Region Südasien

Sri Lanka & Maldives

Short cut zu den Bildern

 

Sri Lanka wir kommen

Wieder einmal dürfen wir über die Festtage verreisen. Dieses Mal verschlägt es uns für zwei Wochen nach Sri Lanka und danach für eine Woche auf ein Tauchschiff quer durch die Malediven. Für die Reise haben wir uns zwei Herausforderungen auferlegt. Zum einen werden wir alleine mit einem Mietauto durch Sri Lanka fahren (uns erwarten wohl nicht gerade schweizerische Strassenverhältnisse…) und zum anderen haben wir für uns beide nur einen Tramper dabei. Dies ist eigentlich nichts besonderes, doch wer Odis und meine manchmal doch sehr unterschiedliche Auffassung von Ordnung kennt, kann erahnen, dass dies durchaus zu den Herausforderungen zählt :-) . Um uns langsam an die Ferien zu gewöhnen, sind wir bereits gestern nach Frankfurt gereist. Ausgeschlafen und top fit geht es schliesslich am Vormittag zum Flughafen. Da wir den Frankfurter Flughafen langsam aber sicher kennen, finden wir das neue Terminal auf Anhieb und können bald zum obligaten “vor-dem-Abflug-Gin-Tonic” übergehen. Etwas Action erwartet uns schliesslich bei der Sicherheitskontrolle vor dem Gate. Irgendein Koffer ist liegen geblieben und das ganze Areal muss evakuiert werden. Trotz der grossräumigen Absperraktion heben wir mit nur 40 Minuten Verspätung ab. Der Flug ist ruhig und fast perfekt. Nur am Schlaf fehlt es uns. Entsprechend k.o. landen wir im am Morgen um 4.30 Uhr in Colombo.

Colombo

Zu unserer Freude klappt der bestellte Abholservice einwandfrei und wir sitzen bald im Auto, welches uns ins Hostel bringt. Im Hostel angekommen, führt uns unserer Weg direkt ins Bett. Wir wollen ein paar Stunden schlafen, bevor wir uns in die Grossstadt wagen. Einigermassen ausgeruht und frisch geduscht geht es schliesslich auf Erkundungstour. Ohne lange zu zögern, springen wir in den erst besten Bus und lassen uns in die Stadtmitte fahren. Dort wo uns der nette Busmann wieder raus schmeisst, pulsiert das Leben. Die Strassen sind voll mit Händler, die lautstark ihre Ware anpreisen und mit Käufern, die die vielen unnötigen erstehen. Wer geglaubt hat, dass wir in Sri Lanka von sämtlichen weihnächtlichen Aktivitäten verschont bleiben, täuscht sich. Wir müssen bald feststellen, dass das Fest hier genauso so ausgiebig und dazu noch um einiges kitschiger als bei uns zu Hause gefeiert wird. Alles Mögliche wird feil geboten, überall ertönt weihnächtliche Musik und ab und zu winkt uns sogar ein Samichlaus zu. Unser nächstes Ziel ist das Fort. Erst als wir nach längerem suchen kein Fort finden, dämmert es uns, dass es gar kein Fort gibt. Hätten wir den Planeten etwas besser gelesen, hätten wir sofort gemerkt, dass nur das Quartier so heisst. Dafür finden wir die Strandpromenade auf Anhieb. Die wahre Sehenswürdigkeit sind hier die vielen Liebespärchen, die sich hier unter dem Regenschirm (dieser dient als Sonnenschutz, es ist ca. 35 Grad warm und tropisch feucht…) auf den Parkbäncken verstecken. Auf der Suche nach einem kühlen Bier landen wir schliesslich in einem Hotel der gehobenen Klasse direkt am Meer. Wir geniessen die Aussicht, das kühle Blonde und kommen langsam aber sicher in Sri Lanka an. Nach dem langen Fussmarsch zurück ins Hotel sind wir wieder ziemlich erledigt und das Schlafmanko macht sich bemerkbar. Entsprechend holen wir nur noch rasch einen kleinen Snack und verspeisen diesen bei unserem doch sehr gewöhungsbedürftigen Gastgeber im Hostel. Der Typ zeigt sich gesprächig und interessiert.Aber irgendwie werden wir nicht ganz schlau aus ihm. Als Höhepunkt verpasst er mich doch tatsächlich einen Gutenacht-Kuss. Ob man das hier immer so macht, werden wir wohl heute kaum mehr herausfinden… :-)

Abenteuer Mietauto in Sri Lanka – los geht’s

Nach einem ausgiebigen Frühstück warten wir auf unseren Pick-up, welcher uns zur Autovermietung bringen soll. Als nach einer halben Stunde immer noch niemand da ist, werden wir langsam – so richtig swiss-like – ungeduldig und rufen an. Irgendwie haben wir zwar immer jemand am Apparat, aber so richtig Auskunft geben kann trotzdem niemand. Wie durch ein Wunder taucht ein paar Minuten später dann tatsächlich jemand auf. In der Vermietstation gilt es zuerst den ganzen Papierkram zu erledigen. Es scheint als ob alles geklappt hat – ausser der GPS-Reservation! Unser Auto hat weder eine Einrichtung dazu, noch lässt sich auf die schnelle ein funktionierendes Gerät auftreiben. So sind wir plötzlich auch noch mit einer dritten Herausforderung konfrontiert… Kleine Bemerkung am Rande: wir sind ab sofort stolze Besitzer eines Sri Lankesischen Driving Licence… :-) Da uns jeder Angestellter für die Fahrt aus Colombo raus mit einem anderen Tip ausstattet, biegen wir bereits bei der Ausfahrt der Vermietstation in die falsche Richtung ab. Das meinen jedenfalls die drei Typen, die uns winkend nachspringen und uns in die genau entgegengesetzte Richtung lotsen. Wie auch immer, biegen wir halt nach rechts ab, irgendwie werden wir schon aus Colombo heraus finden. Mit Mäzu am Steuer und mir als Kartenleser klappt es jedenfalls auf Anhieb und wir finden auf direktem Weg aus der Millionenstadt raus. Um uns am Anfang nicht gleich zu fest zu überfordern, nehmen wir den Weg nach Anuradhapura entlang der Küste unter die Räder. Da alles ziemlich gut angeschrieben ist und wir uns sonst auf unsere Intuition verlassen können, finden wir ohne Probleme an unser Ziel. Die Strassen sind meist derart gut, dass wir fast immer mit 60 km/h fahren können. Das tönt nun nicht nach gerade viel Geschwindigkeit, ist aber in Anbetracht des doch teilweise recht chaotischen Verkehrs eine echte Leistung. An unserem Ziel angekommen, versagen unsere Navigationskünste dann doch noch. Wir können uns auf der Karte kaum orientieren und irren ziemlich ziellos durch die Gegend. Als wir dann endlich das Guesthouse finden, ist es natürlich schon voll. Auch beim zweiten Anlauf werden wir abgewiesen. Beim dritten Versuch lehnen wir dankend ab, ist das Zimmer doch eher ein stinkiges Maloch als etwas anderes. Am vierten Ort treffen wir zwar auch nicht gerade auf das Paradies, doch da es bald dunkel wird und wir nicht mehr weitersuchen wollen, entschliessen wir uns zu bleiben. Das Znacht gibts in einer einheimischen Beiz. Da der Kassierjunge kein Englisch kann, will er uns zuerst nicht bedienen und übersieht uns grosszügig. Erst als ein anderer Einheimischer uns zu Hilfe kommt, werden wir schliesslich bedient. Die Bestellung ist der Hit – ich zum Einheimischen: two fried rice; der Einheimische zum Kassierer: two fried rice; der Kassierer zum Einheimischen: ok, two fried rice. Im Hostel bekommen wir dann sogar noch ein Feierabendbier. Der Hostelowner hat lange in Europa gewohnt und sieht uns wahrscheinlich an, dass wir nichts gegen ein Bierchen einzuwenden hätte. Jedenfalls fackelt er nicht lange, steigt auf sein Mofa und bringt uns zwei Bier. Das nennen wir Service! Das Wetter ist übrigens heute ziemlich hässlich geworden. Je weiter wir nach Norden kamen, desto öfter hat’s geregnet. Am Schluss hat es schliesslich gar nicht mehr aufgehört. Und siehe da, im Reiseführer steht schwarz auf weiss, dass die Trockenzeit zurzeit nur im Westen und im Süden ist. Im Landesinnern rund um die antiken Städte (hier werden wir sicher die drei nächsten Tage verbringen…) ist Regenzeit! Eh nu, wir haben ja einen Schirm dabei…

 Sri Lanka, Anuradhapura, Stair

U wes de rägnet!

Wir nutzen die Gunst der Morgenstunde und besuchen bei fast regenfreien Verhältnissen den buddhistischen Tempel mit dem wichtigsten Baum in Sri Lanka überhaupt. Man sagt, dass der Setzling vom Baum stammt, unter welchem Buddha zur Erleuchtung gelangt ist. Der Ort ist noch heute ein wichtiger Pilgerort und entsprechend gut besucht. Das wars dann auch schon mit dem einigermassen guten Wetter. Den Rest des Tages hört es praktisch kaum mehr auf zu regnen. Teilweise giesst es derart stark, dass wir uns kaum mehr aus dem Auto wagen und stattdessen die zahlreichen antiken und weniger antiken Stupas nur noch aus dem Trockenen bestaunen. Da keine Besserung in Sicht ist, verlassen wir das Unesco Welterbe nach dem Mittag in Richtung Süden. Das Highlight auf der Fahrt nach Polonnaruwa ist eindeutig der wilde Elefant, der es sich im strömenden Regen in irgendeinem Feld gemütlich gemacht hat. Wir können nur noch staunen, hätten wir doch definitiv nicht erwartet irgendwo auf einem Feld einfach so einen Elefanten zu entdecken. An unserem Ziel angekommen, finden wir auf Anhieb ein nettes, sauberes und zahlbares Zimmer. Den Rest des Tages schauen wir vom Balkon aus dem Regen zu und hoffen, dass es irgendwann – spätestens morgen Vormittag – wieder trockener wird.

Polonnaruwa & Sigiriya

Der Wettergott meint es tatsächlich gut mit uns. Wir können alle Tempelanlagen des Unesco Welterbes in Polonnaruwa ohne Schirm besuchen. Weltklasse! Wie ihr seht, haben wir unsere Erwartungen an das Wetter stark herab gestuft… Die Anlage ist riesig und wir sind froh, dass wir ein Auto haben. So können wir ganz nach dem Motto “Do as the locals do” von einem Tempel zum nächsten fahren und haben erst noch keinen “Schnurri-Tuk-Tuk-Fahrer” im Schlepptau. Zeitweise fühlen wir uns wie in einer versunken Stadt. Wegen des vielen Regens ist alles links und rechts neben den Strässchen überflutet. Entsprechend sind auch die Anlagen eher in grün gehalten, sprich mit Moos überwachsen. Auf der Fahrt nach Sigiriya, dem nächsten Unesco Welterbe, müssen wir dann sogar fast 100 Meter über eine überflutete Strasse fahren. Früher hätten wir wohl gewendet. Heute jedoch fahren wir ohne mit der Wimper zu zucken mit unserem Mini-Chruzli durch und freuen uns, dass kein Wasser ins Auto reinkommt. In Sigiriya angekommen, ist das Wetter immer noch ganz nett und wir besteigen auf direktem Weg den Löwenfelsen. Erst als wir oben ankommen, fängt es an zu regnen. Leider ist somit auch die Aussicht, die sonst sicher super toll wäre, am Arsch. Schade, dass das schlechte Wetter die Atmosphäre dieses einmaligen Ortes damit gleich mit fort wäscht.

