Monthly Archives: April 2008

Kuala Lumpur

Short cut zu den Bildern

Unser zweites zu Hause

Die Tauchferien in Layang Layang gehen heute zu Ende. In einem Neun-Plätzer werden wir nach Kota Kinabalu geflogen. Hier wartet auch bereits das nächste Flugzeug nach Kuala Lumpur auf uns. Immer wenn wir nach K.L. kommen, fühlen wir uns ein bisschen wie zu Hause. Die Hauptstadt von Malaysia kennen wir inzwischen so gut, dass sie fast zu unserem zweiten Zuhause geworden ist. Kaum sind wir in der Stadt beginnt es zu schütten wie aus Kübeln. So kann ich doch noch endlich meinen Tramper-Regenschutz testen… :-). Auch dieses Mal probieren wir ein neues Hotel aus. Eigentlich haben wir im Green Hut reserviert. Da dieses aber voll ist, werden wir in die Traveller Lodge wenige Meter weiter verfrachtet. Wir merken sofort, dass wir uns ein bisschen an den Luxus von Layang Layang gewöhnt haben. Das Zimmer ohne Fenster scheint uns doch etwas gar klein… Zum z’Nacht gibt es selbstverständlich Stingray in unserer Stammbeiz. Auch Franziska wird sofort zu einem Fan dieser unvergleichlichen Delikatesse.

Fünf Monate später

Zu viert fahren wir am Morgen mit dem Taxi zu den Batu Caves, der wichtigsten hinduistischen Tempelanlage in Malaysia. Seit unserem letzten Besuch vor ein paar Jahren hat sich nicht viel verändert. Die Affen sind immer noch gleich frech (Odi entkommt knapp einem Angriff wie ein Foto in der Gallery beweist…) und der Aufstieg ist immer noch gleich schweisstreibend. Einzig eine überdimensionale Gottesstatue wurde neu aufgestellt. Beim Tempel am Fuss der Batu Caves schauen Franziska, Kojak und ich den Hindus zu, wie sie zum Feuergott beten und von einem Priester gesegnet werden. Er bittet auch uns hinein und verpasst uns einen weissen Punkt auf der Stirn. Nun kann ja nichts mehr schief gehen… :-). Zum z’Mittag gibt es Sushi im Sushi King. Mmmmhhhh… Da es in unserer Lodge meist wie in einem Bienenhaus zu und her geht und damit der Lärmpegel eine längere Nachtruhe praktisch unmöglich macht, beschliessen wir das Hotel nach Franziskas und Kojaks Abreise am Montag zu wechseln. Vor Ort reservieren wir das Zimmer im Tune Hotel und testen so auch gleich die Erreichbarkeit per ÖV. Am Abend treffen wir legendären und mythenumwobenen Mickey. Er ist immer noch ganz der Alte. Nur sein Englisch ist ein bisschen besser geworden. Aber „no problem“ heisst bei ihm immer noch „no probrem“. Nach dem Stingray bringt uns sein Kollege mit dem Auto in einen Vorort von Kuala Lumpur. Er ist immer noch stets auf der Suche nach dem billigsten Bier und dieses gibt es natürlich nicht im Zentrum von K.L. So verbringen wir einen feucht fröhlichen Abend in einer einheimischen Bar.

