North Thailand

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Judihui, bekannte Gesichter – KK und Stuwi sind da!

Heute treffen wir uns in Bangkok mit KK und Stuwi. Mit ihnen zusammen werden wir in den letzten drei Wochen den Norden Thailand’s sowie Laos bereisen. Auch wenn damit das Ende unserer Auszeit langsam aber sicher in greifbare Nähe rückt, können wir es kaum erwarten die beiden heute nach neun Monaten endlich wieder zu sehen. Doch bevor es soweit ist, müssen wir zuerst nach Bangkok fliegen und uns dort am Flughafen noch gut zwei Stunden gedulden bis endlich auch beim Flug aus Wien der Vermerk „landed“ aufleuchtet. Da die beiden nicht wissen, dass wir bereits hier auf sie warten, müssen wir uns ganz besonders auf die vielen westlichen Gesichter konzentrieren, um sie nicht zu verpassen. Mittlerweile sehen alle Westler gleich aus, nicht mehr die Asiaten :-). Wie gross dann die Freude über das Wiedersehen bei uns allen ist, muss ich an dieser Stelle wohl nicht erwähnen. Nur so viel: die Mädels haben bereits im Flugzeug resp. beim Warten am Flughafen ein paar einzelne Freudentränen vergossen. Den Rest des Tages beschäftigen wir uns vor allem mit einer Aktivität – erzählen, erzählen und nochmals erzählen. Schliesslich ist in den letzten neun Monaten sowohl in der Schweiz als auch in der Ferne unglaublich viel passiert und alle wollen über alles informiert sein!

Ab in den Norden

Da Bangkok auch für KK und Stuwi eine altbekannte Stadt ist und es hier für uns vier eigentlich nur noch eine Tagesaktivität (Shopping….) gibt, verlassen wir die Stadt bereits heute wieder mit dem Zug in Richtung Norden. Obwohl das Rollmaterial schon bessere Tage gesehen hat, ist die Fahrt äusserst angenehm. Das einzige störende sind die beschlagenen Scheiben, die jeglichen Ausblick auf die umliegende Landschaft praktisch vollständig verhindern. Zu Odis und meiner Verwirrung wird auf der ganzen Fahrt sogar kostenlos Futter und Flüssiges serviert. Wir dürfen gar nicht daran denken, wie viele Bath wir dem Wagenchef das letzte Mal für die gleiche Dienstleistung abgedrückt haben… Mit nur gerade zehn Minuten Verspätung treffen wir in Phitsansulok ein. Da unser Tagesziel Sukothai heisst, sitzen wir ein paar Minuten später bereits wieder im nächsten Bus, der uns bis zum Einbruch der Dunkelheit das letzte Stück nach Sukothai fährt. Nach der langen Reise sind wir alle froh, dass wir im zweiten Anlauf eine nette Bleibe finden und anschliessend zu den angenehmeren Sache des Tages übergehen können.

Sukothai

Heute steht mit der Besichtigung der alten Königsstadt Sukothai wieder einmal ein Unesco Welterbe auf dem Programm. Damit wir die Kilometer zwischen den Anlagen möglichst schnell und unkompliziert bewältigen können, mieten wir uns ein Velo und radeln los. Leider müssen wir bald feststellen, dass die Tempel nicht besonders eindrücklich sind und vor allem KK und ich schauen uns die „Steinhaufen“ bald mehrheitlich vom Velosattel aus an.

Thailand, Sukothai, Temple

In der Mittagspause wagt sich Odi an die lokale Eisspezialität. Irgendwo an einem Strassenrand wird auf einer Hobelmaschine ein Stück Eis zu kleinen Stückchen verarbeitet und anschliessend mit süssem Sirup sowie künstlichen Fruchtstückchen verfeinert. Die Erfrischung schmeckt ihm überraschend gut, könnte aber in Anbetracht der äusseren Umständen auch einer schnellen Darmentleerung dienen. Wir werden sehen – bis jetzt sind noch keine Anzeichen erkennbar. Apropos WC: KK und Stuwi haben es zu unserer grossen Freude also bereits nach drei Nächten in Thailand geschafft, die erste Toilette zu verstopfen. Da sich die beiden nicht einig sind, wer genau wie viel WC-Papier der Spülung übergeben hat, konnte der Schuldige nicht abschliessend bestimmt werden :-).