 Sri Lanka, Polonnaruwa, Stair

Dambulla & Kandy – und wie wir fast den Zahn verpasst hätten

Die Klimacharts im Reiseführer erzählen tatsächlich die Wahrheit. Je weiter wir nach Süden kommen, desto besser wird das Wetter. Wir müssen heute den Schirm kein einziges Mal aufspannen! Doch alles der Reihe nach… Unsere Aufmerksamkeit gilt heute als erstes den Höhlentempeln von Dambulla. In den Felsen eingehauen, sind hier fünf Tempel entstanden, die mit zahlreichen Buddhas gefüllt sind. Von aussen sieht das ganze nicht sehr schmuck aus. Erst im Innern kann man erkennen, warum die Tempel von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurden.. Vor allem die zahlreichen Felsmalereien sind sehr eindrücklich. Weiter geht es nach Kandy. Der Verkehr im Kaff ist anstrengend und es dauert seine Zeit bis wir uns auf der Karte orientieren können. Da wir das ursprünglich angepeilte Hostel nicht finden, beschliessen wir spontan uns etwas Luxus zu gönnen. Wir steigen in einem zwar alten, aber sehr edlen Hotel direkt im Zentrum ab. Der Hauptvorteil liegt auf der Hand: wir können alle Sehenswürdigkeiten zu Fuss erreichen und das Auto stehen lassen. Als erstes besuchen wir den Tempel des Zahns. Der Zahn, den es dort zu bestaunen gibt, soll Buddha gehört haben. Entsprechend heilig und verehrt ist der Ort. An dieser Stelle muss wohl kaum erwähnt werden, dass auch dieser Ort zum Unesco Welterbe gehört. Unsere Zahnbesichtigung geht beim ersten Mal jedoch in die Hosen. Wir bemerken nicht, dass wir beim Zahn vorbeilaufen und fragen uns später, wo denn nun dieser heilige Zahn eigentlich sei. Erst beim genaueren studieren des Reiseführers wird uns klar, dass wir eigentlich schon daran vorbei gelaufen sind. Da der Zahn zur aktuellen Tageszeit hinter einer Tür versteckt ist, sind wir ein bisschen entschuldigt. Nichts desto trotz nehmen wir nochmals einen Anlauf und pilgern bewusst an diesem Reliquie vorbei. Neben dem Zahn gibt es in Kandy nicht viel zu entdecken. Entsprechend erlauben wir uns ein Mittagsnickerchen – wir sind beide ziemlich verschnupft und nicht ganz fit – und schlendern erst später am Nami um den See und noch ein bisschen im treibsamen Kaff herum.

Fahrt durch das Hill Country

Heute steht uns eine längere Autofahrt bevor. Wir wollen durch das Hill Country soweit als möglich gegen Süden fahren. Die Fahrt ist abwechslungsreich und kurvig. Unterwegs machen wir immer wieder einen Stopp, um die Teeplantagen und die Landschaft zu fotografieren. In der Zwischenzeit fühlen wir uns mehr als wohl auf den Strassen von Sri Lanka. Wir überholen, hornen, und blinken wie die Einheimischen. Wir sind stets eine mittlere Sensation, wie wir hier selbstbewusst den Verkehr meistern und immer wenn uns jemand entdeckt – Touristen mit einem Fahrer oder Einheimische – ernten wir viele unglaubliche Blicke. Gegen vier Uhr sind wir schliesslich an einer Kreuzung, wo wir für die Bettsuche eine Entscheidung treffen müssen. Guten Mutes beschliessen wir noch einige Kilometer weiter in Richtung eines Passes zu fahren. Wir haben Glück und stossen tatsächlich in the middle of nowhere auf ein Dorf, welches sogar ein Guesthouse hat. Im alten britischen Kolonialhaus werden wir herzlich bewirtet und bekocht. Alle haben ihre helle Freude, dass wir den Weg in das abgelegene Kaff Namens Rakwana gefunden haben. Nur der nächtliche Dauer-Klopfer hätte nicht sein müssen.

 Sri Lanka, Polonnaruwa, Monkey

A17

Die Passüberquerung von heute ist spektakulär. Normalerweise sind die A-Strassen bestens bewirtschaftet und genug breit. Die A17 jedoch bildet eine Ausnahme. Die vielen Schlaglöcher und die dünne Strasse machen vor allem die Kreuzungen mit dem Bus abenteuerlich. Wir sind froh, dass wir gestern nicht noch weiter gefahren sind. Lange wäre nichts mehr gekommen und für die 30 Kilometer Fahrt zu unserem ursprünglichen Ziel brauchen wir fast drei Stunden. Leider ist das Wetter ziemlich verhangen. Zum Glück haben wir bereits gestern viele Teeplantagen sowie die Landschaft bestaunen können. Mit jedem Meter, welchen wir näher ans Meer kommen, wird es freundlicher. Nur die Sonne macht sich noch etwas rar. Direkt am Meer finden wir in einem Surfer Hostel ein tolles Zimmer. Da wir keine Surfer sind, geniessen wir die Wellen als Badende. Das Meerwasser tut uns beiden gut. Endlich können wir unsere Nasen so richtig entstopfen. Zum Znacht gibt einen riesigen ganzen Fisch. Mal abgesehen vom vielen Knoblauch könnte man glatt von einem perfekten Znacht sprechen. Ganz besonders freut mich der kurze Telefontalk mit Johnson. Leider wohnt er an der regnerischen und inzwischen weit entfernten Westküste, weshalb ein Besuch bei ihm nicht möglich ist.

X-Mas in Unawatura

Bevor wir uns einige Kilometer weiter in Richtung Colombo vorarbeiten, machen wir einen kurzen Abstecher nach Matara. Die Stadt wird als ursprünglich und nicht touristisch angepriesen. In der Tat sehen wir praktisch keine Touris und geniessen auf einem Walk den kurzen Einblick in den Alltag der Einheimischen. In einem grösseren Tourikaff kurz vor Galle machen wir uns schliesslich auf die Suche nach unserem Hotel für die nächsten zwei Nächte. Nach einigen Fehlversuchen finden wir praktisch direkt am Meer ein tolles Zimmer mit Balkon und sonst allem was das Traveller-Herz begehrt. Wir fühlen uns hier ziemlich an Goa erinnert und doch ist das meiste irgendwie viel netter. Obwohl Sri Lanka in vielem mit Indien vergleichbar ist, finden wir doch immer markante Unterschiede. Als Hauptunterschiede fallen uns vor allem die durchwegs freundlichen und kaum aufdringlichen Menschen auf. Zudem ist es viiiiiiieeeeeeel sauberer. Last but not least ist das Futter nur begrenzt mit dem indischen Essen vergleichbar. Der Abend wir etwas surreal. Vor allem die Familie inkl. Samichlaus, die hier irgendwelche Weihnachtslieder von sich gibt, schiesst doch ziemlich am Ziel vorbei. Während Odi kaum mehr zum Kopfschütteln heraus kommt, kriege ich eher einen Lachanfall. Nicht nur die wirklich unbegabte Familie ist funny. Vor allem die vielen Touris, welche ab diesem Theater fast in Ekstase verfallen, sind extrem unterhaltsam. Merry X-Mas to all of you!

 Sri Lanka, Hikkaduwa, Surfer

Galle

Mit dem Bus fahren wir nach Galle und besuchen das letzte Unesco Welterbe auf dieser Reise. Die Altstadt ist total relaxt und wir spazieren durch so ziemlich jede Strasse. Die alten Häuser, die kleinen Shops und die zahlreichen Cafes haben irgendwie Charme. Wunderbar finden wir vor allem das geringe Verkehrsaufkommen innerhalb der Mauern des Forts. Manchmal ist es einfach viel angenehmer, wenn man einfach latschen kann und nicht immer schauen muss, dass man nicht gleich unter dem nächsten Auto landet. Während sich die meisten Fahrer eines motorisierten Untersatzes einigermassen zu benehmen wissen, sind vor allem die Busfahrer eine wahre Plage. Die Könige der Strasse kennen kaum Gnade und fahren unter Dauer-Gehupe wie die Doofen durch die Gegend. Als wir mit dem Bus zurück zu unserem Dorf fahren, kommen wir in den Genuss genau einer solchen Busfahrt. Der Röhrenblick unseres Fahrers spricht Bände und die linke Hand ist eigentlich immer auf der Hupe platziert Nach einem erfrischenden Bad im Meer widmen wir uns dem Task “Souvenirs”. Wir sind erfreut über die unaufdringlichen Verkäufer und erstehen einige tolle Holzsachen. Zum Znacht gibts den obligaten Seafood. Was gibt es besseres, als am Meer frischen Fisch zu geniessen?

Diving Sri Lanka

Da wir noch genug Zeit haben und es uns irgendwie interessiert, wie die Unterwasserwelt in Sri Lanka aussieht, wagen wir den Sprung ins Wasser und legen heute einen Tauchtag ein. Ohne jegliche Erwartungen springen wir ins Wasser und tauchen am Morgen an einem ganz passablen Wreck. Die Sicht ist unerwartet gut und es gibt tatsächlich einige Fische zu bestaunen. Leider ist der zweite Tauchgang am Nami dann eher ein Rheinfall. Das sogenannte Riff besteht aus einem Haufen von Steinen und Korallen und Fische sind mehr als Mangelware. Zudem ist die See derart rau, dass wir noch auf 20 Meter unter Wasser den Wellengang spüren (wohl auch der Hauptgrund, warum es hier unten so aussieht…). Ziemlich mühsam ist dies vor allem auch beim ins Boot steigen. Bis alle wieder drin sind und der Anker wieder eingezogen ist, werden wir gehörig durchgeschüttelt. Unser Urteil zum Tauchen in Sri Lanka ist nach diesem Tag klar: Sri Lanka ist definitiv keine Tauchdestination!
Zu Unawatuna und dem Beach-Leben im Allgemeinen gibt es noch folgendes zu bemerken: 1. es ist einfach unglaublich wie Nahe hier alles ans Meer gebaut wurde. Es scheint, als ob es wie einen Wettlauf gibt, welcher Hausbesitzer es schafft Bar, Hotel oder was auch immer möglichst nahe am Wasser zu bauen. Die Konsequenzen sind klar: der Strand ist auf ein Minimum geschrumpft und die Brandung frisst sich täglich ein bisschen weiter in die Häuser. Der Bauschutt ist nicht immer ein Hingucker! 2. Die Einheimischen halten sich praktisch nie am Strand der Touristen auf. Nicht das dies irgendwie verboten wäre oder so. Aber es scheint, dass ihnen wohler ist, wenn sie unter sich selber bleiben. Nur die Jungs wagen ab und zu einen Spaziergang zu den Touris. Schliesslich sind ihre Mädels mit der gesamten Kleidung am Baden und die Bikinis der Touristinnen irgendwie anziehender.

