Author Archives: Raphael Odermatt

Best of 2018

Cyprus

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X-Mas Holidays 2018
Einmal mehr mussten wir vor dem Abflug etwas “bibere”. Einmal mehr klagte die grosse Tochter am Tag vor dem Abflug über Ohrenschmerzen. Einmal mehr landeten wir unverhofft beim Dottore. Zum Glück war der Mann in Weiss vom City-Notfall sehr cool und zum Glück sind wir sofort hingegangen. Mit der richtigen Medizin – Algifor und Antiobiotika kombiniert – und ein paar extra Tipps gab er uns grünes Licht für den Flug von heute. Und so sitzen wir wie geplant, zugegebenermassen leicht angespannt, im Flugi, welches uns nach Zypern bringt. Doch es geht alles gut: das Ohr hält und Nini hat keine Schmerzen. Schwein gehabt! Pünktlich landen wir in Larnaka. Langsam aber sicher sind einige ziemlich müde und wir sind froh, müssen wir nur noch wenige Kilometer fahren. Das grosse Haus ist schnell bezogen und bald schlummern alle in im Ferienhaus in ihrem Bett. Zypern da sind wir!

Nikosia
Im Lidl decken wir uns mit Futter und Getränken für die nächsten paar Tage ein. Danach fahren wir in die zwei geteilte Hauptstadt. Da man mit dem Mietauto nicht unbedingt auf die türkische Seite fahren sollte, lassen wir dieses auf der zypriotischen Seite in einem Parkhaus stehen und überqueren die Grenze zu Fuss. Die Unterschiede vom einem Teil zum anderen sind doch merklich. Hier kann man definitiv zwei Länder innert kurzer Zeit besuchen. Wir geniessen den Bummel durch die autofreien Strassen und landen irgendwann bei einem sehr interessanten Bauwerk: eine Kirche umfunktioniert in eine Moschee. Von aussen und auch von innen ist das Gebäude klar als Kirche erkennbar, aber die Minarette und der Teppich weisen unter anderem eindeutig auf eine Moschee hin. Die Kids wollen zuerst nicht rein. Das Ausziehen der Schuhe ist ihnen suspekt. Als ob diese alten Latschen irgendwer möchte… Schlussendlich lassen sie sich aber dann doch zu einem Besuch gewinnen. Im Park der Moschee hat es eines der unzähligen einladenen Restaurants. Das Meze ist herrlich, der Rest überzeugt nicht grenzenlos.Cyprus, Nicosia, Church

Zurück im zypriotischen Teil lassen wir uns von der Menge durch die Einkaufsgassen treiben. Irgenwann haben wir dann aber genug und fahren mit dem Auto retour zur Ferienwohnung. Da diese nur 50 m vom Strand entfernt liegt, ist klar, wo wir das Zvieri/Apero heute geniessen. Mit den letzten Sonnenstrahlen und einem tollen Ausblick auf das Meer gönnen wir uns Chips, Wasser und Bier. Melia sorgt mit einem angeschleppten Palmenwedel sogar noch für so etwas wie einen Weihnachtsbaum.

Cape Greko
Das Wetter ist wiederum sehr angenehm. Bei rund 20 Grad und viel Sonne geniessen wir den Besuch des westlichen Teils des Landes. Zuerst fahren wir in den National Park um das Cape Greko. Die Landschaft ist schön, die Felsen eindrücklich und das Meer tiefblau. Und doch haben wir uns von diesem Besuch irgendwie mehr erhofft. Weshab wissen wir auch nicht genau… Nach einem Pic-Nic im Park geht es weiter nach Aya Napa. Das Kaff ist ja so etwas wie die Touri-Hochburg des Landes und weitum bekannt. Wir können nur erahnen wie es hier in der Hochsaison zu und her gehen muss. Restaurant, Bar, Fastfood-Laden, Souvenirshops und weiteres reihen sich dicht aneinander. Heute ist aber quasi alles zu und das Kaff so gut wie ausgestorben. Nebensaison kombiniert mit dem 25. Dezember. Da es wirklich so gut wie gar nichts zu tun gibt, steigen wir nicht einmal zum Auto aus. Stattdessen fahren wir weiter nach Larnaca. Hier pulsiert das Familien- und Sonntags-Leben wie man sich dies so vorstellt. An der Strandpromenande schnappen wir uns einen der wenigen Parkplätze und machen was man so macht an einem Tag wie heute: wir schlendern an der Sonne die Promenande auf und ab. Die Kids haben Glück und wir finden einen kleinen Luna Park, wo sie sich vor allem im Gumpischloss lange und mit viel Freude beschäftigen. Zurück in der Ferienwohnung wollen wir noch einmal zum Strand. Doch der aufgezogene Wind ist nicht gerade einladend, so dass wir schliesslich im Garten bleiben. Sobald die Sonne weg ist, wird es auch hier zunehmends kühl und wir sind froh, dass wir auf die Heizung im Haus zählen können.Cyprus, Larnaca, Ship

