Author Archives: Raphael Odermatt

Best of 2017

Barcelona

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Wenn einer eine Reise tut…
Aus dem unteren Stock hören wir kurz nach dem Erwachen: “Melia, weisch was, öpis mega cools: mir göh hüt id Ferie!”. Korrekt, die nächsten 7 Tage werden wir in der Umgebung von Barcelona verbringen! Nachdem die ganze Familie gesäubert ist, der Papa den gewünschten Haarschnitt bekommen und die Mama nochmals kurz die Jogging-Schuhe unter die Füsse geschnallt hat, gehts los: im Familienwagen der SBB fahren wir nach Genf Flughafen. Odi ist nicht Fan von dieser Einrichtung, ich schon und die Kids sowieso. Leider behält heute der Papa die Überhand mit seinen Argumenten, denn Nini fällt derart blöd um, dass ihre Lippe platzt. Zum Glück sieht es übler aus als es ist und wir können nach dem Blutungstopp und dem Zähne-Check, den Rest der Zugfahrt ohne weiteren Zwischenfall hinter uns bringen. Am Flughafen angekommen, wartet eigentlich unser schon fast traditionelles Weihnachtsessen auf uns: Mc Donalds! Leider checken wir Eltern zu spät, dass es nur einen Mäc ausserhalb des Sicherheitsbereiches hat und so gibt es dann halt Fast-Food Lasagne statt Hamburger und Pommes. Der Flug geht nicht nur wegen dem Business Class-Beinabstand rasch vorbei. Nach nur etwas mehr als einer Stunde landen wir überpünktlich in Barcelona. Nun muss nur noch der Koffer auf dem Rollband erscheinen und das Auto abgeholt werden. Ersteres klappt bestens, zweiteres leider überhaupt nicht. Obwohl wir auf dem Voucher klar die korrekte Zeit reserviert haben, ist kein Schwein der Autovermietung mehr da. Auch telefonieren und versuchen jemanden zu erreichen, bringt grad gar nix. Von einer anderen Autovermietung erfahren wir schliesslich, dass die netten Mitarbeitenden vor über einer Stunde nach Hause gegangen seien – zur X-Mas-Party wohl…. Aufregen bringt nichts, Plan B muss her und dieser sieht vor, dass ich bei all den noch offenen Schaltern von anderen Autovermietungen versuche, doch noch einen fahrbaren Untersatz zu bekommen. Bei den ersten zwei bekomme ich direkt einen Korb und überlege mir bereits Plan C oder D als ich bei Europcar vorspreche. Hier haben wir Glück und bekommen zu einem akzeptablen Preis tatsächlich noch ein Auto. Ohne lange zu zögern, schlage ich zu und kurze Zeit später sitzen wir im Auto und fahren nach Sitges. Hier werden wir trotz inzwischer später Stunde wie abgemacht erwartet. Unser Zuhause für die nächsten sechs Nächte ist dann wieder eine positive Sache. Das Appartement schön und gross und wie erwartet. Die Kids fallen sogleich ins Koma und Mama und Papa tun es ihnen nach einem Apérol Spritz gleich.

Spain, Sitges, Seagull

Tarragona
Beim Frühstück ist Improvisation gefragt. Zum Glück sind unsere Kids diesbezüglich sehr pflegeleicht und essen den Bretzel vom Flugi von gestern ohne jegliches murren. Danach gilt es einen Grundstock an Essen, Trinken und anderen Notwendigkeiten anzulegen. Dank der Recherche von Odi wissen wir, wo wir dies am St.Stephanstag auch bekommen. Nach dem Grosseinkauf steht dann unsere erste Sightseeing-Station auf dem Programm. Selbstverständlich haben wir unser Reiseziel wie immer ein wenig am Unesco-Buch ausgerichtet. Und so landen wir dann in Tarragona, einem Kaff am Meer mit einer recht schmucken Altstadt mit diveresen römischen Überbleibsel. Obwohl wir die Öffnungszeiten im Internet gecheckt haben, sind das Amphitheater, die Katedrale und das Mueseum geschlossen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als uns mit einem Spaziergang rund um die Sehenswürdigkeiten zu begnügen. Das ist nicht weiter schlimm, aber wir hätten es auch anderes genommen. Zum Zmittag gibts Tapas an der frischen Luft. Die Temperaturen sind mit rund 15 Grad sehr angenehm und die Sonne scheint auch – perfekt. Zurück im Hotel brauchen die Eltern eine kurze Siesta (die Kids haben ihre bereits während der Autofahrt gemacht), bevor wir dann noch einen Blick auf das Meer hier in Sitges werfen. Mit vielen Einheimsichen flanieren wir zum Sonnenuntergang auf dem Sand und der Promenande. Die Kids akzeptieren rasch, dass sie nicht baden können und freuen sich ab all den Muscheln und dem grossen Spielplatz. Znacht gibts im Appartement. Wir sind alle müde und haben Lust auf ein schnelles und einfaches Essen.