Nun sind wir bereits fünf Monate unterwegs. Good News – wir sind des Reisens noch nicht müde und geniessen jeden Tag in vollen Zügen. Auch wenn nicht immer alles auf Anhieb klappt, man gelegentlich ganz schön für etwas kämpfen muss, die Klimaanlage oft nicht funktioniert, der Taxifahrer schon wieder versucht einem übers Ohr zu hauen, man zum Hundersten mal an diesem Tag einen aufdringlichen Verkäufer abwehren muss und überall nur noch „ello misteee, cheep cheep“ hört…, das Traveller Leben ist eine Leidenschaft für sich und die beste Lebensschule, die man sich vorstellen kann. Klar gibt es das eine oder andere aus der Heimat, das wir vermissen. Natürlich fehlt vor allem ihr uns – unsere Familie, unsere Freunde, unsere Kollegen und Chiara und Aline! Euch gibt es einfach nirgends zu kaufen… sniff! Auch ein paar materielle Dinge werden wir zu Hause wieder mehr zu schätzen wissen. Ich vermisse vor allem mein eigenes Bad. Auch mein Kleiderschrank ist im Gegensatz zu den Plastiksäcken im Tramper ein wahres Highlight. Auch meine eigene Bettdecke kann es mit keiner Wolldecke hier aufnehmen. Odi denkt vor allem wehmütig an seine Internetleitung, seinen PC und den eigenen TV. Und er freut sich, wenn er in sieben Monaten am Abend ohne Tramper nach Hause kommen kann. Wie ihr seht alles Dinge, die der Mensch zum Leben eigentlich nicht braucht, aber in der westlichen Welt und somit auch für uns eine Selbstverständlichkeit sind. Nun freuen wir uns aber zuerst auf die nächsten sieben Monate und all die spannenden Begegnungen, Abenteuer, Kulturen, Religionen, Menschen usw., die noch auf uns warten.

Bye Bye Franziska und Kojak

Nach der Party von gestern Abend, versuchen wir heute solange wie möglich auszuschlafen. Langsam aber sicher gewöhnen wir uns sogar an den Krach auf dem Gang. Die Abreisenden wünschen sich, zu meiner Freude, nochmals Sushi zum z’Mittag – thanks… Den Nachmittag verbringen wir mit Internetrecherchen im Starbucks. Bevor wir morgen bei der indonesischen Botschaft ein Visum beantragen können, müssen wir noch einen Rückflug buchen und dazu brauchen wir eine grobe Reiseroute. Am Abend holt uns Mickey’s Kollege wieder ab. Mickey will mit uns in seinem Wohnquartier essen gehen. Der Food zwischen all den Chinesen ist billig und fein. Das richtige Aussaugen der Meeresschnecken ist eine Kunst für sich, die wir leider nicht so beherrschen. Kommt Zeit kommt Rat… Zurück in der Stadt heisst es wieder einmal Abschied nehmen. Kojak und Franziska fliegen morgen via Stopover in Bangkok zurück in die Schweiz. Hey ihr zwei, danke für die coole Zeit und bis bald – in sieben Monaten!

Indonesische Botschaft

Unser erstes Ziel ist heute die indonesische Botschaft. Da wir länger als ein Monat in Indonesien bleiben wollen, müssen wir das Visum bereits in Kuala Lumpur besorgen. Wie erwartet, sind wir nicht ganz die Einzigen. Da wir unsere Passkopien im Hotel vergessen haben, müssen wir uns zuerst in die Fotokopie-Schlange stellen. Wenigstens wird es hier beim Anstehen nicht langweilig, da man sich seinen Platz erkämpfen muss. Nach einer weiteren knappen Stunde im Visa-Büro sind wir dann an der Reihe und können unsere Pässe, die Formulare, Fotokopien und Passfotos abgeben. Morgen Nachmittag sollte alles fertig und wir hoffentlich im Besitz eines Visum sein. We will see… Mit Sack und Pack machen wir uns auf den Weg zu unserer neuen Bleibe für die nächsten fünf Nächte. Wir sind sofort Fan vom Tune Hotel. Das Zimmer ist mittelgross, hell, modern eingerichtet mit einem super bequemem Bett und einem tollen Badezimmer. Auch wenn man den üblichen Schnigg Schnagg hier vergeblich sucht und man für jedes Extra ein paar Ringitt bezahlen muss, schlafen wir hier billiger als in der Lodge. Wir fühlen uns so wohl, dass wir den Rest des Tages im Zimmer „abhängen“. Denn schliesslich haben wir sogar Wireless Internet im Zimmer. Was will man mehr!