Lazy day

Unser heutiges Programm ist schnell erzählt: wir wollen rund 30 Kilometer weiter nordwärts fahren und uns im Strandkaff Number 1 (gemäss Lonely Planet…) ein Hotel suchen. Um nicht bereits nach einer Stunde am Ziel zu sein, fahren wir auf dem Weg nach Hikkaduwa immer der Nase nach den grössten Teil der Fahrt durchs Hinterland. Nur wenige Meter von der Hauptstrasse sind sich die Einheimischen unsere weissen Gesichter (weiss ist etwas untertrieben, schliesslich haben wir doch etwas Farbe angenommen…) kaum mehr gewohnt und winken uns alle ganz aufgeregt zu. Die Menschen sowie die Tee- und Reisplantagen vermitteln ein idyllisches Leben und machen einen total friedlichen und stressfreien Eindruck. Schön! In Hikkaduwa angekommen, müssen wir ein paar Hotels abklappern bis wir endlich ein Zimmer finden. Die Altjahrswoche und die grossen Wellen haben ganz viele Touristen und Surfer in das Kaff gelockt. Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf machen wir es uns am Strand gemütlich und schauen dem bunten Treiben im Wasser zu. Die Wellen sind ziemlich hoch und eigentlich schaffen es nur die Einheimischen immer wieder gekonnt durch das Wasser zu surfen. Zum Znacht muss ich heute auf nicht sehr einheimische Spaghetti umsteigen. Ich habe mir gestern komisch den Magen (schreckliches Fried Rice gepaart mit dem hohen Wellengang auf dem Boot) verdorben (ohne Durchfall und so…) und konnte seither nichts mehr essen. In diesen Fällen hilft auch bei mir nur noch Hausmannskost. Bestellt habe ich al pomodoro fresco. Geliefert wurde alla carbonara mit ein bisschen pomodoro fresco… Na ja, den Speck hätten sie behalten können, aber der Rest war ganz okay.
Was wir hier übrigens total cool finden, ist der Umgang mit Schuhen. Eigentlich könnte man fast sagen, dass Sri Lanka eine barfuss Insel ist. Mindestens 50% der Leute haben hier nämlich keine Schuhe an – und dies unabhängig davon was sie gerade am machen sind! Wir haben uns ziemlich an diese Sitte gewöhnt und sind nun auch oft schuhlos unterwegs. Und wenn wir Schuhe anhaben, dann Flip Flops. Und in diesem Fall passen wir sowieso auch bestens zu Land und Leute; das hätten dann nämlich die anderen 50% an den Füssen.

 Sri Lanka, Hikkaduwa, Farmer

Herausforderung GPS gemeistert

Nach einem erfrischenden Wellenbad im Meer nehmen wir die letzten Kilometer nach Colombo unter die Räder. Die Taktik mit dem durchs nette Hinterland fahren, geht heute nicht mehr ganz auf. Je mehr wir uns der Hauptstadt nähern, desto weniger Landleben gibt es zu entdecken und der Verkehr nimmt zu und zu. Zu unserem Erstaunen finden wir unser Hotel auf Anhieb. Damit können wir an dieser Stelle mit guten Gewissen behaupten (wir glauben fest daran, dass wir morgen auch noch die Autovermietung finden werden…), dass wir die Herausforderung “ohne GPS durch Sri Lanka” gemeistert haben. Die letzte Nacht logieren wir in einem Hotel ganz im Süden der Stadt. Hier gibt es ein relativ ruhiges Quartier, welches sogar Strand- und Meeranschluss vorweisen kann. Der Strand ist zwar weiterhin nicht gerade der Hammer (wir sind rückblickend nicht zu grossen Fans von den Stränden im Süden und Westen Sri Lankas geworden und ziehen nach wie vor die Strände in Südostasien bei weitem vor…), aber für ein Bierchen zwei, ein feines Znacht und ein bisschen People-Watching reicht es auf alle Fälle.

Weiter gehts nach Male

Als alles irgendwie im Tramper verstaut ist, machen wir uns auf die Suche nach der Autovermietung. Und siehe da, auch diese Nadel im Heuhaufen finden wir auf Anhieb. Alle sind höchst erfreut uns zu sehen. Wir haben fast ein wenig den Eindruck, dass ein bisschen am Erfolg unseres Vorhabens gezweifelt wurde. Damit ist auch Task Nummer 2 erfolgreich überstanden und wir geben nicht ganz ohne Stolz die Autochlüssel wieder ab. In Male angekommen, müssen wir erstmals direkt eines der neu erstandenen Souvenirs abgeben. Das Einführen eines Buddhas ist nicht erlaubt! Immerhin sind die Behörden derart kooperativ, dass wir die Statue bei der Ausreise wieder abholen dürfen. Mit Boot (1 Dollar) und Pick-up-Taxi (pauschal 4 Dollar) gehts zum Hotel. Dass hier nur die Transporte billig sind, wird uns spätestens beim Einkaufen bewusst. Unser Znacht – Crackers und Wurst aus Belgien, Käse aus Deutschland, Chips aus der EU und Eistee aus Australien – kostet ganze 17 Dollar. Willkommen im Import-Land Malediven, wo nur die Kokosnüsse, Ananas, Mangos und Papayas sowie die Fische “wachsen”!

Zum Abschluss der Sri Lanka-Rundreise noch einige Eindrücke zum Fahrstil im Land:
– das grösste Fahrzeug hat immer Vortritt
– zwei Fahrbahnen = mindestens drei Fahrzeuge
– Sicherheitslinien inkl. doppelte sind Strassenverzierungen
– Busfahrer sind doch etwas crazy unterwegs und überholen immer und überall
– wer bremst, verliert
– einmal hornen = man wird überholt und zwar bald
– blinken und mit dem Licht hupen erleichtern das Überholen
– überholen kann man überall – auch wenn man nicht sieht, ob jemand entgegen kommt
– überholen kann man auch vor Kurven (auch mit doppelter Sicherheitslinie)
– stoppen kann man immer und überall (immer wieder getestet, vor allem für Samosa Kauf)
– in den Käffern wirkt der Verkehr chaotisch. Polizisten versuchen ihr Bestes
– Polizeikontrollen gibt es viele (wir wurden leider nie angehalten und dies obwohl wir diese Extra-Permits dabei hatten – auch die Polizisten können kaum glauben, dass ein Weisser am Steuer sitzt und lächeln uns nett zu)
Resume: Auto mieten in Sri Lanka ist mit der notwendigen Aufmerksamkeit, ein bisschen viel Wachsamkeit, ein klein wenig Mut und einem Flair für ein bisschen Chaos auf den Strassen überhaupt kein Problem. Unser Tipp: go for it!

Suite?!

Pünktlich um neun Uhr sind wir im Flughafen. Bis auf zwei Taucher sind bald alle Gäste der Nautilus One versammelt. Auf die beiden Vermissten müssen wir glatte drei Stunden warten. Wegen schlechter Kommunikation haben sie im Hotel auf den Pick-up gewartet… Die Nautilus One übertrifft unsere Erwartungen. Das Schiff ist in unseren Augen riesig und bietet allerhand Platz zum Relaxen und Faulenzen: Chill-out Area am Schatten, Sonnendeck und riesige Esskabine. Riesig ist auch unsere Kajüte. Wir haben Platz zum Verschleudern – Doppelbett und Badezimmer inklusive. Die Gästeschar ist international und auch vom Alter her bunt gemischt. Die nächsten sieben Tage werden wir mit zwei Schwedinnen, drei Österreichern, fünf Deutschen, einer Japanerin, einem Russen, einem Chilenen und einer Taucherin aus Honduras verbringen. Zum Tauchen kommen wir heute nicht gross. Auf dem Programm steht nur der Check-dive. Weil wir weitaus am langsamsten unterwegs sind, verpassen wir bereits auf diesem ersten Tauchgang den Anschluss an unsere Gruppe. Die ersten Minuten reichen dem Divemaster jedoch aus, um unser Tauch-Skills zu beurteilen und so dürfen wir fortan stets alleine und in unserem Tempo durch das Meer schwadern.

 Maldives, Nautilus, Fish red

Suppe?!

Entgegen den üblichen Tauchzeiten dürfen wir heute ausschlafen. Aufgrund der schlechten Sicht unter Wasser haben wir nämlich kurzerhand die Route geändert, weshalb wir vor dem ersten Dive ins nächste Atoll schippern. Hier ist die Sicht zwar auch nicht gerade der Hammer, doch die vielen grossen Riffhaie können wir trotzdem bestens erkennen. Dazu kommt ein überdimensionaler Napoleon, welchen ich aufgrund seiner Grösse zuerst doch glatt für einen Korallenblock gehalten habe. Die beiden folgenden Tauchgänge machen wir direkt vor der Insel Maayafushi, wo wir im 2004 in den Ferien weilten. Das Highlight in der trüben Suppe ist der weisse Manta, welcher gemütlich an uns vorbei segelt. Diese Tiere sind einfach immer wieder besonders eindrücklich und wir müssen uns richtig gehend zwingen, ihm nicht in die Tiefe nachzuschwimmen. Für den heutigen Silvesterabend hat die Crew die gesamte Essenskabine mit Unmengen von Ballonen und Lichterketten geschmückt. Nach dem feinen Znacht warten wir bei guten Gesprächen, kühlem Bier und lauter Musik auf den Jahreswechsel. Pünktlich um Mitternacht gibts Kuchen und Tequilla aufs Haus resp. Schiff. Wir wünschen allen ein gutes neues Jahr – bleibt fit und munter!

Manta?!

Heute ist die Sicht unter Wasser schon viiiiiel besser. Die Wirkung des Tauchplatzes ist denn auch ganz anders. Ich weiss oft gar nicht wo hinschauen, so viel gibts am Riff zu entdecken. Auf dem zweiten Tauchgang haben wir nur ein Ziel. Wir wollen Mantas sehen! Wir müssen nicht lange warten und schon bevor wir die Putzerstelle erreichen, schweben die gigantischen Tiere an uns vorbei. An der Putzerstation selber legen wir uns über 20 Minuten auf den Boden und schauen den Tieren einfach nur zu. Teilweise kommen die Mantas so nahe, dass ich ein, zwei Glückstränchen kaum zurückhalten kann. Toll! Zum Znacht hat sich die Crew etwas ganz besonderes einfallen lassen. Auf einer einsamen Insel haben sie aus Sand einen Tisch in Form eines Walhaies gebaut. Ein besserer Ort für das erste Barbecue in diesem Jahr gibt es eigentlich nicht, oder?

Walhai?

Faktisch waren wir noch nie so Nahe an einem Walhai dran wie heute – sagt wenigsten der Divemaster Nick. Also gut, machen wir uns auf die Suche! Der erste Tauchgang ist einfach der Hammer. Die Sicht ist super gut, das Riff wunderbar farbig und die Adlerroche, die lange Zeit mit uns schwimmt, das Tüpfchen auf dem i. Taucherherz was willst du mehr? Unser Taucherherz hat trotzallem noch einen Wunsch: Walhai! Auf der Suche nach dem grössten Fisch fahren wir am Atollrand rauf und runter. Odi und ich stehen über zwei Stunden auf dem Sonnendeck und schauen aufs Wasser. Leider für nichts respektiv nur für einen Sonnenbrand. Auch auf dem zweiten Tauchgang nix… Ja nu, hats nicht sollen sein. Irgendwelche (Taucher-)Träume muss man sich ja erhalten… Mein Highlight des Tages sind die Mantas, mit welchen wir auf der Rückfahrt schnorcheln können. Einfach nur toll, wie ich neben den Viechern her schwimmen kann.

 Maldives, Nautilus, Fish white

Strömung, Nullzeit und andere Herausforderungen

Der Tag beginnt früh. Um halb sieben Uhr sind wir bereits im Wasser. Da die Strömung auf dem Thila ziemlich stark ist, brauche ich viel Luft. Kombiniert mit der immer näher kommenden Nullzeit muss ich wohl oder übel bereits nach 40 Minuten das Zeichen zum Aufstieg geben. Für einmal sind wir damit bei den ersten, die wieder zurück im Boot sind. Sowieso habe ich heute eine Art “taucherischer” Stillstand zu vermelden. Auch auf den zwei weiteren Dives schwimme ich eher neben als in den Flossen. Zudem gibt es überhaupt nichts Spezielles zu sehen. Ja nu, nicht jeder Tag unter Wasser kann perfekt sein.