Barcelona Part I
Natürlich wollen wir auch etwas von Barcelona sehen auf dieser Reise. Odi und ich waren bereits einmal hier: vor über 20 Jahren auf der Diplomreise der Verkehrsschule. Ob wir uns noch an das eine oder andere erinnern werden? Nachdem das Auto in einem Parkhaus verstaut ist, geht es los. Heute stehen diverse Häuser von Antonio Gaudi auf dem Programm. Nebenbei werden wir auf der La Rambla spazieren und den berühmtesten Mercato besuchen. Unser erster Stopp ist das Casa Batllo. Die Aussenfassade ist wunderschön in im typischen Gaudi-Styl verziert. Etwas weniger schmuck von aussen, dafür umso interessanter von innen ist das Casa Mila. Cool ist, dass man hier auch auf dem Dach über die schmucken und sehr eigenwillig gestalteten Terrassen laufen kann. Weiter hat es noch ein Museum zum und über den Bau des Hauses sowie eine Wohnung, die im Wohnstyl von vor über hundert Jahren bestückt ist. Es gefällt nicht nur uns; die Kids sind mit vollem Elan dabei. Nach dem Mittagsstop im Mäc (doch noch das X-Mas-Meal…) geht es mit der Metro weiter zum “Anfang” der la Rambla. Während Melia sich im Buggy eine Siesta gönnt, schlendern wir mit ein paar anderen Touristen bei teilweise doch recht heftigem Wind – die grösste Gefahr ist heute von einem Baum erschlagen zu werden (wir sehen dann auch tatsächlich zwei umgekippt Exemplare) – via Palacio Güell zum Mercato. Dieser ist einfach der Hammer: farbenfroh, variantenreich, unvergleichlich. Unser letzter Stopp für heute ist dann der Palau de la Musica Catalan. Da wir mit den Kids nicht Lust auf eine geführte Tour haben – einziger Weg das Haus zu besichtigen – bewundern wir das Bauwerk von aussen und mit einem Blick durch das Fenster. Danach haben wir genug vom Sightseeing, steigen ins Auto und fahren retour nach Sitges. Nach dem Znacht im Appartament gehen wir nochmals für einen Nachtspaziergang ins Städtchen. Die Kids haben noch überschüssige Energie und die versprochene Glace wartet auch noch auf sie. Bei einigen hält der Zuckerschub dann leider etwas länger an als erwartet. Nini ist einfach nicht müde und hält bis kurz vor zehn Uhr durch. Danach ist dann endlich Feierabend und die Eltern lassen den Tag beim obligaten Aperol Spritz gemütlich ausklingen.

Spain, Barcelona, Casa Mila

Klosteranlage Poblet
Heute steht die Klosteranlage von Poblet, ein weiteres Unseco Weltkulturerbe, auf dem Programm. Nach knapp einer Stunde Fahrt erreichen wir die grosse Anlage und schliessen uns der nächsten Tour an. Da einige von uns kein Spanisch verstehen, dürfen wir uns das Kloster quasi geführt alleine ansehen. Uns gefällt die Anlage, die heute noch bewohnt ist, sehr gut und Nini avanciert neben dem Papa zum Fotografen Nummer 2 der Familie. Da wir die Erklärungen des Guide nicht anhören, dauert das ganze dann etwas zu lange für das jünste Familienmitglied. Schlussendlich sind wir alle froh, dass wir nach 1.5 Stunden wieder in den Garten entlassen werden und uns auf die Suche nach etwas essbarem machen können. In der Pizzeria sind wir zum ersten Mal auf die Übersetzungskünste von Nini angewiesen. Der Kellner versteht nicht, was ein Ice Tea ist und so kann die Tochter mit ihren Spanisch Kenntnissen aushelfen. Retour in Sitges machen wir uns nach einer kurzen Pause im Appartement noch ein bisschen auf zum Strand. Da der Wind aber nicht weniger geworden ist, wird es wieder nichts mit dem Füsse baden. In “unserem” Hotel gibt es dafür Badespass mit gaaaaaaaanz viel Schaum. Dank dem Sprudelbad ist die Wanne im Nu übervoll mit diesem. Die Freude ist gross! Überhaupt beschäftigen sich die Kids hier sehr, sehr gut alleine. Zwischendurch machen sie auch Blödsinn – diverse Überschwemmungen, der erste Schminkversuch und ähnliches -, aber wir lassen sie weitgehend im Modus “try and error” weiter spielen und geniessen die Ferien ebenso wie sie.

