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Eastern Thailand

Short cut zu den Bildern

 
Travelling… what it’s all about
Das “bibbere” ist vorbei: nach der Mittelohrentzündung von Nini haben wir zwei Tage vor dem Abflug von der Kinderärztin das OK bekommen. Wir dürfen in den Flieger steigen! Unnötig zu erwähnen, wie froh wir sind und wie fest wir uns freuen. Endlich geht es wieder einmal nach Asien, genauer nach Thailand! Mam und Edi bringen uns an den Flughafen. Die Girls schätzen dies sehr und freuen sich ab der Begleitung. Nach einem letzten Wink zurück, sind wir definitiv unterwegs. Bei der Handgepäck-Kontrolle werden wir von einem kinderfreundichen Angestellten direkt zur First-Line vorgewunken. Wir sind ihm sehr dankbar, haben wir doch Unmengen an Handgepäck dabei. Wir brauchen dann auch fast 10 Minuten bis alle unsere Sachen durchgecheckt und wieder eingepackt sind. Auch sonst klappt rund um den Flug alles wie am Schnürchen. Melia verschläft drei Viertel von ihrem ersten Flug und Anina ist auch die Hälfte im Land der Träume. Die übrige Zeit verbringen die Girls mit in den TV resp. Ipad glotzen. Schliesslich haben wir ihnen zu Hause fest versprochen, dass sie solange schauen dürfen bis ihnen die Augen aus dem Kopf fallen. Bitte sehr… Ein weiteres Highlight: der Flug dauert statt wie angenommen 12 nur knapp 10 Stunden. So sind wir denn auch überpünktlich in Bangkok. Auch bei der Immigration geniessen wir den Kinderrabatt. Dieses Mal ist die Diplomaten-Line an der Reihe. Als dann auch noch das Gepäck super rasch kommt, sehen wir uns schon fast im Traveller-Himmel angekommen. Aber ganz so glatt geht es dann doch nicht weiter. Wir finden unsere Autovermietung nicht und als wir endlich den vereinbarten Treffpunkt entdeckt haben, ist natürlich niemand hier von unserer Lowcost-Vermietung. Während wir Eltern uns abwechselungsweise auf die Suche nach dem Autoherr machen, nimmt Nini schon mal ein Nickerchen auf dem Koffer und Melia vertreibt sich die Zeit mit Wasserflaschen umräumen. Irgendwann fragen wir dann einen Thai an einem Schalter, ob er nicht rasch für uns anrufen kann. Selbstverständlich erledigt er dies prompt, der Typ kommt dann auch ziemlich prompt und übergibt uns die geräumige Karre im platschvollen Parkhaus. Dummerweise schnallen wir nicht, dass er uns auch das Parkticket – wir meinen, dass dies seine Karte sei – übergibt und verursachen beim Rausfahren einen gröberen Stau. Dank der netten Dame bei der Barriere, welche uns zeigt, wo wir welche Busse bezahlen müssen, schaffen wir es dann doch noch loszufahren. Im Hotel angekommen, ist dann wieder alles perfetto. Zimmer parat, Pool für die Kids, riesiger 7n11 für alle notwendigen Einkäufe, Balkon und Bier für die Eltern. Mit Balkon und Bier müssen wir uns aber zuerst noch ein wenig gedulden. Nach dem Bad im Pool und dem Znacht am Pool sind die Kids nicht müde. Irgendwann als sie dann doch schlafen, kann mindestens der Papa nach Bier auf dem Balkon nicht schlafen und als dieser endlich einschläft, will die Kleinste nicht mehr schlafen. Sie ist gar derart wach, dass Mama sogar einen Nachtspaziergang mit ihr machen muss. Retour im Zimmer ist dann auch noch Nini wach und nur noch die Eltern sind hundemüde. Da Papa noch fast gar nicht geschlafen hat, übernehme ich die erste Nachtschicht. Irgendwann gegen zwei Uhr kehrt dann doch endlich Ruhe ein. Jetlag lässt grüssen… 🙂

Thailand, Ko Mak, Leaf

Los geht die Rundreise
Um acht Uhr sind wir alle wach. Nach dem Zmorge verlassen wir Bangkok und fahren zu unserem ersten Ziel südlich von Pattaya. Wir sind überrascht ab all dem Verkehr – auch ausserhalb von Bangkok – und kommen nur langsam vorwärts. Unterwegs sehen wir zwei schlimme Unfälle, was uns gleich zu Beginn der Reise daran mahnt, immer schön defensiv unterwegs zu sein. Am frühen Nami erreichen wir unser Ziel. Die kleine Hotelanlage ist sehr schön und wir werden herzlich empfangen. Am Strand gibt es dann auch etwas zu futtern. Der Strand selber ist nicht der Hammer und da der Himmel bedeckt ist, nehmen wir statt dessen ein ausgiebiges Bad im Pool. Zum Znacht gibts Pic-Nic im Zimmer. Nini ist kaum mehr aus ihrem Bett zu kriegen. Sie hat eine Hello-Kitty-Decke bekommen. Mädchen-Herz was willst du mehr! Die Nacht verläuft dann auch viel besser als gestern. Nur Melia macht um Mitternacht noch eine halbe Stunde Radau und will unterhalten sein. Nini schläft zum Glück jedes Mal, wenn sie wach wird wieder subito ein. Langsam aber sicher kommen wir in den Rythmus.

Gassenküche-Feuertaufe
Dass wir doch noch nicht ganz im Rythmus sind, verrät der Blick auf die Uhr. Als ich es endlich schaffe meinen Kopf vom Kissen hochzuheben ist bereits nach neun Uhr. Herrlich, wenn auch die Kids ausschlafen (auch wenn die Zeitverschiebung Schuld ist…). Wir haben heute eine ziemliche Strecke vor uns, weshalb wir nach dem Frühstück bald aufbrechen. Dank dem, dass wir gestern Abend noch kurzfristig unseren Plan geändert und das Hotel umgebucht haben, sind es jedoch nur 280 statt wie ursprünglich geplant fast 350 Kilometer. Unterwegs gibts zwei lokale Highlights zu bestauenen: einen Supermarkt und einen Mc Donalds. Beides bringt genug Abwechslung und genug Zeit sich die Beine zu vertreten, so dass die Fahrt nach Trat relativ rasch vorbei geht. In Trat werden wir wiederum sehr herzlich empfangen und bekommen ein schönes Zimmer mit Balkon und Blick auf den Fluss. Nur der Pool fehlt. Obwohl ich das Wort gestern beim Umbuchen im Internet mehrmals gelesen habe, suchen wir das Kühle nass vergebens. Nicht so schlimm, denn es windet ziemlich stark und ist mit knapp 30 Grad auch gar nicht so warm :-). Stattdessen gibts Apero und Dusche und dann steht die Gassenküche-Feuertaufe unserer Girls auf dem Programm. Alles klappt ganz wunderbar: die Nudelsuppe schmeckt und der Reis sowieso. Im Kaff kaufen wir auch noch eine Babymatratze für Melia. Nachdem wir gestern ein viel zu kleines Babybett bekommen haben und heute gar keins (nicht mal eine Matratze können sie uns auf die Schnelle beschaffen), sorgen wir für die nächsten Wochen vor und kaufen für knapp 9 Franken eine Schlafunterlage. Die Thais haben übrigens überall viel Freude an den Mädels. Beide sind jedoch noch sehr zurückhaltend und verstehen überhaupt nicht, warum ihnen so viele winken oder sie gar anfassen. Wir sind gespannt, ob sich das noch verändern wird…

Thailändischer Alltag
Der Tag beginnt mit einer Froschjagd im Zimmer spektakulär. Als ich Melias Bett versorgen will, fliegt mir auf einmal ein Frosch um die Ohren. Zum Glück ist Odi ein halber Ranger und Anina eine halbe Hilfsrangerin. Zusammen schaffen sie es nach einigem hin und her und einer Jagd durch das ganze Zimmer den Frosch zu fangen und draussen wieder frei zulassen. Nächster Programmpunkt ist der Besuch beim Dottore im Spital. Nini hat in der Nacht wieder angefangen über Ohrenschmerzen zu klagen. Da wir morgen auf die Insel gehen und dort die medizinische Versorgung wohl nicht so gut ist wie hier in Trat, beschliessen wir vorzusorgen. Nachdem wir via Notfallstation am richtigen Ort landen und unsere Personalien angegeben haben, müsssen wir vor Raum 5 – wahrscheinlich der Kinderärztin – auf unsere Nummer warten. Das ganze geht ganz zackig und bald sitzen wir vor der gut englisch sprechenden Dame, welche uns bestätigt, dass das Ohr immer noch rot ist, es aber nicht so schlimm sei und Nini noch etwas Antibiotika einnehme soll – um auf Nummer sicher zu gehen. Mühsamer resp. langwieriger wird es dann bei der Medi-Ausgabe. Nachdem ich bezahlt habe – ganze 7.50 Franken für drei Medis – bekommen wir eine Nummer, welche dazu dient einen aufzurufen, wenn das ganze parat ist. Fast zwei Studen und über 70 Nummern später bekommen wir dann endlich unseren Plastiksack mit den letzten Instruktionen überreicht. Die Kids haben das ganze mit Fassung getragen und mehr als gut gemacht. Für uns Eltern war es ein interessanter Einblick in den thailändischen Alltag. Sehr interessant war, dass ausschliesslich Frauen im Spital gearbeitet haben! Auf dem Retourweg zum Hotel darf Nini ihr lang gewünschtes Fussballleibchen kaufen. Zuerst ist sie bitter enttäuscht, dass es nix von YB zur Auswahl hat. Nach einigem erklären entschliesst sie sich schliesslich für ein Liverpool-Dress – dies da der Götti sicher auch das genommen hätte :-). Retour im Hotel gibt es Futter und Siesta. Erst als vor allem der Papa droht einzuschlafen und die Kids immer auf dümmere Ideen kommen, beschliesst die Mama dem nächsten Tempel einen Besuch abzustatten. Leider ist es kein klassischer Tempel sondern eher eine Parkanlage mit undefnierbaren Häusern und einer Schule für die ganz Kleinen. Diese ist es dann auch, welche unser Interesse weckt. Bald stehen Nini und ich auf dem Pausenhof und spielen mit den kleinen Thais. Nini ist immer noch sehr zurückhaltend, geniesst aber es aber, andere Kids in ihrem Alter um sich herum zu haben. Irgendwann ist dann aber auch dieser Spass zu Ende und wir laufen via Satay-Spiessli-Grill (sogar die auch essenstechnisch zurückhaltende Nini findet gefallen an diesen) retour zum Hotel. Hier gibts die wohlersehnte Dusche und als alle wieder frisch sind, das wohlverdiente Znacht gleich vor dem Hotel. Die Kids sind heute derart k.o., dass wir Eltern rasch in das Feierabend-Bier auf dem Balkon übergehen können. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende. Morgen geht es weiter auf die Insel. Koh Mak wir kommen!

Ab auf die Insel
Die Fahrt an den Pier dauert nur 20 Minuten. Bald sitzen wir im Speedboat, welches uns auf die Insel Koh Mak bringt. Wir haben diesen Geheimtipp von Baumers bekommen, welche letzten Winter hier waren (danke ihr Lieben!). Nach knapp einer Stunde Fahrt mit Vollgas über das Meer (die Kids sitzen wie Lämmchen auf unserer Schoss und verziehen keine Miene) erreichen wir die Insel. Ein perfekt deutsch sprechender Thai, der Owner des Resorts, erwartet uns am Pier und bringt uns ins Lazy Day-Resort. Wir bekommen die Schlüssel und Bungalow Nummer 4 gehört für die nächsten drei Nächte uns. Wir sind von der ersten Sekunde an begeistert. Alles liegt direkt am Meer und ist einfach total schön – ein Juwel quasi. Die Kids sind auch gleich wie im siebten Himmel. Nach Spaghetti ohne Sauce gibts Meer und Sand ohne Ende. Die beiden kriegen kaum genug und sind gegen Ende Nami nur schwer vom Strand weg zu bekommen. Nach dem Duschen machen wir uns auf die Suche nach einem Market. Wir brauchen noch Milch. Der Marsch dauert ein bisschen länger als erwartet, weshalb ich für die Rückfahrt spontan das Taxi vom Hotel bestelle und uns chauffieren lasse. Zum Znacht gibts wieder Spaghetti ohne Sauce für die Kids. Getoppt wird das ganze noch mit einem Stracciatella-Glace… Für die Eltern gibts selbstverständlich Thai-Food und Chang. Damit sind alle mehr als glücklich. Nun haben wir den Traveller-Himmel definitiv erreicht!