Ein ganz normaler Tag an Bord der Nautilus One

Nachfolgend die Beschreibung eines ganz normalen Tages auf der Nautlius One:
Aufstehen; Kaffee trinken und Güetzi essen; 1. Tauchgang; frühstücken; quatschen mit Margit und Otto (zwei super coole Abenteurer aus der Nähe von Wien – wonderful to know you guys!) sowie den anderen Divern; 2. Tauchgang; Zmittag essen; lesen, quatschen, loggen, faulenzen; 3. Tauchgang; duschen; Deko-Bier zum Sonnenuntergang; Znacht essen; qautschen und den Abend ausklingen lassen; ins Bett hüpfen.
Unser Fazit: wunderbar, wobei ein vierter Tauchgang den Tag noch perfekter gemacht hätte…

Last day diving

Da die meisten bereits morgen in der Früh ihren Flug haben, gibt es heute nur einen Tauchgang. Und da zwischen dem letzten Tauchgang und dem Abflug 24 Stunden liegen sollten, sind wir bereits um sieben Uhr im Wasser! Wir finden beides etwas mühsam, denn erstes geht unser Flug erst einen Tag später und zweitens haben wir somit faktisch den ganzen Tag „nichts“ zu tun. Aus für uns unerklärlichen Gründen schwimmt die Gruppe beim Abstieg wie die Doofen gegen die Strömung. Ich habe innerhalb von wenigen Minuten bereits 50 bar gesoffen, weshalb wir irgendwann alleine in die andere Richtung abhauen. Gute Entscheidung, denn nach nur wenigen Minuten stossen wir auf eine Haiputzstation. Zwei ziemliche „Tütschi“ lassen sich von uns überhaupt nicht stören und schwimmen langsam mit uns über das Riff – cool. Den Rest des Tages verbringen wir faulenzenderweise auf dem Schiff. Wir haben keine Lust mit den meisten anderen nach Male zu fahren, da wir zum Abschluss eh noch zwei ganze Tag in der Stadt verbringen werden.

 Maldives, Nautilus, Nemo

Male

Nach dem Frühstück ist es Zeit das Schiff zu verlassen und Abschied zu nehmen. Besonders schwer fällt uns der Abschied von Margit und Otto. Wir haben die beiden in den letzten Tagen sehr ins Herz geschlossen und freuen uns bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit ihnen – wo auch immer, dies sein wird! Im Guesthouse angekommen ist unser Zimmer bereits parat. Und da Male in wenigen Stunden besichtigt sein soll, lassen wir es ruhig angehen und surfen stattdessen erstmals gehörig durchs Internet sowie durch die zahlreichen TV-Programme. Irgendwann muss man sich ja wieder auf den neusten Stand bringen… Am Nami wollen wir zu Fuss die Insel umrunden. Vorbei am „Strand“ der Einheimischen, Hafen, Früchtemarkt, Fischmarkt, zahlreichen Spielplätzen usw. schaffen wir bis zum Wolkenbruch in über zwei Stunden nur gerade drei Viertel der Insel abzulaufen. Da soll mal einer sagen, dass die Insel klein sei! Entgegen der allgemein gültigen Meinung von allen Malediven-Touristen finden wir Male auch gar nicht mal so langweilig. An jeder Strassenecke gibt es etwas Spannendes zu entdecken. Der heutige Regen war übrigens auf den Malediven fast eine Premiere. Das erste Mal hat es gestern Abend geregnet. Ansonsten war das Wetter in der letzten Woche voll und ganz nach unserem Gusto.

Bier gefunden!

Ausgeschlafen machen wir uns auf, um auch noch den Rest von Male zu entdecken. Ohne Karte schlendern wir durch die Strassen und geniessen nochmals so richtig die Hitze. Nach dem Besuch der grössten Moschee der Malediven sowie einigen Fotostopps bei ein paar weiteren Male-„Highlights“ wollen wir unseren Durst mit einem Bier löschen. Da es in ganz Male keinen einzigen Tropfen Alkohol gibt, nehmen wir kurzerhand die Fähre zur Flughafeninsel und setzen uns an den Pool des dortigen Resorts. Was macht man nicht alles für ein kühles Blondes? Schmecken tut’s jedenfalls ausgezeichnet. Über den Preis machen wir an dieser Stelle keine Angaben… Die nächste Fahrt mit der Flughafenfähre ist dann leider auch die letzte. Der Abschied wird uns insofern versüsst, als dass wir nochmals auf Margit und Otto treffen. Die beiden warten bereits am Jetty auf uns. Der definitive Abschied geht dann beinahe noch in die Hosen. Da unser Flug früher ist, können wir nicht zusammen in das Terminal hinein. Kurz bevor auf dem Bildschirm für unseren Flug „Final Call“ angeschrieben wird, schaffen wir es zum Glück doch noch. Ein Schmatzer und eine Umarmung später sitzen wir auch schon fast im Flugzeug, welches uns via Colombo zurück nach Frankfurt bringt. Schön wars, die letzten drei Wochen auf Achse!

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New Delhi

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Adieu Sommer

Heute verlassen wir Goa und fliegen für die letzten paar Tage unserer Reise nach Delhi. Da wir wissen, dass uns zu Hause der Winter erwartet, fällt der Abschied schwer. Gerne würden wir die Flip Flops und kurzen Hosen auch zu Hause gleich wieder anziehen! Wie bereits auf dem Hinflug haben wir auch dieses Mal wieder fast zwei Stunden Verspätung. Uns fällt auf, dass eigentlich nur unsere Airline immer zu spät ist. Ja nu, man kann nicht alles haben. Die Kombination günstig und pünktlich gibt es wohl auf dem indischen Markt nicht. Am Flughafen von Delhi werden wir von zwei Mitarbeitern des gebuchten Hotels erwartet. Das Schild, dass die beiden in die Höhen halten, ist eigentlich nicht entzifferbar. In meinem Nachnamen hat es ungefähr zehn Fehler. Wer jetzt denkt, dass dies wegen meiner hässlichen Handschrift sei, täuscht sich. Die Reservation habe ich nämlich per Internet gemacht… Doch auch so, scheint „Fankhauser“ kaum schreibbar. Immerhin haben sie „Karin“ fehlerfrei aufs Papier gebracht. Das Hotel ist gut gelegen und wir bekommen ein schönes und grosses Zimmer. Dieses war auch nicht ganz gratis. Aber am Ende der Reise darf man sich schliesslich auch etwas gönnen.

Unesco Welterbe Nummer 13

Wir beginnen unseren Tag mit dem Besuch des Humayum’s Tomb. Das Grabmal ist das 13te und letzte Unesco Welterbe dieser Reise. Da wir in den letzten Wochen schon ein paar ähnliche Bauten gesehen haben, sind wir nicht übermässig beeindruckt. Irgendwann gleichen sich diese Tomb’s doch alle sehr.

India, Delhi, Humayuns Tomb

Auch der Connaught Place haut uns nicht aus den Socken. Obwohl der Strassenverlauf auf der Karte – es ist alles kreisförmig gebaut – interessant aussieht, ist es live nur halb so eindrücklich. Auch die zahlreichen Shops um den Platz sind nicht ganz nach unserem Geschmack. Eigentlich haben wir gedacht, dass wir in Delhi noch einige Klamotten kaufen können. Doch die neuste Mode von Delhi scheint nicht ganz die gleiche zu sein wie in Bern und wir suchen vergebens ein MBK oder BB Plaza. Und so lassen wir es dann auch gleich sein mit den Jeans und T-Shirts und geben unser Geld stattdessen für Souvenirs im Main Bazar aus. Diese sind zum Glück immer zeitgemäss – auch bei uns zu Hause. Hier in Delhi hat es wieder übermässig viele Stürmis. Überall wird uns der Weg zu irgend einem Shop gezeigt. Zwei Mal werden uns auch Drogen angeboten. Dank klaren Ansagen auf Englisch („piss of“) und Bärndütsch („fahr ab“) hauen die Jungs aber schnell wieder ab. Das Znacht gibt’s schliesslich in Happen. Wir kehren in drei verschiedenen Beizen ein: 1. Beiz = ein Bierchen, 2. Beiz = Dal und Roti, 3. Beiz = Mutton- und Chicken-Kebap. Mmmmmhhhhh…

Old Delhi

Bei unserem ersten Ziel stossen wir auf verschlossene Türen. Da Morgen der Republic Day (= offizieller Feiertag mit einer riesigen Militärparade) ist, hat das Red Fort bereits heute zu. Es scheint als ob die Polizei kein Risiko eingehen will und bereits einen Tag vor den Feierlichkeiten die wichtigsten Sehenswürdigkeit und Strassen bewacht resp. absperrt. Wir verschieben den Besuch auf einen späteren Zeitpunkt und besuchen stattdessen die grösste Moschee von Indien sowie die Altstadt von Dehli. Die Moschee ist nicht extrem prunkvoll, aber sehr gross und irgendwie trotzdem eindrücklich. 25’000 Gläubige finden hier zum gemeinsamen Gebet Platz. Neu ist für uns, dass man hier auf ein Minarett steigen kann. Wir nutzen diese Chance und geniessen den Ausblick über die Altstadt aus luftiger Höhe. Old Dehli selber ist ein Wirrwarr aus engen Gässchen mit unzähligen Shops. Wir laufen planlos durch die Gegend und erfreuen uns ab all den Farben und Geschmäckern, welche uns in jeder Ecke begegnen.

India, Delhi, Chapati

Nach dem Sightseeing-Programm haben wir Lust auf etwas Ruhe und ein Bier an der frischen Luft. Dank dem Planet wissen wir, dass es um den Connaught Place einige Plätzchen hat, die uns genau dies bieten können. Um dorthin zu gelangen, nehmen wir die Metro. Wir staunen wie sauber und modern diese ist. Die Preise sind moderat, so dass sich auch viele Einheimische dieses Fortbewegungsmittel leisten können. Die Metro wurde übrigens extra für die Commonwealth Games, welche im 2010 in Delhi stattgefunden haben, gebaut. Heute kommen wir doch auch noch kurz ins Shoppingfieber. Allerdings endet nicht jeder Kauf erfolgreich. Die zwei Paar Jeans, welche wir für ein paar Rupies auf dem Markt kaufen, entpuppen sich bei der späteren Anprobe im Hotel als zu klein. Dafür passen die Schuhe umso besser. Und die Bronzestatuen sind sowieso der Hit!

Republic Day

Da heute der Nationalfeiertag Indiens ist, geht nicht viel. Die Strassen sind für indische Verhältnisse leer, die meisten Shops haben zu und die Stürmis haben irgendwie auch alle frei. Bereits beim Frühstück läuft der TV und zeigt live die Parade zum Republic Day. Die Servierboys sind derart fasziniert von den Feierlichkeiten, dass wir unseren Kaffee mehrmals bestellen müssen. Zuerst zeigen alle möglichen militärischen Gruppierungen ihr Können. Später darf sich auch noch jeder District auf einem eigenen Themenwagen vorstellen. Zum Abschluss der Parade gibt es schliesslich noch etwas Action: die Kampfjets fliegen ihre Formationen über der Stadt. Wir können dies sowohl im TV als auch aus dem Hotelfenster bestens beobachten und sind so doch noch halb live mit dabei. Um noch ein bisschen nach draussen zu kommen, machen wir nochmals einen Spaziergang über den Main Bazar und die dazugehörigen Hintergässchen. Zum Znacht wollen wir uns ein letztes Mal in einem Restaurant verwöhnen lassen. Leider ist unsere Wahl nicht gerade gut. Das Essen ist solala und wir sind ein bisschen reuig, dass wir uns nicht auf der Strasse einen Snack gegönnt haben.

Namaste India!

Nach drei Tagen ist heute das Red Fort endlich wieder für die Öffentlichkeit zugängig. Obwohl das Gelände gross ist, sind wir bald mit der Besichtigung fertig. Es hat nur wenige alte und somit sehenswerte Gebäude. Der grosse Teil ist überbaut mit neueren, hässlichen Bauten, die man getrost bei Seite lassen kann. Schade, im Vergleich zu den anderen Forts, welche wir in Indien besucht haben, landet dieses ganz klar weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Auf dem Rückweg durch Old Dehli geniessen wir ein letztes Mal so richtig den Alltag in den indischen Strassen.

