Xi’an

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Ins Zentrum von China

Eigentlich wollten wir ja China möglichst oft mit Bus und mit Zug herum reisen. Da uns aber die lieben Chinesen bekanntlich nur dreissig Tage in ihrem Land wollen, sind wir aus Zeitgründen gezwungen zwei Mal auf das Flugzeug auszuweichen. Bevor wir jedoch heute von Guangzhou nach Xi’an fliegen können, gilt es zuerst den richtigen Bus an den Flughafen zu finden. Ausgerechnet am Busterminal ist natürlich praktisch alles in Chinesisch angeschrieben. Wir geben uns bereits nach kurzer Suche geschlagen und holen uns Hilfe an einem Schalter. In weiser Voraussicht hat Odi im Hostel die chinesischen Zeichen für „Flughafen Bayiun“ fotografisch festgehalten und wir können dem Schalterbeamten schlussendlich nur Dank dem Foto klar machen, wo wir hin wollen. Da er uns nicht antworten kann, schliesst er spontan seinen Schalter und bringt uns zum richtigen Bus. Das nennen wir noch Kundenservice! Bis dato haben wir die Chinesen als eher scheu und uns gegenüber sehr zurück haltend kennen gelernt. Natürlich werden wir überall beobachtet, aber dies geschieht eher hinter unserem Rücken. Umso erstaunter bin ich, als eine Familie am Flughafen plötzlich beginnt wie wild auf mich einzureden. Selbstverständlich verstehe ich kein Wort und wir sind alle froh, dass sich eine Flughafenangestellte als Dolmetscherin zur Verfügung stellt. Der Flug in das Zentrum von China dauert 2,5 Stunden und führt uns vor Augen wie gross das Land wirklich ist. Wir sparen uns mit diesem Flug immerhin 26 Stunden Bahnfahrt… In Xi’an suchen wir das Hotel ein bisschen länger als auch schon. Obwohl wir mit einer Karte bewaffnet durch die Strassen irren, sind wir uns nicht ganz einig, wo wir hin müssen. Nach einem kleinen Umweg finden wir das Hostel dann aber doch noch. Würden wir uns auf den Geschmack im Treppenhaus verlassen, wären wir wohl gerade wieder umgekehrt. Wir lassen uns jedoch nicht beirren und bekommen tatsächlich eine überraschend nette und saubere Bleibe irgendwo im vierten Stock. Auf den ersten Blick sind wir ein bisschen enttäuscht von Xi’an. Wir haben uns das ganze etwas ursprünglicher, gemütlicher und kleiner vorgestellt. Aber auch hier wohnen wieder über eine Million Menschen, die eine entsprechende Infrastruktur brauchen. Als wir das Hostel nochmals kurz zum Einkaufen verlassen, spüren wir dann doch noch den Charme des Hochplateaus, der uns ganz zuversichtlich für die nächsten Tage stimmt. Den Rest des Abends verbringen wir erneut vor dem TV. Langsam aber sicher können wir die chinesische Hymne auswendig! Es ist einfach unglaublich, wie viele Goldmedaillen die Chinesen in Peking gewinnen. Wir wollen auf keinen Fall die Leistung irgend eines Sportlers schmälern, doch ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Punkterichter manchmal nicht etwas gar nett mit den Lokalmatadoren umgehen. Manche unter euch fragen sich sicher, warum wir im Moment Peking grossräumig meiden und nicht als Zuschauer live an der Olympiade mit dabei sind. Natürlich würde vor allem ich sehr gerne in einem Stadion sitzen und ein Schweizer Fähnchen durch die Luft schwingen. Doch leider ist dieser Spass für uns nicht erschwinglich. Die Eintrittstickets kosten enorm viel und was die Hotels verlangen, ist schlicht eine Frechheit. So bleibt auch uns – obwohl wir doch verdammt nahe sind – nur der Griff zur Fernbedienung :-(. Und wer weiss, vielleicht können wir ja noch ein Ticket für die Paralympics ergattern. Diese Spiele finden nämlich genau zu der Zeit statt, wenn auch wir in Peking sind. Übrigens gibt es in China nur chinesische Fernsehsender! Schliesslich will das Volk kontrolliert sein… Und bezeichnenderweise gibt es auch in keiner Stadt – ausser Hong Kong – öffentliche Plätze, wo man zusammen den Sportlern in Peking die Daumen drücken kann. Auch dies wäre wohl nicht ganz im Sinne der Regierung…