Thailand, Ko Mak, Swimming

Jedes Paradies hat seine Schattenseiten
Beim Frühstück erfahren wir von einem anderen Gast, dass er sich gestern von einer aggressiven Quallenart ziemlich starke Verbrennungen zugezogen hatte. Blöd für ihn, beunruhigend für uns. Das ganze ist nämlich innerhalb des Netzes passiert, wo wir mit den Kids gestern hemmungslos rumgeplanscht sind und welches extra dafür aufgestellt wurde, dass einem beim Schwimmen möglichst keine Quallen in die Quere kommen. Mit anderen Eltern, welche auch hier im Resort hausen und mit welchen wir danach den ganzen Tag am Strand verbringen – Nini und Jonathan sind beide gleich alt und haben viel Spass miteinander – beraten wir, was wir machen sollen. Wir sind uns einig, dass ein Badeverbot nicht durchsetzbar ist. Wir beschliessen deshalb die Kleinen ab sofort nur noch mit Leggins und Shirt ins Wasser zu lassen, nicht mehr weit raus zu schwimmen und als Eltern stets ein wachsames Auge ins Wasser zu werfen. Das klappt alles ganz hervorragend und wir geniessen uneingeschränktes – mal abgesehen von den Leggins vielleicht; ein Burkini wäre jetzt super 🙂 – Badevergnügen. Gegen Abend gibts dann tatsächlich zwei Mal Quallenalarm. Die beiden Papa’s haben zwei entdeckt und fischen die Dinger souverän mit einem Netz aus dem Wasser. Die Quallen sind übrigens nicht immer so zahlreich hier. Dies sei sehr Wetter abhängig. Beim Znacht unterhält sich die Rasselbande gleich selbst. Das Restaurant wird in Beschlag genommen und zum Spiel- und Tummelplatz umfunktioniert. Die Angestellen entpuppen sich als hervorragende Spielpartner, welche die Kids zusätzlich verwöhnen und wohl am liebsten fressen würden…

An other lazy day at Lazy Day Resort
Heute sind wir quasi den ganzen Tag mutterseelenalleine am Beach. Die Kids können nicht genug bekommen vom salzigen Nass und sind praktisch dauernd im Wasser. Quallen sichten wir heute keine mehr. Es gilt aber das gleiche wie gestern: lange Kleidung und Mama und Papa als Watcher im Einsatz. Irgendwann gehen Nini und Papa mit dem Kanu auf das Meer. Der kleine Kapitän vorne im Boot geniesst die Ausfahrt sichtlich. Für Mama gibs zwischendurch eine wohltuende Massage. Und die Kleine geniesst ihre neuste Errungenschaft: sich im Meer mit den Schwimmflügeln dahintreiben lassen. Sie macht das wirklich erstaunlich gut und man sieht ihr den Spass richtig an. Am Ende des Tages vermeldet unsere grosse Tochter, dass sie nie mehr aus dem Meer komme und hier bleibe… Uns gefällt diese Wortmeldung natürlich und trotzdem muss einmal Schluss sein. Nach Dusche und Apero geniessen wir unser letztes Znacht auf der Insel. Morgen gehts wieder retour aufs Festland, wo wir die nächsten zwei Wochen das Hinterland erkunden werden.

Bye bye Koh Mak
Bis elf Uhr müssen unsere sieben Sachen im Koffer sein. Bis dahin gehen wir es ruhig an und lassen die Kids auf dem Balkon spielen. Das aktuelle Lieblingsspiel: die eigenen Spielsachen in eine Kartonschachtel verpacken, Happy Birthday singen und abwechslungsreiche das grosszügige Geschenk auspacken. Gegen Mittag wird es Zeit dem Paradies Adieu zu sagen. Mit dem überfüllten Speedboot und ein bisschen mehr Wellen geht es zurück aufs Festland. Die Kids beweisen einmal mehr ihre Reisefähigkeiten: sie verschlafen die Bootsfahrt trotz Geschüttel und wenig Platz. Zurück in unserem Auto liegen noch fast vier Stunden Fahrt vor uns. Nach einem kurzen Stopp an der Tanke und im 7n11 sind wir gerüstet für die Fahrt und können, da die Kids wieder sehr gut mitmachen, in einem Schuss durchfahren. Um halb fünf erreichen wir das Motel ähnliche Hotel irgendwo am Rande einer unbekannten Stadt. Das Zimmer ist klein, aber zweckmässig und kostet nur 20 Franken. Als alle eine Matratze haben, sieht es aus wie im Skilager… Zum Znacht landen wir in einer riesigen Halle, wo es nur Hot Pot oder Grill gibt. Wir entscheiden uns für die Suppe und probieren allerhand Zutaten aus. Sogar Nini findet Gefallen am Essen und ist mit grossem Appetit dabei. Die Beiz hat sogar einen Spielplatz. Na ja, die zwei Rohrgestelle sind nicht gerade vergleichbar mit einem Spieli bei uns, aber die Kids haben trotzdem Fun.

Thai Märit
Nach einem mässigen Frühstück geht die Fahrt weiter in den Norden. Heute stehen nur etwas mehr als zwei Stunden auf dem Programm. So sind wir denn auch schon vor Mittag im Hotel und beziehen das grosse Familienzimmer. Es ist immer wieder ein Phänomen, wie schnell es geht und das Zimmer zum Spielplatz umfunktioniert wird und es fast aussieht wie bei uns zu Hause. Nach dem Zmittag im Hotelrestaurant kommt die Abkühlung im Pool. Während Papa mit den Mädels planscht, buche ich noch ein Hotel um. Da wir besser als erwartet vorwärts kommen, können wir nun doch noch zu einem Elephanten Camp, welches bei der ursprünglichen Planung zuerst gestrichen wurde. Nach der Duschefahren wir noch rasch ins Kaff. Die Mädels wünschen sich ein neues T-Shirt und wir vermuten, dass wir das auf dem lokalen Markt finden werden. Doch zuerst gilt es einen Markt und dann einen Parkplatz zu finden. Das T-Shirt ist dann keine grosse Herausforderung mehr. Die Mädels werden auf dem Markt überall freudig begrüsst und manchmal sogar angefasst. Während Melia bei mir auf dem sicheren Arm allen auf Vorrat winkt, ist Nini sehr zurückhaltend und mag es gar nicht, wenn sie angefasst wird. Nach einem letzten Stopp im Supermarkt verbringen wir den Abend mit Pic-Nicen auf dem Zimmerboden. Danach spielen wir thailändischen Märit und dürfen unzählige Male das gleiche einkaufen gehen.

Mini Angkor Wat
Der Grund warum wir überhaupt in diesem Kaff gelandet sind, sind die angeblich schönsten Khmer Tempelanlagen Thailands. Anscheinend sollen diese sogar beeindruckend sein, wenn man schon in Angkor Wat war. Wir werden sehen… Da der Wetterbericht heute eher mässig ist (schlussendlich regnet es über den ganzen Tag verteilt vielleicht zwanzig Tropfen), trödeln wir nicht lange herum und fahren direkt nach dem Zmorge los. Wie besichtigen die ersten Ruinen. Der Tempel wurde auf einem 200 Meter hohen Hügel gebaut und gefällt uns sehr gut. Wir fühlen uns tatsächlich ein bisschen wie in Angkor Wat. Einzig die Touristen, die aufdringlichen Souvenirverkäufer und die bettelnden Kinder fehlen. Stattdessen besichtigen wir das ganze mit einer Unmenge von Thaikindern, die auf der Schulreise sind. Wir sind uns teilweise nicht sicher, ob nun wir oder die Tempelanlage die grössere Attraktion sind. Auf jeden Fall werden wir heute auf sehr vielen Fotos verewigt. Melia ist wie meist eher offen und interessiert. Nini dagegen ist wie meist eher zurückhaltend und scheu. Erst beim Zmittag als einige Mädels anfangen Grimassen zu schneiden, taut sie auf. Und wie… der Abschiedsschmerz danach ist enorm und sie bricht mehrere Male in Tränen aus, weil sie unbedingt mit den “Gelben” (die Schuluniform war gelb) spielen will. Erst bei der nächsten Tempelanlage beruhigt sie sich allmählich wieder. Hier sind wir alleine bis wieder eine Schulklasse eintrifft und wir von ausnahmslos allen umrundet werden. Die Kids wiederholen im Chor unsere Namen und am Schluss klatschen wir alle laut in die Hände. Unsere Kids sind mit all dem Rummel eher überfordert… Zurück im Auto fallen beide in einen tiefen Schlaf und Papa und Mama machen sich auf die Suche nach einem weiteren Steinhaufen. Diesen finden wir aber nicht und landen stattdessen vor einem uralten Ofen, welcher eigentlich nur noch ein Stein- resp. Dreckshaufen ist. Zurück in unserem Kaff gibts zuerst eine Gelati und danach ein Bad im Pool. Damit geht ein weiterer toller Tag langsam seinem Ende entgegen. Fazit betreffend Tempelanlage: wir können diese tatäschlich sehr empfehlen – egal ob man Angkor Wat schon gesehen hat oder nicht.

Thailand, Prasat Phanom Rung

Elephant Village
Heute besuchen wir das doch einigermassen bekannte Elephant Village nördlich von Surin. Angeblich sollen hier 190 Elefanten und etwa drei Mal soviele Menschen miteinander leben. Die Hauptattraktion ist eine Show, die zwei Mal im Tag aufgeführt wird. Wir treffen kurz vor Mittag ein und müssen uns erstmals noch etwas gedulden. Die nächste Show ist nämlich erst in drei Stunden. Das Village entpuppt sich als Dorf im Dorf, damit dann auch jeder brav den Eintritt bezahlen kann. Die Elefanten sind in der Tat überall zu sehen. Die grauen Riesen stehen an fast jeder Ecke – angekettet wohlbemerkt – herum und fressen. Wir vertreiben uns die Zeit vor allem auf dem Spielplatz. Dieser ist für thailändische Verhältnisse ein absoluter Traum und die Kids sind bestens unterhalten. Eigentlich hätten wir gerne auch noch etwas gegessen. Doch ausser den Souvenirshops mit den in den Hängematte abhängenden Verkäuferinnen, die nur Instant Nudelsuppe anbieten, können wir nix finden. Es scheint, als ob sies nicht nötig hätten dem Arbeitswahn zu verfallen. Zum Glück haben wir noch allerhand ungesundes Zeug im Auto. Die Kids freuts, denn ein solches Zmittag wird selten aufgetischt. Bevor die nächste Schulklasse eintrifft, lassen wir uns auf einem Elefanten durch das Village tragen. Die Kids freuts und sie geniessen den Ausritt sichtlich. Dann beginnt endlich die Show. Und die ist wie Tiervorstellungen halt so sind. Man kann ja diesbezüglich geteilter Meinung sein… Beeindruckend ist vor allem der malende Elefant. Das Bild ist doch recht hübsch. Melia findet die Show ab den durch den Pfeilwurf des Elefanten zerplatzenden Ballonen nicht mehr lustig. Nini hingegen ist die ganze Zeit am staunen. Nur beim Essen geben, will sie partout nicht mitmachen und macht sich fast in die Hosen. Fazit des Besuches: so schlimm wie der Tiger Tempel ist es nicht. Aber man muss nicht extra für einen Besuch hierhin fahren. Im nächsten Kaff beziehen wir ein kleines Hotelzimmer im Bungalow-Styl. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – für die 18 Franken sind wir mehr als bedient. Nach dem obligaten Poolbesuch, welcher heute aufgrund der für thailändische Verhältnisse doch recht steilen Bise nur kurz ausfällt, verbringen wir den Rest des Tages in einem Shopping-Center. Neben den üblichen Alltags-Dinger bekommen alle noch etwas zum Anziehen. Zum Znacht bleiben wir gleich dort und verköstigen uns im KFC.