Choirokoitia und andere Steinhaufen
Nach den drei Nächten im Osten ziehen wir für die nächsten vier Nächte in den Westen. Auf der Fahrt können wir unser erstes Unesco Weltkulturerbe besuchen. In Choirokoitia findet sich eine gut erhaltene Siedlung aus der Steinzeit. Das Ganze ist nicht gross und wir deshalb relativ schnell wieder im Auto. Auf dem Weg zum Mittagshalt an einen Beach kaufen wir Erdbeeren. Heute morgen frisch hier geerntet, verrät mir die Verkäuferin. Wunderbar!!! Das Zmittag ist solala. Immerhin schmeckt der frische Fisch; mindestens der einen Hälfte der Familie. Danach ist noch einmal Zeit für einen weiteren Steinhaufen. In Kurion findet sich ein Amphitheater, einige Mosaiksteinchen, Säulen und gaaaaanz viele sonstigen Steine aus Zeiten vor und nach den Römern. Wenn der doch extrem garstige Wind nicht wäre, dann könnte dies hier sehr toll sein. Das Gelände liegt auf einem Hügel direkt am Meer und die Szenerie ist einmalig. Mit Winterjacke und Mütze bewaffnet laufen wir etwas zackiger als geplant durch die Gegend.Cyprus, Choirokoitia, Gekko

Irgendwann haben dann nicht nur die Kinder genug und wir fahren weiter nach Pafos. Dort werden wir von der freundlichen Vermieterin schon erwartet. Das Haus gefällt uns sehr gut. Wiederum ist einfach alles vorhanden, was man so brauchen könnte – zum Glück auch eine funktionierende Heizung. Den Rest des Abends verbringen auf dem Sofa mit spielen, TV schauen und lesen.

Schnee!!!
Nein, es ist kein Witz:heute schneit es. Aber alles der Reihe nach. Die Wetterprognosen für den heutigen Tag sind schlecht. So entscheiden wir uns für die Fahrt in die Berge zu den Kirchen und Klöstern. Im Wissen, dass die Aussicht wohl ziemlich miserabel sein wird (aber Berge sehen wir ja auch zu Hause), ist der entscheidende Punkt für diese Ausfahrt, dass wir relativ viel Zeit fahrend verbringen können. Und da es bei diesem Wetter eh nicht viel zu tun gibt, ist im Auto sitzen, um zu ein paar Sehenswürdigkeiten zu fahren optimal. Wer sich nun fragt, warum wir überhaupt dorthin fahren wollen, darf 3x raten: genau, es handelt sich um ein Unesco Weltkulturerbe. Total hat es über zehn Kirchen/Klöster, die es anzuschauen gäbe. Wir entscheiden uns für die drei, die in unserem Buch als sehenswerteste deklariert sind. Auf der Fahrt haben wir ein bereits übliches und altbekanntes Problem. Wir fahren an x Tanken vorbei und als wir dann ernsthaft langsam aber sicher eine brauchen, finden wir grad keine. Grrrrrr… wie ich das hasse! Vollgetankt geht es dann doch noch zur ersten Kirche. Leider hat das Ding wegen zu geschlossen. Wir könnten jemanden anrufen, der dann kommen würde, aber dazu haben wir keine Lust. Da es grad nicht schiffet, nutzen wir den Halt stattdessen für ein Pic-Nic auf dem Parklplatz.Cyprus, Church, Roof

Unzählige Kurven weiter treffen wir auf das zweite Gotteshaus. Dieses scheint berühmter zu sein und hat seine Türen geöffnet. Leider regnet es jetzt dafür in strömen, so dass wir den Besuch auch nicht unnötig aussdehnen (die Fresken sind übrigens sehenswert). Zum dritten und letzten Bauwerk – Kirche und Kloster kombiniert – geht die Fahrt weiter den Berg hinauf. Und hier passiert es: aus dem Regen wird Schnee! Wir sind ziemlich froh, dass dieser nicht auf der Strasse ansetzt. Winterpneu haben wir nämlich am Mietauto keine montiert. Der Besuch der Anlage ist wiederum eine nasse Angelegenheit. Den Grossen gefällt die Anlage gut, die Kleinen haben genug Kirchen gesehen. Es ist ihnen schlicht zu dunkel und somit zu unheimlich in diesen Kirchen. Auf der Fahrt zurück nach Pafos sind die Strasssen fast ohne Unterbruch voll mit Steinen. Ziemlich unheimlich was hier an Steinschlag alles runter zu kommen scheint. In Pafos machen wir noch einen Halt in der grössten Mall von Zypern. Die Kids bekommen ein Shirt, die Eltern bekommen ein Zvieri im Taco Bell. Damit sind alle glücklich :-).