India, Delhi, Fruits

Wir machen „soak up the atmosphere“ und speichern all die farbenfrohen und lebensbejahenden Bildern fest in unseren Köpfen ab. Am Nami treffen wir uns mit einer NGO (www.saalambaalaktrust.com) und machen einen zweistündigen City Walk. Die Organisation kümmert sich um die Strassenkinder, welche im und um den Hauptbahnhof von Delhi leben. Nur in der Hauptstadt selber gibt es 100’000 solcher Kinder!. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele hauen von zu Hause ab, weil die Familie nicht genug zu Essen hat für alle oder weil sie geschlagen oder missbraucht werden. Viele gehen auch einfach verloren. Die meisten bei einem religiösen Fest, viele jedoch auch beim Herumreisen. Alleine am Bahnhof von Delhi sollen täglich 30 Kinder „verloren“ gehen. Für uns unvorstellbar! Ein bisschen lächeln, müssen wir beim nächsten Grund: viele reissen zu Hause aus, weil sie unbedingt ein Bollywood-Star werden wollen und denken, dass sie dies in der Grossstadt am besten erreichen. Die meisten Kinder landen über kurz oder lang an einem Bahnhof, da hier das Überleben am einfachsten ist. Mit dem recyclen von Abfall können sie pro Tag rund vier Dollar verdienen. Mit Betteln und Stehlen gibt’s noch ein paar Rupies extra. Das Geld muss nicht für Essen eingesetzt werden. In den Zügen finden sich immer genug Reste und wenn dies trotzdem nicht reicht, kann jeder Inder in einem Sikkh-Tempel 24h pro Tag gratis Essen bekommen. Oft brauchen die Kinder das Geld für Drogen (Leim schnüffeln und Kokain). Noch viel beliebter ist es jedoch das Geld für Bollywood-Filme auszugeben. Mit jedem neuen Film, welcher am Freitag in die Kinos kommt, können sie in für einige Stunden in ihr Wunschleben entfliehen. Der TV ist damit meist auch der Hauptgrund, warum die Kinder schliesslich bei Saalam Baalak Trust landen. Welcher Fan kann schon nein sagen, wenn er seine Lieblinge jeden Tag und erst noch gratis im TV sehen kann! Natürlich bietet die Organisation den Kindern auch noch weitere Benefits. Neben Essen, Betreuung, medizinischer Versorgung und einem Dach über dem Kopf gibt es auch Schulbildung. Kein Kind wird gezwungen, sich der Organisation anzuschliessen. Die Mitarbeiter von Saalam Baarak Trust sind jeden Tag in der Region des Bahnhofes unterwegs, um mit Kindern zu sprechen und ihnen die Möglichkeit eines anderen Lebens zu bieten. Vor allem bei den Mädels ist schnelles handeln wichtig. Ansonsten landen diese sehr schnell in der Prositution. Viele Kinder wollen die Freiheit des Strassenlebens nicht aufgeben und entscheiden sich bewusst für das gewählte Leben. Aus diesem Grund unterhält die Organisation auch zwei verschiedene sogenannte Shelters. Die eine Art ist für Kinder, welche nicht mehr auf der Strasse leben wollen, die andere Art ist eine Anlaufstelle, welche jeden Tag vier Stunden geöffnet hat und die Strassenkinder bei jeglichen Problemen unterstützt. Wir besuchen auf dem Walk beide Orte. Da die Anlaufstelle bereits geschlossen hat, treffen wir dort nur auf Angestellte, welche mit dem registrieren der Bahnhofkinder beschäftigt sind. Im Shelter, wo die Kinder leben, welche sich fest der Organisation angeschlossen haben, ist viel Betrieb. Wir platzen mitten in eine Schulstunde und werden von den Kindern herzlich empfangen. Der jüngste ist gerade mal sechs Jahre alt! Sie geniessen die Abwechslung sehr und können sich kaum mehr von uns losreissen. Wir sind dankbar, dass wir diesen Eindruck an unserem letzten Tag in Indien bekommen durften und verstehen nun das Leben der Strassenkinder um einiges besser. Übrigens ist die Organisation natürlich auch sehr bemüht Kinder, welche verloren gegangen sind, wieder nach Hause zu bringen. In einigen Fällen gelingt dies, in einigen jedoch leider auch nicht.

India, Delhi, Spices

Zum Abschluss der Indienreise kann ich an dieser Stelle auch noch über ein anderes „Projekt“ berichten. Odi hat seit der Einreise sein Portemonnaie mit einigen Rupies drin immer im Hosensack herum getragen. Der Selbsttest sollte zeigen, ob er es schafft, dieses sicher bis nach Delhi zu bringen. Und siehe da: alles ist noch da – no pickpocketing!
Den Rest des Abends verbringen wir im Hotelzimmer. Kurz nach Mitternacht steigen wir ins Taxi, lassen uns zum Flughafen bringen und sagen: Bye bye, incredible India!

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Karnataka and Goa

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Auf nach Goa

Auch die Flüge sind in Indien oft und gerne verspätet. Ganz drei Stunden müssen wir ausharren bevor es endlich los geht. In Goa werden wir von einem warmen Wind empfangen. Endlich wieder T-Shirt-Wetter! Da es schon spät ist, haben wir nur noch zwei Ziele: Essen und ein kühles Bier. Wir finden beides ohne Probleme und lassen den Abend gemütlich ausklingen. In Indien werden wir übrigens immer wieder gefragt, ob wir aus Liebe geheiratet (…:-)…) hätten. Für viele Inder ist dies meist ein grosser Traum und wir ernten immer wieder neidische Blicke. Hier wird die Braut für den Sohnemann meist von den Eltern ausgesucht. Wenn dann alle Sterne und Orakel auch noch ein gutes Omen sprechen, ist die Ehe meist beschlossene Sache. Zum Glück ist dies bei uns ein bisschen anders, auch wenn man nicht verheiratet ist…

Old Goa

Heute wollen wir uns die Kirchen von Old Goa anschauen. Die Bauwerke stammen aus der Zeit, als das Christentum nach Indien gebracht wurde und gehören zum Unesco Weltkulturerbe. Bevor wir jedoch in den Bus steigen, kaufen wir relativ spontan ein Ticket für den Nachtbus heute Abend nach Hampi. Da wir nicht sieben Tage faul am Strand herumliegen wollen – uns würde spätestens nach zwei Tagen eh langweilig – machen wir noch einen Ausflug ins Hinterland. Obwohl Nachtbusse nicht gerade zu unserem Lieblingstransportmitteln (vor alllem von mir!) gehören, werden wir also die nächste Nacht wieder einmal in einem Bus verbringen. Die Kirchen von Old Goa sind rasch besichtigt und unserer Meinung nach nicht gerade ein totales Highlight. Da heute Sonntag ist, hat es viele Leute und wir werden immerhin gut unterhalten. Zurück in Panji faulenzen wir noch ein bisschen im grossen Hotelzimmer, bevor wir schliesslich in den Bus nach Hampi einsteigen. Im Bus hat es auf jeder Seite oben und unten je zwei Doppel-Couchette. Das könnte doch glatt eine angenehme Fahrt werden! Und siehe da, ich Nachtbussfeindin schlafe gut. Odi hingegen kämpft mit der zu kurzen Beinfreiheit sowie dem Gerüttel und findet leider nur wenig Schlaf.

Hampi

Ich bin derart im Tiefschlaf, dass ich zuerst gar nicht erwachen will, als es durch den Bus tönt „Hampi, Hampi“. Odi braucht einige Überzeugungskraft, um mich aus dem Bus zu bringen. Mit der Rickshaw lassen wir uns zu einem Hotel fahren. Da es noch frühmorgens ist, ist noch an der Reception noch niemand anzutreffen. Ohne lange zu warten versuchen wir deshalb unser Glück beim nächsten Guesthouse. Hier ist zum Glück alles parat für Frühankömmlinge wie wir und kurze Zeit später schlafen wir auch schon wieder – dieses Mal jedoch im Hotelbett. Nach rund zwei Stunden Schlaf machen wir uns schliesslich auf zu den Tempelanlagen von Hampi, der letzten grossen Hindu-Haupstadt, bevor die Region vom Islam dominiert wurde.

India, Hampi, Bazar

Zu ihren Glanzzeiten wohnten rund 500’000 Einwohner hier. Heute sind es noch ein paar wenige Zehntausend. Die Tempelanlagen liegen in einer wunderbaren Gegend zwischen riesigen runden Felsmocken. Uns erinnert die ganze Szenerie an eine Mischung zwischen dem australischen Outback (Devil Marbels) und dem Wüstengebiet von Arizona, welche mit etlichen kleinen und grossen der Akropolis gleichenden Tempeln gespickt ist.

India, Hampi, Boat

Kein Wunder gehört dieser Fleck der Erde zum Weltkulturerbe der Unesco. Da Odi den fehlenden Schlaf der letzten Nacht ziemlich stark spürt, gibt es nach der Besichtigungstour eine Runde Siesta. Nach dem Futtern machen wir uns dann nochmals auf zu den Tempelanlagen, um den Sonnenuntergang zu geniessen. Eine wahrlich wunderschönes, friedliches Dorf, welches von einer eindrücklichen Landschaft mit unzähligen kulturellen Highlights gespickt ist. Wir bereuen keine Sekunde, dass wir den Abstecher in die Mitte von Südinden gemacht haben.

Pattadakal

Für den heutigen Ausflug mieten wir uns wieder einmal ein Auto. Da selber fahren in Indien ein absoluter Blödsinn wäre, wird der Fahrer mit der Automiete jeweils automatisch dazu geliefert. Und so fährt uns Jansu ins rund 180 Kilometer entfernte Gebiet rund um Badami. Da die Strassen nicht gerade der Hit sind, brauchen wir über vier Stunden für die Fahrt. Doch die Landschaft an der wir vorbei schütteln, entschädigt all die „Strapazen“ mehr als genug. In Badami besichtigen wir am ersten Stopp vier Höhlentempel. Wir staunen über die vielen Statuen und Reliefs, die sehr exakt in den Fels gehauen wurden. Nach dem wir auch noch eine weitere Tempelanlage sowie den Teich des Dorfes besichtigt haben, fahren wir weiter nach Pattadakal. Und oh Wunder, hier treffen wir auf eine Tempelanlage, welche zum Weltkulturerbe gehört (Insider wissen nun auch, weshalb wir den Ausflug unter die Räder genommen haben…). Obwohl wir uns bemühen die Tempel mit dem notwendigen Respekt anzuschauen – die Dinger sind echt schön -, werden wir immer wieder abgelenkt. Es scheint, als ob heute alle Schulen der Region ihren jährlichen Schulausflug machen.

India, Pattadaka, Kids

Die Lehrer haben ihre liebe Mühe die Kiddies von uns fernzuhalten und wir sind vollauf beschäftigt mit Hände schütteln, Fragen beantworten, Fotos machen und sogar Küsse verteilen. Nachdem wir auch noch bei einer anderen Tempelanlage einen kurze Stopp gemacht haben, fahren wir wieder retour. Wir kommen gut vorwärts bis wir einige Kilometer vor Hampi in einen LKW-Stau kommen. Unser Fahrer zückt alle Register und versucht die Schlange auf der Gegenfahrbahn – selbstverständlich mit Gegenverkehr! – so gut es geht zu umfahren. Trotzdem verlieren wir wegen des vielen Verkehrs über eine Stunde. Müde aber zufrieden erreichen wir nach 14 Stunden doch unser Hotel. Nach dem heutigen Ausflug können wir sagen, dass wir das Indien unserer Vorstellung definitiv gefunden haben. Dazu gehört auch die Magenverstimmung, an der Odi seit zwei Tagen leidet. Der Immodium-Vorrat ist somit nun auch in Indien offiziell angebraucht worden.