Man gönnt sich ja sonst nichts
Die Fahrt nach Khon Kaen zieht sich hin. Nach fast vier Stunden im Auto stehen wir endlich in der Auffahrt des heutigen Hotels, einem Fünfstern Schuppen! Da wir ja zur allgemeinen Unterhaltung versuchen immer ein Hotel mit einem Pool zu buchen, sind wir hier gelandet. Selbstverständlich zu einem sehr anständigen Preis, denn sonst hätten wir ja nicht hier gebucht. Für knapp 80 Franken können wir hier eine Nacht über unserem normalen Standard geniessen, Das Zimmer ist noch der grössere Abenteuerspielplatz als sonst. Die Kids wollen zuerst das Hotelzimmer gar nicht mehr verlassen so viel gibt es zu entdecken (Nini fragt am Abend: “Mama, bleiben wir hier drei Nächte? Nein, nur eine! Och nein, ich will nicht nur eine Nacht hier schlafen…”). Der geplante Poolbesuch fällt dann ins Wasser. Es ist nämlich nur noch 24 Grad und wir ziehen alle statt das Badekleid einen Langarm-Pulli an. Stattdessen machen wir uns zu Fuss auf zu einem künstlichen See mit Parkanlage. Leider dauert die Radiowanderung etwas länger als erwartet, wir schlagen nämlich prompt die falsche Himmelsrichtung ein. Dafür finden wir die wohl Wägeli-freundlichste Strasse in ganz Thailand. Der ganze Weg ist auf Rollstühle ausgerichtet und somit mit dem Buggy bestens befahrbar. Irgendwann finden wir den Park dann doch. Zu unserer Freude wird gerade ein Markt aufgebaut – später gibt es Futter und allerhand sonstiges Zeugs en masse. Zuerst füttern wir aber eine riesige Schar von Tauben, kaufen zwei Vögel und lassen diese frei und staunen ab all den anderen Tieren, die man sonst noch so kaufen und denen man die Freiheit schenken kann. Der Park und der See sind natürlich bei weitem nicht so idyllisch wie bei uns, aber die Kids haben genug Auslauf und Chicken Satay gibts auch. Auf dem Heimweg gibts schliesslich noch die erste Fahrt in einem Tuk Tuk. Nini ist derart aus dem Häuschen, dass sie jedem winkt, der uns auf dem Weg ins Hotel begegnet – und das sind doch einige! Im Hotelzimmer geniessen wir nochmals alle den Luxus, baden und duschen ausgiebig, erfreuen uns ab der Aussicht und faulenzen in den super bequemen Betten. Morgen ist dann wieder was einfachers an der Reihe…

Thailand, Khon Kaen, Buddha

Hotel nicht auffindbar
Der Tag beginnt sehr gut: in der kleinen deutschen Bäckerei in der Hotellobby werden quasi echte Silserli verkauft, was alle sehr freut. Danach gibt es erstmals etwas Kultur. Wir besichtigen mit den Kids endlich den ersten Tempel dieser Reise. Das Gebäude ist eindrücklich und über neun Stockwerke, die man alle begehen kann, hoch. Die Kids staunen was das Zeug hält ab all den Buddhas und betenden Thais. Vor dem Tempel müssen wir dann wieder Vögel zum Freilassen kaufen. Dieses Mal können fünf Vögelchen Dank uns wieder in Freiheit leben. Nach einer kurzen Fahrt treffen wir in Udan Thani ein. Hier steuern wir direkt ins Shopping Center. Schliesslich wollen wir nicht alle Mitbringsel erst in Bangkok kaufen. Wir finden einiges, aber für das meiste sind wir zu wenig ortskundig, weshalb wir dann wohl doch auch noch einiges im MBK in BKK kaufen werden :-). Danach haben wir genug Zeit eingerechnet, um zum Hotel zu fahren, dort in den Pool zu springen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Doch leider kommt es etwas anders raus: wir finden nämlich das Hotel nicht! Wir suchen und suchen – sogar mit der Hilfe von mehreren Einheimischen – und kommen trotzdem nicht zum Ziel. Da es uns langsam aber sicher zu doof ist und es schon bald dunkel wird, beschliessen wir ein anderes Nachtlager zu suchen. Wir steigen in einem einfachen, aber äusserst zweckmässigen Hotel am Stadtrand ab und verbringen den Abend notgedrungen ohne Pool und Znacht mit Dusche und Pic-Nic (“Mama, macht doch nichts, Chips sind ja aus Härdöpfu…”) im Hotelzimmer. Nach dem Studieren von Google Maps sind wir zudem guter Dinge, dass wir morgen zum Ziel kommen und so doch noch die zweite Nacht im gebuchten Guesthouse verbringen werden. We will see…

Ban Chiang – unser letztes Unesco Welterbe in Thailand
Nach dem Frühstück fahren wir direkt zum Guesthouse, welches wir gestern vergebens gesucht haben. Und siehe da, wir finden es Dank dem Vorstudium auf Google Maps auf Anhieb. Das paradoxe: wir waren extrem nahe dran, quasi ein Feldweg entfernt, und habens trotzdem nicht gefunden… Das Schild war zudem nur in Thai und auch nicht wahnsinng gross. Eh nu, wir werden auch heute morgen noch erwartet und bekommen sofort unser Zimmer. Bevor wir in den Pool springen, steht jedoch noch das letzte Weltkulturerbe Thailands auf dem Programm. In Bang Chiang wurden vor einigen Jahren ureselalte Tontöpfe gefunden. Doch damit nicht genug: es konnte auch nachgewiesen werden, dass hier schon früh Bronze gegossen und Landwirtschaft fast wie heute betrieben wurde. Grund genug das ganze zum Weltkulturerbe zu erklären. Das Mueseum ist interessant und das Kaff relaxt. Da das Ganze auch nicht riesig ist, sind wir am frühen Nami bereits zurück im Guesthouse. Die Kids lassen sich nicht zwei Mal bitten und nehmen den Pool gleich in Beschlag. Den ganzen Nami verbringen wir im kühlen Nass. Erst als das Gstürm, wer denn nun den Schwimmring wie lange brauchen darf nicht auffhört, setzen wir dem ganzen ein Ende und starten das gewohnte Abendprogramm: duschen, spielen, in der Dämmerung ins Zimmer, Znacht essen, ins Piji springen, Schoppen trinken, Zähne putzen, einige noch UNO spielen und ab in die Haja. In diesem Sinne guet Nacht an alle!

Learnings aus der Hotelsuche: Wenn das Navi anzeigt, dass ungeteerte Strassen dorthin führen, die Wegbeschreibung und die Lage ein bisschen genauer anschauen. Alle Schilder – auch die in Thai – genauer anschauen. Vielleicht das Telefon benutzen.

Thailand, Prasat Phanom Rung, Snake

Die Kleinen Stars auf dem Nachtmarkt
Ab heute gehts nur noch südwärts. Phimai ist unser nächstes Ziel. Bevor wir dort ankommen, geht es aber noch 279 km. Unterbrechen tun wir die Fahrt in einer Schopping Mall. Ganz nach dem Motto “Man sollte das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden”. Zur Freude der Kids gibts zum Zmittag Lasagne und Pizza. Beides wird verschlungen, als ob es schon seit Tagen nichts mehr zu essen gegeben hätten. Am Nami erreichen wir schliesslich Phimai. Unser Resort liegt direkt an einem Fluss, wo man auch baden könnte. Da wir uns aber die Wasserqualität der Aare gewöhnt sind, verzichten wir lieber darauf. Nach der Dämmerung gehts auf den Nachtmarkt. Unsere Girls sind die grossen Stars an diesem Abend. Aber auch wirklich jeder winkt den Beiden und ruft ihnen irgendetwas auf Thai zu. Und nicht nur dass, wir werden gar noch beschenkt und bekommen Reis, eine Nudelsuppe, einen Granatapfel und zwei Eier. Melia kann ja noch nicht wirklich viel sprechen, aber neben “nei, nei” (ihrem aktuellen Lieblingswort) beherrscht sie nun auch perfekt “Bye bye” begleitet von einem Winken. Zum Znacht gibts Spiessli und Nudelsuppe mitten auf dem Markt. Die Innereien hätten sie sich sparen können, aber ansonsten schmeckt alles ganz wunderbar. In der Nacht gibts noch etwas ungewollte Action: Nini fällt aus dem Bett. Zum Glück geht trotz Plattenboden alles gut aus. Für die nächste Reise ist aber klar, dass wohl noch so ein Bettrausfallschutz in den Koffer muss.

Phimai
Der Tag wird heiss, sehr heiss… wir kommen zum ersten Mal so richtig ins Schwitzen und dies obwohl wir die eindrucksvollen Khmer Tempel von Phimai in der doch sonst kühlen Morgenstunde besichtigen. Abkühlung bringt hier nur die Klimaanlage und die gibt es zum Beispiel im 7n11, welches wir sofort nach der Tempelbesichtigung konsultieren. Danach gehts zum zweiten Highlight der kleinen Stadt, einem riesigen über 350 Jahre alten Banyan Tree, welcher inzwischen so gross ist, dass man das Gefühl hat, man sei in einem Wald. Nach der Mittagsverpflegung gibts die nächste Abkühlung im Tesco Lotus Supermarkt. Wir sind inzwischen fast schon Stammgäste dieser Kette. Es gibt hier einfach alles – auch tolle Kleider zu super Preisen. Heute gibts Jeans für Mama, Flip Flops für Papa und Prinzessinnen Schuhe für die Verkleiderlikiste zu Hause. Danach ist mit dem Besuch des National Muesems wieder etwas Kultur angesagt. Zurück im Bungalow lagern wir dann noch ein bisschen die Beine hoch – so gut das geht mit den zwei kleinen Rackern – bevor wir nach der allgemeinen Säuberung nochmals zu Tesco fahren. Wir haben gemerkt, dass wir einen neuen Koffer brauchen, um unsere neuen Sachen zu verstauen… Und siehe da: das gibts bei Tesco nicht! Dafür finden wir die thailändische Ausgabe des Kinderparadieses, wo unsere Kids 45 Minuten wie wild durch die gegen springen und ihr Glück kaum fassen können. Nach dem Znacht im KFC sind die beiden dann derart erledigt, dass wir so früh und rasch Ruhe haben wie noch nie in diesen Ferien. Wunderbar… beer time :-).

Viele fragen sich vielleicht, ob man was merkt vom Tod des König. Ja und nein. Grundsätzlich im Alltag nein. Beim zweiten hinsehen, dann aber doch. Alle öffentlichen Gebäude sind mit schwarz-weissen Schleifen verziert, das Bild vom König in schwarz so wie schwarze Tafeln sind omnipräsent und last but not least – und für die Touristen wohl am wichtigsten – alle Eintrittspreise zu jeglichen touristischen Einrichtugen sind bis Ende Januar 2017 auf Null gesetzt.

Thailand, Khon Kaen, Temple

Der kälteste Pool ever
Bereits am Mittag sind wir in unserem nächsten Hotel gleich vor den Toren des Khao Yai National Park. Das Zimmer ist riesig und perfetto ausgestattet, so dass wir uns mit dem nächsten Programmpunkt Zeit lassen. Und dieser nächste Programmpunkt wird frisch, sehr frisch. Der Pool liegt quasi den ganzen Tag im Schatten und ist bitterkalt. Auch wenn es draussen über 30 Grad ist und man sich ab einer Abkühlung freuen müsste, diese hier ist definitiv zu kühl. Hart wie wir sind, schaffen wir es ungefähr eine Viertelstunde im Becken zu bleiben. Danach klappern alle Zähne ganz fest und wir stürzen uns gerne wieder in die Kleider. Da noch viel Zeit bleibt, beschliessen wir dem National Park schon mal einen Besuch abzustatten. Die ersten Affen sehen wir bald und Nini fliegt fast aus dem Auto vor lauter Freude. In der späten Nachmittagssonne machen wir einen kurzen Walk zu einem Aussichtspunkt. Hier soll es anscheinend immer wieder Elefanten zu sehen geben. Das niedergetrampelte Gras zeigt uns dies klar. Auch wenn wir gerne einen wilden Elefanten sehen würden, ist es gerade ok, dass uns dieser nicht auf dem Walk begegnet. Wir geniessen vor allem die Ruhe. Wenn ansonsten immer so ein Grundlärm herrscht, ist diese einfach nur wunderbar. Das ihre für die tolle Stimmung trägt die Abendsonne bei. Es ist einfach nur schön. Nach einem kurzen Besuch im Visitor Center gehts zurück ins Hotel. Leider hat es hier entgegene unserer Annahme kein Restaurant, so dass wir nochmals ins Auto steigen müssen. Da wir keine Lust auf eine lange Suche haben, landen wir im erst besten Schuppen, einem Western Salon mit Thai Food. Zu unserer Überraschung ist das Essen sehr fein und die Kids finden Spielkameraden, tanzen auf der Bühne und dürfen Velo fahren. Morgen geht die Elefantensuche weiter… lets keep our fingers crossed!

Khao Yai National Park
Um es gleich vorne weg zu nehmen: leider habe wir kein Elefanten-Glück. Ausser ein paar abgeknickten Ästen und vielen grossen Geschäften sehen wir nichts was auf die Dickhäuter hinweisen würde. Wir geniessen aber den Tag trotzdem. Tiermässig mit Rehen, einem Wildschwein und den einfach zu findenden Affen. Unsere erstes Ziel ist ein Wasserfall, welcher im Film “The Beach” für die Dreharbeiten hinhalten musste. Danach machen wir einen ein Kilometer langen Walk durch den Dschungel. Nini schafft den Walk trotz einigem Gemaule ganz alleine. Zurück im Headquarter gibts was zu Futtern und für die kleinen Wanderer eine Glace. Weiter gehts in Richtung dem südlichen Gate. Unterwegs wollen wir noch einen weiteren Wasserfall besichtigen. Beim wollen bleibt es, da erstens die Kids schlafen, zweitens der Walk hin und zurück eine Stunde dauern würde und wir drittens aus der Schweiz kommen, was heissen soll, dass uns ein thailändischer Wasserfall nicht unbedingt aus den Socken haut. Im Kaff, wo sich unser Hotel befindet, geht die Suche wieder einmal los. Nachdem wir unser gestriges Ziel Dank GPS trotz Thaischrift auf Anhieb gefunden haben, bekunden wir heute wieder einmal etwas mehr Mühe. Wir fragen uns durch und bitten schlussendlich einen Thai für uns im Hotel anzurufen. Und siehe da, mit der Beschreibung finden wir sogar hin. Nach einer Abkühlung im heute doch recht angenehm warmen Pool fahren wir zurück zu Hauptstrasse. Heute ist wieder einmal etwas Farang-Food angesagt. Odi hat auf Google Maps eine Pizzeria entdeckt, wo es Pizza im Holzofen geben soll. Wir werden einmal mehr überrascht, ab dem feinen Essen. Natürlich ist es nicht ganz so günstig wie sonst, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Und die Essensmenge der Kids spricht für sich: sie verputzen die Pizza richtig gehend.

