Für dieses Geld konzentrieren wir uns lieber weiter auf die Suche nach gutem Wetter und landen so am Abend in Somerset an der Nordküste. Hier ist es tatsächlich trocken und etwas wärmer! Übrigens heisst das Tier, das wir gestern im Mt. Field National Park beobachten konnten Tasmanian Pademelon.

Die Sonne gibt es doch noch!

Nur die grössten Optimisten unter uns haben nach den zwei Winter- ehh Regentagen an einen solchen Prachtstag geglaubt: stahlblauer Himmel und Sonnenschein! Am Table Cape geniessen wir den ersten Lookout des heutigen Tages. In Boat Harbour Beach stecken wir die Zehen ein erstes Mal in das Meer. Zum Baden ist es uns dann aber doch zu kalt (geschätzte 18 Grad, Info für Stuwi: keine Wellen vorhanden). Zum z’Mittag geniessen wir in Stanley Fish & Chips direkt aus dem Meer. So soll es schmecken, frischer geht es wirklich nicht! In diesem Kaff steht auch „The Nut“, eine Art Ayers Rock am Meer. Zum Verdauen nehmen wir den Weg nach oben trotz Sessellift zu Fuss in Angriff. Zugegeben, der Aufstieg ist in 8 Minuten geschafft… Auf dem Weg Richtung Camping besuchen wir noch den Rocky Cape National Park. Auch hier sind die Felsformationen und die Küstenlinie einfach wunderbar. Langsam aber sicher wissen wir, warum Tasmanien unbedingt eine Reise wert ist.

Auf der Suche nach Wombats

Heute wollen wir nochmals in den Cradle Mountain Lake – St. Clair National Park, dieses Mal aber bei schönem Wetter und durch den Zugang auf der anderen Seite. Auf dem 2-stündigen Rundweg um den Dove Lake unterhalb des Cradle Mountain geniessen wir beim Wandern die tasmanische Bergwelt. Unsere Berge sind definitiv eindrücklicher, dafür sind hier Flora und Fauna wirklich einzigartig. Während Mam mit dem Bus ins Visitor Center fährt, machen wir anderen drei uns auf dem Rückweg zu Fuss auf die Suche nach Wombats. Ausser einer Menge Wombat-Schei… auf dem Wanderweg, entdecken wir nur einen Schnabeligel. Wenigstens ist dieser ein sehr geduldiges Fotomodell und lässt sich bei der Suche nach Nahrung überhaupt nicht von uns und unseren Kameras stören! Notfalls werden die Wombats halt im Zoo suchen…

Wombat und Tasmanian Devil

In Launceston besuchen wir als erstes die Cataract Gorge. Praktisch in der Stadt kann man in dieser Schlucht baden, wie bei uns in der Aare. Zum z’Mittag versuchen Mam und Edi ein erstes Mal Sushi. Und voilà, trotz aller Skepsis schmeckt es ihnen hervorragend. Am Nachmittag wollen wir endlich alle Tiere Tasmaniens auf sicher sehen und besuchen einen Wildpark. Vor allem den Tasmanischen Teufel entdeckt man in der freien Natur nur mit viel Glück. Leider sind zwei Drittel dieser Tiere an Krebs erkrankt und deshalb ist ihr Bestand in den letzten Jahren stark gesunken. Im Park bekommen wir sowohl den Tasmanian Devil als auch das Wombat vor die Linse. Trotzdem haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir mindestens ein Wombat noch in freier Wildbahn beobachten können. So schlagen wir unser Nachtlager auf dem Camping in Kelso auf, hier sollen Wombats und Co. laut Prospekt jeden Abend auftauchen. Tatsächlich ist dies kein Marketing-Gag der Besitzer. Pünktlich mit der Dämmerung zeigen sich die ersten Possums, Wallabies und Wombats. Sobald es dunkel ist, wimmelt es nur so von diesen Tieren. Nach dem zehnten Wombat hören wir auf zu zählen. Edi und Odi pirschen sich auf den Knien an die schnuseligen Tiere heran und können ein paar super Fotos schiessen. Wir sind uns einig, dass kein Wildpark mit dem Camping mithalten kann. Übrigens waren wir heute noch rasch in Grindelwald. Hier gibt es tatsächlich ein Kaff, das nach diesem Vorbild gebaut wurde und wie es scheint vor allem bei Hochzeitspaaren ein beliebtes Fotomotiv ist. In Wahrheit hat das Dorf jedoch nur ganz wenig mit dem Original gemeinsam.