Spain, Poblet, Monestary

Barcelona Part II
Da ich mich mit den Tagen quasi verzählt habe (trotdem sind alle Buchungen richtig), bleiben uns immer noch zwei statt wie geplant nur ein Tag hier in Spanien. Und da wir alles was wir in der Umgebung anschauen wollten, besichtigt haben, bleibt uns unerwartet viel Zeit für Barcelona. Unser erstes Ziel heute ist der Park Güell. Zu unserem Erstaunen muss man diesen zu einem bestimmten Zeitblock besichtigen. Obwohl es aktuell nicht so viele Touristen hat wie wohl in der Hochsaison, wäre der nächste Einlass trotzdem erst in zwei Stunden. Gepaart mit der Erkenntnis, dass wir anno dazu mal schon hier waren und es inzwischen gar regnet, laufen wir zurück zum Parking (die Stadt ist übrigens sehr Auto-freundlich und auch mit dem Mietauto bestens zu erkunden. Es hat viele Parkings und relativ wenig Verkehr mit angenehm fahrenden Mitstreitern. Einzig die Parkgebühr ist doch (berechtigterweise) eher hoch). Bei diesem Wetter ändern wir kurzerhand den Plan und fahren zum Hafen, um uns das Aquarium anzusehen. Leider sind wir nicht ganz alleine mit dieser Idee und wir können lange nicht alle Fische sehen, die es zu sehen gäbe. Das Aquarium an und für sich ist okay, aber mehr auch nicht. Da haben wir auch schon schönere gesehen. Den Kids gefällts trotzdem und mit einem Nemo und einem Dorie unter dem Arm verlassen wir zwei Stunden später die Fische wieder. Da die Sonne auch wieder ihren Weg zu uns gefunden hat und es auch nicht mehr windet, geniessen wir noch einen Spaziergang am Hafenbecken. Es ist fast schon frühlingshaft – wunderbar. Zur Znacht-Zeit sind wir retour in Sitges. Nach der Verpflegung machen wir noch einen Nachtspaziergang mit Gelati-Stopp durch die sehr relaxte Fussgängerzone. Sitges ist wirklich ein idealer und schöner Ort, um die Umgebung von Barcelona zu erkundigen. Überhaupt finden wir immer wie mehr Gefallen an Spanien. Es ist alles sauber, ordentlich, gut organisiert, die Leute sind nett, usw. Ich bin mir sicher, dass wir bald wieder in diesem Land landen werden.

Barcelona Part III
Auch heute steht nochmals eine Fahrt nach Barcelona auf dem Programm. Nach rund einer halben Stunde fahren wir einmal mehr in das gewünschte Parkhaus und starten direkt das Sightseeing-Programm. Das wohl berühmteste Wahrzeichen der Stadt erwartet uns: die Sagrada Familia.

Spain, Barcelona, Sagrada Familia

Die sich seit über hundert Jahren im Bau befindende Kathredrale ist definitiv ein Besuch wert. Im Internet haben wir aufgrund der Erfahrungen der letzten Tage für einen bestimmten Timeslot Tickets gekauft. So können wir ohne lange Anstehen auf das Gelände resp. in die Kathedrale. Der Anblick von aussen mag uns nicht wirklich zu erwärmen. Dafür werden wir dann aber im Innern positiv überrascht. Schön ist vor allem die Schlichtheit und die unzähligen farbigen Fenster, die Dank der Sonne eine tolle, farbenfrohe Stimmung im inneren der Kathedrale hervor zaubern. Nur wenige Meter weiter besuchen wir schliesslich ein altes Spital, das Sant Pau. Das im katalanischen Jungendstil erbaute Spital ist für einmal nicht von Gaudi und deshalb zusammen mit dem bereits besichtigten Musikhaus, welches vom gleichen Architekten ist, ein eigenes Unesco Weltkulturerbe. Die Anlage ist sehr hübsch sowie grosszügig und in Anbetracht dessen, dass hier bis 2009 ein Spital war, äussert interessant gebaut. Inzwischen ist das Termometer auf über 20 Grad gestiegen und wir freuen uns, dass wir die Jacken ausziehen und die Gesichter gegen die Sonne strecken können. Somit ist auch der Rest des Programms rasch verplant: wir fahren zurück nach Sitges und baden die Füsse im Meer. Wir können kaum glauben, dass morgen der letzte Tag des Jahres ist – herrlich! Nach einem Apero im Hotel wollen wir zur Feier des Tages auswärts Znachten (Insider wissen, dass heute ein Familienmitglied einen runden Geburtstag feiert). Doch wir sind zu früh dran für die Spanier, so dass wir – oh Schreck – in einer äusserst billigen Pizza-Bude landen. Wir freuen uns, wenn dann die Kids irgendwann nicht gleich um 6 Uhr kurz vor dem Hungertod stehen und auch mal noch ein paar Minuten warten können, bis zu einem anständigen Znacht. Das ist aber auch grad das einzige Problem, welches es heute zu beklagen gibt. Ansonsten ist/war der Tag einfach perfekt!

Spain, Barcelona, Hospital de Sant Pau

Alpenrundflug – nur fliegen ist schöner!
Als alles verstaut ist, verlassen wir Sitges und fahren in Richtung Flughafen. Bevor wir uns aber auf die Heimreise begeben, haben wir noch genug Zeit ein letztes Gaudi-Vermächtnis anzuschauen. In einer Arbeitersiedlung etwas ausserhalb hat er im Auftrag des lokalen Fabrikinhabers eine sehr eingenwillige und nie gesehene Kirche hingestellt. Da die Messe gleich beginnt, verweilen wir nicht lange. Zurück am Flughafen folgt das übliche Prozedere: Auto retour, Gepäck einchecken, Sicherheitskontrolle, etwas essen, am Gate warten, boarden und los gehts. Der Rückflug wird unvergesslich: kurz vor den Alpen leitet der Pilot bereits den Sinkflug ein. Nicht, dass wir bald schon da wären, nein, es gibt einen extra Alpenrundflug auf einer tieferen Höhe, damit wir alles noch besser sehen. Die Passagiere sind aus dem Häuschen. Dies zeigt sich auch daran, dass während des Fluges alle begeistert anfangen zu klatschen. Die Kids kümmert die Aufregung relativ wenig. Melia verpennt den ganzen Flug und Nini freut sich aber der Tatsache, dass sie 1,5 Stunden auf dem Handy herum drücken darf. Mit diesem tollen Flug geht eine relaxte und ruhige Woche in und um Barcelona zu Ende. Schön wars – wir kommen wieder!