Driving day
Die letzte Insel steht ab morgen an. Und um dahin zu kommen, müssen wir heute ein bisschen fahren. Das Gemaule ist ausnahmsweise eher gross in den hinteren Rängen und jegliche Einlagen, Spielzeuge, Büchlein, Futter, usw. stossen eher auf Granit. Irgendwann kehrt dann trotzdem Ruhe ein. Die beiden schlafen…!!! Wir nutzen die Gunst der Stunde und fahren zu. Unser Plan geht auf: um die Mittagszeit sind wir in einem Kaff, welches noch rund 50 km vom Ziel entfernt ist und hier gibt es einen – ja ratet mal – Tesco Lotus!!! Für einmal schaffen wir es ohne Schopping, Stattdessen gibts Futter und eine halbe Stunde austoben im Kinderparadies. Wir befürchten ja, dass wir nie mehr in einen Tesco Louts können, ohne dass die Kids hier hin wollen… Am Nami erreichen wir schliesslich unser Ziel direkt am Meer. Zu unserer Überraschung ist es richtig nett. Der Strand lädt zum Baden und Verweilen ein. Die Kids sind ganz aus dem Häusschen und freuen sich, dass wir wieder am Meer sind. Nur das Kaff lässt zu wünschen übrig resp. hat definitiv schon bessere Zeiten erlebt. Ab Morgen gibt es nochmals eine volle Ladung Meer. Wir freuen uns auf Koh Samet (obwohl es sicher nicht ganz so toll sein wird wie in Koh Mak – schon nur, weil X-mas ist und es sicher den einen oder anderen Gast hat).

Und heute noch zwei Nachträge:
Ja, heute morgen hat uns eine frohe Botschaft erreicht: wir sind Gotti/Tanti, Cousine und Onkel geworden. Der kleine Elio hatte es ganz besonders pressant und ist schon da. Herzlich willkommen, kleiner Mann! Wir freuen uns auf dich!

Wir waren ja schon mehrere Male in Thailand und nie ist uns der gefährliche Hundertfüssler begegnet. Doch neulich bei dem einen Khmer Tempel haben uns ein paar Teenies ganz wehement wegzogen als so ein Viech hinter uns durch schlich. Wir haben uns da noch gewundert, was das soll. Beim Gespräch mit einem Guesthouse-Besitzer stellte sich dann aber herraus, dass dies so ziemlich das fieseste Tierchen in Thailand ist, welches einen sehr, sehr schmerzhaften Stich hinterlassen kann, welcher bei Kleinkindern und älteren reps. schwachen Menschen sogar zum Tod führen kann. Die ganz Interessierten können ein Bild im Netz suchen. Für die anderen eine kurze Beschreibung: sieht aus wie ein überdimensionaler Tausendfüssler, aber mit weniger Füssen, meist schwarz, hat zwei Hörner in einer anderen Farbe – meist rot – am Arsch, mit welchen dann zugestochen wird.

Sandmänner statt Schneemänner
Am Mittag fährt unser Boot nach Koh Samet. Da unser Hotel etwas im Süden liegt (wir finden erst dort heraus, dass wir doch nicht so extrem im Süden sind…), wählen wir die faule Variante und lassen uns vom Hotel eigenen Speedboat direkt vom Mainland auf die Insel bringen. Kleines Detail am Rande: wir mussten 50 Minuten warten und einmal nachfragen bis wir endlich abgeholt wurden. Melia findet die Fahrt übrigens gar nicht toll und fängt laut an zu protestieren. Nini dagegen geniesst den Fahrtwind und singt mit mir um die Wette. Am Strand angekommen, beziehen wir ein sehr schönes, modernes und grosses Zimmer. Da wir die günstigste Kategorie gebucht haben – die ist auch nicht gerade günstig – sind wir in der dritten Reihe irgendwo unten, hinten rechts neben der Küche untergebracht. Nachdem die Mittagshitze etwas vorbei ist und wir die umliegenden 100 Meter erkundet haben, zieht es uns an den Strand. Wie bereits befürchtet, hat es hier doch einige mehr Leute als auf Koh Mak. Ich würde schätzen eine mehr als Verhundertfachung und das an einem fast gleich grossen Strand. Die Kids stört das überhaupt nicht. Sie planschen in den Wellen um die Wette. Wie immer müssen wir sie richtig zwingen irgendwann wieder raus zu kommen. Zum Znacht gibts das obligatorische, völlig überteuerte X-Mas-Dinner. Im Hotel Wer sich jetzt denkt, warum geht ihr überhaupt, der soll wissen, dass dies zu einem horrenden Preis mitgebucht werden musste. Somit ist auch klar, dass wir zwar nicht lange verweilen – man stelle sich vor: wir mit den zwei kleinen Mädels an einem Sandstrand – Betonung auf Sand! – am Meer neben allen Gästen des Hotels –, aber wir doch mindestens etwas Essen wollen. Nach dem Znacht, welches halb wegs akzeptabel war, machen wir einen Strandspaziergang. Da noch alle am Speisen sind, haben wir diesen fast für uns alleine. Wir jagen die Kids durch den Sand und hoffen, dass sie so dann rasch einschlafen werden. Bevor es aber soweit ist, gibts noch eine Feuer- und Tanzshow, welche vor allem bein Melia Anklang findet. Nini ist schon fast im Koma… In diesem Sinne, merry X-Mas to all of you und liebe Grüsse aus dem heissen Thailand!

Kötzer-Day by Melia
Auch am Morgen sind wir quasi alleine am Strand. Als die Kids wach wurden, haben wir noch leise geflucht, jetzt aber so fast alleine am Strand ist es doch auch ganz schön. Ein weiterer Nebeneffekt: wir kriegen noch einen Liegestuhl und erst noch in der ersten Reihe! Um elf Uhr wird es uns defintiv zu warm. Melia macht mit Papa Siesta und Nini und ich stocken die Vorräte auf und gehen zusammen einen Shake trinken. Nach dem Zmittag wollen wir ins Kaff fahren. Da uns die zu vermietenden Fahrzeuge entweder zu teuer oder mit Melia nicht praktsich sind, fahren wir mit dem Taxi. Das Hauptkaff, wenn man denn dieses als solches bezeichnen kann, ist wahrlich kein Highlight. Überall Bars, Rollervermietungen, billige Absteigen und Souvenrishops. Auf einmal finden wir es bei uns hinten gaaaaaaaaanz nett! Bei der Glace gibt es dann den ersten Magenentleerer von Melia. Leider zieht sich das ganze hin bis spät am Abend. Die arme kleine Maus kann nichts behalten – nicht einmal das Wasser, dass sie am liebsten ununterbrochen in sich hinein schütten möchte. Nini wird von uns abwechslungsweise drinnen und draussen unterhalten. Und so schlafen wir dann irgendwann doch alle und hoffen auf eine rasche Genesung von Melia.

Last beach day
Die Nacht war überraschend gut. Melia musste sich nicht mehr übergeben und verlangt früh morgens nach einer Banane und Wasser, was auch alles drinnen bleibt. Soviel sei hier schon erwähnt, der Tag wird ruhig hinsichtlich Magenentleerungen. Damit wir die Gesundheit der Kleinen trotzdem nicht überstrapazieren – sie ist doch noch eher schwach auf den Beinen – gibt es heute zwar ausgiebiges baden im Meer, aber kein sandele am Strand. Wir wollen immer wieder im Hotelzimmer für Abkühlung sorgen. Und das machen wir dann auch so: Zmorge, Meer, Siesta, Zmittag, Siesta, Meer, Siesta, Znacht, Strandautobahn (wir Eltern zeichnen eine Strasse in den Sand, die Kinder rennen wie blöd der Strasse entlang). Ja, und das wäre er dann auch gewesen, der letzte Tag am Strand – sniff… das Meer ist einfach zu schön!!!

Ein Tag eher zum Vergessen
Der Tag beginnt mit einer Magenentleerung von Anina. Die Milch kommt vollständig wieder raus ins vom Hotel netterweise bereit gestellte Baby-Badewännchen. So hat auch dieses am letzten Morgen noch (s)einen Zweck erfüllt. Leider wird es mit Nini nicht besser und so sind wir froh, dass wir uns wieder ein privates Speedboat (Melia findet es dieses Mal ganz ok und winkt mit mir der Insel um die Wette) geleistet haben und so früher als geplant auf das Festland können. Im Auto werden weiter brav Plastiksäcke gefüllt. Zum Glück ist die Grosse schon so gross, dass sie alles rechtzeitig ankündigen kann und sich der Schaden, mal abgesehen von den Löchern in den Säcken, in Grenzen hält. Wir müssen heute zum Glück nur etwas mehr als eine Stunde fahren. Und so sind wir dann am Mittag bei unserem gebuchen Hotel. Doch leider werden wir nicht erwartet! Das Hotel entpuppt sich als Appartement-Haus, wo Zimmer von wem auch immer vermietet werden. Da eine Reception inexistent ist, ruft ein Thai für uns die Nummer auf der Hotelreservation an und teilt uns mit, dass heute keine Gäste erwartet werden und es kein freies Zimmer hat. Bravo, wir dürfen also mit einem kotzenden Kleinkind ein neues Hotel suchen! Das machen wir dann auch. Das erste Zimmer verlasse ich schnell wieder. Die überdimensionale tote Kackerlacke lädt nicht zum Verweilen ein. Beim nächsten Anlauf landen wir dann einen Volltreffer. Wir bekommen zwei Zimmer mit Verbindungstür. Für Melia hat es sogar einen Pool. Klar, dass wir nicht lange überlegen und zuschlagen. Nini braucht dringend ein klimatisiertes Zimmer mit Bett. Während Melia und ich im Pool planschen, erholt sie sich im Hotelzimmer. Nach dem Pool schliesst sich Melia dann auch noch in einem der beiden Zimmer ein. Schwups, kurz mal nicht geschaut und die Tür ist zu. Während Odi versucht sie bei Laune zu halten, renne ich an die Reception und hole den Ersatzschlüssel. Melia lässt sich von der ganzen Aufregung nichts anmerken, sitzt frisch fröhlich auf der Toilette und fühlt diese mit WC-Papier als wir sie wieder befreien. Zum Glück geht es Nini auch wieder zusehends besser, so dass wir uns gegen Abend sogar aus dem Hotelzimmer in die nächste Shopping-Mall wagen. Leider verpennt Nini den Reis und Melia fällt auch schon fast ins Komma, so dass wir nach dem Kofferkauf (!!!) und einer schnellen Verpflegung zurück ins Hotel düsen, wo es Bettruhe gibt. Das andere Hotel bombadiert uns übrigens den ganzen Nachmittag über noch mit mühsamen Mails und ist sich keiner Schuld bewusst. Obwohl wir mehrmals antworten und die Lage schildern, ist für sie klar, dass wir im Fehler sind. Wir seien zu früh angereist… Ja nu, die doch immerhin 80 Franken – nicht gerade wenig für ein Hotelzimmer in Thailand – werden wir wohl nie mehr sehen. Aber zum Glück gibt es ja auch Reviews im Netz, so dass wir auch ein wenig zurückschlagen können. Morgen gehts zurück nach Bangkok. Auto abgeben und unser Gepäck, dass sich aus unerklärlichen Gründen irgenwie verdoppelt hat, ins letzte Hotel schaffen. Wir sind gespannt, ob wir den Autotypen finden – und er uns – und ob wir im Hotel erwartet werden.