Noch mehr Tempel

Wir beginnen den Tag bei den Gats von Hampi. Da alle Touristen mit dem Tempelelefanten beschäftigt sind – er nimmt auch ein Bad im Fluss – haben wir die ganze Treppe mit den Badenden für uns. Bei diesen Temperaturen sowie dem recht sauberen Wasser könnten sogar wir uns hier einen Sprung ins Wasser vorstellen. Doch da wir heute schon geduscht haben, lassen wir es dann trotzdem sein.

India, Hampi, Stone Cow

Nach dem Besuch des Ortstempels wollen wir uns die Tempelanlagen auf der anderen Ortsseite anschauen. Wir lassen uns mit einer Rickshaw hinbringen und laufen danach gemütlich von Tempel zu Tempel wieder retour nach Hampi.

India, Hampi, Temple

Die Wanderung in der Hitze macht uns müde und nach einem Fruchtsaft und einer Kleinigkeit zu essen (Odi isst auch wieder ein bisschen!), relaxen wir am Nami im und ums Hotelzimmer. Schliesslich ist es Zeit Hampi hinter uns zu lassen und im nächsten Kaff in den Nachtbus einzusteigen. Da wir zwei Plätze im unklimatisierten Bus gebucht haben, ist das ganze nicht ganz so komfortabel wie auf der Hinfahrt. Zudem liegen wir direkt auf der hinteren Achse und werden bei jeder Bodenwelle immer wieder von neuem ein paar Zentimeter von der Matratze weg spediert. Na dann, gute Nacht!

Hotelsuche um 6 Uhr morgens

Gerade als wir das Gefühl haben, dass wir unsere Rücken kaum noch spüren, kommen wir in Goa an. Nach einem WC-Stopp am Busterminal finden wir eine Rickshaw, welche uns ohne lange zu verhandeln zu einem fairen Preis nach Candolim bringt. Dass die Inder keine Frühaufsteher sind, merken wir bei der Suche nach einer Bleibe. Wir stossen überall auf verschlossene Türen und dort wo wir jemanden finden und wecken können, werden wir immer gleich wieder mit einem „no room“ retour auf die Strasse geschickt. Ein älterer Herr nimmt sich uns schliesslich an und führt uns zu unserem Schrecken direkt zu zwei Fünfsterne Bunkern. Obwohl es an beiden Orten noch freie Zimmer gibt, sagen wir nun „nein danke“ und ergreifen nach der Nennung des Preises schlagartig die Flucht. Da wir schneller unterwegs sind als der alte Mann können wir ihn zum Glück nach den zwei erfolglosen Versuchen erfolgreich abhängen und uns wieder alleine auf die Weitersuche machen. Gerade als wir kurz vor dem Aufgeben sind, entdeckt Odi ein Schild, auf welchem „Rooms available“ steht. Da dies fix eingraviert ist, bin ich skeptisch – aber ein Versuch ist alle mal wert. Und siehe da; es ist jemand wach und auch freie Zimmer sind erhältlich. Klar, dass wir nicht lange zögern und die günstige Gelegenheit augenblicklich beim Schopf packen. Nach zwei Stunden Schlaf, Kaffee und Toast fühlen wir uns wieder fit und erkunden den Strand. Unser Fazit ist schnell klar: na ja… Der Strand ist mit einem erstaunlich älteren Klientel überfüllt, welches vorwiegend aus Russland und England kommt. Da wir keine Lust haben uns mit den Massen an die Sonne zu legen, suchen wir uns eine nette Strandbar und beobachten das Ganze aus sicherer Distanz. Wir sind uns einig: wir haben uns Goa doch ein bisschen netter vorgestellt! Auch das Kaff (Candolim) selber ist keine Reise wert. Man findet hier zwar alles, was man für’s Leben braucht, doch viel Charme hat das ganze nicht. Wir haben immer wieder gehört, dass Goa nicht gleich Indien ist. Und dies können wir an dieser Stelle definitiv bestätigen. Irgendwie haben wir das Gefühl, dass wir gar nicht mehr in Indien sind! Trotzdem: das Wetter ist schön und heiss sowie das Bier kühl. Im Moment reicht dies vollkommen aus, um uns die nächsten zwei Tage bestens zu unterhalten.

North Goa

Auf der Suche nach dem schönen Goa, mieten wir uns heute einen Roller und fahren der Küste entlang in den Norden. In jedem Ort machen wir einen Halt am Strand sowie im Dorf. Und siehe da, je weiter wir in den Norden kommen, desto netter wird es. Wir haben weitaus das schlimmste Örtchen mit den meisten Pauschaltouristen und den überfülltesten Stränden erwischt. Wir finden tatsächlich ein paar schöne Strandabschnitte und ein paar coole Guesthouses direkt am Meer. Unser Tip für Goa lautet deshalb: sofort nach Ankunft einen Roller mieten und der Küste entlang den Platz suchen, der einem am besten gefällt! Unterwegs wird natürlich auch noch ein bisschen geshoppt. Man könnte sich hier locker zu Tode shoppen mit allen den typischen indischen Souvenirs, welche in jedem Kaff an unglaublich vielen Ständen angeboten werden. Zurück in Candolim geniessen wir den Sonnenuntergang bei einem Bier am Strand. Sind die Massen erst mal weg, kann man das kühle Blonde sogar richtig geniessen. Auch zum Znacht landen wir einen Volltreffer. Wir finden eine super gemütliche Beiz in Strandnähe, die uns mit Fisch und anderen indischen Köstlichkeiten so richtig verwöhnt. Lecker…

Hippies

Nach dem Frühstück machen wir uns auf zur einzigen Sehenswürdigkeit von Candolim, dem Fort. Via Strand und kleinem Wanderweg finden wir das Bauwerk ohne Probleme. Es wundert uns kaum, dass wir hier keine anderen Touristen antreffen. Da wir das Fort nicht gerade als „must see“ betiteln würden, finden nur hordenweise Inder den Weg hierhin. Am Nami stürzen wir uns dann auch noch in die Fluten. Bis jetzt haben wir nur die Zehen ins Meer gehalten. Da es heute jedoch besonders heiss ist, tut die Abkühlung mehr als gut. Und schliesslich wollen wir Goa auf keinen Fall verlassen, ohne dass wir auch das Meer getestet haben.
Goa ist bei uns ja auch allgemein als Hippieparadies bekannt. Hier in Candolim findet man kaum Vertreter dieser Spezies. Je weiter man jedoch in den Norden fährt, desto häufiger trifft man auch auf Hippies. Die meisten sind in die Jahre gekommen. Einige sind wohl hier hängen geblieben, während andere nochmals an den Ort früherer Erinnerungen zurückkehren. Natürlich gibt es auch einige Junge mit Rastas und anderen lustigen Frisuren. Aber die sind doch eher in der Minderzahl.

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Agra and around

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Taj Mahal!

Wir schlafen gut bis wir in unserem Abteil mitten in der Nacht Besuch erhalten. Ein Hare Krishna-Priester und sein Diener fallen mit einer Horde von Begleitern über die zwei Betten neben uns her. Ganz indisch-like immer schön diskret, anständig und zurückhaltend, wird ohne zu zögern das Licht angezündet und mit einem riesen Trari-Trara die zehn Koffer verstaut. Bis alles am richtigen Ort ist und die Begleiter sich wieder verabschiedet haben, ist es erstmals aus mit der Nachtruhe. Zum Glück stört uns danach nur noch ein Verkäufer. Auch er kommt direkt ins Abteil, zündet das Licht an und schreit uns sein Angebot entgegen. Tja, andere Länder andere Sitten… Mit über zwei Stunden Verspätung erreichen wir schliesslich die Enddestination. Da gerade kein Zug nach Agra fährt, nimmt sich uns ein Inder mit dem selben Ziel an und führt uns zum Bus. In Agra ist es vielleicht zwei Grad wärmer als in Varanasi – immerhin denken wir uns und machen uns nach dem Zimmerbezug sofort auf zu DEM Highlight Indiens: dem Taj Mahal!

India, Agra, Taj Mahal

Obwohl es um diese Tageszeit immer am meisten Touristen hat, wollen wir uns das gigantische Bauwerk bei blauem Himmel nicht entgehen lassen. Schliesslich zeigt sich die Sonne laut dem Hotelinhaber heute zum ersten Mal seit einer Woche. Und wir werden nicht enttäuscht; der Taj Mahal ist eindrücklich und wunderschön! Wir verbringen den ganzen Nami auf dem Gelände und schauen uns alles aus jedem möglichen Winkel an. Als das beste Licht vorbei ist, machen wir noch einen kurzen Spaziergang durch die Altstadt in unmittelbarer Nähe des Taj. Wir sind erstaunt und erfreut, wie wir hier nur wenige Meter neben dem berühmtesten Gebäude Indiens herzlich begrüsst und angelacht werden. Zurück im Hotel wird es schliesslich ernst mit Plan Bt: wir buchen einen Flug nach Goa! Wir wollen vor der Rückkehr in die Schweiz noch ein bisschen Sommer und haben uns deshalb spontan entschieden unser Programm etwas abzuändern. Bevor es jedoch losgeht, werden wir die nächsten vier Tage noch in Agra und Umgebung verbringen.

Red Fort

Ausgeschlafen machen wir uns nochmals auf zum Taj Mahal. Bevor wir die Anlage zum zweiten Mal betreten, suchen wir jedoch eine Wäscherei, die sich unseren dreckigen Klamotten annimmt. Ganze zwei Mal wird jedes einzelne Stück mit indischer Präzision gezählt bevor wir schliesslich mit dem Versprechen entlassen werden, dass heute Abend alles sauber und trocken sei. Wie immer bei grossartigen Bauwerken wie dem Taj Mahal, zahlt es sich aus zwei Mal einen Besuch einzuplanen. Während wir beim ersten Besuch meist mehr mit Fotos machen beschäftigt sind, können wir den zweiten Besuch immer viel mehr geniessen. Kein Wunder ist der Taj Mahal heute nochmals um einiges eindrücklicher als beim ersten Besuch. Nach dem Taj Mahal machen wir uns auf zum Red Fort, dem zweiten Unesco Welterbe in Agra.

India, Agra, Red Fort

Das Fort besticht durch seine grosse Anlage, welche einerseits aus rotem Backstein und andererseits aus weissem Marmor besteht. Gleich neben dem Fort finden wir einen grossen Markt. Das Puff ist ohne Vergleich und wir kämpfen uns mit den Einheimischen Meter für Meter vorwärts. Auch die Preise sind ohne Vergleich. Ich erstehe einen warmen Faserpelz für nur gerade zwei Franken! Mit der Rickshaw lassen wir uns anschliessend zu einer weiteren Sehenswürdigkeit bringen. Im Baby Taj hat der Herrscher, welcher für seine Frau den Taj Mahal erbaut hat, seine letzte Ruhestätte gefunden.

India, Agra, Itimat-ud-Daulah

Die Anlage ist nicht gross, aber friedlich und ein Pol der Ruhe. Nach dem Sightseeing-Programm ist es Zeit für ein gemütliches Bier. Wir suchen ein Restaurant mit Dachterrasse und geniessen die letzten Sonnenstrahlen mit Blick auf den Taj Mahal. Als auch noch unsere Wäsche wie abgemacht sauber und trocken ist, gehen wir zurück ins Hotel und lassen uns mit den Köstlichkeiten der indischen Küche verwöhnen. Übrigens kam unserer extra grosser Vorrat an Immodium – zum Glück – bis jetzt noch nicht zum Einsatz. Den Erzählungen von anderen Indienreisenden nach ist dies eher aussergewöhnlich. Wir sind natürlich darüber sehr erfreut und nehmen die Apotheke gerne wieder voll mit nach Hause.