Spain, Barcelona, Swiss Mauntains from Plain

 

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Sicily

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Sommerverlängerung
Irgendwann ist der Dacia voll und die Kinder über-kribbelig, so dass wir Bern hinter uns lassen und gegen Süden fahren. Wir starten die offizielle Verlängerung des Sommers und freuen uns auf das südlichste Italien, dass wir je besucht haben: Sizilien wir kommen. Bis es jedoch soweit ist, dauert es noch eine Weile. Unser erstes Etappenziel heisst Genova. Von dort verlässt unsere Fähre spätabends den Hafen und bringt uns nach Palermo. Ganz schweizerisch sind wir vier Stunden vor Abfahrt da und stellen uns in die bereits existierende Reihe. Einige werden sich nun fragen, warum nehmen sie nicht das Flugzeug? Nun ja, eine super Alternative, aber: sau teuer, Auto brauchen wir sowieso, Kindersitzli und Co. müssen organisiert werden und man muss beim Packen viel mehr überlegen. So stehen wir dann da und warten geduldig bis unser Schiff kommt. Dieses fährt sogar relativ pünktlich ein. Dabei haben wir aber nicht ahnen können, dass das Entladen des Kahns zwei lange Stunden dauern wird! So etwas haben wir doch noch nie erlebt. So stehen wir dann um elf Uhr – der eigentlichen Abfahrtszeit – immer noch genau am gleichen Ort wie um sieben Uhr. Die Kids machen super mit und lassen die Warterei seelenruhig über sich ergehen. Irgendwann fährt dann tatsächlich der erste Lastwagen statt aus der Fähre in die Fähre hinein. Nach einer weiteren Stunde Warten beschliessen wir, dass ich mit den Kids schon mal zu Fuss vorgehe und die Kabine aufsuche. An Schlaf ist trotzdem nicht zu denken. Die Beiden sind beunruhigt, ob der Papa dann auch wirklich auf der Fähre ist, wenn das Ding sich in Bewegung setzt. Um ein Uhr liegen die Kleinen dann endlich in den Federn und schlafen. Auch wir Grossen verpassen die Abfahrt der Fähre und sind froh ab der grossen Aussenkabine mit den doch recht bequemen Betten.

Ein Tag auf See
Früher als gehofft, gibt es um rund acht Uhr Tagwach. Im Internet können wir nachlesen, dass wir erst um 2.30 Uhr losgefahren sind. Oh je, das wird ein langer Tag… Vorsorglich verständigen wir schon mal das Hotel, dass wir ein kleines bisschen später ankommen als geplant. Der Tag geht mit spielen, schlafen, iPad schauen, lesen, malen, spazieren und essen mehr oder weniger rasch vorbei. Als es schon lange dunkel ist, können wir irgendwann tatsächlich endlich Lichter sehen. Das Ziel naht und trotzdem kommt jetzt noch der mühsamste Part: der Kahn muss wieder entladen werden… Da unser Auto auf dem untersten Deck steht, müssen wir uns am längsten gedulden. Erst um halb zwölf – planmässige Ankunft war 17.30 Uhr – fahren wir von der Fähre und schnurstracks ins Hotel. Dort werden wir noch erwartet und fallen mehr oder weniger direkt ins Bett.

Italy, Sicily, Sunset

Quer über die Insel nach rechts
Die nächsten drei Nächte werden wir südlich von Catania nächtigen. Von dort haben wir eine gute Basis, um das wichtigste in der Umgebung zu besuchen. Am frühen Nami erreichen wir unser Ziel. Obwohl uns die Gastgeberin mitgeteilt hat, dass wir sie anrufen sollen, wenn wir bei der Tankstelle X sind, versuchen wir es zuerst auf eigene Faust. Doch wir landen bald wieder bei der Tanke und lassen uns vom Figlio des Hauses abholen. Auf einem Hügel irgendwo im Niemansland erwartet uns eine kleine, aber feine Anlage mit einem hübschen Appartament. Die Kids plangen auf das Meer und so sind wir denn schon bald wieder unterwegs. Leider ist das Wetter kälter als erhofft. Trotzdem stecken wir die beiden in den Badeanzug und lassen sie am Strand und in den Wellen herumspringen. Danach müsssen wir noch etwas essbares auftreiben. Da die Gegend wie ausgestorben wirkt – die Hochsaison ist definitiv vorbei – müssen wir bis nach Catania zurück fahren. Das erste Shopping-Center lassen wir links liegen. Halb Sizilien drängt sich hier mit dem Fiat auf den Parkplatz. Bei der nächsten Ausfahrt finden wir den gewünschten Supermarkt. Auch hier sind wir nicht ganz alleine. Es scheint, dass das Zmittag bei Nonna und die Siesta durch sind und nun alle Zeit zum Shoppen haben. Die Gestelle sind teilweise leer! Zurück in der Unterkunft gibt es endlich wieder mal was warmes zu essen. Die Tortellini schmecken allen. Wenn das Termometer nun noch einige Grad (aktuell so 20 Grad) mehr anzeigen würde, dann sind wir definitiv parat für unsere Reise über die Insel Sizilien.