Back to BKK
Heute klappt alles wie am Schnürchen. Wir finden das Parkhaus für die Autorückgabe, der Typ steht nach zwei Minuten neben uns (an dieser Stelle gibt es vielleicht noch anzumerken, dass die Vermietung keinen Schalter hat und man sich für alle Aktionen um eine bestimmte Zeit am Treffpunkt x im Flughafen trifft), das Auto sind wir nach weiteren zwei Minuten los, die Autositzli sind bald mit der Dreckwäsche zusammen im Sack verstaut sowie in der Gepäckaufbewahrung hinterlegt und nach etwas Fast Food sitzen wir bald im Taxi in die Stad. Auch hier ist alles wie immer: der Taxifahrer will partout den Taxameter nicht einschalten und lallt irgendetwas von einem grösseren Taxi, dass halt einfach mehr koste und ich insisietiere solange bis der Taxameter endlich läuft. Für Nini ist das Ganze zu komisch. Sie hat sich so auf eine Taxifahrt gefreut und nun sitzt da einer mit dem Mama zuerst mehrere Minuten stürmen muss. Hoteltechnisch beziehen wir in Bangkok wieder einmal Neuland. Ich habe ein Appartament mit viel Platz und einem Pool gebucht. Wir sind sehr positiv überrascht, als wir ins Zimmer eintreten: hell, sauber und gross (zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, ein Ess- uns Sitzbereich, kleiner Balkon) und fühlen uns sofort wohl. Die Kids sind gar derart wohl, dass sie sich zuerst gar weigern das Zimmer in Richtung Pool zu verlassen. Nach Pool und Dusche zieht es Mama und Papa ins MBK. Mit dem hoteleigenen Tuk Tuk werden wir kostenlos hingefahren. Alles ist wie eh und je! Das richtige Shoppingfieber bleibt aber aus. Es hat schlicht zu viele Leute und die Kids sind auch nicht mehr die frischesten. Den Rückweg zum Hotel nehmen wir zu Fuss auf. Wir sind überrascht, als wir durch so etwas wie eine grüne, riesige Wohnoase und durch verkehrsberuhigte Zonen laufen – dass es sowas in Bangkok gibt! Im Zimmr lassen wir die Kids bis neun Uhr spielen. Unser Plan ist, dass wir dem Jetlag schon ein bisschen versuchen entgegenzuwirken. Mal schauen, ob der Plan aufgeht.

Thailand, Bangkok, Food Stall

Tour de Chinatown
Die Temperaturen sind aktuell mit rund 27 Grad wirklich äusserst angenehm und für eine kleine Tour durch Chinatown mehr als optimal. Mit dem Hotelminibus gehts zum Pier, wo wir für ein paar Stationen das Boot besteigen. Danach geht es quer durch Chinatown. Wir freuen uns, wieder hier zu sein. Es fühlt sich gar ein wenig an, wie Heimkommen (Anmerkung der Redaktion: wir haben weiss nicht wie oft mitten in Chinatown unser Hotel gehabt). Obwohl es noch nicht sooooo viele Leute hat, sind wir froh, dass wir ohne Buggy unterwegs sind und Melia statt dessen im Ergo tragen. Wie immer ist das Puff auch ohne grössere Mengen an Leuten für unsere Verhältnisse doch gross. Die Kids bekommen den versprochenen Kleinkram und können sich ab den zig Millionen Sachen kaum satt sehen. Überall gäbe es etwas tolles zum Kaufen. Nachher ist etwas “religious studies” angesagt. Wir besuchen zuerst einen chinesischen und danach einen buddhistischen Tempel. Im ersteren sind wir mit den Einheimischen alleine. Im zweiteren fühlen wir uns wie in Indien und müssen feststellen, dass wir Indien mit Kids wohl nicht schaffen würden (und aktuell auch gar nicht schaffen wollen…). Nach so viel Sightseeing melden sich allmählich unser Magen. Da wir nicht weit vom Riverview Guesthouse, dem GH, in dem Lile und ich die letzten zwei Mal in Bangkok übernachtet haben, sind und ich dieses schon lange Odi zeigen wollte, ist unser nächstes Ziel klar. Auf der tollen Dachterrasse gibts Futter und frischere Luft für alle. Zurück im Hotel verabschiedet sich die Mama gleich in Richtung MBK. Ich löse heute quasi mein Geburigeschenk ein und mache mich alleine auf Shoppingtour. Die drei anderen bleiben während dessen im Hotel bei Siesta und Pool. Vor dem Znacht mischen wir uns wieder unter die Thais. Auf einem Platz unweit vom Hotel hat es eine Art Buddeler und die Kids dürfen auf das Karrussel und das Riesenrad. Beides ist nicht mehr gerade die Ausgabe vom letzten Jahr, aber es fährt und macht genauso viel Spass wie zu Hause. Nur die Musik dürften sie ein bisschen leiser stellen…

Thailand, Bangkok, Wat Saket

Last day…
Nun ist er also da, der letzte Tag. Kommentar von Nini: ich freue mich auf das Flugzeug, aber nicht auf das Heimgehen. Wenn es so etwas wie “unseren” Tempel in Bangkok gibt, ist es der Golden Mountain. Wir waren u.a. am letzten Tag unserer einjährigen Reise da und seither sind wir/ich immer wieder hier gewesen. Auch den Kids gefällts. Die zahlreichen Glocken, die man beim Auf- und Abstieg bimmeln kann, finden vor allem bei Nini Anklang. Im Tempel selber zünden wir wie immer ein paar Räucherstäbchen an. Hier gibt es es quasi als add on noch eine Blume und eine Kerze dazu. Die grosse Tochter ist schon beinahe Expertin in Sachen Tempelbesuch! Danach steht die letzte Tuk Tuk-Fahrt an. Der Fahrer bringt uns zum Siam Center, wo wir das Aquarium besuchen wollen. Leider sind wir nicht ganz die einzigen und müssen in den abgedunkelten Räumen ziemlich gut schauen, dass uns keine der Beiden weg springt. Das Aquarium ist nett. Vor allem die grossen Tanks sind eindrücklich. Ja, und dann steht nach einer kurzen Abkühlung im Pool eigentlich nur noch packen auf dem Programm. So viel sei gesagt: wir hätten also noch mehr schoppen können… Nach der letzten Karussel- und Riesenrad-Runde gibts der Einfachheithalber Znacht auf dem Hoteldach. Leider sind die Kids nicht gut drauf, so dass wir die Übung bald abbrechen und sie früher als vorgesehen ins Bett bringen. Mama und Papa betrinken den letzten Abend stattdessen mit Chang auf dem Mini-Balkon neben der brummenden Klimaanlage. Bangkok pur… we love it – auch mit Kids!

Ab nach Hause
Heute steht nur noch Reisen auf dem Programm – heimreisen… Da unser Flug ein Tagesflug ist, schlafen die beiden nicht mehr ganz so viel wie auf dem Hinflug. Nini findet fliegen einfach genial und gibt sich alle Mühe möglichst lang wach zu bleiben. Melia braucht etwas mehr Bewegung und wir sind froh, dass hinter uns niemand sitzt und sich durch die Kletterei von ihr gestört fühlt. Irgendwann übermahnt sie der Schlaf aber doch. Die Flugzeiten sind Jetlag mässig perfekt. Bangkok-Zeit mitten in der Nacht und Schweizer Zeit um sieben Uhr Abends landen wir in Zürich. Somit wird der Schlaf unterbrochen und Dank dem Spielwagen im Zug schaffen wir es alle wach zu halten bis zu Hause. Hier angekommen, fallen wir dann alle todmüde ins Bett und schlafen tief und fest bis zum nächsten Morgen. Damit ist die erste Fernreise mit den beiden Kindern Geschichte und wir blicken auf eine wunderbare Zeit zurück. Thailand hat uns genau das gegeben, was wir uns erwünscht und erhofft hatten. Viel zu schnell ist die Zeit vorbei gegangen. Wir sind dankbar für all die tollen Erlebnisse und freuen uns über die vielen positiven Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen dürfen. Happy new year to everybody!
 

Short cut zu den Bildern

Italy

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Ein paar Cherzli…
Der runde Geburi von Odi verschlägt uns für eine Woche in den Süden. Da ich nach der Thailand-Buchungsrunde (ein Monat im Dezember erwartet uns 🙂 ) keine Lust hatte wieder stundenlang im Internet zu suchen resp. buchen, beschliessen wir spontan Verona und Turin zu besuchen und dazwischen bei (Gross-)Tante Edith am Meer noch ein bisschen Sonne zu tanken. Die beiden Städte sind seit längerer Zeit, da Unesco Weltkulturerbe, auf unserer To do-Liste und bei Edith ist es sowieso immer super! Via Simplon erreichen wir kurz vor Mittag Italien und landen in einem grossen Schopping-Center in Gravallone Toce im Mäc, im Spielsalon, auf dem Spielplatz und im Einkaufsladen. Da hats irgendwie für alle was dabei :-). Nach weiteren zwei Stunden auf der Autobahn erreichen wir das Agriturismo, wo wir die nächsten zwei Nächte bleiben werden. Wie immer sind diese Dinger richtig gut. Die Kids können sich im grossen Zimmer, im Pool und auf dem Spielplatz so richtig austoben. Da wir zum Znacht nicht nochmals Lust haben irgendwo hinzufahren, geniessen wir ein improvisiertes Pic-Nic vor dem Haus und Dank der vier kleinen Küchlein mit Kerzli kommt sogar noch etwas Geburi-Stimmung auf. Happy Birthday, Mäzu/Papa! Du bisch dr Best! Mir fröie üs uf mindestens vierzg witere Jahr mit dir.

Wunderschönes Verona
Endlich, Verona wir kommen. Gefühlte 20ig Mal wollten wir hier schon hin und jedes Mal haben wir es verschoben, ganz nach dem Motto “hier sind wir ja so schnell, lass es uns das nächste Mal anschauen”. Dass die Stadt Unesco Weltkulturerbe ist, habe ich ja schon erwähnt. Wir sind früh auf den Beinen und entsprechend früh – ich spreche hier von kurz nach neun Uhr – starten wir unsere Sightseeing-Tour. Die Morgenstunde hat zwei grosse Vorteile: es ist erstens noch angenehm kühl und zweitens sind wir noch fast alleine unterwegs. Die berühmte Arena, wo jedes Jahr Opern aufgeführt werden, ist unser erstes Ziel. Da die Aufführungen zur Zeit jeden Abend stattfinden, ist das meiste in der Arena mit Stühlen zugepflastert. Wer weiss, vielleicht führt mich ja der Herr Odermatt mal zu einer Oper aus, denn dabei erst soll sich die ganze Pracht entfalten.

Italy, Verona, Arena

Weiter geht es durch kleine Gässchen, an schönen Häusern vorbei, durch Kirchen und über Plätze. Verona ist wirklich ganz wunderbar und überaus romantisch.

Italy, Verona, Houses

Wir sind gar nicht verwundert, dass Romeo und Julia hierher kommen sollen. Hier beim Haus der beiden – die beiden haben übrigens nie gelebt und sind reine Phantasiegestalten – wird es uns mit den zahlreichen Toursiten langsam aber sicher ein bisschen too much. Keine Ahnung, wo sie diese Horden raus gelassen haben. Die Julias mit ihren Romeos sind jedenfalls sehr zahlreich. Die wir keine Lust auf eine Touribeiz haben, landen wir wieder im Mäc. Die Kinder und der Papa freuts und die Mama freut sich auf Edith und Costa. Da gibts dann so richtig feines italienisches Essen. Die Kids machen einmal mehr hervorragend mit und wir sind überaus erstaunt, dass sie bei der Stadttour fast den längere Schnauf haben als wir. Melia ergibt sich erst kurz vor dem Parkhaus endlich dem Schlaf, was wir kurzerhand für ein Bier und eine Gelati nutzen. Nini fliegt gar erst im Auto ins Koma. Zurück im Agriturismo schmeissen wir uns in den Pool. Die Baderatten können kaum genug bekommen vom Wasser. Auch der Rest des Tages ist analog gestern. Nur an Schlaf ist zuerst noch grad nicht zu denken. Obwohl beide eigentlich hundemüde sind, gibt es zuerst im Bett noch eine kleine Party. Irgendwann ist dann aber zum Glück doch Ruhe.

Italy, Verona, Church

Auf nach Costa
Weiter geht es heute nach Costarainera. Die nächsten drei Nächte dürfen wir wieder einmal bei Edith logieren. Die Kids machen derart gut mit auf der Fahrt, dass wir in einem Schlenk die vier Stunden durchziehen können und so viel früher als erwartet am Ziel sind. Dafür reicht es jetzt auch noch für einen Sprung ins Meer. Die Kinder können es kaum erwarten und jauchzen beim Anblick des Meers laut drauflos. Nach der verdienten Abkühlung geht es schliesslich zu Edith. Wir werden bereits erwartet. Die Freude über das Wiedersehen ist gross. Der Abend wird wie immer gemütlich. Einmal mehr werden wir kulinarisch mehr als verwöhnt. Wie gut es uns doch geht!