Die Chinesen und ihre Eintrittspreise

Heute steht ein erster Besichtigungstag in Xi’an auf dem Programm. Unser Hostel ist derart gut gelegen, dass die ersten vier Highlights praktisch um die Ecke zu finden sind. Im Bell und Drum Tower bestaunen wir riesige Glocken und Trommeln, mit denen früher die Bewohner der Stadt vor allem möglichen gewarnt wurde. Auch heute scheinen die Chinesen immer noch eng mit diesen Instrumenten verbunden zu sein. Jedenfalls schlagen sie bei jeder sich bietenden Möglichkeit mit voller Freude auf die Dinger. Gleich um die Ecke liegt auch das muslimische Quartier der Stadt. Tatsächlich fühlen wir uns plötzlich wie in einem arabischen Land. Überall entdecken wir Männer mit der typischen Kopfbedeckung und Frauen, die ein Kopftuch tragen. Nur schade, dass das an jeder Ecke zubereitete Essen nicht sehr schmackhaft aussieht. Dabei habe ich mich ja so auf ein feines Fladenbrot mit Humus gefreut. Dafür ist der Besuch der Moschee umso interessanter. Wer hätte gedacht, dass es irgendwo auf der Welt eine Moschee gibt, die architektonisch so viel chinesischen Einfluss hat. In der Nähe der Stadtmauer machen wir uns auf die Suche nach einem Museum. Leider ohne Erfolg… Dafür landen wir in einer ruhigen Strasse mit vielen netten Marktständen. Was wir schon in Guangzhou festgestellt haben, ist in Xi’an nicht anders. Man könnte nicht meinen, dass wir uns in einem kommunistischen Land befinden. Richtig kapitalistisch kostet hier nämlich so ziemlich alles Eintritt. Der einzige Unterschied zu Guangzhou: hier sind die Preise ungemein höher. Aus diesem Grund verzichten wir auch auf den Besuch einer durch Zufall entdeckten Tempelanlage und machen uns stattdessen auf zur Small Goose Pagoda. Doch auch hier hat sich der Preis gegenüber den Angaben im Reiseführer verdoppelt. Da wir aber nur für diese Pagode ziemlich weit marschiert sind, beschliessen wir den Eintritt doch zu bezahlen. Ganz so hoch fällt dieser dann auch nicht aus, strecken wir dem Schalterfräulein doch einfach unsere Schweizer ID’s unter die Nase und geben uns stinkfrech als Studenten aus. Neben der Pagode stossen wir dann schliesslich auch noch auf den Neubau des bereits verzweifelt gesuchten Museums. Seit heute können wir nun auch beim Dauerthema Smog in China mitreden. Die Luft ist heute den ganzen Tag etwas dick. Obwohl alle mit einem Elektro-Roller durch die Gegend fahren und es auch sonst recht wenig Verkehr hat, ist die Luft wirklich schlecht. Wir werden nicht schlüssig, warum dies so ist. Ist es der Staub aus der Wüste, die Fabriken rund um Xi’an oder doch der Verkehr? Wahrscheinlich liegt es an allem ein bisschen… Was uns ein bisschen spanisch vorkommt, sind die Elektro-Velos. Nun sind wir endlich im Land des Velos angekommen und praktisch alle fahren mit einem Elektromotor durch die Gegend. Wo gibt’s denn so was?