Mosaik und Gräber en masse
Da wir gerade im Unceso-Flow sind, steht auch heute ein solches auf dem Programm. Zum “entsetzen” der Kinder ist es wieder ein Steinhaufen. In der Morgensonne, die immer wärmer wird, schlendern wir durch die grosszügige Anlage mit Ruinen und sehr gut erhaltenen Mosaiken. Vor allem die Mosaike mögen zu beeindrucken (und werden am späteren Abend gar nachgezeichnet).Cyprus, Paphos, Castle

Nach dem Kulturprogramm gibt es Futter am Hafen. Während die Eltern sich einmal mehr ein paar Fische in den Magen schlagen, begnügen sich die Kinder mit einem Hot Dog. Wie immer sind sie essenstechnisch eher auf der misstrauischen Seite unterwegs. Wir staunen ab all den Engländern, die sich in Sommerröcken, kurzen Hosen und Flip Flops herum tummeln. Herti Sieche… so warm ist es nun doch auch nicht. Am Nami gibt es nochmals etwas Kultur. In der King Tombs-Anlage gibt es viel zu entdecken. Immer wieder kann man irgendwo in eine Höhle rein kraxeln und Gräber bestaunen. In der Ferienwohnung geniessen wir schliesslich den Rest des Tages mit spielen und lesen. Die Kids sind im Himmel als sie auch noch eine Ration Paw Patrol – ihre neue Lieblingsserie – schauen dürfen. Zum Znacht bleiben wir zu Hause und kochen Menu 2. Pasta und Tomaten und ein paar lokale Dips machen den Abend perfekt.Cyprus, Paphos, Tombs

Off road und Zoobesuch
Wir haben gesehen, was wir von Zypern sehen wollten und heute folgt somit quasi die Zugabe. Wir lassen den Tag entsprechend gemütlich angehen und sind eher spät on the road. Als erstes Ziel haben wir uns den Lara Beach ausgesucht. Hier soll es ganz viele Schildkröten geben, die ihre Eier ablegen und entsprechend wird dann auch fleissig geschlüpft. Dies findet zwar nicht zu dieser Jahreszeit statt, aber der Strand soll trotzdem ein Besuch wert sein. Die letzten Kilometer sind off road. Die Strasse ist doch ziemlich bumpig und wir müssen sogar mehrmals durch Wasser fahren. Alle sind sofort im Element und fühlen sich grad hurti wie in Afrika. Der Strand ist dann leider nicht so wie erwartet. Eine Schönheit sieht anders aus. Sowieso sind wir von den Stränden bis anhin sehr enttäuscht. Wir haben noch keinen “Traumstrand” gesichtet, an dem wir gerne einen Tag die Seele baumeln lassen würden. Zurück auf der Teerstrasse geht es nicht weit bis zum Zoo. Wie immer in anderen Länder sind Zoobesuche interessant und oft auch sehr grenzwertig. Hier geht es noch so einigermassen. Aber die Tiere hätten sicher den einen oder anderen Kumpanen und ein grösses Tiergehe verdient. Den Kids gefällt die Vogelschau, wo Papagaie und Eulen nur knapp über uns hinweg fliegen. Zum Schluss wird dann tatsächlich noch ein Baby-Tiger vorgeführt und alle die wollen, dürfen mit dem extrem süssen Tierchen ein Foto machen. Wir wollen nicht und schauen uns stattdessen den Rest des Areals an, wo es sogar Sibirische Tiger und weisse Löwen zu bestauen gibt. Die Kids sind auf jeden Fall bestens unterhalten und haben dies nach so vielen Steinhaufen und Kirchen auch mehr als verdient. Zurück in der Ferienwohnung werden die Resten verspiesen und der Koffer so halbwegs gepackt. Morgen Abend gehts nämlich bereits wieder zurück in die Schweiz.Cyprus, Paphos, Peafowl