Italienischer Strandtag zum Ersten
Die Meeresluft scheint allen gut zu tun. Die Kids schlafen bis acht Uhr! Nach Kaffi und Milch sind wir bald ready für den Strand. Edith spendiert uns heute zwei Liegen mit Sonnenschirm. Die Kids sind sofort im siebten Himmel: es hat Spielsachen, Häuschen und Rutschen à gogo. Der Tag wird dann auch derart gemütlich, dass wir zur Mittagszeit gar nicht erst nach Hause gehen. In der Strandbeiz gibts feine Spaghetti alle Vengole und Tintenfisch-Salat. Die Kids essen wacker alles Meeresgetier mit. Nach der Siesta von Melia gibts dann auch noch eine Gelati. Kinder-Herz was willst du mehr! Gegen vier Uhr haben wir dann genug Sonne getankt, nutzen die Dusche vor Ort zur allgemeinen Säuberung und gehen nach einem kleinen Apéro zurück zu Ediths Haus. Zum Znacht gibt es viel feines Gemüse nach Edith-Art und Wurst vom Grill.

Italy, Costarainera, Beach

Italiensicher Strandtag zum Zweiten
Wieder schlafen wir alle bis acht Uhr! Daran könnten wir uns glatt gewöhnen! Anmerkung der Redaktion: die Kids gehen nicht viel später ins Bett als gewohnt. Heute findet das Tüechli wieder seinen Platz unter dem eigenen Sonnenschirm im Sand. Das hat für die Kids auch Vorteile, ist so doch das Meer doch so quasi vor der Nase. So sind wir dann auch einiges mehr im Meer als gestern. Dies ist auch notwendig. Denn wir sind auch einiges sandiger und panierter als gestern. Einige liegen gar Kopf voran im Sandloch… Zum Zmittag gibts wieder viel Meeresgetier in der Strandbeiz. Nach einem Spaziergang am Schatten und der obligaten Gelati gibts nochmals Strand und Meer pur. Es macht viel Freude zu sehen, wie viel Spass die Jungmannschaft am ganzen hat und wir geniessen die letzten Stunden am Meer sehr. So wie wir auch den letzten Abend mit Edith geniessen. Danke, liebe Edith, es war wie immer sehr unkompliziert und total schön! Einmal mehr wurden wir von dir von A bis Z so richtig verwöhnt. Nächstes Jahr kommen wir wie versprochen vier Nächte vorbei :-).

Italy, Costarainera, Sky

Torino
Nach der Verabschiedung von Edith geht es weiter zu unserem letzten Stopp auf dieser kurzen Reise: nach Turin. Auch hier gibt es einige Unesco Dinger zu bestaunen. Da wir nicht die Zeit und die Lust haben die ungefähr zehn Paläste alle vollständig zu besichtigen, pflücken wir den in der Innenstadt raus und lassen die restlichen links liegen. So schlagen wir zwei Fliegen auf einen Streich: wir sehen was von Turin und können das Unesco Weltkulturerbe als erledigt betrachten. Die Stadt ist überraschend aufgeräumt, grosszügig, mondän und überhaupt nicht choatisch. Die vielen hohen Arkaden verschönern die Stadt sehr. Auch der Palast mag zu gefallen. Sogar die Jungmannschaft findet das Prinzessinnen-Schloss (alles ist ja eine Frage des Marketings… hier wird grad Eltern-Marketing betrieben) mega cool. Nur dass der Thron nicht bestiegen werden darf, ist schwer zu verstehen. Die Nacht verbringen wir auf einem riesigen, anonymen Agriturismo. Wir sind die einzigen Gäste, weshalb wir den Pool und die Tiere ganz für uns alleine haben. Die Kids finden beides super und die Zeit bis zur Nachtruhe geht wie im Flug vorbei.

Italy, Turin, Palace

Zurück nach Hause
Zum letzten Mal packen wir unsere Sachen in den Dacia und fahren los. In Aosta legen wir eine ausgedehnte Pause ein. Shopping und Futtern steht auf dem Programm. Wir finden für alle etwas: Papa kauft sich den grössten Limocello ever plus Moretti à gogo und die Kids dürfen sich ein Spielzeug aussuchen. So geht unsere Woche Ferien langsam aber sicher dem Ende entgegen. Der Rest der Fahrt ist rasch vorbei und wir kommen am frühen Nami wohlbehalten wieder zu Hause an. Dank dem, dass Nadine (danke tusig!) die Kids ohne Voranmeldung einfach so abholen kommt, ist auch alles in Rekordzeit wieder an seinem Platz. Kurz, aber schön wars! Nun freuen wir uns auf das nächste Abenteuer: ein Monat Thailand!
 

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Greece

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Endlich!
Nach einer gefühlten Ewigkeiten ohne Ferien und reisen geht es heute endlich wieder los! Einige sind zu Hause derart wohl, dass sie gar in den Finken losfahren… Via Gotthard, welcher in Gedanken immer soooo prompt erreicht und durchquert ist, in Wirklichkeit aber trotz nur rund zwei Kilometer Stau immer soooo langsam kommt und ewig lang ist, fahren wir nach Italien. Unser Ziel für die erste Nacht ist ein Agritourismo bei Faenza. Gerade rechtzeitig, als die Kids kaum mehr im Sitzli zu halten sind, erreichen wir am frühen Abend unser Ziel. Zum Glück hat es einen Pool und einen geheizten Wihrlpool, so dass alle bald wieder zufrieden und glücklich sind. Da die Haus-Mama erst um acht Uhr das Znacht auftischt, bleibt uns genug Zeit eine Dame vor dem Sechsgänger ins Bett zu bringen. Nini geniesst den Abend als Hahn im Korb sehr und wir geniessen das feine Znacht mit nur einem Kind, welches bereits weiss, dass der Teller oben bleiben sollte und die Gabel zum Essen und nicht zum Trommeln dient, auch sehr.

Igitt…
Einige Regentropfen und die für eine Italienierin erstaunlicherweise nicht so wirklich kinderfreundliche Haus-Mama vertreiben uns aus dem Agritourismo. Spontan beschliessen wir heute einen richtigen Kids-Day zu machen und einen kleinen Zoo in der Nähe von Ancona zu besuchen. Wir staunen nicht schlecht beim Beobachten der Einheimischen und ihren Kindern. Der Umgang ist doch ein bisschen anders als in unseren Breitengraden. Wir staunen auch nicht schlecht, als unsere Grosse sofort die hiesigen Sitten annimmt und ganz Prinzessinnen-like nur noch im Buggy sitzen will, sich so gar nicht für die Tiere interessiert und auch sonst Sitten an den Tag legt, die uns eher fremd sind. Der Zoo ist okay und als zeitvertrieb völlig in Ordnung. Irgendwann machen wir uns dann auf an den Hafen. Obwohl wir zeitig da sind, ist die Schlange an Autos schon lang. Die Zeit bis zum Boarding geht trotz beschränktem Bewegungsradius erstaunlich schnell vorbei. Die Zeit bis zur effektiven Schiffsabfahrt dauert dann etwas länger… zwei Stunden später als geplant, legen wir endlich ab. Wir geniessen die Zeit zwischen Boarding und Leinen-los auf dem obersten Deck an der Sonne. Erst als uns ein Hund zeigt, was Hunde hier an Deck alles so machen, haben wir genug vom relaxen und herumtummeln. Wir wollen gar nicht daran denken, wo unsere Kids alles so drin rumgeturnt sind… da hilft wohl nur noch eine Dusche.

Hellas, liebe Freunde
Alle haben mehr oder weniger gut geschlafen. Die Kids haben sich auf alle Fälle einmal mehr überhaupt nichts anmerken lassen und die Fährnacht bestens überstanden. Nach einem Bitz Brot auf dem Deck wird es uns zu windig und wir machen bis zur Ankunft das Innere des Kahns unsicher. Wir finden gar noch so etwas wie einen Spielplatz, wo sich die Kinder so richtig austoben können. Nini ist im Element, so dass andere Eltern mit ihrem erstgeborenen Nesthäckchen das Feld bald wieder räumen. Unsere Kids sind nachher derart geschafft, dass sie die ganze Fahrt vom Hafen in Igoumentisa bis nach Meteora verschlafen – immerhin geschlagene zwei Stunden. Wir Eltern staunen aber der Bevölkerungsdichte und ab den vielen Hügeln, um nicht zu sagen fast schon Bergen, die uns in Griechenland willkommen heissen. In Meteora machen wir zu erst den Lidl unsicher. Es ist dies der erste grössere Laden, den wir seit unserer Ankunft entdecken. Das Hotel ist der Traum für uns alle: die Kids werden wie bei den Grosseltern empfangen und gehätschelt, es hat einen riesigen Pool mit einer grossen Wasserrutsche, wir haben ein tolles ebenerdiges Zimmer mit Balkon, wir sind die einzigen und können tun und lassen was wir wollen, usw. Was will man mehr… Somit ist denn auch das Programm für den Rest des Tages gegeben. Wir nehmen die Hotelanlage quasi ein und breiten uns aus. Zum Znacht gibts Pic Nic vom nochmaligen Lidl-Besuch. Und nach dem ersten Moskito-Besuch und dem fehlenden Mineralwasser kennen wir den Laden dann wirklich sehr gut. Nun haben wir so ziemlich alles was wir vergessen haben…

Meteora
Nach einem feinen Zmorgen, das keine Wünsche offen lässt, fahren wir zum Grund unserers Besuches in Meteora. Die Gegend ist bekannt für die steilen Felsen mit den Klöstern oben drauf und eines der Wahrzeichen von Griechenland. Natürlich steht das ganze unter dem Patrionat der Unsesco. Die Szenerie ist wirklich beeindruckend. Mehrere Kloseranlagen sind hier, so scheint es, ganz nah beim stahlblauen Himmel zu finden. Alle sind öffentlich zugängig und wir besuchen drei der Anlagen. Vor allem der Aufstieg zum letzten hat es in sich. Dafür sind wir dann auch auch fast alleine hier oben und können den Ausblick so richtig geniessen. Die Kids machen super mit. Auch wenn für sie Klosteranlagen wie ein normales Haus aussehen, staunen sie über das viele Glitzerzeug an den Lampen und dem Flüsterton der Eltern in der Kirche (“Mama, schläft hier jemand?”). Die vielen Pausen, der kühle Wind und die Snacks zwischendurch sind für sie genau so wichtig wie alles andere. Zurück im Hotel nutzen wir nochmals unsere private Badi. Während Odi erneut zum Fotografieren zu den Klöstern fährt, werden die Kids wieder mit Süssigkeiten und Streicheleinheiten verwöhnt. Nini nennt die Hotelinhaber schon Grosi und Grosspapi vom Hotel…

Greece, Meteora, Monastry

Die Gränber von Verjina
Als unsere sieben Sachen irgendwie wieder einen Platz im Auto gefunden haben, geht unser road trip durch Griechenland weiter. Unsere erste Pause, welche gleichzeitig unser Mittagshalt ist, verbringen wir in einem Kaff mit einer weiteren grossen Sehenswürdigkeit. In Verjina wurden mehrere Gräber samt sagenhaftem und sehr gut erhaltenem Inhalt aus den Jahren um 300 v. Chr. gefunden – u.a. eines vom Vater von Alexander dem Grossen. Besonders eindrücklich sind die riesigen Türen zu den Gräbern, welche praktisch die Herzstücke des unterirdischen Museums bilden. Während die kleine Dame das ganze mit “Oh, oh, oh, …. ooooooh” kommentiert, ist Nini eher verhalten wenn nicht gar ängstlich mit von der Partie. Sie kann mit den kindergerechten Ausführungen von uns zu wenig anfangen und findet das ganze irgendwie unheimlich. Bis zu unserem heutigen Ziel, ein Hotel in Psakoudia am Meer, dauert es dann noch eine Weile. Zuerst schlafen die Mädels, so dass wir uns u.a. auf die Durchquerung Thessalonikis konzentrieren können. Danach aber will Melia par tout nicht mehr im Sitzli bleiben und fordert lauthals einen sofortigen Stopp herbei. Zum Glück landen wir gleich neben einer Kita, deren Spielplatz wir rasch zum Austoben benutzen dürfen. Ninis Aussetzer zum Schluss der Fahrt gehört dann eher in die Sparte “Daily business”. Stets wenn die Autoinsassen aus der zweiten Reihe realisieren, dass das Ziel jetzt dann gleich erreicht ist, fängt eine an zu rabauken… Als sich alle wieder beruhigt haben, steht auch schon der nächste Programmpunkt an: Strand und Meer. Das ganze quasi direkt vor unserer Unterkunft! Während Melia kaum Scheu kennt und zudem Sand frisst, als hätte sie heute den ganzen Tag nix bekommen, ist die Badesaison für Nini noch zu jung, als dass sie einfach ins Meer rennen würde. Zum Znacht wagen wir uns dann wieder mal auswärts. Vor allem die Mama hat genug von Brot, Käse und Aufschnitt. Das Essen ist nix besonderes und vor alllem das Moussaka eine echte Enttäuschung. Das kriegt sogar Findus besser hin… und das übliche Znacht zu Hause wäre mindestens so gut gewesen.