Noto e Siracusa
Geweckt werden wir quasi von den Mückenstichen der Mädels. Trotz Antibrumm haben die Beiden eine Menge Stiche abbekommen. Wohl verarztet und verpflegt, ist heute dann eher Schlechtwetter-Programm angesagt. Den geplanten Strandbesuch fällt buchstäblich ins Wasser. So fahren wir stattdessen in das kleine, hübsche Noto. Das Kaff zählt zum Unesco Weltkulturerbe, zu welchem eine Handvoll Dörfer in der Gegend gehören. Die Fussgängerzone inkl. Dom und Piazza sind rasch erkundet. Nach einem typischen sizilianischen Fast Food Snack in einer Bar – schmeckt tiptop – geht es weiter nach Siracusa. Hier ist das Wetter schon ein bisschen netter und die Stadt gefällt mit dem annähernd blauen Himmel sofort. Wir spazieren durch die autofreie Zone und bewundern die alten Häuser, die zahlreichen Gassen und die Piazza beim Dom. Nach einer Gelati und einem Besuch bei OVS (Klamotten für alle) – vor allem die Jungmannschaft hat sich dies alles nach dem doch weiten Fussmarsch verdient – fahren wir am späteren Nami wieder retour zu unserer Logie. Die Strassen in Sizilien – inkl. Fahrstil der Einheimischen – sind eher eine Zumutung. Nichts wird unterhalten und teilweise macht sich die Vegatation bis weit in die Fahrspur breit. Trotz den widrigen Umständen fahren die Sizilianer wie die Henker. Odi gibt alles und fügt sich nicht mit nicht ganz soooo halsbrecherischer Fahrtart bestens in den Verkehr ein. Ganz wichtig ist zu wissen, dass die Siziliander nicht mit dem Kreisverkehr umgehen können: hier wird ohne zu halten und ohne Rücksicht auf allfällige Stopp- oder kein Vortritt-Signale direkt in den Kreisverkehr gefahren (schnell natürlich…), so dass meist die Autos, die schon im Kreisel drin sind, anhalten müssen. Zurück im Hotel wollen die Kids unbedingt in den Pool. Mama und Papa schauen dem Treiben aus dem Trockenen zu. Es ist nicht wärmer als gestern und dazu weiterhin regnerisch. Mit Pasta alla frutti di mare geht der Abend zu Ende am Trockenen zu Ende.

Italy, Sicily, Church, Candles

U wes de rägnet…
Also ja, wir haben nass bestellt, aber eher von unten, links und rechts statt von oben (ausser in Form einer Welle…). Als wir erwachen giesst es wie aus Kübeln (am Abend werden wir erfahren, dass es hier seit dem 17.4. ganze 2x geregnet hat, einmal 18 Minuten und einmal 22 Minuten, ansonsten ist bis vorgestern hier kein Regen gefallen.. Schön, dass wir Regentag 1 und 2 – und wohl auch 3 und mehr – miterleben dürfen 🙁 ). Wir gehens entsprechend ruhig an. Wir beschliessen fürs Erste nach Catania zu fahren. Dort hat es in der Innenstadt noch einige Bauten, die das Unesco Weltkulturerbe von gestern, vervollständigen. Wir finden den besten Parkplatz ever und parken legal quasi direkt an den Sehenswürdigkeiten. Als wir die berühmteste Kirche wieder verlassen, können wir unser Glück kaum fassen: es hat tatsächlich aufgehört zu regnen und wir können sogar ein paar Sonnenstrahlen erahnen. Die Kids entdecken zudem ein Sightseeing-Bähndli. Und weil man ja auf Reisen auch mal was auf die Kids-Art tun sollte, sitzen wir bald in diesem Gefährt und lassen uns 40 Minuten an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei chauffieren – eigentlich ganz praktisch, wenn auch nicht Mama-und-Papa-like. Zurück am Ausgangspunkt müssen wir noch in die Apotheke. Die Mückenstiche von Melia haben riesige Blattern gebildet und wir brauchen unbedingt eine Salbe und das korrekte Verbandsmaterial. Somit hat der Regen auch sein Gutes; ob ein Bad im Pool und/oder im Meer damit sinnvoll wäre, wissen wir nicht. Es schüttet wieder wie aus Kübeln und obwohl wir den Etna nicht sehen können, will Odi danach trotzdem dorthin fahren. Mich dünkt das ein wenig übertrieben, ist doch schon vom Schiff aus klar, dass wir auch aus der Nähe nix sehen werden (ich fühle mich wie ein Inder in der Schweiz, welcher genau am Tag x da ist und aufs Jungfraujoch will – notabene eher in Sommer- statt in Winterkleider). Oben angekommen, hat es denn tatsächlich Nebel ohne Ende. Den Kids ziehen wir bei der Saukälte sofort eine Mütze (gestern im Sommerurlaub gekauft…) über die Ohren. Irgendwie hat sich die Fahrt dann aber doch gelohnt. Die beiden Racker finden nämlich den schwarzen Stein super cool. Via Supermercato geht es retour zum Appartamento. Inzwischen können wir nicht einmal mehr draussen auf der überdachten Veranda essen. Es schüttet derart fest, dass es schlicht zu ungemütlich, zu kalt und zu nass ist. Und leider sind die Wetteraussichten nicht besser. Aber was solls: wir nehmens nach dem Motto “Nachem Räge schiint d’Sunne” und freuen uns auf Besserung. Morgen fahren wir eine Station weiter und machen die südliche Seite der Insel unsicher.