Frühling

Im Moment geht es mit den Unesco Welterben Schlag auf Schlag. Nach dem Tah Majal und dem Red Fort steht heute schon der nächste Höhepunkt, die Residenz von Fathepur Sikri, auf dem Programm. Nach nur gerade einer Stunde Busfahrt erreichen wir Fathepur und finden auf Anhieb ein gemütliches Hotel. Bevor wir uns an die Besichtigung machen, schauen wir noch am Bahnhof vorbei, um die Rückfahrt nach Dehli zu buchen. Der Herr vom Hotel meint, dass es hier den besten Bahnhof in ganz Indien gäbe und wir ohne Probleme alles reservieren können. Tatsächlich sind die zwei Schalterbeamten, welche sich uns annehmen, sehr zuvorkommend und buchen ohne die übliche Formularausfüllerei den Zug nach Dehli. Und es gibt sogar Wechselgeld! Mit unserem Lieblingssnack von der Strasse – Samosa (wir essen jeden Tag mindestens zwei dieser leckeren und immer ein bisschen anders schmeckenden Snacks) – machen wir uns schliesslich auf zur grossen Moschee, welche direkt an die Residenz angrenzt. Über ein grosse Treppe und ein riesiges Tor betreten wir den Innenhof des Gotteshauses. Dieser ist ungefähr so gross wie zwei Fussballfelder. In der Mitte liess der damalige Herrscher einen Marmortempel bauen, welchem nachgesagt wird, dass kinderlosen Ehepaaren nach einem Besuch der Kinderwunsch erfüllt werden soll. Odi und ich gehen vorsichtshalber schön separat hinein… :-) . Die Residenz selber ist riesig und mit zahlreichen Palästen bestückt, die sehr gut erhalten sind. Nachdem wir alles besichtigt haben, schauen wir uns auch ausserhalb der Anlage noch einige Ruinen an und machen einen Spaziergang über die anliegenden Felder. Das Wetter ist inzwischen derart angenehm, dass wir seit Kalkutta wieder einmal im T-Shirt unterwegs sein können. Zurück im Hotel nutzen wir das Wifi und surfen im Internet herum. Dabei lesen wir auch, dass es in Nordindien momentan so kalt ist, wie seit 40 Jahren nicht mehr. Über 100 Todesopfer hat die Kältewelle alleine in Dheli bis jetzt bereits gefordert. Obwohl die Regierung nun offiziell erlaubt, dass über Nacht Feuer angezündet werden dürfen, leiden die Armen sehr. Obwohl es heute Nami wieder einmal schön warm war, kühlt es in der Nacht immer noch bis Nahe an den Gefrierpunkt ab. Auch wir packen uns in der Nacht immer so gut wie möglich ein. Doch im Vergleich zu den Leuten, die auf der Strasse leben und teilweise nicht einmal eine Decke haben, dürfen wir uns definitiv nicht beklagen.

Mit dem Velo durch den National Park

Heute brechen wir die Rekordzeit zwischen auschecken im Hotel des einen Kaff und einchecken in einem anderen Hotel im nächsten Kaff. Da unser nächstes Ziel nur gerade 20 Kilometer entfernt ist und die Transporte in der Auto-Rickshaw und im Sammeltaxi nicht besser klappen könnten, brauchen wir für das ganze zur gerade eine Stunde. Bevor wir in den Keoladeo Ghana National Park, welcher ebenfalls zum Weltkulturerbe gehört, aufbrechen, gibt es erstmals Frühstück. Schliesslich wollen wir für die Velotour gerüstet sein. Mit einem echten indischen Velo – Eingänger mit Zugbremse – erkunden wir schliesslich den Park. Zu bestaunen gibt es vor allem Vögel.

India, Kaladeo National Park, Stork

Es soll hier über 300 verschiedene Arten geben. Da wir keine Ornitologen sind, fangen wir erst gar nicht an zu zählen. Gross auseinander halten, könnten wir diese ja eh nicht. Nur gerade bei den zahlreichen Störchen können wir mit Bestimmtheit sagen, was wir sehen. Neben den Vögeln laufen uns auch viele andere Tiere über den Weg: Schakale, Hyänen, Rehe, eine Art Elch, Leguane, Streiffenhörnchen (Odi’s neues Lieblingstier…) und die glücklichsten indischen Kühe, die wir bis jetzt gesehen haben. Anscheinend soll sogar ein Tiger hier leben. Doch dieser lässt sich – zum Glück – nicht blicken. Auch mit den Schlangen haben wir Glück (= Karin) resp. Pech (= Odi). Die Boa’s halten sich versteckt. Die Velofahrt macht uns viel Spass und wir haben fast ein bisschen das Gefühl, als würden wir durch einen National Park in Afrika fahren – nur ohne Big Five natürlich. Nach fast fünf Stunden im Sattel haben wir genug gesehen und wollen unsere Füdli nicht mehr weiter strapazieren. Den Rest des Namis verbringen wir an der Sonne im Hotelgarten.

Speisekarte in Hindi

Frühmorgens um fünf Uhr gibt es Tagwach. Mit der Auto-Rickshaw lassen wir uns zum Bahnhof bringen. Da die indischen Staatsbahnen immer mit Verspätung fahren, haben wir fest damit gerechnet, dass wir bis zur Abfahrt noch einige Zeit am Bahnhof ausharren müssen. Doch weit gefehlt; mir nur gerade 30 Minuten Verspätung fährt unser Zug nach Dehli ein. Da wir einem Nachtzug zusteigen, mussten wir je ein Bett reservieren. Mit der Taschenlampe versuchen wir unsere Sachen möglichst leise zu verstauen. Nach einigen Minuten dösen, gibt es Betrieb. Die Betten werden hochgeklappt und wir können für den Rest der Zugfahrt auf normalen Sitzen Platz nehmen. Da wir morgen in Richtung Goa fliegen, haben wir für heute ein Hotel in der Nähe des Flughafens reserviert. Bei der zweiten Station in Dehli steigen wir aus und fahren in der Auto-Rickshaw zum Hotel. Das Quartier neben dem Flughafen ist wie ein kleines Dorf mit allem was man zum täglichen Leben braucht. Es hat derart viele Hotels, dass wir ziemlich gut suchen müssen, um unseres zu finden. Da der Tag noch relativ jung ist, haben wir genug Zeit für einen Ausflug zum Qutub-Minar. Das erste islamische Bauwerk auf indischem Boden gehört zum Unesco Weltkulturerbe und vereint hinduistische und muslimische Architektur. Das Highlight ist das 72 Meter hohe Minarett, welches über der ältesten Moschee Indiens wacht. Die filigrane Arbeit ist beeindruckend. Zum Znacht landen wir in einer kleinen einheimischen Beiz um die Ecke. Da es die Speisekarte nur in Hindi gibt und die Jungs in der Beiz kein Wort Englisch sprechen, müssen wir zum Bestellen jemanden von der Strasse zu Hilfe holen. Er schlägt uns zwei Gerichte vor, die wir prompt bestellen. Und wir werden nicht enttäuscht. Das vegetarische Meal schmeckt einmal mehr hervorragend und ist erst noch halb gratis.

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Kolkata and Varanasi

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Bye, bye Bangladesh; Hello India

Ohne Probleme bekommen wir unser Ticket für die Bahnfahrt an die indische Grenze. Die dreistündige Fahrt kostet uns satte 45 Rappen pro Person! Bis zur Abfahrt des Zuges dürfen wir uns in den VIP-Raum (wir sind die einzigen dir rein dürfen…) setzen. Um die Wartezeit bis zur Abfahrt ein bisschen zu verkürzen, wird uns sogar ein Tee serviert. Da Khulna die Abgangsstation ist, finden wir easy einen Sitzplatz. Darüber sind wir bald sehr froh, denn der Zug füllt sich von Station zu Station immer wie mehr. Bald ist es derart platschvoll, dass unserer Meinung nach gar niemand mehr rein passt. Zum Glück müssen wir erst an der Endstation raus… Die Ausreise aus Bangladesh klappt problemlos. Die Zöllner sind nett und freuen sich über den kurzen Schwatz mit uns. Bei den Indern wird es dann schon etwas komplizierter. Nach einem einzigen Blick auf unser Visum schnautzt der Zöllner, dass wir damit nicht einreisen könnten. Wir hätten ein Double Entry Visa (dummerweise haben wir in Double Entry erhalten, obwohl wir nur ein Single Entry beantragt haben…) und müssten uns somit seit dem letzten Aufenthalt mindestens zwei Monate ausserhalb von Indien aufgehalten haben. Unser Hinweis, dass dies unser erster Aufenthalt in Indien überhaupt sei, wird grosszügig überhört. Es bleibt uns nichts anderes übrig als Platz zu nehmen und abzuwarten. Irgendwann erinnert sich der Zöllner wieder an unsere Anwesenheit und erklärt uns nochmals die gleiche Leier. Auch wir betonen nochmals(dieses mal ein bisschen deutlicher…), dass wir noch nie in unserem Leben in Indien gewesen seien, erklären ihm unsere Reiseroute und zeigen ihm die dazugehörigen Stempel im Pass. Als er merkt, dass wir wahrscheinlich nicht ganz unrecht haben und ihm unsere Jobs in der Schweiz ansprechend genug sind, können wir schliesslich doch einreisen. Nach der Grenze steigen wir in einen Bus und fahren den Rest des Weges nach Kalkutta.

India, Kolkata, Taxies

Der erwartete Indien-Kulturschock bleibt (vorerst?!?) aus. Im Vergleich zu Bangladesh geht es hier weit weniger chaotisch zu und her und man merkt, dass Indien als Land doch einiges reicher ist. Ab der Stadtgrenze von Kalkutta geht schliesslich wieder einmal gar nichts mehr. Meter für Meter kämpfen wir uns durch den Stossverkehr und die Busfahrt will und will nicht enden. Zum Glück können wir uns irgendwann auf der Karte im Planet orientieren und wissen so wenigstens, wo wir uns ungefähr befinden und in welche Richtung wir fahren. Als wir endlich ankommen, finden wir nach zwei erfolglosen Anläufen ein ganz nettes Zimmer zu einem einigermassen akzeptablen Preis. Das letzte Ziel des heutigen Tages ist die Bar um die Ecke. Das Bier schmeckt hervorragend und wir geniessen das Kingfisher vom ersten bis zum letzten Schluck – prost!

Kalkutta

Liest man im Reiseführer die Sehenswürdigkeiten von Kalkutta durch, merkt man bald, dass es hier nicht wirklich viel bahnbrechendes zu bestaunen gibt. Entsprechend lassen wir den Tag ruhig angehen und nehmen uns nicht allzu viel vor. Nach dem Frühstück organisieren wir erstmals unsere Weiterreise nach Varanasi und verbringen fast zwei Stunden im Internet. Danach besuchen wir das Victoria Memorial. Das grosse Gebäude liegt in einem schönen und sauberen Park, welcher zum Flanieren einlädt. Das Bauwerk selber sieht aus wie ein Mix zwischen Taj Mahal und US-Capitol. Bevor wir uns am New Market auf die Dachterrasse eines Restaurants setzen, lassen wir uns noch ein bisschen vom indischen Strassenleben inspirieren und spazieren durch die Strassen von Kalkutta. Die Gerüche, die den Weg in unsere Nasen finden, sind vielfältig. Meist schmeckt es nach wunderbarem Curry oder anderen Snacks; nach Räucherstäbchen oder anderen angenehmen Gerüchen. Doch oft riecht es auch nicht ziemlich unappetitlich. Überall liegt Müll und die Notdurft wird an jeder nur erdenklichen Ecke erledigt. Das Gefälle innerhalb der Bevölkerung könnte kaum grösser sein: Businessmänner in Anzügen hetzen mit dem Handy am Ohr an Leuten vorbei, die mit ihrem wenigen Hab und Gut auf dem Trottoir leben. Zu kaufen gibt es überall alles: vom einfachen Kiosk in einem Bretterverschlag bis zum Rolex-Laden findet sich ebenfalls alles. Die Frauen in ihren farbigen Sahris sind so bunt wie das Leben in den Strassen in Kalkutta.