Beachday
Der Tag heute gehört voll und ganz den Kids. Wir haben absolut kein Tagesprogramm und nehmen vorzu was kommt. Und so kommt nach dem Zmorge der erste Strandbesuch. Dank der relativ frühen Morgenstunde sind wir quasi alleine am Beach. Die Luft und das Meer sind bereits angenehm warm und wir bleiben bis kurz vor Mittag und geniessen das Beachlive, mit allem was dazu gehört. Zum Zmittag machen wir uns auf ins Dorf. In einer Beiz bekommen wir ein feines und günstiges Zmittag. Ganz nebenbei werden unsere Kids von den Kids, welche dort wohnen, beschäftigt und u.a. mit O’Saft und Dessert verwöhnt. Kein Wunder bleiben wir dann auch etwas länger sitzen als zuerst gedacht. Nach einer ausgedehnten Siesta gehts dann nochmals an den Strand. Obwohl es nun ein paar Touris mehr hat – die meisten aus dem nahen Bulgarien – ist es immer noch angenehm und überschaubar. Und was hier auch noch einen Satz verdient hat: das Wasser ist absolut sauber! Zum Znacht versuchen wir uns mit einer Premieure: die Kids ins Bett, Mama und Papa mit Babyphone bewaffnet in die Taverne unter dem Zimmer rechts. Die Premieure gelingt! Ausser dem riesigen und kläffenden Strasssenköter, gibt es überhaupt nichts zu beklagen.

Mt. Athos – oder das frauenfeindlichste Unesce Weltkulturerbe
Ja, es gibt auch frauenfeindliche Unesco Dinger… Doch alles der Reihe nach. Nach dem easy day yesterday steht heute wieder etwas Sightseeing und Kultur an. Wir fahren in ein rund eine Stunde vom Hotel entferntes Dorf, wo die Schiffe ablegen, von welchen man den Athos Berg und seine Klöster aus der Ferne anschauen kann. Dies ist wieder einmal ein Test für unsere Kids. Noch nie waren sie drei Stunden auf einer Sightseeing-Tour auf einem Schiff. Da der Kahn gross genug ist und somit Bewegung ermöglicht, machen wir uns nicht allzu viele Gedanken. Ausser einem kleinen Aussetzer von Melia verläuft dann auch alles super gut (die Kleine bekommt gefühlte vier Backenzähne zusammen…). Nini ist gar im Himmel… genauer im Trickfilm-Himmel. Die Crew schmeisst nur für sie den TV an. Sie sieht denn auch nicht viel von der Rundfahrt, was uns aber nicht stört. Neben Buggs Bunny und Co. macht uns noch jemand anders die Ehre: ein Delfin schwimmt und springt in der Bugwelle direkt vor unserer Nase herum! Doch nun zu den Klöstern. Auf dem Kahn landen wir ja nur, weil eine Besichtigung vor Ort für Frauen absolut verboten ist und Männer nur mit einem Permit inkl. Pilgerreise dorthin kommen (Odi wollte nicht alleine hin… auch nicht zum Pilgern…). Das Schiff darf dann dank der zahlreichen Frauen an Bord auch nicht näher als 500 Meter zum Land fahren. Das ganze ist solala… man sieht doch nicht ganz so viel, wie aus der Nähe. Die Geschichte und das ganze drum herum sind aber spannend und interessant. Zurück im Hotel wartet nochmals der Strand auf uns. Das Meer lassen wir heute aus. Es ist zu windig und zu frisch. Zum Znacht erlauben wir uns nochmals das gleiche Programm wie gestern. Wer weiss, wann sich zum nächsten Mal eine solche Gelgenheit ergibt.

Greece, Mount Athos, Bird

Thessaloniki
Heute lassen wir das Meer hier hinter uns und fahren zum gleichen Meer ca. 300 Kilometer weiter südlich. Unterwegs machen wir einen kurzen Stopp in Thessaloniki. Hier hat es drei Kirchen, die zum Unesco Weltkulturerbe gehören. Wir entschieden uns zwei der drei zu besichtigen, die in Fussdistanz zu einander liegen. Zuerst gilt es aber eine Parkplatz zu finden. Ich kann mich kaum erinnern, je einmal eine derart zuparkierte Stadt gesehen zu haben. Sogar in der zweiten Reihe am Strassenrand wird überall parkiert. Mit etwas Glück finden wir ein Parkhaus, welches tatsächlich noch einen P hat. Wir müssen den Schlüssel abgeben, damit der Herr vor Ort allenfalls unser Auto umparkieren kann, sollte ein anderer vor uns – also genauer hinter uns – weg fahren wollen. Die Stadt ist nicht wirklich hübsch und eine kinderunfreundliche Betonwüste sondergleichen. Die beiden Kirchen sind rasch besichtigt und beeindrucken uns nicht wirklich. Wir sind alle froh, dass wir nach rund drei Stunden wieder im Auto sitzen. Die Kids verpennen die ganze Weiterfahrt, so dass die Parentis sogar Zeit haben den Berg Olympus aus der Ferne in aller Ruhe zu studieren. Das Logie für die nächsten zwei Nächte ist schön und relativ geräumig. Einziger Nachteil: das Meer resp. der Strand ist nicht zu Fuss erreichbar. Melia findet das ganze irgendwie weniger schön und stellt einen neuen Rekord im “Dauer-unzufrieden-sein” auf. Am Schluss ist sie gar heiser…

Pelion Peninsula
Wieder steht ein Strandtag auf dem Programm. Nach nur ein paar Minuten Fahrt erreichen wir einen tollen und sehr kinderfreundlichen Strand. Wir verbringen den ganzen Tag hier und fahren erst am Abend nach viel bädele, sändele, chosle, sünnele, schlafe und Siesta in der Strandbar wieder ins Hotel zurück. Anina mausert sich wieder zur gewohnten Baderatte und geht nun schon alleine ins Meer. Auch Melia gefällts und ist jeweils nur unter lautem Protest wieder aus dem Wasser zu kriegen. Alles in allem ein entspannter Familientag am Strand!

Sind wir in Asien?
Unser nächstes Ziel ist Delphi. Hier hat Apollo eine riesige Tempelanlage aufgestellt, welche wir morgen besuchen werden. Die Fahrt ist erstaunlich kurzweilig. Zum Zmittag gibts Pic Nic am Schatten auf einem Waldweg. Delphi ist unerwartet klein und relaxt. Das Kaff liegt an einem Hang und die Häuser sind eng ineinander gebaut. An der Hauptstrasse reihen sich Hotels, Bars, Souvenirshops und Restaurants aneinander. Irgendwie erinnert uns das Ganze an Asien (Sapa, Luzon, o.ä.). Die einzige Schwierigkeit ist ein Platz zu finden, wo die Kids Auslauf haben. Und so spazieren wir dann schon mal zu den Tempelanlagen, um die Öffnungszeiten zu checken. Hier gibt es dann auch etwas Platz, um die Kinder zu bewegen. Wie immer, wenn unsere Shoppingqueen einen Souvenirshop sieht, kommt sie direkt ins Shoppingfieber. Ein T-Shirt und eine Handtasche gehören bald ihr. Und auch sonst gibt sie alles mit ihrem Charme. Sie bekommt fast jeden Tag von irgendeinem Griechen irgend etwas geschenkt. Zum Znacht gibt es in einer Art Bar Lasagne und Pizza. Die familienfreundlichen Restis mit viel Platz und Familienanschluss finden sich hier nicht auf Anhieb. Das Essen ist trotzdem überraschend gut und da wir früh sind, haben die Kids auch genug Platz, um zu essen.

Delphi
Direkt nach dem Schoppen – den aktuell nur noch die Grosse trinkt, die Kleine verweigert ihn bis auf das Exemplar am Abend im Bett neuerdings vehement – brechen wir auf zur Tempelanlage (Gespräch zwischen Mama und Tochter: “Komm, wir gehen die Ruinen besuchen”; “Super, wir gehen die Pinguine besuchen?”), Wir wollen diese möglichst alleine bei möglichst kühlen Temperaturen besuchen. Da das Ganze ziemlich am Hang liegt, kommen Mama und Papa trotzdem ganz schön ins Schwitzen. Uns gefällt die Anlage sehr gut. Es hat erstaunlich viele sehr gut erhaltene Steinüberreste, welche immer noch stehen. Nach dem Mittagsrast gehts dann noch ins Museum. Hier gibt es die Sphinx (Nini erkennt das Ding, dann sogar auf einem Foto im Dorf wieder…) und andere vor Ort gefundenen Skulpturen zu bestaunen. Just zu Beginn des Regens schaffen wir es am frühen Nami zurück ins Hotel. Danach kommt eine Aufgabe, die Eltern – also mindestens uns – fordert: Kids in diesem Alter im Hotelzimmer einen halben Tag beschäftigen. Just als die grosse Langeweile einkehrt, gibt es zum Glück eine Regenpause, welche wir nutzen, um etwas Kleines essen zu gehen. Zurück im Hotel schlagen wir uns dann nochmals zwei Stunden um die Ohren bevor es Zeit zum Schlafen gehen ist.

Greece, Delphi, Temple of Apollo

Auf, auf den Pennepolese
Das Wetter am Morgen ist unverändert: nass, grau, kühl. Wir sind deshalb subito parat, um uns auf die Suche nach der Sonne zu machen. Die Kids sind heute noch mehr in Fahrtlaune als sonst und so schaffen wir es in einem Anlauf – immerhin drei Stunden Fahrt – direkt zum Korinth Kanal. Odi chauffiert uns zu einer Fussgängerbrücke ohne jegliche Touristen und Souvenirstände und wir haben sogar das Glück drei Schiffe auf ihrem Weg durch den engen Kanal beobachten zu dürfen. Die Kids müssen das Ganze bei Fuss bestaunen. Ein Fall aus dieser Höhe wäre fatal. Bevor wir unsere nächste Ferienwohnung in Nafpoli beziehen, besuchen wir erneut einen Steinhaufen – die Pinguine eh Ruine von Mykene (zufälligerweise Unesco Weltkulturerbe). Das Wetter ist trocken, aber extrem windig und somit immer noch ziemlich kühl. Das einzige was uns fasziniert ist das Eingangstor und der Gräberzirkel. Alles weitere lässt sich nur mit viel Fanasie erahnen. Nach einem Stopp im Lidl sind wir bei unserer nächsten Unterkunft. Diese ist einfach der Hammer und lässt keine Wünsche offen. Wir waschen unsere dreckigen Sachen in der vorhandenen Waschmaschine und zaubern wieder einmal etwas selbst gekochtes auf den Tisch. Die Kinder sind schlagartig ruhig und es scheint, als ob sie das Hausgemachte und leicht improvisierte Znacht geniessen. Der von der Vermieterin gebackene Kuchen rundet das Znacht schliesslich ab und die wärmende Abendsonne trägt das übrige dazu bei.

Im YB-Stadion von Griechenland
Nach einem ausgiebigen Zmorge – der Kühlschrank ist gefüllt mit allerlei Leckereien – geht es auf nach Epidavaros. Hier steht ein riesiges Amphitheater, aus den Jahren rund um 2000 v. Chr. 14’000
Zuschauer sollen hier Aufführungen aller Art beigewohnt haben. Das Theater gefällt nicht nur der Unesco. Auch wir sind begeistert ab dem gut erhaltenen riesigen Stadion. Die Akustik ist unglaublich und wenns nach Nini geht, spielt hier YB von Griechenland. Nach einem weiteren kurzen Stopp bei den Steinhaufen von Tiryns gehts direkt an den Strand. Die Bucht wäre der Hammer, der Wind jedoch machts irgendwie ungemütlich. Dieser bläst so fest, dass das Meerwasser gar wärmer ist als die Luft. Nach rund einer Stunde verziehen wir uns deshalb in die Strandbeiz. Die Kids bekommen eine Gelati und die Eltern erfreuen uns ab einem Cappuccion freddo (eine tolle Eigenheit der Griechen, welche jedes Starbucks überflüssig macht und eh noch gesünder ist). Zum Znacht gibts wieder Eintopf im Appartement. Die Kids sind hungrig und müde. Und so ist es nun 19 Uhr und die Eltern haben Feierabend: Prost!

Ganz in den Süden
Mit der Aufsicht auf ein hoffentlich ähnlich tolles Appartement verlassen wir das Heim der letzten zwei Nächte gegen neun Uhr. Der Küste entlang fahren wir ganz in den Süden. Die Strassen sind kurvig, die Aussicht auf das Meer teilweise gigantisch. Irgendwann müssen wir dann ins Hinterland abbiegen, wo wir statt Meer nur noch Ziegen und alte Grosis mit Kopftuch sehen. Kurz vor unserem Ziel kommt dann das Meer nach einigen teilweise ungeteerten Strassen wieder zum Vorschein: wir treffen in Monevasia ein. Im Lonely ist der Ort beschrieben als Mont St. Michel von Griechenland. Und das ist eigentlich auch der Grund, warum wir die Fahrt auf uns genommen haben. Noch sind wir nicht sehr beeindruckt, beziehen statt dessen unser Logie und gehen mit den Kids an den Strand. Statt Sand hat es hier Kies. Das hat mindestens den Vorteil, dass danach nicht alle und alles voll Sand ist. Da wir wieder eine Küche haben, ist das Abendprogramm gegeben: duschen, kochen, essen, spielen, ab ids Näscht (einge etwas früher als andere :-).