Mosaiksteine so weit das Auge reicht
Nachdem wir unsere sieben Sachen wieder im Auto verstaut haben, fahren wir los. Und ja, es regnet. In der Mitte der Insel gibt es ein weiteres Unesco Weltkulturerbe zu bestaunen. Im Palazzo Romano della Casale haben die Römer vor langer, langer Zeit eine grosse Anlage gebaut, die am Boden vollständig mit Mosaikbildern zu gepflastert ist. Die Menge, die Genauigkeit und die Unversehrtheit sind beeindruckend. Da das ganze überdacht ist, stört sogar der Regen kaum. Auf den Landstrassen machen wir gegenüber der prognostierten Ankunftszeit auf dem Navi viel Zeit gut. Teilweise sind wir mehr als doppelt so schnell unterwegs wie angegeben und immer noch langsamer als alle Einheimischen! An der Südküste beziehen wir ein tolles Appartament mit Meersicht. Zum Znacht fahren wir direkt ans Meer. Es ist inzwischen trocken und wir haben Lust auf frischen Fisch. Das Essen ist super und die Kids haben Freude endlich wieder am Meer zu sein.

Sonne!
Wir können unser Glück kaum fassen, als wir die Augen öffnen: es blendet!!! Die Wolken haben sich tatsächlich verzogen und die Sonne scheint. Etwas überfordert ab dieser Tatsache wissen wir zuerst gar nicht was wir heute tun wollen. Wir haben eigentlich ein Schlechtwetterprogramm zusammen gestellt. Probleme haben wir… Am Morgen halten wir an unserem Programm fest. Wir schauen uns das schmucke Städtchen Sciacca an. Im Gegensatz zu vielen anderen Käffer ist es hier aufgeräumt und sauber (das wird sich als allgemein korrekt für die linke Seite der Insel weisen). Ansonsten ist der Umgang mit Müll eine Katastrophe. Überall liegt Abfall in grossen Mengen herum. Und auch sonst ist das ganze meist doch sehr ungepflegt, was wohl mit dem Devisenmangel zu tun hat. Aber eben, Scaccia ist schön. Es gibt sogar eine Fussgänger-Zone. Nach einem typischen Zmittag mit Panini und Pizza aus der Bäckerei fahren wir schliesslich an den Beach. Diese Tatsache freut uns alle sehr. Der Beach ist nicht super schmuck, aber ganz ok. Das Wasser ist nicht mehr sehr warm, aber durchaus aushaltbar. Die Herausforderung besteht heute Nami vor allem darin Melia vom Baden abzuhalten. Die Wunden an ihrem Bein sind immer noch zu gross und wir wollen nichts riskieren. Der Nami geht rasch vorbei und am Abend landen wir wieder in der gleichen Beiz wie am Vorabend. Die Pasta der Kids ist subito weg. Der Fisch von Mama und Papa auch.

Valle dei Tempi
Heute steht das letzte Unesco Weltkulturerbe der Reise auf dem Programm: Valle dei Tempi bei Sonne und stahlblauem Himmel. Als wir den Parkplatz nach mehreren Anläufen endlich gefunden haben, geht unsere Entdeckungstour los. Die Griechen haben hier auf einem Hügel erstaunliches hingestellt. Erstaunlich ist auch, wie vieles davon noch steht. Es hat quasi zwei Akroplis ohne Gerüst! Beim Sightseeing erreicht uns leider die Nachricht, dass unser geplanter Aufenthalt bei (Gross-)Tante Edith ins Wasser fällt. Die Arme hat sich eine Lungenentzündung geholt und wir wollen diese Käfer nicht auch und wollen ihr auch keine weiteren Käfer bringen. Vor allem für Nini bricht eine Welt zusammen. Sie hat sich so auf Edith, Ziza (die Katze) und Costa gefreut. Auf dem Rückweg machen wir noch einen Abstecher zur Scala dei Turchi. Die weissen Felsen in Form von grossen Treppenstufen, die sich hier ins Meer lassen, sind eindrücklich. Da es recht windet ist an baden nicht zu denken. So machen wir stattdessen noch einen Kids-Halt in Sciacca. Die beiden haben gestern ein Karrussel entdeckt (beim letzten Mal wars geschlossen), welches sie nun fahren möchten. Da sie heute das Programm einmal mehr ohne zu murren mitgemacht haben, dürfen sie vier Mal mitfahren. Nach einem letzten Halt beim Shopping-Center sind wir ziemlich kaputt wieder retour im Appartamento. Nach kurzer Analyse der Lage, beschliessen wir hier etwas zu kochen. Die Kids sind müde und der starke Wind macht ein Znacht draussen eh eher ungemütlich. Beim Bier überlegen Odi und ich dann noch die neuen Optionen, die sich aufgrund der Krankheit von Edith ergeben. Da uns die ganze Umbucherei zuwieder ist, werden wir wie geplant die Rückfahrt antreten, in Genua noch eine Nacht verbringen und dann gemütlich nach Hause fahren.

