Category Archives: Region Australien

Great Barrier Reef

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Gute Heimreise Mam & Edi

Wir werden früh durch den Wecker wachgerüttelt. Unser Flug via Sydney nach Cairns hebt bereits um sieben Uhr in Hobart ab. Mam und Edi bringen uns glücklicherweise an den Flughafen. Wir verabschieden uns bei stürmischem Wetter voneinander. Für die beiden sind die Ferien in ein paar Stunden vorbei und der lange Rückflug in die Schweiz wartet auf sie. Das Boarding wird nass, sehr nass. Es „schiffet“ quer vom Himmel und alle Passagiere werden klatschnass. Es scheint, als ob bei den Billigairlines Schirme nicht im Preis inbegriffen sind… Wir landen pünktlich gegen Mittag in Cairns. Wir können kaum glauben, dass wir immer noch in Australien sind! Das tropische Klima erinnert uns eher an Bangkok oder K.L. Am Nachmittag machen wir es uns im Internetkaffee gemütlich. Wir wollen schliesslich nicht unvorbereitet in Asien ankommen…

Tropisches Cairns I

Die Sehenswürdigkeiten von Cairns kann man an einer Hand abzählen. Damit wir nicht überfordert werden, nehmen wir uns heute drei davon vor: die Strandpromenade, den Pool sowie den Night Market. Entlang der Esplande schlendern wir von unserem Hotel ins Zentrum. Auf rund drei Kilometer wurde hier für allerlei Freizeitvergnügen (Beachvolley, Biking, Skating, BBQ und weitere so sportliche Sachen) ein Strandweg gebaut. Obwohl Cairns am Meer liegt, kann man hier wegen den Krokodilen oder auch liebevoll Salties genannt und den Box Jelly Fishes nicht im Salzwasser baden. Deshalb befindet sich am Ende der Promenade ein riesiger öffentlicher Pool, indem man sich von den tropischen Temperaturen abkühlen kann. Wir begnügen uns mit ein paar Fotos dieses Plantschbeckens. Stattdessen gönnen wir uns wieder einmal Sushi. Das Rollband bringt eine immense Auswahl von exquisiten Fischen an uns vorbei, die wir zum Teil noch nie gesehen resp. gegessen haben (bspw. den Flugfisch, für Stuwi: hier gibt es auch Sushi mit zartem Steak drauf). Es schmeckt einfach hervorragend! Am Nachmittag loggen wir uns wieder im World Wide Web ein. Mit der Umbuchung unseres Fluges ab Australien nach Bangkok werden wir zusätzlich noch unser Visumproblem los. Nach dem obligaten Bier sehen wir uns noch auf dem Night Market um. Hier kann man wirklich shoppen bis einem das Geld ausgeht (fast wie in Asien). Ich bin jetzt jedenfalls um drei Halsketten und weiteren Schnigg-Schnagg reicher…

Tropisches Cairns II

Heute steht der Marinahafen auf unserem Sightseeingprogramm. Auf dieser Seite von Cairns sind auch die fünf Sterne Hotels zu finden, die wir aus Budgetgründen immer nur von aussen bestaunen. Der Rest des Tages gleicht dem von gestern fast 1:1. Halskette kaufen, Sushi essen auf Förderband (dieses Mal mit Aal), Internetrecherchen, kühles Blondes. Im Biergarten wird uns klar, warum die Aussies die Engländer, hier Pommies genannt, nicht so gerne haben. Wir machen gute Miene zum bösen Spiel (so böse wars nicht, eher lustig und abkühlend) und helfen stattdessen den Jungs bei der Wasserpistolenschlacht. In diesem Pub kann man übrigens für 5 Dollar essen, wenn man vorher ein Bier für 6 Dollar kauft… Auch eine Marketingmöglichkeit!

Great Barrier Reef

Die nächsten zwei Tage verbringen wir auf hoher See beim Segeln, Tauchen und Schnorcheln. Bereits um sieben Uhr bringt uns der Bus zum Pier. Die letzten Worte des Busdrivers werden hier nachfolgend auf Deutsch zitiert: „Willkommen am Hafen. Hier wurden die letzten Fotos vom Crocodile Hunter (Anmerkung der Redaktion: Steve Irwin) gemacht. In einem hier vorgelagerten Riff verlor er kurz darauf sein Leben. Achtet auf Stingrays!“. Na ja, wir werden uns wohl nicht gleich auf einen legen… Übrigens ist es unglaublich wie Irwin von den Aussies verehrt wird. Es gibt so ziemlich alles mit und von ihm zu kaufen: Briefmarken, sprechende Barbiepuppen, Videos, usw.