Ein bisschen Aphrodite
Alles ist verstaut und wir sind ready für die Fahrt über die halbe Insel zum Flughafen. Da unser Flug erst um acht Uhr am Abend losgeht, haben wir genug Zeit, um noch die letzten Entdeckungen zu machen. Los gehts mit dem Sanctuary, wo Aphrodite gewohnt haben soll. Einmal mehr einige Steine und Mosaiks. Dank der Kombination mit Ausblick, Wetter und nettem Dorf ein sich lohnender Stopp. Weiter gehts zum Strand, wo Aphordite anno dazu mal aus dem Meer gestiegen sein soll. Der Strand ist gut besucht und wir können uns lebhaft vorstellen, wie es hier in der Hochsaison zu und her gehen muss. Kurze Zeit später sitzen wir in einem Restaurant und lassen uns nochmals so richtig verwöhnen. Das Essen wird zu einem wahren Highlight und wird als bestes dieser Ferien in Erinnerung bleiben. Die Kids finden es auch super, wenn auch mehr wegen dem tollen Spielplatz, welcher das Restaurant so nebenbei auch noch bietet. Nach einem weiteren Schlossbesuch fahren wir definitiv retour nach Larnaca. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen an der Meerpromenade spazieren. Aber da die Kids kurz vor dem Ziel einschlafen (wir sind froh, der Abend wird noch lang…) und das Wetter von sehr freundlich zu sehr garstig gewechselt hat, fahren wir ohne Plan noch ein bisschen im Mietauto umher. Irgendwann sind die Racker dann wieder wach und damit doch alle vor dem Flug noch etwas Auslauf bekommen, machen wir noch einen kurzen Walk an einem der Salzseen zwischen Stadt und Flughafen. Die Flamingos, die im Wasser herumstehen, scheint das Wetter nicht zu stören und wir können uns gerade ein bisschen auf zu Hause vorbereiten. Anschliessend folgt das normale Prozedere einer Flugreise. Einziger Action-Faktor: im Flugzeug gibt es einen inter-familiären Streit. Ich hole kurzerhand die Crew und die beiden Streithähne werden auseinandergesetzt. Die Kids merken davon nicht viel. Sie sind bis mehr oder weniger zur Landung mit dem IPad beschäftigt. Um elf Uhr (Mitternacht Zypern-Zeit) landen wir endlich in Zürich und die Beiden werden wie auf Knopfdruck hundemüde. Irgendwie schaffen sie es aber zu Fuss via Passkontrolle – Familien mit Kleinkindern werden an einem Extra-Schalter kontrolliert (grandios!) – zum Gepäckband und sitzen kurze Zeit später auch schon im Auto. Noch vor der Autobahnauffahrt schlafen sie tief und fest, während Papa uns alle sicher nach Hause fährt.Cyprus, Paphos, Lighthouse

Kurzfazit der Reise: sehr einfach zu bereisendes, sauberes und sicheres Land mit einigen Sehenswürdigkeiten und freudlichen, wenn auch zurückhaltenden Leuten. Für uns nicht unbedingt eine Badedestination, da wir keine netten Strände gesichtet haben. Zu dieser Jahreszeit absolut ausgestorben. Es ist null und gar nix los, viele Restaurants sind geschlossen. Uns war es fast ein bisschen zu wenig chaotisch und zu wenig speziell. Das würde man vermutlich auf der türkischen Seite eher finden. Wir haben die Tage genossen und freuen uns, dass wir ein neues Land besuchen durften.

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Elba

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Ab in den Süden
Das Auto ist voll – übervoll – und wir sind parat für die Fahrt in den Süden! Das ist der Vor- oder auch Nachteil, je nach Sichtweise, wenn man mit dem Auto Ferien in der Nähe macht. Man muss so gar nichts überlegen und packt eher ein als wieder aus. Auch mal schön… Wobei ein bisschen mussten wir schon überlegen. Schliesslich ist zum ersten Mal seit langer Zeit wieder das Tauchgepäck dabei. Nach dem Stopover bei Edith in Costarainera fahren wir für eine Woche nach Elba in die ersten Tauchferien mit den Kids. Doch nun geht es zuerst zur Tante resp. Grosstante in das wunderbare Costa. Die Fahrt zieht sich wie immer in die Länge. Vor allem über den Simplon dauert es Dank den omnipräsenten Baustellen ewig. Nach dem üblichen Stopover in Gravellone Tocce mit Mäc und Shopping geht es zum Glück nur noch gerade aus bis ins Meer, dann ein wenig nach rechts und schon sind wir bei Edith. Wir fühlen uns sofort wie zu Hause und alle freuen sich wieder hier zu sein. Das wir nicht nur auf eine (Gross-)tante sondern gar auf zwei (Gross-)tanten treffen, ist die Überraschung. Sonja aus Luzern hat den Weg nach Italien auch gefunden. Beim Znacht gibt es denn auch viel zu erzählen und wir geniessen das Familientreffen mit den beiden Damen.

