Great Barrier Reef

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Gute Heimreise Mam & Edi

Wir werden früh durch den Wecker wachgerüttelt. Unser Flug via Sydney nach Cairns hebt bereits um sieben Uhr in Hobart ab. Mam und Edi bringen uns glücklicherweise an den Flughafen. Wir verabschieden uns bei stürmischem Wetter voneinander. Für die beiden sind die Ferien in ein paar Stunden vorbei und der lange Rückflug in die Schweiz wartet auf sie. Das Boarding wird nass, sehr nass. Es „schiffet“ quer vom Himmel und alle Passagiere werden klatschnass. Es scheint, als ob bei den Billigairlines Schirme nicht im Preis inbegriffen sind… Wir landen pünktlich gegen Mittag in Cairns. Wir können kaum glauben, dass wir immer noch in Australien sind! Das tropische Klima erinnert uns eher an Bangkok oder K.L. Am Nachmittag machen wir es uns im Internetkaffee gemütlich. Wir wollen schliesslich nicht unvorbereitet in Asien ankommen…

Tropisches Cairns I

Die Sehenswürdigkeiten von Cairns kann man an einer Hand abzählen. Damit wir nicht überfordert werden, nehmen wir uns heute drei davon vor: die Strandpromenade, den Pool sowie den Night Market. Entlang der Esplande schlendern wir von unserem Hotel ins Zentrum. Auf rund drei Kilometer wurde hier für allerlei Freizeitvergnügen (Beachvolley, Biking, Skating, BBQ und weitere so sportliche Sachen) ein Strandweg gebaut. Obwohl Cairns am Meer liegt, kann man hier wegen den Krokodilen oder auch liebevoll Salties genannt und den Box Jelly Fishes nicht im Salzwasser baden. Deshalb befindet sich am Ende der Promenade ein riesiger öffentlicher Pool, indem man sich von den tropischen Temperaturen abkühlen kann. Wir begnügen uns mit ein paar Fotos dieses Plantschbeckens. Stattdessen gönnen wir uns wieder einmal Sushi. Das Rollband bringt eine immense Auswahl von exquisiten Fischen an uns vorbei, die wir zum Teil noch nie gesehen resp. gegessen haben (bspw. den Flugfisch, für Stuwi: hier gibt es auch Sushi mit zartem Steak drauf). Es schmeckt einfach hervorragend! Am Nachmittag loggen wir uns wieder im World Wide Web ein. Mit der Umbuchung unseres Fluges ab Australien nach Bangkok werden wir zusätzlich noch unser Visumproblem los. Nach dem obligaten Bier sehen wir uns noch auf dem Night Market um. Hier kann man wirklich shoppen bis einem das Geld ausgeht (fast wie in Asien). Ich bin jetzt jedenfalls um drei Halsketten und weiteren Schnigg-Schnagg reicher…

Tropisches Cairns II

Heute steht der Marinahafen auf unserem Sightseeingprogramm. Auf dieser Seite von Cairns sind auch die fünf Sterne Hotels zu finden, die wir aus Budgetgründen immer nur von aussen bestaunen. Der Rest des Tages gleicht dem von gestern fast 1:1. Halskette kaufen, Sushi essen auf Förderband (dieses Mal mit Aal), Internetrecherchen, kühles Blondes. Im Biergarten wird uns klar, warum die Aussies die Engländer, hier Pommies genannt, nicht so gerne haben. Wir machen gute Miene zum bösen Spiel (so böse wars nicht, eher lustig und abkühlend) und helfen stattdessen den Jungs bei der Wasserpistolenschlacht. In diesem Pub kann man übrigens für 5 Dollar essen, wenn man vorher ein Bier für 6 Dollar kauft… Auch eine Marketingmöglichkeit!