Wunderbares Momevasia
Gleich nach dem Zmorge geht es in den kühleren Morgenstunden auf nach Momevasia. Das kleine Dorf ist auf der Rückseite des Berges gebaut. Dies ist auch der Grund, weshalb wir gestern so gar nicht beeindruckt waren: man sieht nämlich überhaupt nichts vom Land aus! Die wahre Pracht eröffnet sich einem erst, wenn man den L-förmigen Tunnel durchschritten hat und quasi ohne Vorwarnung in einem super schönen kleinen, sehr fotogenen, romantischen Dorf steht. Man stelle sich vor, man wäre ohne kleine Kinder hier und könnte in jeder dieser tollen Bars, Beizen und Restaurants mit toller Aussicht auf das Dorf und das Meer etwas trinken oder essen… Doch auch mit Kids ist das Ganze ganz wunderbar. Wir kommen uns vor wie in einem anderen Jahrhundert und erforschen die engen Gässchen. Da die Upper Town geschlossen ist, erübrigt sich die Frage nach der Wanderung. Zurück im Dorf gibts Spielplatz und Cappuccino freddo. Danach ist auch schon wieder das Zmittag dran. Und auch das wird ganz wunderbar. In einer Hafenbeiz schlagen wir uns die Bäuche mit Gyros in Pita-Brot, griechischem Salat, Pommes und Zucchetti-Tätschli voll. Am Nami überqueren wir den Berg und fahren an einen schönen Strand zum Baden. Mit einer griechischen Grossfamilie und zwei Zigeunerjungs, die Melia wohl gleich vom Fleck adoptieren oder heiraten würden, verbringen wir den Nami am spiegelglatten und sehr sauberen Meer. Zum Znacht gibts Räschte aus dem Kühlschrank. Morgen gehts wieder ein Haus weiter zur letzten Übernachtungsstätte, wo wir gleich vier Nächte bleiben werden.

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Mystras
Unsere Fahrt an die Westküste unterbrechen wir in Mystras. Die Ruinenstadt, welche um das 12. Jahrhundert nach Chr. erbaut wurde, ist eine weitere Unesco Weltkulturstätte. Da diese an einem sehr steilen Hang liegt, kommen wir ziemlich ins Schwitzen. Irgendwie ist es heute besonders heiss und irgendwie macht auch Anina heute so richtig schlapp und will quasi keinen Meter wandern. Den oberen Teil besuchen wir noch alle zusammen. Im unteren Teil bleibe ich dann mit den Kids an einem schattigen Platz im Vorhof einer interessanten Kirche mit gut erhaltenen Fresken. Odi produziert während dessen noch ein paar Schweisstropfen und Fotos. Nach dem Besuch geht die Fahrt weiter an die Westküste. Hier beziehen wir wie bereits angetönt für die letzten vier Nächte in Griechenland ein grosses Zimmer mit kleiner Küche in einer kleinen Anlage mit Garten, Pool und Spielplatz. Das ganze ist nicht mehr ganz topmodern, aber immer noch ziemlich im Schuss. Die Kids findens jedenfalls der Hammer und tollen mit dem Hausjungen (Anina spricht gefühlt fliessend Griechisch mit ihm) wie wild durch die Anlage.

Olympia
Ein weiteres Highligt wartet heute auf uns: die Geburtsstätte der wohl jedem Kind bekannten Olympiade. Wir haben Glück, just als wir dort eintreffen, reisst der Himmel auf und die Touristen bleiben weiter überschaubar. Das Ausmass der Anlage kann man sich nur mit viel Phantasie vorstellen. Hierbei gewinnt Odi immer haushoch gegen mich. Ich bin eher der Typ “ich muss es sehen”. Nach einem Wettrennen über die erste Olympiabahn, welches ich gegen meine Tochter selbstverständlich haushoch verliere, besuchen wir noch das Museum. Mit der Kutsche – Nini bekommt als Belohnung für die murrenlose Wanderung diese Fahrt – fahren wir zurück in das Dorf. Dort gibts in einer Seitenstrasse feine Gyros im Pita-Brot. Damit wir unsere Vorräte wieder aufstocken können, machen wir einen kleinen Umweg über das nächst grössere Kaff. Eigentlich wollten wir ja noch ein bisschen flanieren, aber wir werden von Bergen von Müll (ob die Müllmänner seit Wochen streiken?) sofort wieder vertrieben. Stattdessen gibts ein Bad im Pool und eine Sändelieinlage am Strand. Ein Bad im Meer bleibt heute aus. Wegen des Windes ist das Meer viel zu unruhig.

Letzter Tempel
Heute steht das letzte Unesco Weltkulturerbe dieser Reise auf dem Programm: der Tempel von Apollon. Auf über 1200 m. ü. M., quasi ganz nah bei den griechischen Göttern, ragt dieser dem Himmel entgegen. Es ist unglaublich, wie gut das Ding noch aussieht und vor allem wie viel noch steht. Damit dies auch so bleibt, wurde der Tempel vor rund 30 Jahren mit einer Art Zirkuszelt überdacht. Das sieht zwar nicht sooo sexy aus, ist aber eine gute Sache, da dieser so noch lange der Nachwelt erhalten bleiben wird. In einem kleinen Bergdorf mit vielen staunenden Gesichtern – was macht denn diese Familie da und wer ist das überhaupt? – gibts Futter. Das bei der Mama ist verkocht und teuer, das bei Papa ist fein und günstig. Zurück im Hotel gehen wir direkt ans Meer. Es ist zwar immer noch wellig, aber weitaus weniger zügig als gestern, weshalb wir mind. bis zu einer gewissen Tiefe alle rein können. Vor allem auf die Kleine müssen wir gut achten. Sie kennt nix und springt sofort los, sobald sie Meer sieht. Nini hat bei diesen Wellen schon etwas mehr Respekt. Der Pool, welcher Papa mit den Mädels baut, ist grossartig und beschäftigt die Jungmannschaft lange. Quasi zur Säuberung springen wir zurück im Hotel nochmals rasch in den Pool bevor es dann zur Abwechslung wieder mal Menu 1 gibt (Nüdeli, irgend ein Gemüse – heute Mais, Wienerli). Menu 2 (Härdöpfustock, irgend ein Gemüse, Wienerli) gibt es dann morgen wieder :-). Was solls, die Kids liebens und unter den bescheidenen Umständen liegt einfach nicht viel anderes drin.

Last day at beach
Unseren letzten Tag verbringen wir am und im Wasser. Am Morgen starten wir am menschenleeren Beach. Das Meer ist verhältnismässig ruhig, der Pool von Papa riesig, die Muscheln zahlreich (Nini sammelt einen ganzen Eimer voll. Die Muscheln sind nun alle im Koffer…). Danach gehts ab in den Pool. Mit Thalos, dem Hausjungen, macht das Baden gleich noch viel Spass. Da dieser etwas älter ist als Nini, schwadert er vorne weg und unsere grosse Tochter lernt Dank ihm mit dem Hundeschwumm ernsthaft vorwärts zu kommen – mit Flügeli natürlich. Nach dem Zmittag machen wir einen Abstecher ins Kaff. Wir fühlen uns langsam aber sicher richtig heimisch hier und finden immer mehr Gefallen an diesem absolut untouristischen Ort. Die Kids bekommen eine Gelati und Mama und Papa geniessen nochmals ein Cappuccino freddo. Danach ist wieder der Strand an der Reihe. Und ja richtig, dann kommt nochmals ein Bad im Pool. Als alle wieder trocken hinter den Ohren sind, gibts etwas zu futtern und nach dem obligaten Spielplatz Besuch sind die beiden Kübeli um. Morgen gehts auf die Fähre und zurück in die nass-kalte Schweiz… Vorsichtshalber haben wir im Koffer einen grossen Platz für die Sonne frei gemacht. Daneben haben auch noch ein paar Grad Platz. Wir hoffen, dass es klappt!

Greece, Zacharo, Shell

Bier und Apéroplätchen
Das ganze Puff ist im Auto versorgt und wir sind ready für die letzten Kilometer in Griechenland. Als Unterbrechnung der Fahrt machen wir einen Stopp bei einer schönen Festung in einem sehr hübschen Kaff. Das einzige was fehlt – oder wir nicht finden – ist die schattige Beiz zum Draussen sitzen und etwas essen. So fahren wir ein paar Kilometer zurück zu einem Roadhouse, welches beim Durchfahren sehr gut besetzt aussah. Alles ist bestens ausser der folgende Satz “Wir kochen kein Essen und servieren nur etwas Kleines (für alle das Gleiche), wenn man Alkohol trinkt”. Aha… hmmm… Resulatat: die Kids bekommen ein Apero-Plätchen, die Eltern ernähren sich von einem Bier. Da wir in Patras noch etwas gar früh sind, um uns bereits in die Schlange an der Sonne zu stellen, machen wir noch eine Stopp bei so etwas wie einem Schoppingcenter (ansonsten in Griechenland bis anhin nie gesichtet, gleich wie bspw. ein Mäc). Zum Glück hat es hier gar einen Spielplatz und die Kids können sich am Schatten noch etwas bewegen. Danach ist es Zeit den Hafen und vor allem den richtigen Pier zu finden. Beim Anstehen werden wir Zeuge, wie junge Männer – wir nehmen an Flüchtlinge – versuchen in einen Anhänger bei einem LKW zu schleichen und so schwarz auf die Fähre zu kommen. Die Polizei überrascht sie jedoch dabei und sie müssen fliehen. Überraschend pünktlich fährt schliesslich die Fähre in Richtung Italien ab. Wir sind zuversichtlich, dass wir dieses Mal etwas pünktlicher an unserem Ziel ankommen.

Schwups und wir sind zu Hause
Wieder haben wir eine ruhige Nacht hinter uns. Auf der Rückfahrt verbringen wir viel Zeit in der gemütlichen Kabine. Wir mussten merken, dass hier die Kids am einfachsten zu beschäftigen und zu beaufsichtigen sind. Aber, auch der Spielplatz wird ausgiebig getestet. Wir treffen auf zwei andere Schweizer Familien mit Kids im gleichen Alter. Als wir mit rund zwei Stunden Verspätung in Ancona vom Schiff fahren, sind die Beiden derart k.o., dass sie sofort in einen Koma-ähnlichen Schlaf verfallen. So kommen wir denn auch super schnell vorwärts. Und da wir auch noch nirgendwo Stau haben, sind wir bald in der Schweiz. Die Kids werden unterwegs verpflegt und ins Pijama verfrachtet. Melia schläft schliesslich erst kurz nach der Schweizer Grenze in den Nachtschlaf. Nini hält gar bis zum Gotthard durch. Wir Eltern bleiben wach bis Bern und freuen uns, dass wir kurz nach Mitternacht ohne Probleme und auf direktem Weg zu Hause ankommen. Schön wars!

Greece, Zacharo, Grass

Und zum Schluss noch ein paar Gedanken zu Griechenland:
Die Krise ist allgegenwärtig. Überall sieht man nicht fertig gebaute Häuser, geschlossene Läden, usw. Die Steuern sind immens. Ein Hotelinhaber erzählte uns von rund 80% Steuern! Arbeitslosengeld gibts für 6 Monate. Danach muss jeder selber schauen, wie er über die Runden kommt. Erstaunlicherweise sind uns trotzdem sehr wenig Bettler oder sehr arme Leute begegnet. Fairerweise muss man hier auch erwähnen, dass die Griechen auf den ersten Blick nicht gerade das arbeitswilligste Volk sind. Man arbeitet schon, wenn man denn kann, aber richtig effizient war das ganze nie. Was wir hier gerne nochmals erwähnen, ist die Gastfreundschaft und die Kinderliebe der Griechen. Das ist wirklich unglaublich! Das Essen ist auch ganz wunderbar (die Eltern haben gar ein paar Gramm (ich hoffe es sind nur Gramm :-)) zugelegt). Das Wasser im Meer war super, super sauber. Die Strände oft sehr schön und die Landschaften sowieso. Nicht zu vergessen die zahlreichen antiken Sehenswürdigkeiten, die beeindruckend sind. Und last but not least: meine Angst irgendwo auf das Flüchtlingselend zu stossen, war unbegründet. Die Krise resp. die Lager sind sehr regional an der Grenze und begegnen einem nicht – ausser dem kurzen Intermezzo im Hafen. (remember: wir waren nicht in Athen, aber in Thessaloniki). Zusammenfassend kann man sagen, es gibt keinen Grund das Festland und den Pennopelese nicht zu besuchen!
 

Short cut zu den Bildern