Kurz darauf ist die Truppe komplett. Die nächsten zwei Tage werden wir mit vier Crewmembern – Boss Paul (Aussie), Skipper Mark (Holländer), Divemaster Charles (Ami) und Koch Susanne (aus München) – sowie neun Touris – Christian aus St. Gallen, Petra aus Zürich, Nina aus England, Linda, Ken, Jeanette und Paul (alle aus Kanada) auf der Vagabond verbringen. Auf der vierstündigen Fahrt mehr mit Motor als mit Wind angetrieben, erfahren wir alles wichtige über das Schiff und das Riff. Kaum sind wir an unserem Ziel angekommen, geht es los mit dem ersten Dive. Die Unterwasserwelt (immerhin Unesco Welterbe…) ist schön, aber durchaus vergleichbar mit vielen anderen Spots auf dieser Welt. Am Nachmittag tauchen wir nochmals ab und schnorcheln zudem auch noch ein bisschen im Flynn Reef. Nach dem Essen springen wir für den Nachttauchgang ins kalte und sehr dunkle Nass. Leider verstecken sich aber so ziemlich alle Fische irgendwo im Riff, so dass wir ausser zwei Squdies und vielem glühenden Plankton nicht viel vor die Lampen bekommen. Zudem tummeln sich sehr viele längere und kürzere sich windende Würmer im Lichtkegel, die sich auch sehr gerne auch belichtete Hautpartien setzten. Die Nacht auf dem Meer wird extrem ruhig. Der leichte Wellengang wiegt uns in den Schlaf (Insider Bemerkung: beim Einschlafen muss ich an die Nixe und ihre Besitzerin denken, die mir immer erzählt hat, wie gut sie auf dem Schiff schläft…) und wir verbringen eine angenehme Nacht auf dem Meer.

Vagabond

Eigentlich hat Herr Odermatt mir vor dieser Reise erklärt, dass er in diesem Jahr nie einen Early Morning Dive machen wird. Aber er hat sich von Charles und Mark am Vorabend überreden lassen und so sind wir um 6.20 Uhr im Wasser. Zum Glück haben wir ja praktisch auf dem Riff übernachtet und können so nur geradewegs aus dem Bett in den Shorty und gleich ins Meer springen… Das Aufstehen lohnt sich aus drei Gründen: die Sicht ist besser als am Vortag und wir sehen wieder einmal eine Schildkröte sowie immerhin einen Gitarrenhai. Leider schlagen die weiteren Hai-Anlockungsmethoden (mit leerer Petflasche Krach machen) fehl… na ja, ein Versuch wars wert (ob das auch mit Hammerhaischulen in Layang Layang funktioniert?). Der letzte Tauchgang hier am Great Barrier Reef wird auch zugleich der Beste. Wir sehen neben VBF (vielen bunten Fischen) und SAU (same as usual), einen weiteren Turtel, einen grösseren White Dip Shark, einen Napoleon sowie eine Schule von Buffalo Parrotfishes von ca. 20 Stück. Wow! Nach der letzten Schnorcheltour (wo wir für Chiara und Aline endlich auch noch die erste Nemofamilie entdecken) ist das Abenteuer Great Barrier Reef auch schon wieder vorbei und wir nehmen Kurs Richtung Festland. Wir sind froh, dass wir uns für ein kleines Schiff entschieden haben und dieses Erlebnis nicht mit 50 bis 300 anderen Touris teilen mussten. Mit Christian und Petra trinken und essen wir in unserem Stammpub in Cairns noch eine Kleinigkeit bevor wir um acht Uhr müde, aber zufrieden wieder im Hostel ankommen.