Oohoo, unser Visum

Da Odi und ich unbedingt noch in den berühmten Kelpwäldern auf der Tasman Peninsula tauchen wollen, steht uns heute eine längere Fahrt vom Norden in den Süden bevor. Die Distanzen sind hier in Kilometer gemessen zwar gering, doch die kurvenreichen Strassen lassen jede Fahrt länger als erwartet werden. Nach sechs Stunden kommen wir in Port Arthur an. Zu unserer Überraschung hat es auf der Tasman Peninsula sogar Strassenschilder, die vor dem Tasmanischen Teufel warnen. Wer weiss, vielleicht sehen wir diese raren Einheimischen ja auch noch in der Freiheit… Am Abend merken wir durch Zufall, dass unser Australien-Visum nach den Ferien in der Südsee gar nicht mehr gültig ist. Oohoo… Variante 1: 24 Stunden am Flughafen in Sydney Tom Hanks nachahmen, Variante 2: Flug nach Bangkok einen Tag vorverschieben, Variante 3: mal schauen…, Variante 4: herumrennen und schreien.

Tauchen in den Kelpwäldern

Pünktlich um 8.30 Uhr sind wir bei der Tauchschule. Es scheint, als ob wir die einzigen sind, die sich heute in das 17 Grad warme Meer wagen. Nach wenigen Minuten ist klar, dass wir trotz Vorwarnung nicht in den Pool müssen, um uns an den dicken Anzug (7mm) und das viele Blei (16 resp. 20 kg) zu gewöhnen. Leider ist auch nach wenigen Minuten klar, dass das Wetter heute einen Tauchgang bei den 30 Meter hohen Kelpwäldern nicht zulässt. Mike, unser Tauchguide, will uns zuerst alleine off shore losschicken. Nach einigem hin und her schlägt er schliesslich vor, uns mit dem Boot in eine Bucht ohne Wind und mit wenig Wellengang zu begleiten. Auch hier hat es Kelpwälder (wenn auch nicht so hohe…) und mit etwas Glück sollten sich hier ebenfalls einige Sea Dragons im Wasser tummeln. Dazu ist diese Bucht mit einer maximalen Tiefe von 6 – 14 Meter für uns eine gute Kaltwasser-Übung. Doch zuerst müssen wir das Boot aus- und in der nächsten Bucht wieder einwassern. Bis wir auf dem Wasser sind, glauben wir, dass Mike uns auf den zwei Tauchgängen begleitet. Doch dem ist nicht so, der tasmanische Tauchbär schickt uns alleine in das kalte Nass. Auf dem ersten Tauchgang können wir vor allem den berühmten Kelpwald geniessen. Uns wird fast schwindlig beim Anblick der Pflanzen, die sich mit den Wellen über die grossen Steine hin und her bewegen. Auf dem zweiten Tauchgang hat es wieder viel Kelp und wir entdecken sogar ein Sea Dragon! Wow, was für eine coole Spezies… Klar, dass der arme Kerl für ein paar Fotos hinhalten muss. Zu unserer Überraschung frieren wir nicht gross und bleiben zwei Mal über 50 Minuten unter Wasser. Erfreut über all die neuen Eindrücke lassen wir uns von Mam und Edi abholen und fahren in das historische Richmond, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.

Hobart

Unseren letzten Tag in Tasmanien verbringen wir in Hobart. Mam und Edi wollen noch einige Mitbringsel einkaufen. Zum z’mittag gibt es nochmals Sushi. Und es bestätigt sich, die zwei Sushi-Fans bleiben auch Sushi-Fans! Mam will sogar einen Kochkurs besuchen… Als alle Souvenirs eingekauft sind, fahren wir auf den Hausberg von Hobart. Bei diesem schönen Wetter ist die Aussicht spektakulär und wir geniessen die Abkühlung von den 35 Grad (und das in Tasmanien!!) in der Stadt. Anschliessend ist packen und waschen angesagt. Bei einer Pizza geniessen wir nach getaner Arbeit den letzten Abend mit Mam und Edi.

Hier noch die Bilder

One thought on “Tasmania

  1. Miri

    Danke no für eure Itrag uf mim Blog.

    und was machet där wägem Visum..abwarte und Tee trinke? oder eher äs Bier.

    Gruess Miri

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