Italy, Sicily, Agrigent, Temple

Wind ohne Ende
Heute müssen wir unser tolles Appartamento in der Nähe von Sciacca wieder verlassen. Eine letzte Station am Meer links von Palermo wartet auf uns. Auf dem Weg dorthin gibt es nochmals einen griechischen Tempel zu bestaunen. In Segesta verbringen wir so den Mittag rund um eine weitere intakte Akropolis. Beim Einstellen des Navis müssen wir dann leider feststellen, dass unsere letzte Ferienwohnung nicht ganz im gewünschten Kaff mit einem der tollsten Strände Siziliens ist. Wir werden irgendwo daneben landen… Eh nu, irgendwie passt das ein bisschen zum Sand im Getriebe, welches uns doch die ganzen Ferien ein bisschen begleitet hat (ich weiss, jammern auf hohem Niveau…). Für den weiteren Sand im Getriebe von heute ist der Wind zuständig. Ein richtig kühles Lüftchen bläst uns um die Ohren und die Wellen sind fast zwei Meter hoch. Somit bleiben die Badehosen einmal mehr in der Tasche. Die Gelati und das Bier lassen wir uns trotzdem nicht nehmen. Nach längerem Suchen finden wir schliesslich auch die Ferienwohnung. Diese ist einfach und zweckmässig. Am verlassenen Strand sind zum Glück noch ein paar Beizen offen. Und so kommen wir auch noch zu einer Pizza, Spaghetti mit Meeresgetier und die Kids sogar nochmals zu einer Karrusselfahrt.

Italy, Sicily, Segesta, Temple

Ein versöhnlicher Tag
Stahlblauer Himmel, Sonne und kein Wind wartet heute Morgen auf uns. Wow, heute könnte wettertechnisch quasi der beste Tag dieser Ferien werden! Am Morgen besuchen wir ein schmuckes Bergkaff irgendwo auf einem Hügel neben Trapani. Obwohl man auch mit dem Auto hierhin fahren kann, nehmen wir aus Unterhaltungszwecken die Gondel. Die Überraschung kommt bei unseren kleinen Mitreisenden gut an. Zurück am Meer fahren wir zum Strand. Wir meinen von der Gondel aus nur kleine Wellen ausgemacht zu haben und hoffen, dass wir die Badehose heute anziehen können. Und siehe da, wir finden ein für einen Stadtstrand ansprechendes Plätzchen und verbringen einen wunderbaren Nami am Strand. Für lange Wassergänge ist es zu kalt, aber im Sand spielen kann man tiptop. Alle – ausser die Mama – werden mehrmals im Sand eingegraben und sind am Ende des Tages nur ein bisschen paniert. Zurück im Hotel gibt es deshalb auch erstmals eine gründliche Säuberung. Wie allgemein bekannt, kann sich Sand so ziemlich überall hin ausbreiten. Das Znacht können wir heute gar unter dem freien Himmel einnehmen. Langsam aber sicher schmecken die Meeresgetiere auch den Skeptikern unter uns immer wie mehr. MEINE Cozze sind jedenfalls subito weg.

Castellammare del Golfo
Am Morgen machen wir zuerst einen Ausflug nach San Vito di Capo. Das wäre eigentlich das Kaff gewesen, wo ich unsere Ferienwohnung vermutet hatte. Das ganze ist hübsch, aber doch sehr touristisch. Zurück in userem Ort, der sich übrigens Castellammare del Golfo nennt, gehen wir quasi direkt an den Strand. Wenigstens einmal wollen wir die optimale Beachfront-Lage unseres Bungalow ausnutzen. Der Strand ist breit und lang und wir haben ihn heute auch noch quasi für uns. Wir lassen uns inwischen von gut 20 Grad (Luft und Wasser) nicht mehr abschrecken und geniessen auch bei diesen Temperaturen den Beach und das Meer. Obwohl unsere Wetter-App sagt, dass die Gewitterwahrscheinlichkeit bei 4% liegt, werden wir prompt irgendwann auch von oben nass. Beim ersten Mal bleiben wir an einer Hauswand am Strand relativ trocken, beim zweiten Mal, als es richtig schüttet, sind wir zum Glück wieder zurück im Bungalow. Bei der Znacht-Suche müssen wir feststellen, dass heute so ziemlich alles bei uns am Strand zu hat. So fahren wir mit dem Auto ins Kaff an den Hafen und finden auf Anhieb einen Parkplatz und eine super Beiz. Das Essen ist fantastisch, das Ambiente perfekt und der Hafen sehr schmuck; genau richtig für den letzten Abend in Sizilien. Morgen gehts retour mit der Fähre nach Genova Wir sind guten Mutes, dass wir dieses Mal etwas zackiger unterwegs sein werden.

