Burgundy & Auvergne

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Im Burgund

Nachdem wir uns über Auffahrt zur Abwechslung vier Tage zu Hause um die Ohren geschlagen haben, ist zu meiner grossen Freude am Pfingstwochenende wieder ein kurzer Abstecher ins Grenznahe Ausland angesagt. Bereits am Freitag düsen wir los in Richtung Burgund. Dank dem zusätzlichen Freitag kommen wir bestens am Pfingstverkehr vorbei. Wir sind sogar derart gut unterwegs, dass wir vor unserem eigentlichen Ziel bereits einen ersten Sightseeing-Stopp einlegen. Das kleine Kaff ist ein Musterbeispiel für viele Dörfer hier in der Gegend: idyllisch gelegen, umgeben von viel Grün (vor allem Weinberge…), ausgestattet mit vielen alten Häusern und engen Gässchen. Dass auch die Einwohner sympathisch sind, beweist eine alte Dame, welche uns spontan zu sich auf die Terrasse einlädt, von wo wir einen super Ausblick über das Dorf geniessen können. Der nächste Stopp legen wir in einem zum Unesco Weltkulturerbe gehörenden Kloster ein. Obwohl oder gerade weil die Abtei von Fontenay heute im Privatbesitz ist, kann man fast die gesamte Anlage besichtigen. Der ruhige und friedliche Ort besticht durch seine Schlichtheit und den wunderschönen, riesigen Garten.

France, Burgundy, Abbey of Fontenay

Unweit vom Kloster liegt auch schon das nächste Welterbe. Das schmucke Dorf Vézelay ist schön herausgeputzt. Doch das eigentliche Highlight – die Kathedrale – haut uns nicht wirklich aus den Socken.

France, Burgundy, Candles

Da heute einmal mehr alles wie am Schnürchen klappt und der Tag noch lange nicht zu Ende ist, beschliessen wir nach kurzer Lagebesprechung weiter nach Dijon zu fahren. In der Absicht dort das Zelt aufzuschlagen, steuern wir geradewegs zum örtlichen Camping. Schlussendlich ist das Wetter jedoch einfach zu unsicher und da es keine Cabins im Angebot hat, landen wir schliesslich in einem Hotel im Stadtzentrum. Kaum haben wir dort eingecheckt, reisst der Himmel auf und wir können zu unerwartet gutem Wetter durch die zahlriechen Fussgängerzonen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten schlendern. Dijon ist wirklich ein Besuch wert. Die Highlights hat man zwar rasch besichtigt, aber dafür bleibt danach umso mehr Zeit, um den Augenblick in einem der zahlreichen, urgemütlichen Strassencafés zu geniessen. Dass unser Entscheid betreffend Hotelzimmer nicht soooo schlecht war, zeigt sich am späteren Abend. Wir sind nicht unglücklich, dass wir vor dem starken Regen in unser warmes und trockenes Zimmer flüchten können.

France, Burgundy, Dijon, Roof

Bei Anita & Härrier

Voll bepackt mit unzähligen Variationen des berühmten Dijon-Senfes verlassen wir die Stadt in Richtung Süden. Bevor wir bei Anita und Härrier, einem Arbeitskollegen von Odi, anklopfen, machen wir einen Stopp in Bibracte und Autun. Die Region wurde vor langer Zeit von den Galliern bewohnt, weshalb es hier unter anderem einiges an Ausgrabungen zu besichtigen gibt. Dank GPS und einem Quäntchen Glück finden wir schliesslich auf Anhieb das Haus von Anita & Härrier. Dass wir die ersten sind, denen dieses kleine Kunststück seit dem Hauskauf vor 23 Jahren gelingt, erfüllt uns doch ein wenig mit Stolz. Stolz können auch die beiden Gastgeber sein. Das kleine Paradies, welches sie sich hier mit viel Liebe aufgebaut haben, ist einfach wunderschön. Kein Wunder, planen die beiden in absehbarer Zeit hier ihren Lebensabend zu verbringen („Ja, du chasch scho lache, Härrier!“). Beim Holzen, Gartnen, Heuen, Rasen mähen, Plaudern, Baden, Trinken und Essen vergeht die Zeit wie im Flug und bevor wir es überhaupt merken, ist der gemütliche Tag mit Anita & Härrier sowie zwei weiteren Gästen auch schon wieder vorbei.

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Mit der Ikea-Tasche ins Schloss

Nach einem reichhaltigen Frühstück verabschieden wir uns von unseren Gastgebern (Danke für aues…!) und fahren weiter in die Auvergne. Anlässlich des 60igsten Geburi von Odi’s Mama sind wir von ihnen zum Übernachten in einem edlen Schloss eingeladen. Praktisch gleichzeitig treffen wir auf dem Parkplatz des Anwesens ein. Dass unsere Ikea-Taschen nicht ganz passen könnten, merken wir spätestens im Zimmer. Boah, noch nie hatten wir mitten im Zimmer eine derart edle Badewanne mit so vielen Tüechli zur alleinigen Verfügung. Die nächste Premiere folgt gleich beim anschliessenden Nachtessen. Boah, noch nie sass ich in einem Restaurant, wo nur die Männer mit einer Speisekarte inkl. Preisen ausgerüstet wurden! Das Essen selber ist ebenfalls ein Highlight. Ganze fünf Gänge werden uns vorgesetzt und am Schluss können wir uns wirklich kaum mehr bewegen, derart vollgestopft sind wir! Zum Glück ist das Bett nicht weit…

Clermont-Ferrand

Bevor wir die lange Heimfahrt antreten, schauen wir uns mit Ursula, Willy und Eros das Städtchen Clermont-Ferrand an. Obwohl vieles in die Jahre gekommen ist und sich die Hausfassaden hauptsächlich grau in grau zeigen, hat das Kaff irgendwie Charme. Nachdem wir ein letztes Mal auf den runden Geburi angestossen haben, machen wir uns auf den Weg in Richtung Schweiz. Danke für alles, Ursula & Willy! Sechs Hundert Kilometer später kommen wir schliesslich wieder zu Hause an. Bei Wurst und Grill lassen wir das verlängerte Weekend gemütlich ausklingen und freuen uns bereits jetzt wieder auf die nächste Reise – wohin auch immer uns diese führen wird!

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