Army of the Terracotta Warriors

Da der alleinigen Planet meint, es sei ein Kinderspiel mit dem ÖV zu den Terracotta Soldaten zu finden, nehmen wir die Herausforderung an und machen uns am Hauptbahnhof auf die Suche nach dem richtigen Bus. Am Bahnhofplatz können wir unseren Augen kaum trauen. Überall laufen, stehen und sitzen Leute, die auf ihr Transportmittel warten und wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir so den Bus wirklich innert nützlicher Frist finden werden. Doch irgendwie schlagen wir uns zur anderen Seite durch und entdecken dort tatsächlich den richtigen Bus, der uns zu einem weiteren Unesco Welterbe bringt. Wie im Reiseführer vorgeschlagen, schauen wir uns die drei Ausgrabungsorte in umgekehrter Reihenfolge an. Dabei nimmt die Anzahl der Krieger und Pferde von 72 im kleinsten Pit, über 1300 im mittleren Pit, zu 6000 im grössten Pit stetig zu.

China, Xi'an, Terracotta Armz

Obwohl das Ganze ziemlich spektakulär ist, haben wir doch mehr erwartet und sind ein wenig enttäuscht. Die Ausgrabungsarbeiten sind noch lange nicht beendet und so können wir zum Beispiel im zweiten Pit im Moment keinen einzigen und im dritten Pit nur ein paar Krieger wirklich bestaunen. Selbstverständlich hat aus auch hier Tausende von Chinesen, die sich so rücksichtslos wie nur möglich an die besten Plätze drängen. Wir sind erstaunt, dass selbst im eigenen Land die meisten in einer Gruppe unterwegs sind. Richtige Herdentiere halt, wie fast alle Asiaten… Auf dem Rückweg nach Xi’an besuchen wir auch noch das Mausoleum von Qin Shi Huang, dem König, der die Terracotta Armee für die Zeit nach seinem Tod hat erbauen lassen. Leider gibt es nicht viel mehr zu besichtigen, als den Hügel, in dem er seine letzte Ruhe fand. Das Grab ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Unglaublich ist die Tatsache, dass die mit dem Bau des Grabes beschäftigten 700’000 Arbeiter am Schluss der Bauarbeiten laut Überlieferung alle bei lebendigem Leibe verbrannt wurden und damit den König ins Grab folgten. Zurück in Xi’an entdeckt Odi einen kleinen blauen Flecken am Himmel und ist plötzlich nicht mehr von der Idee abzubringen, via Stadtmauer ins Hostel zu gehen. Und so gibt es zum Abschluss des Tages noch einen Umweg von schlappen sieben Kilometern vom Nord- zum Südtor des Stadtzentrums.

Volksport „Drängeln“

Heute steht nur die Besichtigung der „Big Goose Pagoda“ auf unserem Programm. Die Pagode ist das berühmteste Wahrzeichen der Stadt und dementsprechend ein beliebtes Fotomotiv. Da es uns fast ein bisschen zu heiss ist, halten wir den Besuch kurz und sitzen bald wieder im Bus zurück ins Zentrum. Den restlichen Nami verbringen wir vor allem mit faulenzen und nichts tun. Auch das gehört ab und zu zum Traveller-Leben und tut richtig gut… Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Exkurs zum Thema „Drängeln“.