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Tasmania

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Hello Tasmania

Trotz Übergewicht, also nicht Odis Übergewicht sondern das des Gepäcks, können wir mit einem netten Augenaufschlag alles einchecken (43 kg gerundet, 46 kg ungerundet, 40 kg erlaubt). Während des Landeanflugs bekommt schliesslich Odi noch ein wichtiges Werbe-SMS von der Swisscom. Zum Glück muss man beim Fliegen immer alle elektronischen Geräte abstellen… In Hobart bleibt uns beim Warten auf Mam und Edi genug Zeit unsere Homepage auf den neusten Stand zu bringen. Drei Stunden später landen die beiden pünktlich im Hauptort von Tasmanien. Bei Hertz mieten wir unser Zuhause für die nächsten zehn Tage. Eine Besonderheit Australiens, die schon lange erwähnenswert ist, sind die Liqour oder Bottle Shops. Hier bekommt man keine alkoholischen Getränke im normalen Supermarkt. Bier, Wein und etc. ist nur im Liqour Shop erhältlich. Man darf in Australien auch kein Alkohol auf öffentlichen Strassen und Plätzen trinken, an Besoffene wird kein Tropfen mehr verkauft und als Promillegrenze gilt 0,5. Das pittoreske an der Situation ist, dass die Liqour Shops immer auch als Drive Thru funktionieren. Trotz der vielen Vorschriften eigentlich unglaublich, oder nicht? Übrigens ist das Wetter sehr untypisch für Tasmanien sehr sonnig und warm…

Wie immer hier noch ein paar Daten zu unserem Motorhome:

  • Ford Turbo Diesel 3,5 Liter
  • 2,30 m breit
  • 5,80 m lang
  • 3,0 m hoch
  • Platz für 5 Personen
  • 110 Liter Frischwassertank
  • Kein Feueralarm, dafür ein Gasalarm
  • Mikrowelle
  • WC, Dusche, Brünneli und so „Kochzeugs“
  • Antennen-TV
  • Klimaanlage und Heizung

Mt. Field National Park

Unser erster Tag in Tasmanien bringt uns zum Mt. Field National Park. Im Visitor Center kaufen wir als erstes einen Pass für alle National Parks von Tasmanien. Nun sind wir für alle Outdoor-Abenteuer gerüstet! Bei den Russel Falls sehen wir die ersten wilden Tiere hier auf der Insel. Leider wissen wir den Namen nicht mehr, aber es ist eine Kreuzung zwischen einem Wallabie und einem Possum. Über eine Schotterstrasse verlassen wir das Regenwald-ähnliche-Gebiet und fahren in das hochalpine Gebirge, wo wir eine Stunde beim Wandern die Gegend erkunden. Hier gibt es tatsächlich Skilifte und Skipisten… Für uns irgendwie unvorstellbar. Kurz vor der Schlechtwetterfront sind wir wieder zurück im Tal. Auf dem Campingplatz (mit mehr Langzeitmietern als Nomaden wie wir, Kostenpunkt unglaubliche 14 Dollar) müssen wir am Abend sogar einheizen. Das Wetter hier in Tasmanien ist tatsächlich ein Thema für sich… Wir sind gespannt auf die Fortsetzung!

Nass und kalt

In Tasmanien sind praktisch alle National Parks als Unesco Weltkulturerbe deklariert. Dazu gehört auch der Cradle Mountain – Lake St. Clair National Park. Wir nutzen den regenfreien Morgen und wandern zwei Stunden am See entlang. Leider zeigt sich weit und breit keiner der berühmten Platypus (…sniff…). Über die Temperaturen wollen wir an dieser Stelle nicht sprechen. Nur so viel: ich musste eine Kappe und ein Halstuch anziehen! Immerhin passt sich das Wetter unserem Programm an. Es fängt immer erst an zu regnen, wenn wir unseren Walk beendet haben ;-). Auf der Suche nach Sonne fahren wir am Nachmittag weiter in den Norden. Unterwegs entdecken Edi und ich am Strassenrand einen Echidna (Aline würde sagen: „Auf Englisch Schnabeligel“). Dank der schnellen Reaktion des Fahrers können wir (wir = alle drei ausser Mam, die am schlafen ist…) von diesem Unikum ein paar Fotos schiessen. In Queenstown stoppen wir zum Kaffee bei der berühmten Wilderness Railway. Für 100 Dollar kann man sich hier über drei Stunden durch den Regenwald in das nächste Kaff kutschieren lassen. Für dieses Geld konzentrieren wir uns lieber weiter auf die Suche nach gutem Wetter und landen so am Abend in Somerset an der Nordküste. Hier ist es tatsächlich trocken und etwas wärmer! Übrigens heisst das Tier, das wir gestern im Mt. Field National Park beobachten konnten Tasmanian Pademelon.