Ultimo dia
Heute ist unser letzter Tag auf der Insel. Bis wir am Abend auf die Fähre gehen, gibt es noch einiges zu erledigen. Sightseeing und Shopping stehen auf dem Programm. Vor dem Start ist erst einmal klever packen angesagt. Alles was auf der Fähre mit in die Kabine muss, gilt es im kleinen Koffer zu verstauen. Der Rest findet irgendwie und irgendwo im Dacia einen Platz. Irgendwann sind wir ready und fahren nach Cefalu’. Bei uns bekannt als DAS touristischste Kaff für Badeferien wollen wir uns ein eigenes Bild davon machen. Na ja, für Badeferien kann man getrost an einen anderen Platz reisen. Der Strand ist nicht gerade riesig und in der Hauptsaison ist er sicher proppen voll. Das Städtchen aber, das ist sehr hübsch. Die typischen Gassen laden zum Schlendern und Verweilen ein. An der Piazza stossen wir dann auch noch unerwartet auf ein Unesco Weltkulturerbe (nicht in unserem Buch und deshalb bei uns nicht auf dem Radar). Der Dom im arabischen Baustil ist schlicht, aber imposant. Zurück in Palermo machen wir einen kurzen Halt am Hafen. Wir wollen fragen, ob wir ein Late check-out für die Kabine buchen können (nein) und ob die Fähren on time ist (ja). Mit diesen guten Aussichten machen wir spontan noch einen weiteren Stopp bei einer Sehenswürdigkeit. Der Dom von Palermo zählt nämlich mit dem Exemplar in Cefalu’ auch zur Unescoliste. Danach gibt es Shopping. Die Kids bekommen im OVS noch ein paar Klamotten. Wir Eltern gehen mangels Läden, die uns passen, leer aus. Nach einer Fastfood-Pizza (igitt..) fahren wir schliesslich zum Hafen. Und siehe da, das Schiff ist da und wir müssen auch gar nicht lange warten bis wir boarden können. Quasi pünktlich verlassen wir den Hafen und damit Sizilien. Die Insel hat unsere Erwartungen nicht erfüllt, aber schlussendlich hat es uns doch irgendwie gefallen.

Italy, Sicily, Cefalu, Church

Tag auf dem Meer
Mit einem Plumps – Melia ist aus dem Bett gefallen – werden wir geweckt. Vor dem Fenster sehen wir nur wunderbar blaues Meer, schön blauer Himmel und die Sonne. Was für ein herrlicher Anblick. Nach dem Aufstehen gilt es wieder den Tag auf der Fähre um die Ohren zu schlagen. Die Aktivitäten und das Unterhaltungsprogramm ist wie auf der Hinfahrt. Irgendwann geht dann die Sonne wieder unter und wir nähern uns Genova. Wie gewohnt wird das Entladen des Kahns zur Geduldsprobe. Wir haben zwar nur halb so viel Verspätung wie auf der Hinfahrt, aber irgendwann kommt die Zeit und man will einfach nur wieder Land unter den Füssen haben. Das Hotel ist zum Glück grad beim Hafen und bald liegen wir in den weichen Bettern und träumen von unseren nächsten Ferien.

Tschüss Schoppe, tschou Chätzli!
Zusammen mit einer Horde Jugendlicher, die hier in Genova an den Wettkämpfen für Behinderte die besten Europäer suchen, drängeln wir uns um das Frühstücksbuffet. Dankbar um unsere Gesundheit verlassen wir Genua in Richtung Heimat. Unterwegs machen wir Gravallone Toce unseren obligaten Shoppinghalt. Das Highlight: Nini schmeisst (endlich!) ihren Schoppen, aus welchem sie immer noch jeden Morgen und Abend ihre Milch getrunken hat, in einen Ghüder. Freude herrscht – bei uns und vor allem dann auch bei ihr. Sie bekommt zur Belohnung eine grosse Schachtel Lego. Vollgestopft mt Fressalien und Moretti fahren wir ohne weiteren Halt zurück nach Bern. Wir staunen nicht schlecht als uns nachdem wir die Haustüre geöffnet haben, eine Katze entgegen springt. Das arme Ding hat sich wohl bei der Briefkasten-Leerung rein geschlichen und hier nun die letzten fünf Tage gewohnt. Glücklicherweise hat sie ausser einigen Attacken auf die Rollos keine Spuren hinterlassen. Ps: die Temperaturen sind hier übrigens wärmer als in Sizilen… ha, ha, ha!

 

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