In China gibt es einen Volkssport, von dem auch wir nicht verschont bleiben: „Drängeln“! In der Metro vor dem Ticketautomat, beim Anstehen im MC Donalds, am Schalter der Fähre, im Supermarkt an der Kasse oder kurz gesagt einfach überall, wird gedrängt was das Zeugs hält. Schon mehrmals haben wir eine Sekunde nicht aufgepasst oder sind dem Vordermann nicht gerade auf den Schuhen gestanden und schwups haben wir unseren Platz an einen Chinesen verloren. Höchste Achtsamkeit und voller Ellbogeneinsatz sind wahrlich das Einzige, was in dieser Situation helfen. Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass man in einem Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern wohl oft nur zu seinem Ziel kommt, wenn man mit vollem (Körper-)Einsatz bei der Sache ist. Von Anstand fehlt hier jede Spur… Heute konnten wir zum Beispiel beobachten, wie die Chinesen richtig gehend darum gekämpft haben, wer zuerst in den Bus einsteigen durfte. Das nicht einer unter dem Bus gelandet ist, grenzt an ein wahres Wunder. Selbstverständlich hatte es am Schluss mehr als genug Platz für alle! Wir überlegen uns, ob wir beim IOC nicht einen Antrag stellen sollen, damit „Drängeln“ möglichst bald olympisch wird. Gut trainiert wie wir sind, würden wir selbstverständlich freiwillig unser Land bei dieser Disziplin vertreten.

Mount Hua Shan

Die erste Hürde ist heute das Kaufen des Bustickets nach Hua Shan. Dazu gibt es weder einen Schalter noch irgend ein erkennbares System. Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als mich in den Knäuel von Chinesen zu werfen und wie wild mit dem Geld um mich fuchteln. Obwohl ich nach meiner Beurteilung nicht weniger energisch zur Sache gehe, bin ich trotzdem die letzte die zwei der begehrten Billette bekommt. Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir schliesslich Hua Shan, von wo aus man den gleichnamigen Berg und seine fünf Gipfel besteigen kann. Der Berg ist aus unterschiedlichen Gründen bekannt. Einerseits ist er für die Anhänger des Taoismus heilig und anderseits soll er die gefährlichsten Wanderwege der Welt beheimaten. Nachdem wir ein Zimmer gefunden und uns mit einer Nudelsuppe für den Aufstieg gestärkt haben, wandern wir los. Der Aufstieg hat es wahrlich in sich und wir sind bald Schweiss nass. Vor allem die letzten zwei Kilometer sind ganz schön anstrengend, führt der Weg doch beinahe senkrecht dem North Peak entgegen.

China, Hua Shan

Da unsere Beine noch nicht streiken, beschliessen wir nach dem geniessen der herrlichen Aussicht auch gleich noch zurück ins Tal zu wandern. Nach x-Treppenstufen ist auch dies geschafft! Die berühmt berüchtigten Stellen haben wir heute übrigens (noch) nicht gefunden. Alle Wege waren aus unserer Sicht ungefährlich. Dies zeigt auch die Tatsache, dass die Chinesen zu Tausenden hierhin pilgern und teilweise mit recht fragwürdigem Schuhwerk auf dem Berg herum kraxeln. Gibt es dann doch ab und zu eine etwas steilere Stelle, findet man gleich daneben immer eine für alle taugliche Alternativroute. Da wir morgen auch noch die anderen vier Peaks besteigen wollen, hat vor allem Odi seine Hoffnungen auf ein paar besonders herausfordernde Stellen noch nicht ganz aufgegeben. Wir werden sehen…

Tour de Peak

Nach einer stärkenden Nudelsuppe machen wir uns wieder auf zum Mount Hua Shan. Bevor wir jedoch mit dem Shuttlebus bis zur Gondelbahn fahren dürfen, müssen wir zum zweiten Mal in zwei Tagen die Eintrittsgebühr für den Berg bezahlen. Ja, sogar zum Wandern muss man hier ein paar Yuan abdrücken und das obwohl auf dem Ticket in Englisch steht, das dieses zwei Tage gültig sei. Doch auch diese Übersetzungen ist wie alle Übersetzungen derart schlecht, dass es auch ganz gut etwas anderes heissen könnte. Unser heutiges Ziel ist  die Besteigung der restlichen vier Peaks. Auf der Green Dragon Ridge gewinnen wir mit Hunderten von Chinesen die ersten Höhenmeter bis zum Gold Lock Pass. Hier findet man  wie auch überall sonst auf dem Berg verteilt Unmengen an Schlössern. Diese werden vor allem von Liebespaaren aufgemacht und symbolisieren, dass man für immer zusammen gehört. Ja, ihr Romantiker, auch wir haben unsere schwachen fünf Minuten und verewigen uns auf diese Weise am South Peak des Mount Hua Shan . Ist das nicht schöööön…. :-)? Vor dem West Peak finden wir schliesslich auch noch den Pfad, der für all die Horrorstories, die diesem Berg vorauseilen, zuständig ist. Keine Angst, niemand muss hier durch und man wird gut gesichert. Klar, dass sich Odi nicht zwei mal bitten lässt und bald schon weit über den Abgründen umher balanciert.
 