Great Barrier Reef

Die nächsten zwei Tage verbringen wir auf hoher See beim Segeln, Tauchen und Schnorcheln. Bereits um sieben Uhr bringt uns der Bus zum Pier. Die letzten Worte des Busdrivers werden hier nachfolgend auf Deutsch zitiert: „Willkommen am Hafen. Hier wurden die letzten Fotos vom Crocodile Hunter (Anmerkung der Redaktion: Steve Irwin) gemacht. In einem hier vorgelagerten Riff verlor er kurz darauf sein Leben. Achtet auf Stingrays!“. Na ja, wir werden uns wohl nicht gleich auf einen legen… Übrigens ist es unglaublich wie Irwin von den Aussies verehrt wird. Es gibt so ziemlich alles mit und von ihm zu kaufen: Briefmarken, sprechende Barbiepuppen, Videos, usw.

Kurz darauf ist die Truppe komplett. Die nächsten zwei Tage werden wir mit vier Crewmembern – Boss Paul (Aussie), Skipper Mark (Holländer), Divemaster Charles (Ami) und Koch Susanne (aus München) – sowie neun Touris – Christian aus St. Gallen, Petra aus Zürich, Nina aus England, Linda, Ken, Jeanette und Paul (alle aus Kanada) auf der Vagabond verbringen. Auf der vierstündigen Fahrt mehr mit Motor als mit Wind angetrieben, erfahren wir alles wichtige über das Schiff und das Riff. Kaum sind wir an unserem Ziel angekommen, geht es los mit dem ersten Dive. Die Unterwasserwelt (immerhin Unesco Welterbe…) ist schön, aber durchaus vergleichbar mit vielen anderen Spots auf dieser Welt. Am Nachmittag tauchen wir nochmals ab und schnorcheln zudem auch noch ein bisschen im Flynn Reef. Nach dem Essen springen wir für den Nachttauchgang ins kalte und sehr dunkle Nass. Leider verstecken sich aber so ziemlich alle Fische irgendwo im Riff, so dass wir ausser zwei Squdies und vielem glühenden Plankton nicht viel vor die Lampen bekommen. Zudem tummeln sich sehr viele längere und kürzere sich windende Würmer im Lichtkegel, die sich auch sehr gerne auch belichtete Hautpartien setzten. Die Nacht auf dem Meer wird extrem ruhig. Der leichte Wellengang wiegt uns in den Schlaf (Insider Bemerkung: beim Einschlafen muss ich an die Nixe und ihre Besitzerin denken, die mir immer erzählt hat, wie gut sie auf dem Schiff schläft…) und wir verbringen eine angenehme Nacht auf dem Meer.

Vagabond

Eigentlich hat Herr Odermatt mir vor dieser Reise erklärt, dass er in diesem Jahr nie einen Early Morning Dive machen wird. Aber er hat sich von Charles und Mark am Vorabend überreden lassen und so sind wir um 6.20 Uhr im Wasser. Zum Glück haben wir ja praktisch auf dem Riff übernachtet und können so nur geradewegs aus dem Bett in den Shorty und gleich ins Meer springen… Das Aufstehen lohnt sich aus drei Gründen: die Sicht ist besser als am Vortag und wir sehen wieder einmal eine Schildkröte sowie immerhin einen Gitarrenhai. Leider schlagen die weiteren Hai-Anlockungsmethoden (mit leerer Petflasche Krach machen) fehl… na ja, ein Versuch wars wert (ob das auch mit Hammerhaischulen in Layang Layang funktioniert?). Der letzte Tauchgang hier am Great Barrier Reef wird auch zugleich der Beste. Wir sehen neben VBF (vielen bunten Fischen) und SAU (same as usual), einen weiteren Turtel, einen grösseren White Dip Shark, einen Napoleon sowie eine Schule von Buffalo Parrotfishes von ca. 20 Stück. Wow! Nach der letzten Schnorcheltour (wo wir für Chiara und Aline endlich auch noch die erste Nemofamilie entdecken) ist das Abenteuer Great Barrier Reef auch schon wieder vorbei und wir nehmen Kurs Richtung Festland. Wir sind froh, dass wir uns für ein kleines Schiff entschieden haben und dieses Erlebnis nicht mit 50 bis 300 anderen Touris teilen mussten. Mit Christian und Petra trinken und essen wir in unserem Stammpub in Cairns noch eine Kleinigkeit bevor wir um acht Uhr müde, aber zufrieden wieder im Hostel ankommen.

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