Mare, Mare…
Das Programm für heute ist klar: die Kids wollen an den Strand und ins Meer. Leider ist es nicht mehr ganz so warm und leicht windig, aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken. Wir sind quasi alleine am Strand und die Kids sofort im Element. Sand und Wasser, was will man mehr! Zum Zmittag gibt es die langersehnten Meerestierchen in allen Variantionen. Super fein!!! Dank dem Spielplatz direkt neben der Beiz können wir sogar gemütlich sitzen bleiben und das Essen so richtig geniessen. Nach dem Essen gibt es nochmals ein Bad in den Wellen, dann Gelati und schliesslich noch ein Besuch im Supermercato. Zurück bei Edith startet das gewohnte Verwöhnprogramm: wir fühlen uns wie in einem All inclusive-Hotel mit Familienanschluss – wunderbar!

Langhetti und andere (böse) Überraschungen
Beim Frühstück auf der Terrasse gestehe ich, dass mein schmerzender Zahn einen Zahnarztbesuch heute ganz gut finden würde. Seit gestern meldet sich das Teil ungewöhnlich stark und ich befürchte, dass es nicht nur ein empfindlicher Zahnhals ist. Dumm nur, dass ich just vor einer Woche zu Hause beim Zahni in der Routinekontrolle war und er meine Frage, ob denn oben links wirklich alles ok ist, mit einem eindeutigen Ja beantwortet hat. Doch zuerst fahren wir zu einem Langhetti bei Badalucco. Ein Langhetti sind kleine Seechen in einem Fluss, wo man sich wunderbar erfrischen und einen Tag fernab der Sommerhitze geniessen kann. Extrem heiss ist es ja nun gerade nicht mehr, aber dafür sind wir ganz alleine am kühlen Nass und lassen es uns richtig gut gehen – unter anderem mit Würstchen vom Einweggrill. Die Kids sind im Element und klettern wie Gemsen von einem Stein zum anderen. Gegen drei Uhr verlassen wir das Naturparadies und fahren zurück ans Meer. Während die einen sich am und im Meer tummeln, gehe ich zum Zahni. Leider ist der Besuch wenig erfolgreich. Mario bestätigt mir, dass es zwischen Füllung und Zahn einen Hohlraum hat und sich dieser langsam mit Bakterien füllt. Er hat aber keine Zeit zum Reparieren und verschreibt mir stattdessen für dich nächsten drei Tage ein Schmerzmedi (ich halte es aktuell gut ohne aus) und entlässt mich mit den Hinweis, dass ich zurück zu Hause doch bitte zum Zahni soll (zum Glück fahren wir nach Plan erst in ca. zehn Tagen retour). Auf meine Frage, ob dies alles Tauchkompatibel sei, meint er nur “NO”. Das wäre dann also quasi der Supergau: wir in unseren ersten Tauchferien seit gefühlten 10 Jahren, ich frisch nach einer Routinezahnkontrolle, wo noch alles ok war und jetzt soll auf einmal alles anders sein. Einen Plan B gibt es grad nicht und nach dem ersten Mini-Schock beschliessen wir einfach so zu tun, als sei nichts gewesen und die Dinge, zu nehmen, wie sie denn kommen – egal was Mario sagt… Die Wurzelbehandlung zu Hause kommt dann noch früh genung… bäh! Frisch geduscht spazieren wir ins Nachbardorf. Spazieren ist mindestens für den Hinweg ein wenig übertrieben. Wir quetschen uns nämlich alle in einen Kleinwagen, welcher uns netterweise auflädt, und fahren nach Cipressa. Dort gibt es Pizza und Pasta, Wein und Bier. Das Grappa zum Schluss ist Medizin pur und setzt quasi einen Schlusspunkt unter den Tag – guet Nacht!