Weiter geht’s…

Den heutigen Tag verbringen wir mehrheitlich im Bus. In fast sechs Stunden fahren wir von Sukothai nach Chiang Mai, der zweitgrössten Stadt Thailand’s. Auch unsere beiden Zugfahrer überleben die Fahrt einigermassen unbeschadet, sind sich jedoch einig, dass die Fahrt auf Schienen bedeutend angenehmer sei. Odis und meine Handbewegungen sowie unsere „Hmmmmm“, die im Moment vor allem zum Abwimmeln von irgendwelchen geschäftstüchtigen Thai’s eingesetzt werden, bringen KK und Stuwi übrigens immer wieder zum Schmunzeln. Wir haben uns in der Zwischenzeit so sehr an diese Zeichen und Laute gewöhnt, dass der richtige Einsatz am richtigen Ort irgendwie automatisch erfolgt. Hoffentlich können wir uns dann nach unserer Rückkehr noch an die Schweizer Verhaltensregeln erinnern!

Chiang Mai

Da (Langzeit-)Backpacker oft sehr faul sind und sich bei sämtlichen Entscheidungen gerne auf den Reiseführer verlassen, können wir KK und Stuwi heute überzeugen, die im alleinigen Planet vorgeschlagene „Walking Tour“ abzulaufen. Diese Tour beinhaltet neben allen wichtigen Sehenswürdigkeiten ebenfalls immer genügend Pausen und stösst auch bei unseren zwei Begleitern bald auf grossen Anklang. Da wir beide langsam aber sicher am so genannten „WatRepetingEffect“ (kurz WRE und zu deutsch „Tempelwiederholungseffekt“) leiden, fallen die vielen Wat- und Pagoden-Besichtigungen immer kürzer aus. Viel besser gefällt uns da der Sunday Night Market, wo man allerhand Kleider, Töpfe, Schalen, Statuen, etc. kaufen kann. Obwohl das Angebot schier endlos ist, verschieben wir den Zeitpunkt der „Tramper-Komplettfüllung“ auf Bangkok. Schliesslich wollen wir unser Gepäck für die Reise durch Laos nicht schon hier mit unnötigem Ballast füllen.

Thai Kochkurs und andere Beschäftigungen

Den heutigen Tag verbringen die Frauen getrennt von den Männern. Da die Jungs die Teilnahme an einem thailändischen Kochkurs einstimmig verweigern, machen KK und ich uns am morgen alleine auf den Weg, um die Kunst des thailändischen Kochens zu erlernen. Bevor wir uns aber hinter den Wok stellen, besuchen wir einen lokalen Markt, wo sämtliche Zutaten für den heutigen Tag eingekauft werden. Sechs verschiedene Gerichte darf jede von uns heute kochen und vor allem die Zubereitung der Curry Paste erfordert doch einiges an Muskelkraft. Unsere Kochlehrerin, eine strenge und quirlige Thailänderin, bringt uns bald zum Schwitzen und wir müssen uns richtig konzentrieren, um keine der zahlreichen Anweisungen zu verpassen. Obwohl Selbstruhm bekanntlich stinkt, erlauben wir uns an dieser Stelle zu erwähnen, dass uns die lokalen Spezialitäten super gut gelingen. Da wir bei weitem nicht alles alleine essen können, bekommen auch die Jungs am Abend etwas von unserem Tageswerk ab. Das Programm der Beiden wurde uns übrigens wie folgt beschrieben: auf einem öffentlichen Platz in Chiang Mai konnten sie neben Elefantenreiten, auch einen Dschungeltrek machen sowie alte Ruinen bestaunen. Dazu haben die beiden den MC Donalds und den Burger King verarscht, indem sie zwar beide Lokalitäten gefunden, aber danach trotzdem eine Strassenküche vorgezogen haben. Na ja, an dieser Stelle überlassen wir allen Lesern selber, welches Programm sie vorgezogen hätten…

Insekten zum Apéro

Gegen Mittag verlassen wir Chiang Mai und fahren mit dem Bus in drei Stunden nach Chiang Rai. Obwohl wir bei weitem nicht die einzigen mitfahrenden Ausländer sind, wird die Anzahl der Touristen je weiter wir in den Norden vorstossen merklich kleiner. Auch unser Endziel entpuppt sich ruhiger als die Touristen-Hochburg Chiang Mai. Nur ein kurzer Stadtrundgang genügt und alle wichtigen Spots der Stadt sind besichtigt.

Thailand, Chiang Rai, Temple

Die Atmosphäre auf dem Night Market ist in Chiang Rai unglaublich relaxt und angenehm. Wir können kaum glauben, dass niemand laut schreiend sein Angebot anpreist und wir alles in Ruhe betrachten können. Zur Freude der Jungs finden wir hier ebenfalls einen Stand mit DER lokalen Spezialität schlechthin. Der Insektensnack stösst auch bei KK auf grosses Interesse und zu dritt wird bald ein Teller mit frittierten Krabbeltieren verspiesen. Na dann, guten Appetit!