Die Sonne gibt es doch noch!

Nur die grössten Optimisten unter uns haben nach den zwei Winter- ehh Regentagen an einen solchen Prachtstag geglaubt: stahlblauer Himmel und Sonnenschein! Am Table Cape geniessen wir den ersten Lookout des heutigen Tages. In Boat Harbour Beach stecken wir die Zehen ein erstes Mal in das Meer. Zum Baden ist es uns dann aber doch zu kalt (geschätzte 18 Grad, Info für Stuwi: keine Wellen vorhanden). Zum z’Mittag geniessen wir in Stanley Fish & Chips direkt aus dem Meer. So soll es schmecken, frischer geht es wirklich nicht! In diesem Kaff steht auch „The Nut“, eine Art Ayers Rock am Meer. Zum Verdauen nehmen wir den Weg nach oben trotz Sessellift zu Fuss in Angriff. Zugegeben, der Aufstieg ist in 8 Minuten geschafft… Auf dem Weg Richtung Camping besuchen wir noch den Rocky Cape National Park. Auch hier sind die Felsformationen und die Küstenlinie einfach wunderbar. Langsam aber sicher wissen wir, warum Tasmanien unbedingt eine Reise wert ist.

Auf der Suche nach Wombats

Heute wollen wir nochmals in den Cradle Mountain Lake – St. Clair National Park, dieses Mal aber bei schönem Wetter und durch den Zugang auf der anderen Seite. Auf dem 2-stündigen Rundweg um den Dove Lake unterhalb des Cradle Mountain geniessen wir beim Wandern die tasmanische Bergwelt. Unsere Berge sind definitiv eindrücklicher, dafür sind hier Flora und Fauna wirklich einzigartig. Während Mam mit dem Bus ins Visitor Center fährt, machen wir anderen drei uns auf dem Rückweg zu Fuss auf die Suche nach Wombats. Ausser einer Menge Wombat-Schei… auf dem Wanderweg, entdecken wir nur einen Schnabeligel. Wenigstens ist dieser ein sehr geduldiges Fotomodell und lässt sich bei der Suche nach Nahrung überhaupt nicht von uns und unseren Kameras stören! Notfalls werden die Wombats halt im Zoo suchen…

Wombat und Tasmanian Devil

In Launceston besuchen wir als erstes die Cataract Gorge. Praktisch in der Stadt kann man in dieser Schlucht baden, wie bei uns in der Aare. Zum z’Mittag versuchen Mam und Edi ein erstes Mal Sushi. Und voilà, trotz aller Skepsis schmeckt es ihnen hervorragend. Am Nachmittag wollen wir endlich alle Tiere Tasmaniens auf sicher sehen und besuchen einen Wildpark. Vor allem den Tasmanischen Teufel entdeckt man in der freien Natur nur mit viel Glück. Leider sind zwei Drittel dieser Tiere an Krebs erkrankt und deshalb ist ihr Bestand in den letzten Jahren stark gesunken. Im Park bekommen wir sowohl den Tasmanian Devil als auch das Wombat vor die Linse. Trotzdem haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass wir mindestens ein Wombat noch in freier Wildbahn beobachten können. So schlagen wir unser Nachtlager auf dem Camping in Kelso auf, hier sollen Wombats und Co. laut Prospekt jeden Abend auftauchen. Tatsächlich ist dies kein Marketing-Gag der Besitzer. Pünktlich mit der Dämmerung zeigen sich die ersten Possums, Wallabies und Wombats. Sobald es dunkel ist, wimmelt es nur so von diesen Tieren. Nach dem zehnten Wombat hören wir auf zu zählen. Edi und Odi pirschen sich auf den Knien an die schnuseligen Tiere heran und können ein paar super Fotos schiessen. Wir sind uns einig, dass kein Wildpark mit dem Camping mithalten kann. Übrigens waren wir heute noch rasch in Grindelwald. Hier gibt es tatsächlich ein Kaff, das nach diesem Vorbild gebaut wurde und wie es scheint vor allem bei Hochzeitspaaren ein beliebtes Fotomotiv ist. In Wahrheit hat das Dorf jedoch nur ganz wenig mit dem Original gemeinsam.