Obwohl wir nun schon eine ganze Weile nicht mehr in Australien sind, wird unsere Kreditkarte im Moment noch brav mit Aussie Dollar belastet. Wie das? Nun ja, eine Buchung kommt aus Sydney und belastet uns eine Maut, die wir auf der Fahrt in die Blue Mountains übersehen haben: 3 Aussie Dollar Maut und 30 Aussie Dollar Bearbeitungsgebühr. Die zweite Belastung ist auch eine Bearbeitungsgebühr, aber über 75 Aussie Dollar. Die Geschwindigkeitsbusse selber folgt nocht… Mit dem grössten Mobil, dem sieben Meter Motorhome, sind wir statt der erlaubten 50 km/h satte 59 km/h gefahren. Und dies auch noch auf einer der kurvigsten Strassen im ganzen Land, nämlich auf der Great Ocean Road. Nun stellt sich nur noch die Frage, wer war den so schnell unterwegs? KK, Odi oder ich… Wer einmal eine australische Busse anschauen möchte, here it is!

„Rägewätter“

Da wir in unserer neuen Bleibe nicht vom Lärm auf dem Gang geweckt werden, schlafen wir wieder einmal so richtig aus und verlassen das Hotel erst gegen Mittag. Nach Kafi und Gipfeli holen wir unsere Pässe auf der indonesischen Botschaft ab. Obwohl wir ein Visum für zwei Monate beantragt und auch entsprechend einen Flug gebucht haben, bekommen wir nur eine Aufenthaltsbewilligung für 30 Tage. Ja nu, in solchen Angelegenheiten sind wir definitiv am kürzeren Hebel und wir müssen wohl oder übel unseren Flug umbuchen und das Reiseprogramm entsprechend anpassen. Als wir die Botschaft verlassen fängt es einmal mehr heftig an zu regnen. In K.L. kann man im Moment den Wecker nach dem Regen stellen. Jeden Tag um praktisch die gleiche Zeit entleert sich der Himmel über der Stadt. Wie wir heute erfahren müssen, erhöhen sich bei diesem Sauwetter die Taxipreise um rund das Zehnfache. Vielen Dank, da werden wir doch lieber nass… Bis heute war der Regen immer kurz und heftig, doch heute bleibt es nass und grau. Genau der richtige Zeitpunkt, um wieder einmal ins Kino zu gehen und den neuen Film von Jackie Chan „The forbidden kingdom“ anzuschauen. Obwohl es nach dem Kino immer noch regnet, machen wir uns auf den Weg ins Chinatown. Wir sind auf der Suche nach einer speziellen Notebook-Tasche und hoffen auf eine billige Fälschung. Obwohl es von jedem möglichen und unmöglichen Teil eine Fälschung gibt, bleibt unsere Suche erfolglos. Heute hat sich auch noch die Schuhrangliste zum meinem Nachteil verändert. Meine Flip Flops zerfallen auf dem Weg ins Chinatown in Einzelteile. Somit steht es nun 4:3 für Herr Odermatt in Sachen Schuhen. Dafür hat Odi heute wieder einmal ein T-Shirt gekauft. Dem „Super Mario“-Aufdruck kann er einfach nicht widerstehen…