Golden Triangle

Obwohl die Jungs beide nicht ganz 100 % fit sind, mieten wir nach einer kurzen Lagenbesprechung trotzdem ein Auto und machen uns auf den Weg zum Goldenen Dreieck. Unser erstes Ziel ist ein Tempel mit zwei Höhlen sowie unterirdischen Seen. Obwohl wir beide Höhlen soweit als möglich mit der Taschenlampe erforschen, finden wir keinen der beiden Wassertümpel. Dafür unterhalten uns die zahlreichen Affen hervorragend. Die Tiere können gar nicht aufhören herum zu tollen und einige führen uns sogar ihre Schwimmkünste vor. In der Grenzstadt zu Myanmar besteigen wir eine Anhöhe und geniessen die Aussicht auf die grüne Landschaft des Nachbarlandes. Bei diesem Anblick werden bei Odi und mir natürlich sofort wieder viele schöne Erinnerungen an die Zeit in Myanmar wach! Der eigentliche Höhepunkt des Tages ist der Besuch des Golden Triangles. Hier wo die drei Länder Thailand, Myanmar und Laos aufeinander treffen, gehörte der Opiumanbau und -handel bis vor ein paar Jahren zum Alltag der Bevölkerung. Mindestens auf der thailändischen Seite sind diese Zeiten nun seit ein paar Jahren vorbei. Auch Dank der Unterstützung der Königsfamilie haben die Bauernfamilie eine neue Lebensaufgabe gefunden und müssen sich ihren Alltag nicht mehr mit dem illegalen Gift finanzieren. Dies alles und noch viel mehr erfahren wir beim Besuch der „Hall of Opium“. Über zwei Stunden verweilen wir in diesem interessanten Museum, bevor wir uns langsam aber sicher wieder auf den Weg nach Chiang Rai machen müssen.

Authentische und weniger authentische Hill Tribes

Da uns keine der angebotenen Touren vollständig zusagt, haben KK und Stuwi kurzerhand selber ein Programm zusammen gestellt, welches alle unsere Interessen an einem Tag abdeckt und uns zu ein paar weiteren Sehenswürdigkeiten in der Region bringen soll. Zusammen mit zwei Franzosen und drei Guides geht es am späteren Vormittag im Boot los zum ersten Hill Tribe, dem Stamm der Karen. Zu unserer Enttäuschung ist das Dorf weder auf einem Hügel noch besonders authentisch und ziemlich auf Massentourismus eingestellt. Etwas ursprünglicher geht es dafür beim zweiten Stopp, dem Stamm der Akha, zu und her. Kaum sind wir aus dem Bus ausgestiegen, werden wir von einer Horde Kiddies empfangen und an der Hand durch das Dorf geführt. Einmal mehr wird uns Westlern bewusst, wie verwöhnt wir eigentlich sind und wie wenig man zum Glücklichsein braucht! Da wir keine sinnvollen Geschenke für die Kinder dabei haben, versuchen wir uns für die Gastfreundschaft zu revanchieren, indem wir ihnen später im Dorf eine Ladung Bleistifte und Schulhefte kaufen, die unser Guide bei der nächsten Gelegenheit vorbei bringen will. Nach dem Mittagshalt an einem vollständig in weiss gehaltenem und entsprechen kitschigen Tempel, geht unsere gemütliche Tour mit einer kurzen Wanderung zu einem Wasserfall langsam dem Ende entgegen. Müde aber zufrieden geniessen wir an unserem letzten Abend im Norden Thailands ein einfaches Pic Nic im Hof des Guesthouses und schmieden Pläne für die kommenden Abenteuer in Laos.

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2 thoughts on “North Thailand

  1. odermatt ursula

    hei, es nöchet haut scho, wie interessant euchi brechte send, s’werd direkt langwielig wen mer die nömme chönnd läse,aber sesch notürlech au schön wenn ehr weder do deheime send. gniesseds no chli! bis baud

  2. Miri

    Hallo zämä
    Genau erfahre wenn dir widär chömet, dörfe mir ja nid….aber einigermasse wüssemers itze, chöi ja chli rächne 🙂
    Ig fröie mi uf jede Fau scho riesig öich widär zgseh.

    Gniessets no i voue Züg und liebi Grüessli
    Miri

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