 
Für mich ist es doch etwas gar hoch und ich warte ich lieber an einem sicheren Ort auf ihn. Nach dem West Peak haben wir unser Tagesziel erreicht und alle Peaks besteigen. Vor allem unsere Knie, die vom ewigen Treppensteigen nun doch langsam aber sicher etwas lädiert sind, sind dankbar, dass wir uns wieder auf den Rückweg zur Gondelbahn machen. Müde aber zufrieden, verbringen wir den Abend bei Bier und Nudeln im Hotelzimmer.

Die Fahrkünste der Chinesen

Nach dem wir unsere sieben Sachen gepackt haben, machen wir uns auf zum Busterminal. Da der Bus nach Xi’an weit und breit der einzige ist, finden wir das richtige Gefährt sehr schnell. Leider ist der Bus aber erst halb voll und so müssen wir uns noch eine Stunde gedulden, bis es endlich los geht. Die Fahrkünste der Chinesen sind eine Sache für sich. So werden wir auch heute auf der Fahrt zurück nach Xi’an wieder Zeuge von teilweise haarsträubenden Manövern. Doch eigentlich ist dies ja auch kein Wunder, denn mit einem Autokauf erwirbt man hier gleichzeitig auch den Führerausweis. Weiter gilt, wer mit mehr Blech durch die Gegend fährt, hat mehr Recht. Mit anderen Worten, Fussgänger haben kein Recht. Und last but not least: hupen hilft immer und wer bremst verliert sowieso. In Xi’an gönnen wir unseren mit Muskelkater geplagten „Wadlis“ etwas Ruhe und verbringen den restlichen Tag mit Reiseführer lesen und im Internet. Ich registriere mich endlich bei Facebook und bin schon nach wenigen Minuten völlig hin und weg von dieser Website. So viele Freunde habe ich in so kurzer Zeit definitiv noch nie gefunden. Wirklich eine coole Sache!

Alles chinesisch oder was?

Damit wir den letzten Tag in der Region um Xi’an nochmals voll auskosten können, haben wir für heute eine organisierte Tour in den Westen der Stadt gebucht. Kleines Detail am Rande: der Tourguide spricht nur chinesisch und wir sind sind die einzigen westlichen Touristen. Nach einem chaotischen chinesischen Pick-up haben wir nach zwei Stunden den Stadtrand von Xi’an endlich erreicht und fahren zur ersten Sehenswürdigkeit, dem City Museum von Xianyang. Hier kann man eine Terracotta Army von einem weiteren König im Kleinformat bewundern. Damit wir nicht den chinesischen Ausführungen des Guides lauschen müssen, haben wir mit ihm vereinbart, dass wir jeweils alleine los ziehen und er uns am Anfang immer auf einem Zettel aufschreibt, um welche Zeit der Bus wieder abfährt. Dies klappt wunderbar und wir sind so trotz Tour relativ unabhängig unterwegs. Zum Programm gehören auch drei Gräber von irgendwelchen wichtigen Herrschern. Besonders gut gefällt uns das Mausoleum von Quinling, welches man betreten kann. Die Fresken im Untergrund sind sehr gut erhalten und aufgrund ihres Alters besonders eindrücklich. Der Witz des Tages ist der Besuch eines traditionellen Dorfes. A la Ballenberg mit einem Schuss Disney Land wird den Touristen gezeigt, wie man in der Region bis vor kurzem gelebt hat. Das ganze ist derart kitschig, dass wir uns schon wieder amüsieren. Immerhin bekommen wir auch vier Ureinwohner, ein Esel und ein Bär zu Gesicht. Nach einem weiteren Tomb, fahren wir zum eigentlichen Höhepunkt der Tour. Im Famen Temple können tatsächlich vier Knochen von Buddha bestaunt werden. Unsere chinesischen Mitreisenden sind voll aus dem Häuschen und wir lassen uns derart von ihrer Euphorie anstecken, dass wir sogar den chinesischen Ausführungen unseres Guides lauschen, bevor wir nach einigen Minuten merken, dass wir ja eigentlich gar nix verstehen. Via Autobahn geht es zurück nach Xi’an, wo wir nach über zwölf Stunden wieder abgeladen werden. Da uns langsam aber sicher die Sehenswürdigkeiten in Xi’an ausgehen, ist es an der Zeit morgen ein Stück weiter zu reisen. Wir freuen uns auf die Megametropole Shanghai!