Italy, Costarainera, Lagetti

Weiter gehts
Unsere sieben Sachen müssen heute wieder ins Auto. Wir haben soviel dabei, dass die Laderei ziemlich wohl überlegt sein muss. Irgendwann ist dann aber alles drin und wir ready für die Weiterfahrt nach Piombino. Bis bald, Edith – tschüss, Sonja. Wegen des Brückeneinsturzes in Genova haben wir viel Zeit eingerechnet für die heutige Etappe. Nach einigem überlegen, haben wir uns entschieden trotzdem durch die Stadt zu fahren und auf die Umfahrung und damit den Umweg von ca. 100 km zu verzichten. In der Stadt müssen wir logischerweise die Autobahn kurz verlassen und durch die Grossstadt fahren. Zu unserer Überraschung ist aber alles bestens organisiert. An jeder Kreuzung steht die Polizei und winkt engagiert den Verkehr durch die Strassen. Wir verlieren nur gerade 15 Minten und sind unkomplizierter als erwartet retour auf der Autobahn. Von hier können wir auch die eingestürzte Brücke resp. was davon übrig geblieben ist, sehen. Krass, eine Brücke und es fehlt einfach ein Teil davon! Am Nami kommen wir im schönen Agriturismo in der Nähe von Piombino an. Es hat hier alles was wir brauchen: viel Platz, viel grün, einen Pool und einen Spielplatz. Der Rest des Nachmittages vergeht auf alle Fälle wie im Nu. Zum Apero erwarten wir schliesslich Hiltis. Sie sind hier in der Nähe in den Ferien und wir haben uns für heute Abend zum Znacht verabredet. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten finden sie uns und nach einem kurzen Apero fahren wir in ein Kaff und verbringen bei Pizza und Pasta einen lustigen Abend zusammen. Der Zahn ist übriges fast nicht mehr spürbar. Nur beissen geht (noch) nicht. Entweder ist er also Tod oder auf dem Weg zur Besserung.

Elba
Aufgrund der Erfahrungen vom letzten Mal (= riesiges Chaos und alle kommen auf irgendeine Fähre, aber sicher nicht auf die, die sie gebucht haben) haben wir keine bestimmte Abfahrt für die Überfahrt reserviert. Unsere Taktik geht auf und wir kaufen am Hafen einfach für das nächste Schiff ein Billett. Wir sind überrascht wie gesittet es dieses Mal zu und her geht. Auf die Minute pünktlich setzen wir nach Elba über. Die Fahrt dauert nur eine Stunde und ist rasch vorbei. Der effizienten Beladung folgt die effiziente Entladung und ohne Stress sind wir auf der Insel, wo wir zuerst in den Conad stürmen und uns mit allem eindecken, was wir in den nächsten Tagen brauchen werden. In Morcone angekommen, suchen wir zuerst die Tauchschule auf. Dort sollen wir den Schlüssel für unsere Ferienwohnung bekommen. Wie erwartet sind wir zu früh und gehen deshalb noch etwas Futtern am Strand. Da wir danach immer noch zu früh sind, stürzen wir uns schliesslich in die Strandklamotten und nehmen ein erstes Bad im Meer. Nach der Abkühlung ist es dann soweit und wir können unser Heim für die nächsten sieben Tage beziehen. Wir sind überrascht ab der Grösse und dem Komfort und fühlen uns sofort wohl. Auch die Meersicht ist nicht ohne und wir freuen uns, dass wir hier gelandet sind. Zum Znacht gibt es was der Kühlschrank hergibt. Die Kids sind von den letzten Abenden hundemüde und müssen wieder mal zeitig ins Bett. Als alle Mückenstiche versorgt sind, gibt es kurz nach acht Ruhe.

Italy, Elba, Morcone, Portoferraio, Stairs

Die Frisur ehhhh der Zahn hält!
Heute wird sich zeigen, ob unser Plan im Grundsatz aufgeht: die Kids gehen in den Piraten-Club während Mama und Papa sich unter Wasser tummeln. Die Piratenfrau haben wir schon gestern kennengelernt und da die beiden alleine mit Patrizia unterwegs sind, dürfen sie wählen was sie denn machen möchten. Sie wählen den Strand. Doch zuerst wollen sie genau schauen, wie wir Eltern uns vorbereiten und alles anziehen. Zusammen laufen wir an den Strand, verabschieden uns und während die Kids sich am Strand und im Meer vergnügen, tauchen wir wieder einmal ab. Ehrlich gesagt, bin ich in Anbetracht des Zahnes schon ein wenig nervös. Doch alles geht gut und der Zahn macht ganz nach meinen Vorstellungen mit – Schwein gehabt… Im Nachhinein bin ich sogar froh, dass Mario nicht daran herum gefummelt hat. Der Tauchgang ist ok, aber mehr nicht. Aber das ist uns egal. Wir geniessen es einfach wieder einmal unter Wasser zu sein. Bei der Bootseinfahrt werden wir bereits von zwei winkenden und lachenden Kindern empfangen. Die beiden hatten viel Spass mit Patrizia und wollen morgen auf jeden Fall wieder mit ihr auf die Piste – Glück gehabt. Die Tauchsachen sind mit Hilfe der Girls rasch versorgt und wir können subito mit den Spaghetti weiter machen. Danach mieten wir sehr zur Freude der Mädels ein Pedalo. Sie haben sich das schon lange gewünscht und heute soll dieser Wunsch nun in Erfüllung gehen. Zum Abschluss des Tages ist nochmals Strand und Meer angesagt. Die beiden Wasserratten können kaum genug bekommen und sind fast nicht nach Hause zu kriegen. Da so ein Tag am Meer müde macht, gibt es der einfachheithalber wieder kalte Küche in der Ferienwohnung. Die beiden hätten eh keine Zeit zum Auswärts essen gehen. Sie spielen den ganzen Abend zusammen tauchen. Der Rucksack dient als Jacket und als Flasche wird einfach ein weiterer Sack hinten auf den Rucksack geschnallt. Fantasie pur!