Oohoo, unser Visum

Da Odi und ich unbedingt noch in den berühmten Kelpwäldern auf der Tasman Peninsula tauchen wollen, steht uns heute eine längere Fahrt vom Norden in den Süden bevor. Die Distanzen sind hier in Kilometer gemessen zwar gering, doch die kurvenreichen Strassen lassen jede Fahrt länger als erwartet werden. Nach sechs Stunden kommen wir in Port Arthur an. Zu unserer Überraschung hat es auf der Tasman Peninsula sogar Strassenschilder, die vor dem Tasmanischen Teufel warnen. Wer weiss, vielleicht sehen wir diese raren Einheimischen ja auch noch in der Freiheit… Am Abend merken wir durch Zufall, dass unser Australien-Visum nach den Ferien in der Südsee gar nicht mehr gültig ist. Oohoo… Variante 1: 24 Stunden am Flughafen in Sydney Tom Hanks nachahmen, Variante 2: Flug nach Bangkok einen Tag vorverschieben, Variante 3: mal schauen…, Variante 4: herumrennen und schreien.

Tauchen in den Kelpwäldern

Pünktlich um 8.30 Uhr sind wir bei der Tauchschule. Es scheint, als ob wir die einzigen sind, die sich heute in das 17 Grad warme Meer wagen. Nach wenigen Minuten ist klar, dass wir trotz Vorwarnung nicht in den Pool müssen, um uns an den dicken Anzug (7mm) und das viele Blei (16 resp. 20 kg) zu gewöhnen. Leider ist auch nach wenigen Minuten klar, dass das Wetter heute einen Tauchgang bei den 30 Meter hohen Kelpwäldern nicht zulässt. Mike, unser Tauchguide, will uns zuerst alleine off shore losschicken. Nach einigem hin und her schlägt er schliesslich vor, uns mit dem Boot in eine Bucht ohne Wind und mit wenig Wellengang zu begleiten. Auch hier hat es Kelpwälder (wenn auch nicht so hohe…) und mit etwas Glück sollten sich hier ebenfalls einige Sea Dragons im Wasser tummeln. Dazu ist diese Bucht mit einer maximalen Tiefe von 6 – 14 Meter für uns eine gute Kaltwasser-Übung. Doch zuerst müssen wir das Boot aus- und in der nächsten Bucht wieder einwassern. Bis wir auf dem Wasser sind, glauben wir, dass Mike uns auf den zwei Tauchgängen begleitet. Doch dem ist nicht so, der tasmanische Tauchbär schickt uns alleine in das kalte Nass. Auf dem ersten Tauchgang können wir vor allem den berühmten Kelpwald geniessen. Uns wird fast schwindlig beim Anblick der Pflanzen, die sich mit den Wellen über die grossen Steine hin und her bewegen. Auf dem zweiten Tauchgang hat es wieder viel Kelp und wir entdecken sogar ein Sea Dragon! Wow, was für eine coole Spezies… Klar, dass der arme Kerl für ein paar Fotos hinhalten muss. Zu unserer Überraschung frieren wir nicht gross und bleiben zwei Mal über 50 Minuten unter Wasser. Erfreut über all die neuen Eindrücke lassen wir uns von Mam und Edi abholen und fahren in das historische Richmond, wo wir unser Nachtlager aufschlagen.

Hobart

Unseren letzten Tag in Tasmanien verbringen wir in Hobart. Mam und Edi wollen noch einige Mitbringsel einkaufen. Zum z’mittag gibt es nochmals Sushi. Und es bestätigt sich, die zwei Sushi-Fans bleiben auch Sushi-Fans! Mam will sogar einen Kochkurs besuchen… Als alle Souvenirs eingekauft sind, fahren wir auf den Hausberg von Hobart. Bei diesem schönen Wetter ist die Aussicht spektakulär und wir geniessen die Abkühlung von den 35 Grad (und das in Tasmanien!!) in der Stadt. Anschliessend ist packen und waschen angesagt. Bei einer Pizza geniessen wir nach getaner Arbeit den letzten Abend mit Mam und Edi.