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3 thoughts on “Xi’an

  1. Eveline

    Nihau Kare u Odi!
    Hey die Site isch ja geniau, choennt mi stundelang da drin vertoerle! da packt eim doch gwuess wieder ds reisefieber. fuer mi waeret ihr die perfekte reisejournaliste, ha mi itz wuerklech no nie so lang choenne i reisebricht vertiefe! (ha huet o grad gaebig zit gha waehrend mim spaetdienscht…) du hesch mir dae link sicher scho vor oeiere abreis gae, aber offebar hani das naer ganz vergaesse- oder has vor niid verdraengt! oeii china-abetuer hei mi paarmau mega a uesi reis erinneret, so koestlech. fuer mi si d’wuche ds china ds absolute highlight gsi. mir hei uebrigens ueses visum problemlos choenne verlengere, geiht das itz nuemm? mir hei aber o ueberhoupt nuet im voruus muesse bueche.
    itz hani oeich eigentlech no paar tips woeue gae, aber die bringe oeich daem fau nuet, we oeii route scho fix isch 🙁 aber uf shanghai u peking choeiter oeich uf au faeu froeie, huere geili stedt.
    itz hani de gli fyrabe, froeie mi scho uf witeri stories!!
    machets guet, haebet nech sorg, tuet witerhin schoen draengle, usw! liebi gruess, eveline

    ds sha hets uebrigens im grand hyatt ae hotelbar uf weiss-nid-welere-etage, cloud 9 heisst sie gloub, check it out! nid ganz guenstig zwar, aber man goennt sich ja sonst nichts…

  2. Tom

    holy, odi, du cheib könnsch scho nüt. ig hätt bi derä wanderig definitiv dr karin ihre wäg gno 😉

    mir si übrigens grad imne vorort vo san francisco gstrandet, obwohl mir eigentlech e platz ufemne campground hätte, do üse camper ufemne park&ride parking steit und ke wank me macht.mau luege, wenn mir wider witer chöme…

    greets und witerhin vüu spass!

  3. Raphael Odermatt

    hey tom!

    hmmm das mit de outo wo plötzleche nümme funktioniere kenn ig irgendwie. na ja, wenn’s äs quiiitsch vo hinde rächts isch, de chas scho ä wuche ga… bi üs isches zumindescht so lang gange. ;-(. wir wünschen euch eine schnelle reparatur! aber sf ist ja sonst ein richtig nettes städtchen!

    war echt net auf dem berg hermzukraxeln. sieht schlimmer aus als es ist… leider funktioniert das video nicht immer. ich denke ein problem von google video. aber wenn man unten rechts anklickt und auf die google site geht, funktioniert’s.

    viel spass in den US and A

    greets
    karin und odi

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