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Spass in den Wellen
Same procedeure as yesterday: Kids zu Patrizia, Mama und Papa ins Meer, dann Essen in der Strandbeiz gefolgt von Strand und Meer. Morgen soll das Wetter wechseln. Dies kündigt sich heute mit Wind und höheren Wellen an. Noch stört uns dies nicht – im Gegenteil: wir haben viel Spass in den Wellen! Da unsere Vorräte teilweise ausgehen, verlassen wir den Strand heute ein wenig früher und fahren nach Capolivieri (hier im Kaff gibt es nur einen leeren Minimarket auf dem Camping mit quasi nix an Vorrat). Das Städtchen ist wirklich schmuck und auch ein wenig touristisch. Da der Wind langsam eher unangenehm wird und wir nicht mehr stundenlang verweilen wollen, gibt es ein Stück Pizza und eine Gelati über die Gasse. Wir sind froh, dass wir für alle Notfälle doch auch noch eine Heizung in der Ferienwohnung hätten. Aber soweit wird es hoffentlich nicht kommen…

Italy, Elba, Morcone, Beach

Radio gelb schwarz
Nach einer stürmischen dasNacht mit viel Wasser von oben, werden wir heute Morgen von einem grauen Himmel empfangen. Zum Glück wird man beim Tauchen sowieso nass, so dass das Wetter eigentlich keine grosse Rolle spielt. Zudem kühlt das Wasser nicht so schnell ab wie die Temperaturen an Land, so dass wir immer noch mit 22 Grad Wassertemperatur rechnen können. Ein bisschen kalt wird es dann aber trotzdem… Während die Kids sich mit dem Kids Club auf dem Spielplatz tummeln, schwimmen wir am Ponte Morcone tauchend unsere Runden und erfreuen uns vor allem an einem Octopus. Die warme Dusche danach ist eine wahre Wohltat und nach einer Portion Pasta sind wir ready für ein bisschen Sightseeing. In Portoferraio schauen wir uns das Fort und die Altstadt an. Hübsch und abwechslungsreich. Vor dem Antreten der Retourfahrt wartet dann noch eine unerwartete Herausforderung auf uns: das Auto springt nicht an. Zum Glück treffen wir auf zwei rüstige Rentner, die wir beim Fort oben fotografiert haben – man trifft sich immer zwei Mal im Leben -, welche uns helfen das Auto anzuschieben und den Motor wieder in Gang zu bringen. Den Abend verbringen wir “zu Hause” und ich vor allem vor dem Radio. Heute ist YB nämlich ein weiteres Mal in der CL unterwegs und obwohl das Spiel in Italien stattfindet, habe ich keinen Bildempfang. Doch zum Glück gibt es Radio gelb-schwarz, welches mich live mit allem wichtigem versorgt. HOPP YB!

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Herbstlicher Tag
Der Himmel ist wieder blau in blau. Aber man merkt, dass der Sommer nun wirklich langsam fertig ist. Es ist grad ein paar Grad kühler als bei unserer Ankunft. Trotzdem widmen wir uns heute wieder dem Standard-Programm inkl. Pedalo. Einzige Änderungen: statt Patrizia ist heute Steffi im Kids-Club und statt die Beiz links nehmen wir die Beiz rechts. Die Kids baden immer noch voller Elan im Meer. Wir Eltern lassen uns aber nur noch schwer zu einem Bad überreden. Auch am Abend müssen die Faserpelze ein bisschen früher als Anfangs Woche angezogen werden und der Elternabend auf der Terrasse wird auch immer wie frischer. Der Herbst ist da!