Vietnamesische Botschaft

Kurz vor der Mittagspause erreichen wir die vietnamesische Botschaft. Hier geht es weit weniger geschäftig zu und her als auf der indonesischen Botschaft. Wir sind praktisch die Einzigen, die einen Visumantrag stellen wollen. Nur viel langsamer sind die Vietnamesen. Für das Ausstellen des Visums brauchen sie eine Arbeitswoche. Nur gegen eine Expressgebühr schaffen sie es auch in drei Arbeitstagen. Das ist gerade noch genug Zeit bis zur unserer Weiterreise nach Indonesien… Im KLCC muss ich mir heute nochmals neue Flip Flops kaufen. Der Noteinkauf von gestern Abend war doch etwas zu billig und entsprechend lässt die Qualität zu wünschen übrig – die ersten Blasen zeigen sich schon. Damit ist die Schuhrangliste nun unfreiwillig mit 4:4 ausgeglichen. Am Nachmittag relaxen wir im Hotelzimmer. Wir geniessen es wieder einmal ohne Termine so richtig abzuhängen und die Seele baumeln zu lassen. Zum z’Nacht ist dann wieder einmal ein Stingray an der Reihe. Jeden zweiten Tag muss das einfach sein hier in K.L… In der Beiz werden wir inzwischen schon wie Stammgäste begrüsst und bewirtet.

K.L. hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Überall spriessen die Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden, in den Vororten werden Wohnsiedlungen en masse gebaut und die Shoppingcenter sind voller denn je mit einkaufswilligen Kunden. Es scheint, als ob Malaysia den Anschluss an die westliche Welt definitiv geschafft hat. Uns fällt der neue Wohlstand vor allem auch an den Jugendlichen auf. Es ist hier absolut hype sich als Punk zu kleiden, Gangs anzugehören und sich auch entsprechend zu benehmen. Die malayische Jugend hat damit die genau gleichen Probleme und Sorgen wie die unsere.

Im Hotelzimmer…

Heute haben wir es tatsächlich geschafft das Hotel NICHT zu verlassen. Jaaaa, die spinnen die zwei… Nach dem wir bis zum Mittag ausgeschlafen haben, ist der Nachmittag mit Internetrecherchen und Homepage fit machen im Nu vorbei. Das gleiche gilt für den Abend. Allerdings können wir hier noch mit einer Aktivität mehr auffahren – wir haben auch noch geskypt! Nun sind wir wirklich wieder mit allem up to date und wissen, wo es uns als nächstes hin verschlägt. In der Hotellobby hat es übrigens ein seven11, ein Subway und ein weiteres Restaurant. Also einfach perfekt für einen voll verpflegten Hotelzimmer-Tag wie diesen. Was will man mehr…

Malarone

Unser erster Gang führt uns heute auf die malayische Post. Sieben Kilo Souvenirs und Bücher schicken wir auf den langen Seeweg nach Hause. Ob das Päckli vor uns den Weg in die Schweiz finden wird? Auf der vietnamesichen Botschaft erhalten wir ein weiteres Visum. Damit sind wir nun bis ca. Mitte Juni mit den notwendigen Visa versorgt. Nun müssen wir nur noch unseren Vorrat an Malarone aufstocken und wir sind bereit für die Weiterreise nach Indonesien. In Indonesien befinden wir uns in den letzten zwei Wochen in einem Malaria-Risikogebiet. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen wie empfohlen eine Prophylaxe einzunehmen. Um die ganze Zeitdauer abzudecken, fehlen uns aber noch vier Tabletten. Im KLCC bekommen wir das Medikament ohne Rezept nicht. Erst als wir am Abend in einem anderen Shoppingcenter nochmals fragen, erhalten wir die Tabletten ohne mit der Wimper zu zucken. Nun kann definitiv nichts mehr schief gehen! Am letzten Abend in K.L. gönnen wir uns nochmals einen Stingray, wer hätte das gedacht? Zum Glück kommen wir schon bald wieder, es schmeckt einfach zu gut…

Hier sind noch die Bilder

Gallery von Nordvietnam online

Dank der schnellen Leitung im Tunes Hotel in Kuala Lumpur sind nun auch noch alle Fotos aus dem Nordvietnam von unserem Bikeride online.

Hier der Link: Gallery Nordvietnam

Die Pics von unserem Guide sind zu finden unter: http://www.flickr.com

Wer bei diesen tollen Bilder Lust auf einen Minskride im Vietnam bekommt, der kann unter dem folgenden Link mit Glenn in Verbindung treten:

http://www.exploreindochina.com