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Blue Mountains

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Bye bye Red Centre

Wie immer an Reisetagen sind wir früh wach und uns bleibt noch genug Zeit den Rest zu packen und aufzuräumen. Die Abgabe der Lotterkiste bei Wicked ist unkompliziert und schnell. Unser Taxifahrer empfiehlt uns auf der Fahrt zum Airport zum besseren Verständnis der Ureinwohner ein bestimmtes Buch. Wir befolgen seinen Tipp und kaufen dieses gleich am Flughafen. Drei Stunden später landen wir im regnerischen und für unsere Verhältnisse kalten Sydney. Iron Maiden scheint hier heute ein Konzert zu haben. Jedenfalls steht der Privatjet der Headbanger-Band neben uns am Gate. Na ja, eine andere Band wäre mir lieber gewesen… Ohne Probleme finden wir den Weg in die Blue Mountains, wo wir die drei nächsten Tage verbringen werden. Diese Region gehört wegen der überwältigenden Landschaft, Eukalyptuswäldern, Schluchten und der Tierwelt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Berge heissen Blue Mountains, da aus den Eukalyptusbäumen ständig ein feiner Ölnebel aufsteigt, der die Berge aus der Ferne in leichtem Blau erscheinen lässt. Doch nun freuen wir uns erstmals wieder auf ein richtiges Bett nach etlichen Tagen in unserem Wicked-Mobil.

Blue Mountains

Als wir am Morgen erwachen, regnet es was das Zeugs hält… na ja Australien ist auch nicht mehr das, was es mal war ;-). Am Echo Point in Katoomba sieht es nicht so aus, als ob das Wetter heute nochmals besser würde. So kaufen wir im nahen Bottle Shop ein bisschen Wein, so nach dem Motto: „Drinking, instead of hiking“. Der Nebel hängt tief in den Bergen und wir machen uns als erstes auf die Suche nach einem Zimmer. Das Schlechtwetterprogramm führt uns schliesslich ins Kino. Wir schauen uns einen Film über die Region an, damit wir wenigstens wissen, wie es hier bei Sonnenschein aussehen würde. Als wir das Kino eine knappe Stunde später verlassen, hat es aufgehört zu regnen und als wir zu den Wentworth Falls kommen, reisst der Himmel auf einmal auf. Das Wetter wechselt ab jetzt praktisch im Minutentakt. Beim Echo Point können wir sogar die ersten Fotos mit ein paar Sonnenstrahlen schiessen. Praktisch mit der Sonne strömen die Touristen aus ihren Hotels und wir fühlen ins im Nu wie in Asien bei all den Schlitzaugen. Bei der Scenic World beschliessen wir statt mit der Bahn zu fahren, etwas in den Regenwald zu wandern. Der Wanderweg ist platschnass und voll von Dreck und Sumpf. Diese Tatsache stört einige weniger als andere… Die Entscheidung zu Fuss zu gehen, war genau die richtige, denn nur so bekommen wir einen wirklichen Einblick in das Ökosystem des Regenwaldes der Blue Mountains. Damit wir auch weitere Lookouts bei Sonnenschein besichtigen können, nehmen wir für den Weg nach oben die Seilbahn… ist doch etwas praktischer und vor allem schneller. Mit unserem Toyota Corolla fahren wir zum Evans und zum Govettes Leap Lookout. Beim Pulpit Lookout regnet es bereits wieder so heftig, dass wir beschliessen essen zu gehen. Zum Abschluss des Tages zeigt sich dann wieder die Sonne, so dass wir nochmals beim Sublime Point den herrlichen Ausblick auf die Blue Mountains geniessen. Einzig den Temperatursturz von über 25 Grad haben wir nun noch nicht ganz verkraftet. Im Motel müssen wir heizen und das in Australien!

Mit dem Mietauto über die Harbour Bridge

Das Wetter spielt heute von Anfang an mit. Den ganzen Tag regnet es keinen Tropfen, so dass wir die restlichen Lookouts (Pulpit, Anvil Rock und Perry’s Lookdown) im Trockenen besichtigen können. In Mt. Wilson können wir nochmals ein Stück Regenwald mit riesigen Farnen bewundern. Via Bells Line of Road fahren wir schliesslich zurück nach Sydney. Immer schön dem Flughafenwegweiser folgend, werden wir tatsächlich über die Harbour Bridge gelotst. Leider kostet das kleine Vergnügen doch etwas an Gebühren (immerhin drei Dollar…). Morgen fliegen wir weiter nach Tasmanien, wo wir zehn Tage mit Mam und Edi herumreisen werden.

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