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1. Schnorchelversuche
Der Tauchgang heute ist sehr schön. Auf etwas über dreissig Meter gibt es ganz viele schöne grosse und intakte Gorgonien zu bestaunen. Dazu finden wir noch einen Einsiedlierkrebs und einen grossen Drachenkopf. Taucherherz was willst du mehr! Am Nami ist Anina zum ersten Mal bewusst mit der Tauchmaske im Meer unterwegs. Am Abend kann sie sich vor lauter Fische, die sie gesehen haben soll, gar nicht mehr erholen. Ein weiteres Highlight ist die riesige Hüpfburg-Rutschbahn, die heute am Strand für eine Geburiparty aufgestellt wird. Netterweise dürfen diese die Kinder bis zum Eintreffen der Gäste benutzen. Die Kids sind praktisch im Himmel. Gegen Ende des Nami machen wir nochmals einen Ausflug nach Capolivieri. Ohne Wind ist es äusserst angenehm und nach einer kurzen Shopping-Tour gibts ein feines Apero an der Piazza und danach wieder Pizza über die Gasse. Irgendwann sind die beiden dann aber müde und Anina wirds vor lauter herrje grad auch noch schlecht. Zu Hause im Bett bessert sich der Zustand aber sofort wieder und wir dürfen noch einige Abenteuer, die sie heute erlebt haben, anhören.

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Aquanautic
Heute ist der letzte Tag in Morcone. Zum letzten Mal unter Wasser, zum letzten Mal in den Piraten-Club. Wir sind dankbar und stolz haben die Kids so toll mitgemacht bei unseren ersten Tauchferien zu viert. Alles hat bestens geklappt – auch Dank dem super, sehr individuellen Service für die Kids von Aquanatic. Ab Mittag wird der Himmel immer wie grauer. So haben wir genug Zeit nach dem letzten Zmittag am Strand in der Ferienwohnung schon mal zu packen was packbar ist. Danach zeigt sich noch kurz die Sonne und wir gehen für einen letzten kurzen Schwumm mit Taucherbrille in das doch nun recht kühl gewordene Meer. Lange halten wir es nicht aus und die Dusche zu Hause wird von allen geschätzt. Vor dem Znacht gibt es eine kleine Schulstunde, die nicht ganz so erfolgreich ausfällt. Was ist ein Erdbeben, was ist ein Tsunami? Nini ist danach auf jeden Fall ziemlich verstört. Bei einem Wolkenbruch geniessen wir Eltern den letzten Abend auf der Terrasse. Schön wars hier in Morcone. Auch wenn es natürlich bessere Tauchspots gibt, ist das hier für Familien mit kleinen Kindern oder auch mit Kindern, die tauchen lernen wollen, einfach genial. Macht weiter so!

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Back to Costa
Die restlichen Sachen sind rasch parat und im Auto verstaut. Die übervolle Fähre – dieses Mal Moby, das nächste Mal nehmen wir wieder Blue Navy – bringt uns leicht verspätet zurück aufs Festland. Das Wetter ist nun ziemlich hässlich, so dass uns der Abschied von der Insel leicht fällt. Zum Abschluss der Ferien fahren wir nochmals nach Costa zu Edith. Wir kommen gut voran – auch in Genua – und sind zeitig an unserem Ziel. Damit die Kids nach der Autofahrt noch etwas Auslauf bekommen, machen wir zuerst einen Stopp an einem Spielplatz am Meer. Danach beziehen wir wieder unser Quartier bei Edith. Zum Znacht kommen auch Marie-Lena – die Enkelin von Bela – und ihr Freund vorbei. Bei einem Gulasch geniessen wir den Abend in grosser Runde.

It’s a rainy day…
Ausgeschlafen werden wir noch von der Sonne geweckt. Es reicht gar noch für das Zmorge auf der Terrasse. Leider werden die Wolken aber immer wie mehr, so dass wir kuzerhand unser Schönwetterprogramm auf Schlechtwetter umstellen müssen. Als erstes gehen wir Schoppen. Die Kinder werden von der Grosstante so richtig verwöhnt! Dann ist dolce far nicht viel am trockenen in Costa angesagt: spielen, malen, basteln, Tagebuch schreiben, quatschen, iPad schauen, trinken, essen… Schliesslich steht der letzte Abend bei Edith an. Wir werden nochmals richtig verwöhnt. Danke Edith!

Prachtsherbst
Das Wetter hält uns nicht mehr länger im Süden. Und da auch keine Besserung in Sicht ist und zudem die Wetterprognosen zu Hause schon fast hervorragend sind, verlassen wir das regnerische Costa. Das übliche Heinweg-Programm steht auf dem Programm. Zu unserer Freude erwischen dieses Mal sogar einen Autozug durch den Simplon. So wird die Heimfahrt noch ein bisschen kürzer. Zu Hause ist dann tatsächlich Prachtswetter (und wird es auch die nächsten Tage bleiben). So ist die Rückkehr einfach. Der Garten wartet auf uns und wir freuen uns auf unerwartete Grilladen im Spätherbst.

 

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