Lieber eine Reservationen zu viel, als eine zu wenig

Auf dem Spaziergang zum Kolonialviertel laufen wir per Zufall am Büro vorbei, wo Ausländer sämtliche Züge reservieren können. Eigentlich haben wir das bereits gestern an der Backbacker-Strasse in einem kleinen Reisebüro erledigt. Doch da wir die Reservation bis jetzt noch nicht wie besprochen abholen konnten und wir heute nach Varanasi weiterreisen wollen, machen wir nochmals eine Reservation. Man weiss ja nie… und für 12 Franken haben wir auch schon dümmeres gekauft. Zudem ist der Kauf selber ist jeden Franken wert: Bei Herr Nummer 1 müssen wir ein Formular ausfüllen. Bevor er uns hilft, singt er uns erstmals ein Lied vor. Mit dem ausgefüllten Formular müssen wir anschliessend warten bis unsere Nummer dran ist, bevor wir bei Herr Nummer 2 die Reservation tätigen können. Bei ihm müssen wir das Formular unter seiner fachkundigen Anleitung fertig ausfüllen, bevor er das Ticket schliesslich definitiv druckt. Pressiert ist hier niemand und so dauert das ganze Prozedere einige Zeit. Kleine Anmerkung am Rande: Wechselgeld gibt es keines… Das sind Zustände bei den indischen Staatsbahnen! Kein Wunder sind die Inder in der Schweiz immer derart erfreut ab den SBB… :-) . Da wir schon mal dabei sind, testen wir auch noch gleich die Angestellten der Post. Auch der Markenkauf ist äusserst amüsant. Als wir den richtigen Schalter gefunden haben, werden wir zur Begrüssung erstmals so richtig angegorpst – very funny… Unser nächstes Ziel ist der Flower Market. Die Strasse ist lang, extrem farbenfroh und total overcrowded. Ein wahres Paradies für gute Fotos!

India, Kolkata, Flower Market

Via New Market und Dachterrasse mit Bier schauen wir nochmals beim Reisebüro vorbei, wo wir die erste Reservation getätigt haben. Und siehe da, auch sie haben es noch geschafft die Tickets auszustellen. Was wir Dank des doppelten Kaufes auch gleich gelernt haben: geh immer zum offiziellen Verkaufsschalter. Die Provisionen bei den Reisebüros sind hoch! Gut, dass wir diesen „Lehrblätz“ gleich am zweiten Tag in Indien gemacht haben. Die restliche Zeit bis zur Zugabfahrt verbringen wir im Hotel. Odi sortiert Fotos und ich mache mich im Planet über unsere weiteren Destinationen schlau. Mit dem Taxi geht es schliesslich an den Bahnhof. Da wir ganz schweizerisch überpünktlich sind, haben wir genug Zeit dem Treiben am Bahnhof noch ein bisschen zuzuschauen. Es geht zu und her wie in einem Bienenhaus. Vor allem die Vorortszüge platzen aus allen Nähten. Aus allen Ecken strömen die Inder auf die Züge. Die ganz Schlauen überqueren kurz vor Ankunft des Zuges sogar das Gleis und steigen anschliessend auf der Seite ohne Perronanschluss in den Zug ein! Was macht man nicht alles, um einen Platz zu ergattern. Nach drei Gleiswechseln finden auch wir das richtige Perron. Auch hier warten extrem viele Passagiere und wir fragen uns, ob diese wirklich alle Platz im Zug finden. Bevor wir einsteigen können, macht uns ein Amerikaner darauf aufmerksam, dass wir im Couchette unbedingt unser Gepäck anketten müssten. Untermauert mit ein paar Schauermärchen kaufen wir schliesslich zwei Ketten inkl. Schloss. Sicher ist sicher… Auch unser Zug ist schliesslich vollkommen überfüllt und wir sind nicht ganz sicher, ob wir wohl wirklich die richtigen Plätze gefunden haben. In unserem Abteil mit acht Betten sitzen und stehen ca. 20 Leute! Des Rätsels Lösung findet sich eine resp. zwei Stationen weiter. Die meisten steigen nämlich wieder aus und schlussendlich alle bekommen eine Liege.

Winter? Winter!

Wir schlafen recht gut im Nachtzug. Einzig die Kälte macht uns zu schaffen. Je weiter wir gegen Norden fahren, desto kühler wird es. Irgendwann müssen wir sogar unsere Winterjacken auspacken, damit wir einigermassen warm bleiben. Am Morgen versuchen wir uns mit Cha (= Tee) aufzuwärmen, welcher im Minutentakt an uns vorbei getragen wird. In der Holzklasse herrscht auch am Morgen reges Treiben. Passagiere kommen und gehen, Minibars servieren alle möglichen Leckereien und viele (Kinder-)Bettler finden den Weg in den Zug. Wie immer in solchen Situationen ist es nicht ganz einfach, das richtige Mass an Hilfe resp. unterlassener Hilfe zu finden. Die Armut ist allgegenwärtig und wir versuchen die Gratwanderung, die einem in Indien überall begegnet, so fair wie nur irgendwie möglich zu gestalten. Dass dies nicht immer ganz einfach ist, muss hier wohl nicht extra erwähnt werden. Übrigens haben wir am Morgen noch alle unsere sieben Sachen. Auch Odi’s Schuhe, welche kurzfristig als vermisst galten, finden sich unter dem einen Bett wieder. Nach 16 Stunden kommen wir in Varanasi an. Ich packe als erstes meine Kappe aus, damit mir nicht gleich die Ohren abfrieren. Es ist kaum über null Grad und wir sind total überrascht ab der Kälte. Nach dem wir ein Hotel gefunden haben, machen wir uns dann auch gleich auf die Suche nach zwei dicken Pullis und je einer Decke. Wir frieren derart, dass wir gegen Abend auch noch ein Öfeli fürs Hotelzimmer verlangen müssen. Irgendwie haben wir uns Indien ein bisschen wärmer vorgestellt und beim super feinen Znacht machen wir uns Gedanken über einen allfälligen Plan B.

India, Varanasi, Food Stand

Bevor wir unsere Pläne jedoch total umkrempeln, wollen wir erstmals die nächsten Tage abwarten. Vielleicht sieht es ja morgen schon wieder ganz anders aus. Unsere Gedanken sind heute auch immer wieder bei den Leuten, die bei diesen Temperaturen jede Nacht draussen übernachten müssen. Uns wird wieder einmal klar, wie gut wir es haben und wie glücklich wir uns schätzen können.

Varanasi

Der Nebel, welcher sich beim Blick aus dem Fenster zeigt, verheisst keine wärmeren Temperaturen als gestern. Wir lassen es deshalb ruhig angehen und verbringen den Morgen im Internetkaffee des Hotels. Als alles erledigt ist, packen wir uns warm ein und fahren zum Bahnhof, um die morgige Weiterfahrt zu organisieren. Hier in Varanasi sind die Schalterbeamten nicht ganz so lustig wie in Kalkutta. Wechselgeld gibt es jedoch auch hier keines. Anschliessend geht es zum Ganges.

India, Varanasi, Man

Varanasi gehört zu den sieben heiligsten Städten Indiens und der Ganges gilt als heiligster Fluss des Landes. Ein Bad im Fluss ist deshalb so ziemlich etwas vom Heiligsten was ein Hindu in seinem Leben machen kann. Am Ganges hat es dazu viele so genannte Gats. Die meisten dieser treppenartigen Zugänge sind für die Badenden reserviert und trotz der kalten Temperaturen (es ist ein bisschen wärmer als gestern, da sich in der Zwischenzeit die Sonne zeigt) hat es ziemlich viele Hindu’s, die sich dem heiligen Bad unterziehen. Wir schlendern von Gat zu Gat und beobachten die Gläubigen bei ihren Ritualen. Einige Gats sind für Kremierungen reserviert. Wie das Bad gilt auch die Kremierung in Varanasi als besonders erstrebenswert. Bevor die Leichen am Fluss verbrannt werden, wird der Verstorbene auf einer Barre ein letztes Maln in den Ganges getaucht. Wer nicht genug Geld für das Holz aufbringen kann, wird ohne Kremierung direkt dem Fluss übergeben. Es herrscht ziemlich viel Betrieb bei diesen Gats und ein Einheimischer erzählt uns, dass 24 Stunden pro Tag Leute kremiert werden. Bis die Leiche verbrannt ist, vergehen im Normalfall drei Stunden und es gilt als Kunst für jeden Leichnam die genau richtige Menge an Holz anzuzünden. In Varanasi trifft man auch auf viele alte Leute. Es heisst, wer hier sterbe, überspringe den Zyklus der Wiedergeburt, weshalb die älteren Menschen hier geduldig auf ihren Tod warten. Die Zeit vergeht schnell und nach vier Stunden „soaking up the atmosphere“ (der Lieblingsspruch eines jeden Lonely Planet-Autors…) haben wir genug gesehen und lassen uns wieder ins Hotel kutschieren. Irgendwie haben wir uns Varanasi ein bisschen anders vorgestellt „heiliger“, farbiger, chaotischer, lebendiger… An diese Stelle passt deshalb das Zitat von Mel:„A holy place is never holy. Holyness is within you!“.

2AC

Den Sonnenaufgang können wir auch heute wieder getrost sausen lassen. Der Nebel ist derart dick, dass die Sonne weit und breit nirgendwo zusehen ist. Gut verpackt in sechs Schichten machen wir uns trotzdem nochmals auf zum Ganges.

India, Varanasi, Woman

Beim ersten Gat mieten wir ein Boot und lassen uns fast zwei Stunden den Fluss hinauf und hinunter gondeln. Der Nebel hat auch sein Gutes; irgendwie sieht alles etwas mythisch aus. Auch heute morgen haben sich wieder viele Hindus am Fluss versammelt. Die ganz Hartgesottenen springen trotz der Kälte in den Fluss und waschen sich mit dem heiligen Wasser. Als unsere Glieder auch nach einem Spaziergang durch die Stadt nicht wieder warm werden wollen, fahren wir zurück zum Hotel und geniessen eine warme Dusche. Gegen vier Uhr verlassen wir schliesslich Varanasi und steigen am Bahnhof in den Nachtzug nach Mathura ein. Obwohl wir eigentlich nach Agra (= Taj Mahal) wollen, nehmen wir diesen kleinen Umweg auf uns. Der Herr vom Tourist Office hat uns dies empfohlen, da der Zug, welcher direkt nach Agra reist, nie pünktlich sei. Und siehe da, losfahren tun wir schon mal ganz „on time“. Für diese Nacht gönnen wir uns etwas Luxus. Wir haben zwei Betten in einem sogenannten 2 AC reserviert. 2 bedeutet 2 Betten übereinander und AC ist die Klimaanlage. Wir staunen nicht schlecht ab den super Plätzen, welche uns zugewiesen werden. Gegenüber der Sleeper-Klasse ist es hier WARM, ruhig, man bekommt Decken, Kissen und Lacken und wenn man wünscht auch Essen am Platz. Eine ziemlich gediegene Sache!

Short cut zu den Bildern


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